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von Niederohmen, Wettsaaßen, Kirsch garten und Merlau, Ilsdorf, Fleußun⸗ gen, Lehnheim, Stangenrod, Atzenhain, Groß⸗ und Kleinlumda und Bernsfeld, Neviers Niederohmen, sollen Freitags den 14. December d. J., Vormittags 10 uhr, im Gast⸗ Haus zum wilden Mann zu Grünberg, 0

auf anderweitige zwölf Jahre, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen, verpachtet werden.

Es können nur bekannte, rechtliche Leute als Jagdpächter zugelassen werden, von denen eine vorschriftsmaͤßige Benutzung der Jagd zu erwarten steht; keine solche, die sich bereits Jagd⸗ vergehen schuldig gemacht, keine Fisch⸗, Krebs- oder Waldfrevler, keine Leute ohne Vermögen oder solche, die durch die Jagd ihr Gewerbe ver nachlaͤssigen, und in ihrem Nahrungsstande zu rück kommen würden.

Diejenigen Personen, deren Qualification hiernach nicht notorisch vorliegt, haben sich hierüber binnen 14 Tagen bei dem unter⸗ zeichneten Großherzoglichen Forstinspector genü⸗ gend auszuweisen. b

Nachgebote werden nicht angenommen; jedoch bleibt die Genehmigung Großherzoglicher Ober Forstdirection ausdrücklich vorbehalten.

Burggemünden den 30. October 1838. Der Forstmeister Win heim.

107) Auf der am 17. und 18. Nov. d. I stattgehabten Judenhochzeit des Bär Berliner aus Großenbuseck, welche mit Instrumentalbekleidung in dem Gasthofe zu den vier Jahreszeiten daselbst abgehalten wurde, ist mir eine Mütze von grüner Farbe aus Versehen mitgenommen worden. Da mir an dieser Mütze sehr viel gelegen ist, so ersuche ich die Herrn Bürgermeister der Kreises Gießen und Grünberg, dieses den dort befindlichen Ju den, von welchen viele auf jener Hochzeit waren, gefaͤlligst bekannt zu machen. Der redliche Finder hat ein gutes Douceur zu erwarten.

Moses Nosenbaum, aus Rodheim.

106) Ich halte mich in folgenden Artikeln bestens empfohlen: 0

In Wollen⸗Tuch& Biber, in allen Qua⸗ litäten und Farben;

In Hosenzeugen, als Bukskins, Ela⸗ stiks u. s. w.;

In Westenzeugen von pur Seide sowohl, als auch Wollen mit eingewirkter Seide, alles in sehr großer Auswahl;

indem ich versichere, daß ich die Preise dieser sämmtlichen Waaren, besonders bei gleich baarer Bezahlung, so gesetzt habe, daß mir kaum ein Nutzen von einigen Procenten übrig bleibt.

Auch ist ferner noch zu den möͤglichst billigsten Preisen bei mir zu finden:

baumwollene und seidene Regenschirme zu

fl. bis 12 das Stuck;

Haus-& Schlaf⸗Röcke für Herren und

Damen, von fl. bis 9 fl. das Stück;

Handschuhe von Baumwolle, Seide, Tyro⸗

ler glacé und Waschleder;

wollene and baumwollene Jacken& Unter⸗

hosen, sowie auch Unterröeke;

Handschuhhalter zu 8 bis 18 kr. das Paar;

Eravatten, Göttinger, Mainzer u. s. w.,

von Seide und von Lasting, zu 48 kr. bis 3 fl. das Stück;

Seidensammet;

Manchester& Baumwollsammet;

Bielefelder Leinwand von 30 kr. bis 72 kr.

die Elle;

fertige Hemden in Leine, Halbleine und Shir⸗

ting, das Stück zu fl. bis fl.;

Filz& Seidenhüte von 2% fl. bis 5 fl.

das Stück;

schwarze seidene Halstücher von fl. bis

fl. das Stuck;

Hemdenflanell zu 24 kr. bis 40 kr. die Elle;

Barchent;

Reisetaschen;

ächtes eau de Cologne von F. Maria

Farina in Cöln, à 7 fl. das Dutzend; Bremer Cigarren, à fl. bis 50 fl. das Tausend;

vergoldete Uhrketten, Vorstecksnadeln, Vorstecksknöpfe und andere Quincaillerie⸗ Waaren.

Gießen im December 1838.

Georg Emil Böhm.