chen Pruͤfungen von Obergesellen zu keiner andern Zeit, wonach sich mithin die Betheiligten einrichten muͤssen.
jeden Jahres vorgenommen werden,
Sie, die Großherzogl. Provinzial⸗ Commissariate und Kreisr
Weitere zu verfuͤgen und sich zu bemessen.
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als am 1. Mai und 1. November
aͤthe haben hiernach das
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Prinz.
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Miscellen.
Die Obstbaumzucht zu eigentlichen land⸗ wirthschaftlichen Zwecken.
Von Betzhold, herzogl. Hofgärtner zu Mergentheim
in Würtemberg. (Fortsetzung.)
B. Die Baumschule. Treiben von den Augen an dem Edelreise mehrere, so kann man diese entweder bei hoch⸗ stämmig veredelten, welche aber auch nur zu Zwerg⸗ und Spalierstämmen bestimmt sind, wo sie dann gleich die Krone bilden, treiben lassen, oder, wie dieses bei niedern Stämmen, welche man zu hochstämmigen Bäumen ziehen will, noth⸗ wendig ist, daß man im Herbste oder nächsten Frühjahre die Triebe bis auf den stärksten weg⸗ schneidet, welcher dann den Haupt ⸗ Stamm bildet. Aber vor dem August diese wegzunehmen, würde nur zum größten Nachtheile der Bäume geschehen können, weil dadurch der Umlauf des Saftes gestört würde, worunter das Edelreis
bedeutend leidet.
Das Pfropfen.
Diese Veredlungsart ist die leichteste, aber auch gefährlichste Operation. Sie wird aber gewöhnlich auch nur da angewendet, wo die beiden vorhergehenden Veredlungsarten mißlun⸗ gen sind, oder auch bei den aus dem Walde in die Baumschule, oder auf den Aeckern versetzten Wildlingen, die gewöhnlich harte und verkrüp⸗
pelte Stämme mit sehr schlechter Ninde haben, weßhalb man die Veredlung so nieder, wie nur möglich, am Boden vornehmen muß. Aber auch bei alten Bäumen, welche abgeworfen und im alten Holze veredelt werden müssen. Hier ist es am rechten Platze, und wohl nicht leicht eine andere Veredlungs-Methode anwendbar.
Beim Pfropfen unterscheidet man aber wieder zweierlei: 1. das Pfropfen in der Rinde, Pelzen genannt, und 2. das Pfropfen im Spalt. Ersteres ist aber letzterem wieder um Vieles vor— zuziehen, weil da bei Weitem keine so große Verwundung des Gruudstammes nöthig ist. Das Pelzen kann nur zu der Zeit vorgenommen wer⸗ den, wo die Bäume bereits in vollem Safttriebe sind, wo sich die Rinde leicht ablösen läßt und das Edelreis gleich Nahrung findet. Bei jungen Bäumen nimmt man diese Operation so nahe wie möglich am Boden vor, und wählt die glatteste Stelle dazu. Die Edelreiser wählt man wie zum Kopuliren. Das Anwachsen der Edel⸗ reiser wird sehr dadurch befördert, wenn man am Schnitt desselben, so weit als es unter die Rinde des Wildlings geschoben wird, die obere graue Ninde, ohne Verletzung der grünen Rinde, wegnimmt. Ist das Reis eingesetzt, so muß die ganze Platte, wo der Stamm weggeschnitten ist, so wie die wunde Stelle uberhaupt, recht mit Baumwachs verstrichen, mit einem guten Pflaster umgeben, und mit gutem Bast besonders gut verbunden werden, weil das Reis, welches bloß in die Rinde geschoben ist, sehr wenig Haltung hat.


