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Oberhessisches 0 2 7 Intelligenz und Kreis- Blatt NM 48. Freitag den 2. December 1842.

Die für das dahier in jeder Woche ein Mal, am Freitag, erscheinende Oberhessische Intelligenz- und Kreisblatt

bestimmten Avertissements müssen längstens in jeder Woche bis zum Donnerstag, Vormittags 9 Uhr, eingesendet werden; später eintreffende Inserate bleiben bis zur nächsten Nummer liegen. Die Inserzionsgebühr in gewöhnlicher Schrift beträgt

per Zeile 2 kr.

Krei

sräthlich eka Zu M. K. G. 12823 u. 12910. 5

Betreffend: Den Ausbruch der Menschenblattern.

Der Großherzoglich Hessische

Kreisrath des Kreises Gießen

an saͤmmtliche Großh. Buͤrgermeister dieses Kreises, (mit Ausnahme des Großh. Buͤrgermeisters zu Gießen).

Wegen Ausbruchs der Menschenblattern in diesem Kreise, habe ich, wie gesetzlich vorge— schrieben, eine außerordentliche Gesammtimpfung angeordnet, was Sie in Ihren Gemeinden unter dem Anfügen alsbald zu veroͤffentlichen haben, daß den Aufforderungen der betreffenden Großh. Physicatsaͤrzte in Bezug auf die impfpflichtigen Kinder von deren Eltern und Versorgern bei Vermeidung gesetzlicher Ahndung punktliche Folge zu leisten ist.

Zugleich werden Sie Ihre Gemeindeangehoͤrigen auf die unter den gegenwaͤrtigen Um— ständen dringend gebetene Revaccination aufmerksam machen und dieselben zur Anwendung dieses einzig sichern Verwahrungsmittels gegen Ansteckung durch Blatterngift in geeigneter, belehrender

Gießen am 28. November 1842.

Weise zu veranlassen suchen. Pr id

Zu Nr. K. G. 12916. Gießen am 29. November 1842.

Betreffend: Die Verbreitung nützlicher landwirthschaftlicher Werkzeuge.

Der Großherzoglich Hessische 5 Kreisrath des Kreises Gießen an smmtliche Großherzogliche Büͤrgermeister dieses Kreises.

Der landwirthschaftliche Verein fuͤr die Provinz Oberhessen, welcher sich bei seinen Be— mühungen um Befoͤrderung der landwirthschaftlichen Cultur zur Aufgabe gemacht hat, zur Ver⸗ breitung nothwendiger und anerkannt besserer laͤndwirthschaftlicher Werkzeuge das Moͤglichste bei— zutragen, deshalb auch schon seit mehreren Jahren nicht unbedeutende Verwendungen zu frag⸗ lichem Zwecke hat eintreten lassen, hat mich auf die großen Vortheile des Gebrauchs der Walze bei dem Ackerbau aufmerksam gemacht und mich um meine Mitwirkung zur Verbreitung dieses Werkzeugs, namentlich durch Beihuͤlfe aus Gemeindemitteln, ersucht. In dem deßfalls mir zu— gekommenen Schreiben des Herrn Vereins-Praͤsidenten wird Folgendes bemerkt: 5

„Dieses Werkzeug, obgleich eins der nuͤtzlichen und nothwendigsten Geraͤthe zu einem vollkommenen Ackerbau ist bei uns im Allgemeinen noch viel zu wenig, ja sogar in vielen

Gegenden noch gar nicht im Gebrauch. Und doch ist das Walzen bei allen Bodenarten an⸗

wendbar, ja den Pflanzen unter gewissen Umstaͤnden eben so foͤrderlich, als die Auflockerung

des Bodens söͤlbst und daher auch die Walze zur moͤglichst guten Ackerbestellung ein in

der That unentbehrliches Geraͤthe. 85

Die Vortheile des Walzens sind mannigfacher Art und hauptsaͤchlich folgende:

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