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liegt eine andere Deutung darin, deren Spur wir nicht weiter verfolgen wol⸗ len. Von andern Stüken kam wieder einmal DeinhardſteinsHans Sachs in die Szene, wobei Hr. Grohmann die Hauptrolle gab. Er führte dieſen Eharakter mit aller Zartheit, Ge müthlichkeit und gehöriger Schlichtheit durch. Der gelungenen Momente wa ren ſo viele, als die Dichtung darbot und in der Deklamation zeigt Herr Grohmann ſtets keine gewöhnliche Bil dung. Das Publikum lohnte ihm mit verdientem Beifall. Dem. Leynſitt war als Kunigunde allerliebſt. Auch Zieglersvier Temperamente kamen wieder zur Darſtellung, von welcher wir nichts weiter zu ſagen haben, als daß ein Hr. Simeon und ein Herr Malitzky auch darin Rollen hatten und ein ſchönes Talent zum Extem⸗ poriren entfalteten. Nur zu, man ſieht, daß ſie doch nicht ohne ſind. Der Eine verſteht Dieſes, der Andere Jenes, und wer nicht memoriren kann, kann doch ertemporiren. Dem Verdienſte ſeine Kronen! Die Repriſe von BauernfeldsHelene gab den Damen Grill und Leynſitt Gelegenheit, ſich wieder in Javorit rollen zu zeigen. Mad. Grill kann ſtets auf den NamenKünſtlerin An⸗ ſpruch machen, wenn ſie ſich in den vorgeſchriebenen Schranken hält; ſie hat Verſtand, und es gebricht ihr nur manchmal an Mäßigung und etwas ruhigerer Haltung. Eine neue Oper kam am 31. v. M. zur Aufführung. Sie heißt:Theobald und Iſolina, romantiſche Oper in zwei Akten, von Kapellmeiſter Mor lachi in Dres⸗ den. Ein ſehr mageres und verwirrtes Libretto, eine etwas langweilige und gedehnte Kompoſition und vor Allem eine äußerſt verfehlte Ausführung, verſchafften dem Werke eine ſehr kalte Aufnahme. VBlos die Damen Sch e

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beſt und Münk, die alle ihre ſchö⸗ nen Kräfte aufboten, um die Oper zu retten, verdienen Erwähnung. Dem Chore, das doch wirklich einige brave Mitglieder, wie z. VB. die Herren Stoll, Nötzer, Chudaczek 26. zählt, fehlt es an Kraft und energi ſcher Leitung. Der eben genannte Hr. Chudaczek ſoll, wie wir hören, unſere Bühne verlaſſen. Es wäre zu wünſchen, daß man wegen kleinen Anläſſen un ſern Chor nicht noch mehr derangire. Dieſe neue Oper wurde zum Vor⸗ theile des hieſigen wohlthätigen Frau envereins gegeben, und es iſt nicht ei nem Mangel an Wohlthätigkeitsſinn zuzuſchreiben, daß das Haus ſchwach beſucht war, ſondern es iſt und bleibt, wie wir am Eingange des Berichtes dargethan, der Faſching, der die Auf merkſamkeit des Publikums auf andere Dinge leitet als auf Thaliens Tem⸗ pel. Auch zwei andere Beneſizen wur den andern Wohlthätigkeits-Inſtituten, gerade während des Faſchings geweiht, und es wurde ihnen daſſelbe Loos zu Theil. Herr Wild ſoll erſt im März hier ankommen. J. Minderleeb.

Berlin.(2. Feb.) Die halben Ferien des Referenten dauern noch im mer fort, ſagt der bekannte Kriti⸗ ker Ludwig Rellſtab in der hieſigen Voß'ſchen Zeitung darunter verſteht er, daß man ihn mit keiner neuen Oper inkommodirt, ſondern höchſtens mit neuen verbeſſerten Auflagen der alten. Eine herrliche Zeit der Muße für ihn und viele. Er braucht ſich mit keinem Komponiſten und Dichter zu erzürnen, die Sänger und Sängerinen brauchen nichts zu lernen, und könnten daher indeſſen etwas lernen, das Publikum kann ſein Geld ſparen, kurz Jedermann gewinnt, vielleicht am meiſten die Kunſt, nur die Theaterkaſſe zieht eine ſchlechte Bilanz. In Ermangelung der neuen