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ſteten.— In den Zwiſchenakten hörten wir den kleinen Joſeph Mayer (Schüler des Herrn Taborsky) Vio⸗ linvariationen von Janſa auf eine ſol⸗ che vollendete Weiſe vortragen, wie ſie ihm und ſeinem trefflichen Meiſter zur großen Ehre gereichen muß.— Der Beneſiziant Hr. Pfeiffer ſpielte ein Flöten-Konzertſtük von Dupuy mit einer von dieſem geachteten Künſtler gewohnten Virtuoſität. Möge uns Hr' Pfeiffer nicht ſo ſparſam mit ſeinen Lei— ſtungen bedenken! N. Wien(20. Febr.). Im Thea⸗ ter an der Wien erſchien un⸗ längſt eine Parodie des Holtey'ſchen „Lorbeerbaum und Bettelſtab“«, un— ter dem Titel:„Weder Lorbeer baum noch Vettelſtab“ von J. Neſtroy. Es iſt dereits eine alte Geſchichte, daß jedem guten Stüke eine Parodie nach— hinkt, allein dieſe hinkt nicht ein Mal, denn ſie hat weder Kopf noch Fuß. Derbe Späße, ein Paar paſſable Lie⸗ der und ſchlechte Darſtellung ſind die Würze dieſer unſchmakhaften Speiſe. — Im Theater nächſt d. Kärn⸗ thnerthore ſehen wir jezt ſpa— niſche Nationaltänze von ei⸗ ner Tänzergeſellſchaft, unter der Di— rektion des Hrn. Font, aufführen. Ich kann darüber nichts berichten, als daß ſie mir ſpaniſch vorkommen.— Am 14. ward im k. k. Hofburgthea⸗ ter ein neues 5 aktiges Trauerſpiel: „Die Heimberufenen“ von O. Ernſt Pohl(Dr. Hornpoſtel) gegeben. Es iſt nicht ohne ſchöne Ideen und dra— matiſches Intereſſe. Die Herren Lö— we, Fichtner, La Roche, Anſchütz und Heurteur ſpielten mit der an ih— nen gewohnten Klaſſizität und erhiel— ten cühmliche Anerkennung ihres ſchö— nen Strebens.— Der 225te Jahrgang des Leopoldſtädter„Theater- Alma— nachs, zum Beſten der Wittwe des Schau— ſpielers Ziegelhauſer, herausgegeben
von C. Meisl und D. F. Reiberſtorſ⸗ fer“ iſt ſo eben erſchlenen. Beiträge von: Bauernfeld, Caſtelli, Langer, Vogl, Kuffner und mehreren Andere zieren den Inhalt dieſes anſpruchloſen Taſchenbuches. Zwei Muſikbeilagen von J. B. Ziegler und von Blumenthal und die Porträte der Schauſpieler Quandt und Hausmann und der Tän— zerin Thereſe Lenz ſind eine angeneh— me Zugabe. Alle Beitragleiſtenden überließen ihre Aufſäze den Redak to ren unentgeltlich und ſie wanden ſo aus ihren würzigen Geiſtesblüten duf— tende Kränze, die ſie am Altare der Wohlthätigkeit opferten und vom Heer— de der Dankbarkeit lodert ihnen dafür die Flamme der innigſten Erkenntlich⸗ keit der armen Wittwe freundlich ent⸗ gegen. Adiaphoros. Paris(im Febr.). Im Thea⸗ ter-Italien gab man zum Erſtenmale die Oper:„I Puritani“, Text vom Grafen Pepoli, Muſik von Bellini. Die Muſit erſchien hier in ihrer gan— zen Jungfräulichkeit; ſie hatte noch nicht den Weg von Neapel nach Flo— renz, von Mailand nach Venedig ge— macht(man vergleiche indeſſen welter unten den Artikel„Neapel“), ſie iſt noch nicht von italieniſchen Ohren be— urtheilt worden. O, wie glüklich ſind wir Pariſer, die wir ſie zum erſten Genuſſe erhielten!— Schon die Gene— ralprobe, bei der die Elite der Künſtler und der großen Welt zugegen war, gab von dieſem neueſten Werke Belli— nis die günſtigſte Idee. In dieſer Fa⸗ milien-Solennität konnte ſchon der Maeſtro auf den bevorſtehenden großen Triumph von Seite des Publikum ge— faßt ſein. Das Sujet der„Purita⸗ ner“ iſt aus einem Drama von Ance⸗ lot entnommen, das kaum vor einem Jahre in dem Vaudevillen-Theater un— ter dem Titel„Rundköpſe und Cava⸗ liers“, ohne irgend einen Erfolg gege⸗


