dreimastige bremische Schiffe erster Classe, und

mit hohen geräumigen Zwischendecken versehen, nach Baltimore und New⸗Nork abfertigen und am 15. März und 1. April auch nach New⸗ Orleans gute Schiffe expediren werden, wovon Listen bei unseren Herren Agenten

C. Wendelstadt in Wetzlar, Heinr. Namspeck in Alsfeld

einzusehen sind, die auch, so wie wir, über alles Weitere, namentlich über die billig gestellten Ueberfahrtspreise gerne nähere Auskunft geben und unsere gedruckten Ueberfahrtsbedingungen un⸗ entgeldlich ertheilen.

Diejenigen Personen, welche sich zur Ueber⸗ fahrt bereits fest entschlossen haben, ersuchen wir, sich baldigst zu melden und werden wir ihnen dann jedenfalls in den besten Schiffen Plätze sichern. a

Zur Uebermachung von Geldern und Be⸗ förderung von Waaren nach Amerika, nebst Besorgung der Assecuranz, sind wir ebenfalls be⸗ reit; Briefe befördern wir unentgeldlich dahin, wenn solche uns franco eingesandt werden.

Bremen im Februar 1841.

Liidering& Comp., Kaufleute und Schiffsrheder,

auch Grossh. Badisches und Hessisches Consulat.

igcellen.

Einiges uͤber Staͤdte groß und reich zu machen und den Wohlstand in deren Umgegend auf dem Lande zu foͤrdern. (Schluß.)

Inzwischen, wie viel man sich von den Eisen⸗ bahnen versprechen kann, so haben doch schon die englischen Kanäle erstaunlich zur Vergrößerung der englischeu Städte beigetragen; alle die in ihrem Bereiche lagen, sind im Laufe jener drei ßig Jahre ungemein gewachsen, manche um das Doppelte, einige um das Dreifache. Wohl haben zu diesem Wachsthume viele andere Ursachen bei getragen, daß aber die Kanäle eine Hauptursache waren, beweisen die Leistungen des Neuyorkka nals, der in einem Zeitraume von 12 Jahren nicht nur die Stadt Neuyork, sondern auch die Binnenstädte jenes Staates um das Doppelte ver größerte und eine Menge ganz neuer Städte in's Leben rief; beweisen endlich die ungeheuern Lei stungen der pennsylvanischen Kanäle, welche die Stadt Philadelphia so mächtig in die Höhe heben, daß im Jahre 1833 allein 2500 Häuser gebaut worden sind, ungeachtet die Stadt, wegen ihrer

schlechten Lage für die Seeschifffahrt, den größ ten Theil ihres auswärtigen Handels an Neuyork verloren hat. Ihre Kanäle und Eisenbahnen ha ben ihr im Jahre 1833 allein 500,000 Tonnen oder 10 Millionen Centner Steinkohlen zugeführt

(im Jahre 1824 nur 329 Tonnen), wodurch sie

nicht nur in Stand gesetzt worden ist, unermeß liche Fabriken anzulegen, sondern auch 1397 Schiffsladungen seewärts zu versenden, ein Ver kehr, der ihren Hafen weit mehr belebte, als er durch den auswärtigen Handel je belebt worden ist. Verwittelst dieser Kanäle bezieht gegenwärtig die Stadt Philadelphia Getraide, Fleisch und andere Produkte aus dem 100 bis 300 deutsche Meilen entfernten Inlande und bezahlt mit sei

nen Fabrikaten. Man nehme die dort angelegten

Dampfbote, Kanäle und Eisenbahnen weg, und die Stadt wird auf den fünften Theil ihrer gegen wärtigen Große zusammenschwinden. Sie zählt jetzt 200,000 Menschen; 1750 zahlte sie 20,000;

1850 wird sie nahe zu 2 Million zahlen, und

noch vor Ablauf dieses Jahrhunderts wird sie größer sein, als jetzt London, vorausgesetzt, daß die Pfleger der Stadt klug und thaͤtig genug sind, die Wurzeln, aus welchen sie ihre Nahrung zieht, zu vermehren, zu erweitern und zu verlängern.

Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei in Gießen.

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