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und nur von einem mir bekannten werthen Land- wirthe im Mittelgebirge Sachsens angeschafft und eingefuͤhrt worden.

Ungeachtet bei erwähnter Abhandlung uͤber die sen Queckentödter eine Zeichnung dieses Instrumen⸗ tes beigefügt war, so duͤrften doch noch einige Fehler dabei obwalten, und das Anfertigen dieses Instrumen⸗ tes Schwierigkeiten verursachen, und selbst beim Ge⸗ brauch keine dauernte Kraft bewaͤhren. Wenigstens ging es oben erwaͤhntem Landwirthe Anfangs so, da beim erstmaligen Gebrauche das Instrument der Zugkraft der Thiere nicht gleiche Kraft entgegense⸗ tzen konnte; es brach mit seinen Balken und Zin⸗ ken zusammen. Der Mangel an dem erwaͤhnten In⸗ strumente ist, daß es ohne Stellrad zu große Frei⸗ heit hat, ins Land zu gehen, und daher entweder gar nicht bewaͤltigt werden kann oder bei minderer Verbindung durch Eisenstaͤbe zerbricht. Noch kommt es hauptsaͤchlich auf die richtige Stellung seiner krummen Zinken selbst an.

Eine kleine Beschreibung des verbesserten Que— ckentoͤdters soll mir hier vergoͤnnt sein, so weit es ohne Zeichnung moͤglich ist.

Das Instrument besteht aus drei 3— 4 Zoll starken Querbalken aus festem Holz, wovon der mittelste 32, und der vordere und hintere 24 Zoll lang ist. Diese 3 Balken sind auf ein, nach hin⸗ ten zu gabelfoͤrmig aus laufendes staͤrkeres Holz, was den Grintel bildet, eingeschnitten, und durch starke elserne Schiene befestigt. Auf dem vorderen Balken sind vier, und auf dem mittleren fuͤnf krumme, gut verstaͤhlte Zinkeneisen, mit ihren nach hinten zu je— des Mal auß den folgenden Balken reichenden Enden eingetheilt, und durch Schrauben befestigt, so daß diese Eisen neun Furchenlinien bilden, von welchen ede in einem Ackerraume von 4 Zollen geht, so daß ein Ackerstreifen von 32 Zoll auf ein Mal durchzogen wird. An jeder Seite des laͤngeren Querbalkens ist ein Stellrad angebracht, wodurch die Tiefe bestimmt wird, wie die Zinken im Acker gehen sollen. Der kurze Grindel des Instruments

wird auf einen Starken Pflugkarren mit hohen Rädern gelegt, und vermittelst der Grindelkette und den Ackerwagen, woran die Zugthiere gespannt werden, fortgezogen. Dieses Instrument ist in je⸗ dem Queckenboden anwendbar, und dem Zwecke vollig entsprechend, indem es jede Unkrautwurzel heraus⸗

hebt, und so den Acker rein macht. Vermoͤge der

engen Bahnen, welche es durchwühlt, laͤßt es keine Bodenverbindungen zu, und die Quecken besonders im Sandboden, kommen ganz erdefrei heraus, so daß sie nach Belieben zusammen gerechet werden koͤnnen. Hoͤchstens bei nasser Zeit duͤrften die Que⸗ cken mit einer hoͤlzernen Egge noch ein Mal durch⸗ schüttelt werden.

Das zweckmaͤßige Verfahren der Arbeit mit die⸗ sem Instrumente kann zu jeder Zeit geschehen, auf gestuͤrzten, aber noch besser auf ungestuͤrzten Stop⸗ pelfeldern ver Winters, wo dann die ausgebrachten Wurzeln und Queckenstöcke uͤber Winter auf dem Acker liegen bleiben, der Luft, Sonne, dem Frost ꝛe. ausgesetzt, der Verwesung geneigt gemacht, gegen das Frühjahr durch eine tiefe Furche untergeackert, und so dem Felde nuͤtzlich werden. Ist der Acker vor Winters mit dem Pfluge gestürzt worden, und soll er von Quecken befreit werden, so ist es noͤthig, daß das Feld vorher mit der Egge geebnet werde.

Die Arbeit beginnt, wenn besonders der Acker sehr wild ist, erst den Beeten nach mit einer Tiefe von 2—3 Zoll, wodurch die Wurzelstoͤcke groͤßten⸗ theils gehoben werden. Ist dieß geschehen, so wird mit dem Queckentoͤdter quer uͤber die Beete oder Furchen gefahren, die Zinken desselben um 2 Zoll durch die Stellraͤder und Grindelkette tiefer gerich— tet, und auf diese Art saͤmmtliches Wurzelwerk dem Acker entnommen.

Die Quecken können nun, wenn es im Fruͤhjahr oder Sommer geschieht, entweder wie im Herbst, der Verderbniß ausgesetzt, oder abgerechet, gruͤn zur Fuͤtterung verwendet, oder als Streuunterlage in den Schafstall gefahren werden.

(Fortsetzung folgt.)

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