1
ben durch die Luft verflüchtigt worden sind, trock⸗ ugt und hart wird. Daraus entstehen krebsar— tige Schaden, welche den Baum allmählig schwä⸗ chen, und verursachen, daß er abstirbt. Bäume in feuchten Gärten sind besonders dieser Krank⸗ heit ausgesetzt. Diese Krankheit muß bei Zeiten gehoben werden. Man nimmt zuvörderst das Harz vermittelst eines Gartenmessers von dem Baume weg, und scarificirt dann die Wunde tief. Hierauf reibt man dieselbe mit Saueram-⸗ pfer ein, den man so stark an den Baum drückt, daß sein Saft bis auf den Grund der Einschnitte dringt. An den so behandelten Stellen tritt ge— wiß kein Harz mehr heraus, die scarificirten Theile überwachsen bald wieder mit Holz und Rinde, so daß man in Kurzem keine Spur von der Wunde und den Einschnitten mehr gewahr wird.
—
Anek dee,
Kyau und einige andere Offiziere machten einst einen Ausflug auf das Land, um einen Edelmann heimzusuchen, der gern Gast, aber nicht gern Wirth war. Als sie unangemeldet in den Burghof dieses kargen Landjunkers hinein⸗ sprengten, fuhr er schnell mit dem Kopfe zum Fenster heraus, aber noch schneller wieder zurück. Sie bemerkten dieß und gingen desto rascher die Treppe hinauf. Doch schon auf der Mitte der⸗ selben stellte sich ihnen ein Bedienter in den Weg, welcher versicherte, sein Herr sey nicht zu Hause. — Oat sein Herr mehr als einen Kopf? fragte Kyau.— Der Bediente lächelte verlegen, und sagte, er wisse nur von Einem.— Oder nimmt
ö* er den zuweilen nicht mit, wenn er ausgeht? — Der Diener grinsete und blieb die Antwort schuldig.— Nun, eines von Beiden muß es sein; denn wir sahen eben einen Kopf, der Seinem Herrn gehörte, aus dem Fenster sehen. Kommt, Brüder, laßt uns das Ding untersuchen!
Sie rückten nun, ohne sich durch den ausge⸗ schickten Plänkler abhalten zu lassen, weiter vor und mit starken Schritten in das Wohnzimmer, das der Edelmann wegen großer Eilfertigkeit zu verriegeln vergessen hatte. Es war leer; doch hörten sie eine Thüre, die innerhalb weiter führte, zuwerfen; husch hinten drein.— Wieder ein öͤdes Gemach, und wieder eine zugeschlagene Thüre. Auch hier wollten sie durch, aber Schloß und Riegel hielten sie auf. Hollah! riefen Sie und donnerten an. Niemand rührte sich. Sie donner⸗ ten wieder und horchten. Alles blieb todtenstill. So forderten sie, wohl eine Viertelstunde lang, die Festung vergebens auf, und beschlossen endlich, sie mit Sturm einzunehmen. Ein paar derbe Fußstöße eröffneten ihnen die Aussicht in ein Spei⸗ segewölbe, wo sie zwar allerlei todte Thiere, aber keinen Menschen erblickten. Unter den aufgehan⸗ genen Leichen zeichnete sich besonders ein frisch geschlachtetes Schwein aus, das ihnen den Rücken zukehrte. Sie bewunderten dessen ausserordentliche Größe, besahen es von allen Seiten und entdeck⸗
ten mit Erstaunen in seinem Bauche den Mann, den sie suchten. Er schimpfte gewaltig, als sie ihn unter Jubel aus seiner blutigen Höhle hervor⸗ zogen. Gott bewahre uns vor euch Soldaten! Ihr schonet weder Alt noch Jung!—„Ja wohl Bruder Herz!“ fiel Kyau ein.„Nicht einmal das Kind im Mutterleibe verschonen wir, wie du jetzt eben selbst erfahren hast.“
—— 8—
Frucht preise:
Städte. Gemäss Walzen] Korn. Oerste
Hafer J Erbsen[ Linsen
Mainz 0 das Malter
——
Frankfurt 3 1„— 8 45— 7 4 1— 1— Gießen„„ N00 8 301200 801165(3 Grünberg 9„5 F 1 3 r
pf. fl. ke. Pf. fl. kr. Pf. fl. kr. Pfsst. kr. Pf. ft. kr. pf fl.
2


