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Theater.

Peſt h.(24. Feb.) Der Faſching behauptet noch immer ſeine Rechte, d. h. alle Vergnügungen und Unter⸗ haltungen konzentriren ſich auf Tänze, und Hausbälle und Piqueniques ſind es, die man in Peſth großen Redouten und Volksbällen vorzieht. Je enger die Kreiſe ſind, deſto beliebter und ge ſuchter ſind ſie; man fühlt ſich dabei heimiſcher und gewiſſermaßen auchnob ler, obwohl es unbeſtreitbar iſt, daß es keinen impoſantern und vielleicht auch keinen poetiſchern Anblik dieſer Art gibt als ein großer von Masken und Menſchen aller Klaſſen wimmeln der Saal. Doch dem ſei wie immer, dem Faſching wird heuer ſtark zuge ſprochen, deſto weniger dem Theater. Es iſt eine tolle Zeit der Faſching, und doch hat man manchmal einen richtigern Entſcheidungsſinn, als in der übrigen nüchternen Zeit des Jahres! ausge⸗ nommen, daß man niemals mehr heu rathet als in der Karnevalszeit. Aber um wieder auf das Theater zu kom men, ſo müſſen wir bekennen, daß die uns gebotenen Stüke auch keinesweges der Art ſind, um uns von dem luſtigen Weiſen eines Strauß oder eines Lan- ners abzuloken.Die Schrekensnacht im Schloſſe Paluzzi,Ein Uhr, die den Peſthern ſo oft par force auf gebrungenen40 Räuber oc. oc. ſind

Mittwoch, 25. Jebruar.

eben ſo uralt, als durchaus nicht über⸗ einſtimmend mit fröhlich geſtimmten Herzen. Ein neues ſogenanntes Luſt ſpiel in 4 Akten,der falſche Prinz genannt, iſt wieder eine Variation des

berühmtenAſchenbrödls und des nichtberühmtenBräutigams aus Me⸗ rico. Luſtſpiel ſollte es nicht heißen, denn es iſt ſelbſt zur Poſſe zu trivial und der lache dabei, der kann! Hr⸗ 4 Grohmann, Dem. Leynſütt, Mad. Grill, dann die Herrn Fi ſcher, Klauer, Rünner und Po⸗ ſinger thaten das Ihrige, um ih ren Rollen irgend einen plauſiblen An ſtrich zu geben. Unſer erſte Flötiſt, Hr. Pfeiffer gab zu ſeiner Vene fize das alteLeiermädchen Fanchon. Dieſe Oper ſoll vor etwa 50 Jahren Glük gemacht haben, wozu allerdings das artige Buch von Kotzebue mehr bei getragen haben mag, als die nichtsſa gende Muſik von Himmel. Heutzutage liegt Buch und Muſik ſchon ganz au ßer dem Geſchmake der Zeit und nur das treffliche Spiel und der gefühl volle Geſang der Dem. Schebeſt (Fanchon) trug dazu bei, daß man die Piece noch gerne ſah und hörte. Ue brigens zeigten ſich unſere Schauſpieler etwas unbeholfen im Geſange und un ſere Sänger desgleichen im Spiele, leztere oft beides zugleich. Nühmliche Erwähnung verdienet Herr Grohmann, auch die Hrn. Rünner und Gaede, die jeder in ihrer Art Verdienſtliches lei