Bemerkungen. a 1) Zeigen sich nach dem 7ten Tage noch hie und da Kraͤtzpusteln, so werden diese Mor⸗ gens und Abends so lange eingerieben, bis sie zerstoͤrt sind, was meist in 24— 48 Stunden

der Fall ist.

2) Die vor der Kur getragenen Kleider muͤssen sorgfaͤltig gewaschen werden, bevor die⸗

selben wieder getragen werden koͤnnen.

3) Bei rauher Witterung ist nach beendigter Kur noch 1— 2 Tage lang das Zimmer zu hüten, weil die Haut sonst schmerzhaft wird und aufspringt.

Wurde dagegen gefehlt, so hilft das Bestreichen mit Mohnoͤl.

4) So lange die Schmierkur dauert, ist die Zimmerwaͤrme zwischen 18 20 Grad Reau⸗

mur zu halten. 5) Die Diüaͤt bedarf keiner Beschraͤnkung.

Ich weise Sie an, diese Verfugung in Ihren resp. Buͤrgermeistereien bekannt zu machen

und sich selbst genau darnach zu bemessen.

Ouvriexr.

A

Bekanntmachungen.

55) Montag den 9. März d. J., Morgens 9 uhr, sollen im Gießener Stadtwald, Distrikt Philosophenwald, Ursulum, Venusberg und Grün— bergerstraße, nachstehende Holzsorten, als: 64 Stecken Eichen⸗Scheidholz,

94„ Eichen-Prügelholz, 8⁴„ Eichen⸗Klotzholz, 34„ Eichen-Stockholz,

800 Wellen Eichen⸗Neisholz, 332 Stecken Kiefern-Scheidholz, 674„ Kiefern-Prügelholz, 464„ Kiefern-Stockholz,

6625 Wellen Kiefern-Neisholz,

214„ Fichten-Reisholz, 25 5 Birken⸗Reisholz, 50 7 Weiden-Reisholz, 50 1 Kiefern-Reisholz, gemischt

mit Fichten, 16 Eichen⸗Stämme, 14 Fichten⸗Stämme, 14 Kiefern⸗Stämme, 15 Fichten⸗Stangen, 790 Kiefern-Stangen, N offentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Der Zusammenkunftsort ist auf dem ehema⸗ ligen Exerzierplatz. Gießen den 5. März 1840. Je rbie din B. der Beigeordnete Christian Schneider.

53) Gnutsversteigerung. Das zu dem Freiherrlich Nauischen ehemali— gen Struthwäldchen, zwischen Wermertshausen

und Rüdingshausen, gehörige, zur Anlage eines geschlossenen Gutes bestimmte Gelände, ohnge— fähr 60 Morgen haltend, und theils zu Acker⸗ land und Wlesen bereits angelegt, theils dazu vorbereitet, nebst den darauf errichteten Oekono— miegebäuden, soll Dienstag den 17. März l. J., Morgens 10 Uhr,

in dem Wirthshaus zu Rüdingshausen, unter günstigen Bedingungen, auf eine lange Reihe von Jahren an den Meistbietenden verpachtet werden. Die Bedingungen sind bei dem Großherzoglichen Hofgerichts-Nath Dr. Kraft zu Gießen zu er⸗ fahren, und es kann auch eine Verpachtung aus freier Hand vor dem Termin Statt finden.

37) Mittwoch den 25. März d. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, soll die von Werner Hahn von Röd⸗ chen bei Gießen und Paul Hahn von Annerod, fruher von Heinrich Heun dahier gekaufte Scheuer mit 2 Stock, woran noch sehr gutes Holz sich befindet, nunmehr auf dem Zwangswege, wegen Beitreibung des Kaufgeldes, öffentlich meistbietend auf den Abbruch versteigert werden, wozu man Steigliebhaber einladet.

Die Großh. Burgermeister der Kreise Gießen und Grünberg werden ersucht, dieses in ihren unterhabenden Gemeinden alsbald zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, und besonders die Großh. Bürgermeister der Gemeinden Rödchen und Anne— rod, Vorstehendes durch den Ortsdiener speciell den Interessenten Werner Hahn und Paul Hahn publiciren zu lassen.

Kesselbach am 12. Februar 1840.

Der Großh. Bürgermeister Wagner.

Druck und Verlag der G. D. Bruͤhl'schen Buch- und Steindruckerei in Gießen.

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