Mallert- Seife.
Dieses neue, schöne und sehr nützliche Produ
vollkommen und hat vor letzteren noch die Vorzüg
wohlfeiler und für die Wäsche schon um deß will nicht so stark wie sonst gerieben zu werden brauch Prof. Dr. Liebig der vorstehenden Anpreisung v Die vorbeschriebene Gallert⸗Seife ist fur den jederzeit in der unterzeichneten Fabrik und Handl Gießen den 24. August 1842.—
en weniger angreifend ist, weil bei seiner An
ct ersetzt die bisher in Anwend
ung gekommenen Seifen e, daß es bei größerer Reinigungs⸗Fähigkeit doch vie l
wendung t.— Seine Eigenschaften sind untersucht und von Hrn. öllig entsprechend befunden worden.
Preiß von 10 kr. per Pfund und 16 fl. per Centner ing zu haben.
Theater in Giessen.
Sonntag den 4. September 1842.
Vierte Vorstellung im ersten Abonnement. Der Glöckner von Notre⸗Dame. Romantisches Drama in 5 Akten, nach dem Ro⸗
man des Viktor Hugo, frei bearbeitet von Char⸗ lotte Birch⸗Pfeiffer.
Mligcelle. (Fortsetzung.)
Auf losem Boden ist das Eggen aber nachtheilig und auch für den Klee nicht nothwendig. Wenn sich viele Disteln im Roggen finden, so muß man diese ausstechen, weil sie bei der Ernte hinderlich sind. In manchen Gegenden wird das Unkraut aus dem Roggen gejätet, meistens ist dieß aber zu kostspielig. Kornblumen und Rade sind ein sehr häuftges Unkraut im Roggen, mehr schadet ihm aber die Vogelwicke, auch Erve genannt, welche sich erst spaͤter findet, wenn er schon mehr heran— gewachsen ist und nicht gejätet werden kann. Es sind schon Fälle dagewesen, wo der Landwirth ge⸗ nöthigt war, um nur dieses Unkraut zu vertilgen, und weil doch einmal aus dem Roggen nichts wurde, diesen abzumähen und zu Futter trocken zu machen. Auch mehrere Insecten sind dem Roggen schädlich, doch ist der durch sie verursachte Schaden im Ganzen nicht sehr bedeutend. Selten wächst
der Roggen so üppig, daß er im Früh jahr geschröpft zu werden brauchte. Ist die Witterung aber im ersten Frühjahre sehr warm und günstig, so wächst der Roggen schwachhalmig empor und lagert sich dann bei eintretendem Regen vor der Bluͤthe, was
Druck und Verlag der G. D. Brühl
'schen Buch- und Steindruckerei in Gießen.
Jean Gertig et Comp. Dienstag den 6. September 1842. Fünfte Vorstellung im ersten Abonnement. Zum Erstenmale:
Des Königs Befehl.
Original⸗Lustspiel in 4 Akten, von Dr. Carl Töpfer.
höchst nachtheilig ist. Späte Fröste und Reife schaden ihm nicht leicht, wenn sie vor der Blüthe kommen. Die entschiedenste Periode für den Körner⸗ ertrag des Noggens ist die Blüthe. Ein Frost, ein Reif zu dieser Zeit vernichtet alle Hoffnung. Die Pflanzen werden dunkelbraun, sterben ab und selbst das Stroh taugt nur zur Streu. Ist der Roggen vor der Blüthe gelagert, so erfolgt eine unvoll— staͤndige Befruchtung und er setzt wenig Körner an. Anhaltender Regen wirkt in dieser Zeit ebenfalls nachtheilig. Einzelne, auch oft wiederkehrende Re⸗ genschauer schaden nicht, wenn nur zwischendurch warme und trockne Stunden kommen; denn der Roggen verschlleßt während des Regens seine Spelzenz wenn darauf warmer Sonnenschein folgt, so treten diese mit Macht hervor und der Samenstaub über⸗ zieht in einer dichten Wolke das Feld. Bei an— haltend feuchter Witterung verdumpfen endlich die Staubbeutel in den Samenspelzen und faulen, es geht eine unvollständige Befruchtung vor und das Körnchen selbst wird endlich von der Fäulniß er⸗ griffen. Man glaubt, daß hier der Grund zu einer
Krankheit des Roggens, dem sogenannten Mutter- korn gelegt wird.
ortsetzung folgt.)
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