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Miscellen.
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Die Raupen, Mai- und andere den Obst— Baͤumen schaͤdliche Kaͤfer, und wie die Besitzer von Obstgärten die Bäume gegen sie zu schützen haben. (Schluß.)
Aus manchen Raupen, wie z. B. aus den Spannern, werden keine Tagschmetterlinge, sondern solche, welche nur bei der Nacht herum— fliegen, um sich zu begatten. Man nennt sie Nachtschmetterlinge oder Nachtfalter. Um sie zu vertilgen, macht man zur Zeit, wo sie als Schmetterlinge entstehen, in den Obstgaͤrten nach der Größe derselben ein oder mehrere Feuer, nach Art der Hirtenfeuer; es versteht sich, daß diese Feuer nur zur Zeit“ der Windstille, und in gehöriger Entfernung von Wohngebäuden ge— macht werden müssen, damit keine Feuersbrunst entstehe. Diese Nachtvogel haben die Eigenschaft, daß sie bei ihrem nächtlichen Fluge dem Lichte zufliegen. Wenn also im Garten Feuer gemacht ist, so fliegen sie demselben häufig zu, und ver— brennen sich, oder wenigstens die Flügel.
Nebst den Raupen schaden den Obstbäumen vorzüglich die allgemein bekannten Maikäfer. Ihre Vertilgung ist um so nothwendiger, da sie die Blüthen und Blätter der Obstbäume zerstö— ren, und wenn sie sehr zahlreich sind, die Bäume ganz zu Grunde richten. Aus ihren Eiern, welche sie in die Erde, in Feldern und Wiesen legen, entsteht eine Art Naupe, welche man Engerlinge nennt, aus welcher erst im drit— ten Jahre ein Maikäfer sich bildet. Daher kommt es, daß nach einem starken Maikäferjahr erst im dritten Jahre wieder diese Kaͤfer zahlreich vor— kommen, wenn die Engerlinge nicht durch die Witterung leiden, durch Vögel und Menschen nicht vertilgt werden.
Bei dem Stoppelstürzen und bei der Brach— ackerung kommen diese Engerlinge zum Vorschein;
darum folgen die Kraͤhen, wo sie sind, so gerne dem Pflug, weil sie selbe gern fressen; wo aber wenige oder keine Krähen sich einfinden, müssen diese Engerlinge von Menschen gesammelt und dann vertilgt werden.
Die Maikäfer kann man nicht anders los werden, als daß man, besonders Morgens, die Bäume schüttelt, und die herabgefallenen Käfer zertritt, oder als Dünger sammelt. Sie geben nämlich, mit Kalk und Erde gemischt, einen sehr guten Dünger. Auch das Geflügelvieh und die Schweine fressen sie gern. Die Staare suchen sie gierig auf. Nicht blos Obstbäume, sondern auch Waldbäume, besonders die Eichen, werden von den Maikäfern geplagt, und es ist noͤthig, sie auch da zu vertilgen, um ihre schädliche Ver— mehrung zu verhindern.
Der im Monat Juni erscheinende braune, dem Maikäfer ähnliche, aber kleinere Junius— käfer schadet den Obstbäumen nicht.
Das Abraupen im Spätherbst, dann wäh— rend dem Winter, und von Anfang des Früh— lings durch den ganzen Sommer, das Verbin— den der Bäume mit bestrichenen Schutzbändern, auf welchen das unbefluͤgelte Weibchen des Span— ners, des Frostnacht-Schmetterlings vom Ende September bis December abgefangen wird, end— lich das Vertilgen der Maikäfer ist eine Arbeit, zu welcher jeder Besitzer von Obstbäumen streng verpflichtet ist. Was würde es dem einzelnen
Landwirth helfen, seine Bäume durch fleißiges
Abraupen, Einsammeln der Maikäfer zu pflegen, wenn ein anderes oder mehrere Gemeindeglieder nicht dasselbe thun möchten? Dieses Ungeziefer würde, wenn es die Bäume des nachlässigen Landwirths abgefressen hätte, über den Garten des Emsigen herfallen, und trotz aller verwende— ten Arbeit ihn abfressen; oder es würden die in fremden Gärten ausgeheckten Schmetterlinge auf die schön belaubten Obstgärten fliegen, und dort ihre Eier legen, die im folgenden Jahr die Obst— bäume verwüsten. Darum besteht in mehreren


