Nr. K. G. 4480. Grünberg am 14. Juli 1838.
Betreffend: Den Schneidergesellen Heinrich Würthele aus Darmstadt.
Der Großherzoglich Hessische
Kreisrath des Kreises Gruͤn berg an die Großh. Buͤrgermeister dieses Kreises.
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Sie werden hierdurch angewiesen, den unten naͤher beschriebenen Schneidergesellen Heinrich Wuͤrthele aus Darmstadt, welcher wegen eines im Juni 1836 in Muͤnchen veruͤbten Betrugs um eine nicht unbedeutende Summe Geldes, im December v. J. von dem Koͤniglich Daͤnischen Polizeiamt zu Schleßwig, auf deßfallsige Requisition, verhaftet wurde, und bei seinem Transporte am 18. Januar d. J., auf dem Wege von Schleßwig nach Altona ent⸗ sprungen ist, im Betretungsfalle arretiren und wohl verwahrt hierher einliefern zu lassen.
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S ig n ale m e n.
Alter: 21 Jahre, Nase: klein,
Groͤße: 5“ 2“, Mund: klein,
Haare: braun, Kinn: rund,
Stirne: offen, Gesichtsfarbe: frisch,
Augen: braun, Gesicht: rund,
Augenbraunen, blond, Bes. Zeichen: hat ein freundliches gefaͤlliges
Benehmen.
Wahr che l iche ee d un Oberrock— eine wollene Unterjacke— wollene Struͤmpfe— gesohlte Stiefel— graue Tuchhosen— schwarzen Hut— schwarze Tuchweste.* Den Oberrock hat Wurthele gewohnlich bis oben zugeknuͤpft.
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Migcellen. mehr aufkommen. Die strengste Verordnung da⸗
gegen findet man in Bayern. So macht das
Ueber das Fangen der Singvoͤgel. Generalmandat vom Aten März 1750(siehe Ge⸗ neralien⸗Sammlung Bd. I. S. 7) einen gewal⸗
(Fortsetzung und Schluß.) tigen Lärm dagegen, und verhängt große Stra—
Auf dem Lande ist es noch ärger, da kann fen. Es heißt da:„als befehlen wir all und vor den muthwilligen Knaben fast kein Vogel jedem unserer Beamten und andern Obrigkeiten,
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