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Situation, die Zuhörer, und Thrä⸗ nen rollen über alle Wangen, als Ines Schikſal ſich zum Böſen wendet.— Die Muſik hat allgemein angeſprochen, ſie iſt reich an neuen Gedanken, und durch gelungene Inſtrumentation aus⸗ gezeichnet. Die Stüke die am Vorzüg⸗ lichſten gefielen ſind folgende: Ein Duet zwiſchen Madame Malibran und dem Tenor Duprez, das Finale des erſten Aktes, ein Terzett im zweiten Alte, geſungen von Madame Malibran, De— moiſelle Albini und dem Baſſiſten Por—
to, eine Arie des genannten Tenors,
1 die Schlußkavatine durch Madame
135 Malibran unnachahmlich vorgetragen—
Die Herrn Duprez und Porto führten ihre Parten gelungen aus, und Dem.
Albini war ganz an ihrem Plaze. Das
Opernbuch, nämlich Plan und Aus⸗ führung, iſt von Herrn Videra, in Verſe gebracht von Herrn Ca mme rano; es erhebt ſich über das Gewöhnliche.— Die von Bellini für Madame Mali— bran, und die Herrn Duprez, Pedrazzi und Porto eingerichtete Partitur ſei⸗ ner zu Paris komponirten Oper„1 Puritani,“ welche durch einige Zeit zu Marſeille der Cholera wegen liegen blieb, iſt nun hier angelangt, und wird nun ſo bald als möglich einſtu⸗ dirt werden.— Gewiß man kann un⸗ ſerer Theaterunternehmung, weder Ge— ſchik noch Eifer für das Beſte des Publi⸗ kum abſprechen.
Allerlei.
Bayreuth. Der Elephant, der ſeit ſeinem Hierſein ſchon ſo man— ches Aufſehen machte, ſollte nun, wie früher ſchon bemerkt, in einem eigends eingerichteten Wagen weiter transpor⸗ tirt werden; die Führer fürchteten je⸗
doch troz ſeiner Beruhigung, den Ge⸗ brauch ſeiner Zähne, deren Kräfte er an dem Pfahlwerk ſeines Geheges recht auffallend zeigte, womit er, wenn es ihm etwa einſiel, ſein Fuhrwerk zer⸗ trümmern konnte. Dieſer ſeiner Waf⸗ ſen und ſeines Schmukes ſollte er heute beraubt werden. Mit vieler Vorſicht und kluger Anordnung wurde das Thier mit ſtarken Striken befeſtigt, und ſe auf das gegebene Zeichen mit einem Ruk durch die Gewalt rüſtiger Män⸗ ner geworfen. Ueberwältigt, bielt nun das koloſſale Thier ganz geduldig das Abſägen ſeiner beiden Zähne aus; es wird nun noch ſo lange hier verweilen, bis die Wunde verſchmerzt iſt, während es nicht an theilnehmenden Zuſchauern fehlt, die das Thier zu wiederholten Malen beſuchen. N D. London. Zu Southampton er⸗ hängte ſich vor 14 Tagen ein Mann, der Weib und Familie hatte, nachdem er in einer Parthie Taubenſchießen, was ſeine Leidenſchaft war, ſeinen lez⸗ ten Schilling gewettet und verloren. London. Der unlängſt verſtorbene engliſche Graf v. Portmore hatte auf ſei⸗ nem Todbette befohlen, ſobald ſein Leichenbegängniß vorüber ſei, ſeine beiden Lieblingspferde zu erſchießen, damit kein anderer von ihnen Gebrauch mache. Der lezte Wille wurde voll⸗ ſtrekt. M. Paris. Ein vornehmer Herr, der einen Freund in der Straße No⸗ queplane beſuchte, befahl ſeinem Ku⸗ tſcher, ihn am Abend mit ſeinem Kab⸗ riolet abzuholen. Der Kutſcher kam zur beſtimmten Stunde, und ging an
das Fenſter des Portiers, den er er⸗ ſuchte, ſeinem Herrn anzuzeigen, daß der Wagen da ſei; plözlich ſprang abet ein Gauner in das Kabriolet und fuhr in vollem Galopp davon. B.
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