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Vened i g.„Carlo di Borgogna,
Kühne genannt“, hat am 21. Fe⸗ bruar im Theater der Fenice, ſich ſehr zahm bewieſen; ſtatt Erſtaunen oder Bewunderung erregte er peinigende Langeweile. Hr. Roſſi hatte eine bun⸗ te Szenenreihe Nohne Intereſſe und Haltung an einander geflikt, Paccini dafür eine höchſt gewöhnliche Muſik zu⸗ ſammengewürfelt, und ſo iſt denn eine tauſendfärbige, Harlekinsjake entſtan⸗ den, in die der arme Karl von Bur—⸗ gund kriechen mußte. Das Publikum konnte vor lauter Gähnen nicht zum Pfeifen kommen. Vergebens waren alle Bemühungen der Madame Lalande und Griſi, der Herren Donzelli und Coſ—⸗ ſellt; umſonſt hatte die Unternehmung in Szenerie Koſtumes das Höchſte auf⸗ geboten, der Held der Vorzeit, iſt in der Gegenwart untergangen.
Echo.
Genua. Der Gatte unſerer er- ſten Sängerin gebornen Tacchinardi, Herr Perſtani, brachte am 21. Febr. dem Theater Carlo Feliee eine will— kommene Gabe mit ſeinem„Danao.“ Dieſe von ihm für die hieſige Sän— gergeſellſchaft ganz umgearbeitete Oper zählt nicht wenige ſehr gelungene Mu— ſikſtüke; beſonders ſind die Chöre be— dacht; ſonſt die ſchwache Seite unſerer Bühne, wirkten ſie diesmal mit Ener— gie und Präziſtion. Mad. Tacchinardi, immer ſehr beifallswerth und beifall— erringend, führte den ihr von ihrem Gatten vertrauten Part wirklich con amore aus; das frohe Toben der Zu— hörer, das lärmende betäubende Klat— ſchen, das nicht endende Hervorruſen der gefeierten Künſtlerin, und des Kom⸗ poſiteurs, und der am Schluſſe der Vorſtellung ebenfalls von dem Publi⸗ kum geforderten Sänger Salvatori und Moriani(Baß und Tenor) gelten für den beſten Beweis, das Dan aus keine Danaldenarbelt iſt. 5.
Yaris(2. März). Die lang angekündigte, gerühmte und ſo unge⸗ duldig erwartete Oper:„La Juive““ (die Jüdin) Muſik von Halevy(ei⸗ nem Ifraeliten) iſt endlich in der Aka⸗ demie-Royale-de-Muſtique erſchienen. In Hinſicht der Dichtung, der Muſik und der Dekorationen erfüllte dieſe Oper größtentheils das, was man ſſch davon verſprach, was aber die Szeni⸗ rung betrifft, ſo entwikelte dieſe ſolch einen wunderbaren Reichthum, daß ſie alle Erwartungen übertraf. Des Kö— nigs Triumpheinzug zu Ende des er— ſten Aktes, mag ſchon allein hinreichen, um ganz Paris anzuziehen, und wir ſe⸗ zen noch hinzu, daß das Werk von ei— nem Enſemble der ſeltenſten Talente, wie ſie nur die große italieniſche und die franzöſiſche Oper aufweiſen können, durchgeführt wurde. Die erſten Rollen waren in den Händen der Herren Nou⸗ rit, Levaſſeur, Lafont und der Dem. Dorus. Dem. Falcon aber gab dle Nolle der Jüdin, und ſang und ſpielte ſie auf eine höchſt ausgezeichnete Weiſe. — Im Theater Ambigu-Comique macht ein neues Schauſpiel„Glenarvon“, erſtes Werk eines jungen Dichters, Feliclen Mallefille, außerordentliches Glük. Viele Szenen, eben ſo herrlich im Styl als in Gedanken, erhielten dreifache Applausſalven. Geſpielt wird es vortrefflich, beſonders zeichnet ſich darin ein junger Schauſpieler, Na—⸗ mens Guyon aus. N.
Muſink.
Kaſchau(10. März). Am 6. d. M. halten wir hier einen hohen und ſeltenen muſikaliſchen Genuß. Der be⸗ rühmte Violinſpieler Hr. Stani s⸗ laus Szerwaczinsky nämlich gab im hieſigen Nedoutenſaale ein gro⸗ ßes Violinkonzert. Der Saal war von
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