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Bekanntmachung des Directors der Spar- und Leihkasse fuͤr die Kreise Gießen und Gruͤnberg.

Zur Erleichterung der Geschaͤftsfuͤbrung ist die Anordnung getroffen worden, daß die Zinsen von allen Einlagen in die Spar- und Leihkasse von dem Tage der Ausstellung des Schuldscheines an bis zum 1. Januar 1835 der beiden letzten Zahltagen dieses Jahrs, Freitag den 19. und Samstag den 27. De⸗ cember bezahlt werden sollen. Alle, welche Zinsen anzusprechen haben, werden daher eingeladen, solche an den genannten Tagen gegen Quittung in Empfang zu nehmen.

Zugleich bringt man in Erinnerung, daß die in diesem Monate noch eingelegten Ersparnisse vom 1. Jan. verzinst werden, waͤhrend spaͤtere Einlagen erst vom 1. April Zinsen tragen.

Die Mitglieder des Vereins werden ersucht, dieß zu moͤglichster Publicitaͤt zu bringen.

Gießen den 10. December 1834.

K. ih. Kn ore.

Donnerstag den 8. Jan. 1835, Morgens 9 Uhr, wird in des Unterzeichneten Wohnung eine Brauerei mit Zugehoͤr, ein Waschkessel, 1 Ochs, 2 Kuͤhe, ein neuer Wagen, Pflug und Egge, 100 Centner gutes Heu fuͤr Rindvieh, Faͤsser, Bettstuͤhle, ein neuer Futterbank mit Messer, Krauthobel, ein Pumpenstock nebst Rohren, 4 Bienen, Mist, sowie auch sonstige allerlei Hausgeraͤthschaften nebst einer Brandbuͤtte, an den Meistbietenden versteigert.

Lollar den 24. December 1834.

Friedrich Deybel J.

Miscellen. Ueber die Anwendung des Maͤrgels beim Ackerbau.

(Fortsetzung.) f Der Kalkmärgel bildet gewissermaßen

den Gegensatz des vorher gedachten Bodens, und es ist also auch hierin begründet, daß der Märgel in selbigem, wenn letzterer die hier angenommenen Bestandtheile enthält, nicht allein wirken kann, son⸗

dern wirken muß, weil die Naturkräfte in einer ewigen Wechselwirkung gegen einander stehen. Der Kalk und Sand, welchen wir hier als vorherrschend angenommen haben, werden den schweren Boden auflockern, dessen Bestellung dadurch erleichtern, und die Ausdünstung des Wassers befördern. Der Kalk an und für sich findet hier ganz seinen erwär⸗ menden Wirkungskreis, und indem selbiger eine bedeutende Menge sauern Humus enthält, kann jener diesem die Säure entziehen, ihn dadurch wie der lebendig, oder was hier gleichbedeutend ist, auflöslich machen, wodurch er allein geschickt wird, den Pflanzen zur Nahrung zu dienen, Wachsthum zu befördern. Wer aber auf diesen Boden Thon⸗- oder Lehmmärgel fahren wollte, der würde sich eine vergebliche und unnütze Mühe machen, indem nach gemachten Erfahrungen auf Thon- oder Lehmboden ein solcher Märgel, dessen Hauptbestand⸗ theile diese Erdarten sind, gar nichts fruchtet. Der Grund hiervon liegt wahrscheinlich darin, daß keine dieser Erdarten eine chemische Wirkung her⸗ vorbringt, sondern nur physisch wirken kann, und da diese, vermöge ihrer Bestandtheile, der des Ackers gleich ist, so kann keine vortheilhafte Wir⸗ kung erwartet werden.

Wollte ein Ackerwirth aber Boden, welcher schon sehr bedeutenden Kalkgehalt hätte, noch mit Kalkmärgel überfahren, so würde er selbigen ganz bestimmt verschlechtern, denn er würde die Ursache, warum derselbe vielleicht nicht so trägt als man es erwartet, nicht heben, vielmehr verstärken, mithin muß die Wirkung noch nachtheiliger seyn.

(Fortsetzung folgt.)

Da mit dieser Nummer der Jahrgang 1834 geschlossen ist, so ersuche ich hiermit die verehrten Leser, denen es gefaͤllig seyn sollte, den Jahrgang 1835 zu halten, ihre Bestellungen hierauf sowie Praͤnumeration von 1 fl. 30 kr. mir bald zukommen zu lassen, damit ich in Stand

gesetzt werde, vollstaͤndige Exemplare zu liefern.

G., D. Baß uin

PFruchtpreise.

Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.

Waizen.] Korn.[ Gerste.[ Hafer.[Erbsen.] Linsen. Städte.[ Datum. 5

0 Malter. Malter. Malter. Malter. Malter. Malter. Pfund fl. kr. Pfund fl. kr. pfund fl. kr. Pfund fl. kr. fl. kr. pf. fl. kr. pf. Gießen.. 3. Dibr. 200 6 180 460 8 40 2 40( Grünberg... 8. Nov. 6 85 3400 3 2 40 5 30 6 Darmstadt. 2. Dzbr.1 21 3 500 2 501 9 Mainz 1. Sept. 6 174 4 55 411 3 41 5 25 Frankfurt a. M.. 15. Sept. 5 501 4 200 416[316 530% K 2

und deren