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iſt, gewiß finden wird, und nur bei der Eil des Einſtudirens nocht nicht er— reicht werden konnte.
Vicenza. Herr Jourdan, der noch vor einem Jahr als kklaſſiſcher Küchenkünſtler die Gaumen entzükte, hat ſich vorgenommen, künftig nur für einen Ohrenſchmaus Mühe zu verwen— den. Man muß geſtehen, daß ſeine kräf⸗ tige und angenehme Vaßſtimme, im Vereine mit einer, für die kurze Zeit ſeiner neuen Laufbahn, merkwürdigen Gewandtheit, ihm als Torquato Taſſo in der Oper gleichen Namens von Do—
nizetti, hier allgemeine Anerkennung
verſchaffte. Der Baßbuffo Leoni, und der Tenor Sumirato befriedigten. Madame Schiaſſetti, erſte Sängerin, iſt als Erinnerung an die Vergangenheit zu loben.(Echo.)
Padua. Seit vielen Jahren den⸗ ken wir keiner ſolchen theatraliſchen Jämmerlichkeit, als der uns am 26. Dez. aufgetiſchten. Die erſte Sängerin Mollo, der erſte Tenor Poggi-Villa und der Vaſſiſt Cattanzaro, bilden ein würdiges Kleeblat, als Todtengräber Scaramuccia's. Nach den Stürmen des erſten Abends wagte die Unterneh⸗ mung es nicht, das Theater am fol⸗ genden wieder zu öffnen. Sie iſt be⸗ müht eine neue Truppe zu bilden.
(Echo.)
Genp a. Das Theater Carlo Felice ertönte am 26. Dezember, von fortwährenden Klatſchen. Oper und Ballet gefielen allgemein.„Die Nacht⸗ wandlerin“ war die erſte;„Die Sa⸗ razenen in Sizilien“ das zweite.— Herr Moroſini hat mit dieſem hier mehr Glük gehabt, als zu Mailand, wo ſeine Sarazenen nur Gähnen er⸗ regten.— Madame Tacchinardi-Per⸗ ſiani beſizt keine ſtarke Stimme, aber ihr Geſang gleicht einer Perlenſchnur, ſie iſt eine ausgezeichnete Künſtlerin. Der Tenor Mariani war etwas un⸗
päßlich, und konnte daher nicht mit aller Kraft wirken. Herr Salvatori iſt ein braver Vaſſiſt. Demoiſelle Vagbi und die Herren Ciotti und Bedotti er⸗ warben ſich in den Hauptrollen„des Balletts die Zufriedenheit der Zu⸗ ſchauer. Ein Pas de trois von den Schülerinen der Mailänder Tanzſchule, Demoiſellen Filippini und Trezzi und Herr Jorka ausgeführt, ſprach eben— falls an.(Echo.)
Allerlei.
Paris. Kaum hat man die ſchrek⸗ liche Geſchichte von dem Anfall auf die Frau eines Vortiers gehört, ſo erzählt man heut ſchon von einem äbnlichen Anfall, der auf die Frau eines Wechs⸗ lers gemacht wurde. Ein Individuum umſchlich lange Zeit den Laden deſſel⸗ ben; als er ſich entfernt hatte, und die Frau allein war, trat der Fremde ein, zog ein Piſtol hervor, und drohte die Frau zu erſchießen, wenn ſie ihm nicht alles Gold ausliefere. Dieſe hatte ſo viel Geiſtesgegenwart ſich nie— derzuwerfen und laut jammernd um ihr Leben zu bitten, ohne ihm jedoch das
Gold auszuliefern. Als er nun ſelbſt
zugreifen wollte, erſah ſie den glükli— chen Augenblik, entſprang aus dem Laden und rief Hülfe, Der Verbrecher entfloh jezt, wurde aber ergriffen und
in ein Wirthshaus gebracht. Hier ver—
ſchlang er, ohne daß man es hindern konnte, ein Fläſchchen mit Gift, das er bei ſich führte. Man mußte ihn daher ins Hôtel dieu ſchaffen, wo man ihn einer ärztlichen Behandlung unterwarf. Seinen Namen hat er durchaus nicht nennen wollen. f B. Lyon. Schon vor einiger Zeit war davon die Rede, daß man in einer Kapelle des ehemaligen hieſigen Jeſui⸗ ten⸗Kollegiums einen Schaz vermuthe,


