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Gibt es dem lockern Boden eine Bindung, und macht hierdurch einestheils seine eigene, manchmal zu große Lockerheit, anderntheils diejenige unschaͤdlich, welche ihm uͤberdieß das Pflugen gibt. Eine solche Bindung ist auf Boden der Art um so wichtiger, als sie die dem Pflanzenwachsthum so noͤthige Feuchtigkeit, wel⸗ che gerade in demselben am schnellsten entweicht, zusammenhaͤlt. Denn nur ein mäßiger Zutritt der Luft zu der Oberflache des Bodens ist den Pflanzen gedeih— lich; wenn also dieser zu stark ist, so daß die Wurzeln der Luft und der Sonne allzu sehr ausgesetzt sind, so verdünsten sie zu viele Feuchtigkeit, verdorren, kraͤn— keln, oder sterben gaͤnzlich ab. Auf Boden, der zum Austrocknen geneigt ist, und dieses je nach dem Stande der Witterung befuͤrchten laͤßt, ist daher das Walzen jedesmal gut angebracht. Dabei sind uͤbrigens folgende Regeln nicht außer Acht u lassen.
i Auf sandigem Boden darf z. B. nach dem Unterbringen der Saat gewalzt werden, sobald der Boden trocken genug ist. Dagegen ist es bei mehr gebun⸗ denem Boden, einen ungewoͤhnlichen trocknen Zustand desselben bei der Saat ausgenommen, sowie uberhaupt bei feuchter Witterung zu widerrathen, weil sich im ersten Falle leicht eine Borke bildet, die dem Aufgehen und Fortwachsen der jungen Saat hinderlich sein wuͤrde. In diesem Falle ist es also sicherer, erst dann zu walzen, wenn die Saat einige Zolle hoch ist, und der Boden sich in dem zum Walzen guͤnstigen Zustande befindet;
Besteht der Vortheil des Walzens darin, daß sich dadurch die von der Egge unzer⸗ theilt gebliebenen Erdschollen ganz leicht zertrummern lassen, indem diese so in den Boden eingedruͤckt werden, daß sie bei nochmaligem Eggen von der Egge um so eher gefaßt und zerkleinert werden koͤnnen, was sich auf jede andere Weise weder so leicht, noch so wohlfeil ausfuͤhren laͤßt.
Handelt es sich nun um die Zerpulverung eines klotzigen Bodens, und erfor⸗ dert dies ein mehrfachiges Walzen, so wird der Zweck um so besser erreicht wer⸗ den, wenn zwischen der jedesmaligen Wiederholung desselben tuͤchtig geegget wird. Ueberhaupt laͤßt sich aber eine vollstaͤndige Zerkleinerung des Bodens, wie sie fuͤr Lein, Rapps oder zu versetzende Pflanzen, als Taback, Kohl ꝛc. noͤthig ist, in ge⸗ bundenem Boden selten so gut ausführen, als es mit Anwendung der Walze moͤg⸗ lich ist, abgesehen davon, daß man durch diese dem Austrocknen des Bodens, wel— ches in Folge des fuͤr jene Gewaͤchse noͤthigen oͤfteren Pflugens manchmal so gern erfolgt, leicht begegnen kann. Bei jenen feinen Saͤmereien ist uͤberdieß eine voll⸗ kommene Ebnung des Bodens, wie sie nur durch Walzen desselben erreicht werden kann, um so nothwendiger, wenn die Saat nirgends zusammenfallen und sich gleich⸗ maͤßig vertheilen soll. N Läßt sich eine ungepfluͤgte Narbe, sei es von einem Wiesen⸗, Klee- oder Esparsetten⸗ lande, auf keine Weise so schnell und so vollstaͤndig verarbeiten, als durch die Walze, indem sie durch diese an den Boden gedruckt, um so schneller abstirbt, und daher weit besser veregget werden kann.
Nicht mindere Vortheile gewaͤhrt das Walzen dadurch, daß in Aeckern, welche nach dem Unterpflugen des Dungers laͤngere Zeit bei trockener Witterung liegen bleiben ollen, zumal wenn der Boden trocken und lose ist, die Verfluchtigung pflanzennaͤhrender Stoffe eher verhindert wird.
Koͤnnen durch die Walze die von einer schon gelaufenen Sagt waͤhrend des Win⸗ ters geloͤsten und vom Froste herausgehobenen Wurzeln, wie dies in schwaͤmmigen Boͤden oder solchen Lagen, die einem haͤufigen Auf- und Zugefrieren unterworfen sind, z. B. an suͤdlichen, sudoͤstlichen und oͤstlichen Abhaͤngen, so gerne geschieht, wie⸗
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