5 gefälligst gelangen zu lassen.

wendet sie so um, daß ein wenig daran hängen bleibt; dann zieht er die Röhre hervor, neigt sie zur Erde, daß die anhängende Masse sich durch ihr eigenes Ge⸗ wicht nach unten ausdehnt; zugleich bläst er auch von oben in die Röhre, wodurch sich die Masse auch in die Breite ausdehnt und ein länglich runder, hoh⸗ ler Körper wird, welchem der Glasblaser jede be⸗ liebige Form zu geben vermag. Hat das Gefäß diese erhalten, so wird das Glas in einem verschlossenen Ofen, Kühlofen genannt, dem stärksten Hitzegrade ausgesetzt, und ist, nach allmähligem Erkalten, zum weisszen Gebrauche geeignet.

S—

Vergoldung staͤhlerner Instrumente, auf nassem Wege.

In England verkauft man seit mehreren Jahren Scheeren, Messerklingen, und selbst mehrere schnei— dende chirurgische Instrumente, von Stahl gearbeitet, mit der schönsten Vergoldung. Eine solche Vergol— dung hat den doppelten Vortheil, daß einerseits der— gleichen Gegenstände vor dem Nosten geschützt blei— ben, und bei chirurgischen Gegenständen andererseits dazu dienet, daß sie nicht diejenige Veränderung in den Wunden hervorbringen können, wie bloßer Stahl, der vom Blute leicht angegriffen werden kann.

Daß jene Vergoldung der Stahlwaaren auf dem nassen Wege, mit in Schwefeläther gelöstem Golde veranstaltet wird, weiß man schon lange, aber die beste und kürzeste Verfahrungsart hierzu war nicht allgemein bekannt.

um jene nützliche, und in so vieler Hinsicht wich⸗ tige, Verrichtung auszuführen, bereitet man sich eine sehr gesättigte Auflösung von reinem Golde in Kö⸗ nigswasser, so daß keine freie Säure darin vorwaltet. Von dieser Goldauflösung gießt man einen Theil, dem Gewicht nach, mit drei Theilen völlig reinem

Druckfehler.

Schwefeläther zusammen, und schüttelt Alles in ei⸗ nem verstopften Glase eine Zeit lang zusammen. Der Aether nimmt sehr bald das Gold in sich auf, und läßt die Säure, in der solches geloͤst war, farbenlos am Boden des Gefäßes zurück, so daß man sie durch einen Hahn abziehen oder auf eine andere Art tren⸗ nen kann.

Ist dieses geschehen, so taucht man das vorher sehr wohl polirte stählerne Instrument, nur auf einen

Augenblick, in den goldhaltigen Aether, und spühlt

solches sogleich, wie man es herauszieht, in reinem Wasser ab, indem man solches darin hin und hex bewegt; dieses Abwaschen ist aus dem Grunde wen sentlich nothwendig, um den kleinen Antheil von Säure hinweg zu schaffen, welchen das Metall aus der Goldaufloͤsung mit aufgenommen hat; hat man dieses aber gethan, so erscheint nun die Stahlfläche vollkommen und sehr schön mit Gold bedeckt. Da in⸗ dessen einige Uebung erfordert wird, um diese Arbeit gut zu vollenden, so darf man sich nicht daran stoßen, wenn solche nicht gleich bei'm Erstenmale vollkommen gut gelingt.

Ferner e Uebungsaufgaben für angehende Geschäftsleute.

1) Champagnerwein wiegt 0,9979 mal so schwer als Wasser, wie viel wiegt davon eine Viertel-Ohm?

2) Wie groß muß die Seite einer quadratför⸗ migen Grundfläche an einer prismatischen Grube seyn, deren kubischer Inhalt 345,6 Cubikfuß und Höhe 5,4 seyn soll.

3) Aus einer Gemeinde sind zusammen 553 Stück Schaafe in 2 verschiedenen Heerden, wovon die eine 75 Stücke mehr als die andere zählt, ge⸗ trieben worden; wie viel Stücke befinden sich in jeder Heerde?

Im vorigen Blatte in der letzten Zeile der Auflösungen soll zwischen der Zahl 1308 und 109, statt einem. i

) ein(3) stehen.

Das Oberhessische Intelligenz- und Kreis-Blatt wird von naͤchster Woche an jeden Mittwoch er⸗

scheinen;— man bittet deßhalb, alle Avertissements,

den sollen, schon Montags oder Dienstags Morgens

g„ laͤngstens 9 Uhr, Gießen, den 17. Januar 1834.

welche in dieses Blatte in jeder Woche inserirt wer— an die Expedition desselben

Fruchtpreise vom 17. Januar.

—— 1 5 f Waizen.] Korn. Gerste. Hafer.[Erbsen. Linsen. Städte.[Datum. 77. i Malter. Malter. Malter. Malter. Simmer. Simmer. pfund fl. kr.[pfundf fl. kr.[fund fl. kr. 5 r. Eee ee ießen 17. Januar. 200 5 20 180 4 15 160 3— ..—.———1—— 2— 7 2 5 armstadt. ,,,— D—„ Frankfurt a. M.. I17. Januar. 1— 5 20—[4 s 200— 215