4— 45. . 100— 160 5 426 Darmstadt am 23. Januar 1840 10 Zu Nr. R. K. 1426. 0 23. J 840. 1 10 Z. d. N. R. K. 575. 100 Gegenstand: 1 a l Das Formularpapier zu dem Rechnungswesen aus dem * ö 0 Geschäftskreise der Großh. Rechnungskammer. 1 2— e. 0 Die Großherzoglich Hessische 1 0 Ne ich n een d s K„ 0 an saͤmmtliche Großherzogl. Kreisraͤthe. 1 J 5 8 2 25 0 Bei der im Jahr 1832 an die Rechnungskammer uͤberwiesenen Revision der Rechnungen 10 ůů von Gemeinden, Kirchen, Schulen und Stiftungen erschienen diese noch in den mannichfaltig⸗ . 9 9
sten Formen. Um hierin aufs baldigste die noͤthige Uebereinstimmung zu erhalten, wurde mit hoͤchster Genehmigung am 28. Februar 1833, Nr. 17. des Regierungsblatts, von uns N 4 bekannt gemacht, daß die Hof⸗ und Kabinetsbuchdruckerei von Stahl und Becker dahier . den Druck der vorgeschriebenen Formularien uͤbernommen und die Einrichtung getroffen habe, 0 daß dieses Papier an allen Hauptorten des Großherzogthums um dieselben Preise wie in der hiesigen Verlagsbuchdruckerei zu haben sei.
. Die Druckerei erklaͤrte sich demnaͤchst zu gleicher Anordnung wegen des anderen, fuͤr das 5 Rechnungswesen erforderlichen, Formularpapiers bereit; sie bestellte an den betreffenden Orten 4 Agenten und machte es diesen durch Bewilligung zureichender Provision zur Pflicht, die hier 0 bestehenden Preise auch dort genau einzuhalten.
00 Wir unterstuͤtzten dieses Unternehmen um so lieber, weil wir durch völlige Gleichfoͤrmig— keit eine wesentliche Erleichterung fur alle, mit diesem Rechnungswesen, Beschaͤftigten erwar— 0 ten durften, jede Abanderung durch Rucksprache mit der Druckerei schnell durchfuhren und 0 durch die Aussicht auf einen großen Debit die billigsten Preise fuͤr richtige und schoͤne Arbeit ö erlangen konnten.
10 Der Zweck wurde indessen bis daher bei weitem nicht erreicht, indem an vielen Orten 0 entweder haͤßliche, oft unrichtige Nachdrucke gemacht und dabei um hoͤhere Preise als die hier bestehenden verkauft, oder zwar die von der hiesigen Verlagsdruckerei verschickten Formular ien, aber viel theurer, oft um das Drei- und Vierfache von dem hier festgesetzten Preise ver— kauft wurden, weil, wie wir durch die Erklaͤrungen auf die hierüber vorgekommenen Revi⸗
0 sionsbemerkungen erfuhren, die Käufer den Preistarif der Druckerei und die von derselben 0 ihren Agenten gemachte Bedingung gar nicht kannten. ö Wenn auch jetzt die offentlichen Fonds nicht mehr soviel als die Rechner interessirt sind,
0 welche, nach allgemeiner Vorschrift, aus eigenen Mitteln das zu ihrem Dienste erforderliche 0 Papier anzukaufen haben; so bleibt doch immer die Uebersetzung der Preise ein Mißbrauch, unter welchem man eben so wenig die Rechner wird leiden lassen wollen.
1 Da diesem Uebel am besten begegnet werden koͤnnte, wenn Preistarife der Druckerei von Stahl und Becker bei den Vorstaͤnden niedergelegt würden, zur eigenen Beachtung ruücksichtlich der von ihnen zu decretirenden Ankaͤufe, und zur Bescheidung der Rechner; so legen wir hier
80 Abdrücke mit dem Ersuchen bei, daß Sie deren Vertheilung besorgen und in vorkommen— 1 den Fallen hiervon selbst Gebrauch machen wollten.
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