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ben vor nehmſten und gedildetſten Klaf⸗

ſen gefüllt und ber Beiſall, den der vor⸗

treffliche Künſtler erhielt war enthu⸗

flaſtiſch und wollte gar nicht enden. Man muß aber auch das Konzert von Kall ivoda und dle Trauerwalzer ⸗Va⸗ riationen von Pechatſchek nur ſo vorge⸗ tragen hören, um die Macht und den Zauber, die dieſe Kompoſitlonen auf das Herz ausüben, ganz zu empfinden. Hr. Szerwaczinsky kennt keine techni⸗

ſche Schwierigkeiten und ſein wohlbe⸗

rechneter Mechanismus wird dergeſtalt

don einem Seiſte und einem Gemüthe

unterſtüzt, daß Körper und Seele ſel⸗ nes Spieles auf gleiche Vollendung Anſpruch machen können. Schade, daß wir nur einmal Gelegenheit hatten, den großen Künſtler zu hören(die ein⸗ gegangene Trauerkunde von dem Tode S. M. des Kaiſers hinderte die ferne⸗ ren Konzerte); wir leben aber in der angenehmen Erwartung, daß uns Hr. Sz. bald wieber mit einem Beſuch er⸗ freuen wird, um ſo mehr, da wir glau⸗ ben, daß er mit der ganz ungewöhnlich großen und ehrenvollen Theilnahme un⸗ ſers gebildeten Publikums volle Urſache zur Zufriedenheit haben wird. M. b. G.

Allerlei.

Wien. Troz der getroffenen An⸗ ſtalten ereigneten ſich doch bei Gele⸗ genheit des Lelchenzuges des höchſtſeli⸗ gen Kaiſers einige betrübende Unglüks⸗ fälle. Der Andrang der Menſchen war nämlich ſo ungeheuer, daß mehrere da⸗ bei ihr Leben berloren. Auch einige Gerüſte ſtürzten unter der Laſt der ſich darauf befundenen Perſonen ein, und biele davon wurben bedeutend beklezt.

Gotha. Der Oberbiblistbekar zu Würzburg, Prof. Goldmaper, ſchlägt im heutigen allg. Anzeiger vor, Schil⸗ ler und Goethe zu Weimar, als dem gemeinſchaftlichen Orte ihres Wirkens ein gemeinſchaftliches Denkmal zu er⸗ richten.(Schwerlich dürfte dieſe Idee

allgemeinen Anklang finden; mag Frank⸗

furt, nach dem Vorgange Stuttgarts,

bald an ein Denkmal für Goethe

denken; suum euique.). Straßburg. In dem franzs⸗ ſiſchen Dorſe Famars(Norddeparte⸗

ment) ereignete ſich dieſer Tage ſol⸗

gender traurige Vorfall: Eine Frau,

die im ten Monate ſchwanger ging kehrte um 7 Uhr Abends von der Ar⸗

beit nach ihrer Wohnung zurük, als

ihr plözlich ein maskirtes und ganz weiß gekleldetes Indiolduum entgegen

trat, und die Arme nach ihr ausſtrekte. Vor Schreken außer ſich, ſchrie ſie um Hilfe und entſſoh der fürchterlichen Ge⸗ ſtalt, die ſie verfolgte. Zu Hauſe an⸗ gekommen, empfand ſle Geburtswehen, und legte zu den Füßen ihres Mannes

ein Kind nieder, welches, in Folge

des mütterlichen Schrekens, ſchwarz ge⸗ worden war. Die unglükliche Frau, welche 6 kleine Kinder zurük läßt, überlebte ihre Entbindung nur wenige

Minuten. N.

Paris. Der fruchtbare drama⸗ tiſche Dichter Eugen Seribe iſt be⸗ kanntlich ſehr wohlhabend. Außer ſel⸗ nem ſehr beträchtlichen Anthell von der

Einnahme ſeiner zablreichen Stüke

beſizt er auch Renten und ein berrli⸗ ches Landhaus in einer ber ſchönſten Gegenden bei Paris. So fährt er als reicher Mann in einer brillanten Egul⸗ bage der Unſterblichkeit entgegen, und nur das Wappen feines Wagens, aus

einer Feder mit der Inſchrift inge

Fortuna et Libertas beſtehend, mahnt an die Quelle ſeiner Wohlhabenhelt. B.

Redeaket den

der Nedaktlen des Spiegel