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Rechenschaftsbericht.
2) Ohne Erlaubniß 114 von 13 Kindern, hauptsächlich durch den Bettel dazu verleitet.
III. Sittliche Aufführung.
Im Ganzen wohl zufrieden. Nur bei zwei Bettelkindern mußten wegen Nohheit, bei 1 Kinde wegen Diebstahls stärkere Strafen ange⸗ wendet werden.
IV. Fortschritte im Allgemeinen.
Die Schule hat sich gehoben, Theilnahme und Aufmerksamkeit vermehrt und eine allgemeine geistige Entwickelung immer deutlicher gezeigt.
V. Leistungen und Fortschritte im Einzelnen.
Erste Classe in 2 Abtheilungen von resp. 48 und 34 Kindern. 1) Religion u. Nach Snell's Katechismus die Lehre von Gott Sittenlehre. und die Pflichten im Verhältnisse zu Gott, theils in freiem Vortrage, hauptsächlich aber katechisirend. Dabei Erlernung vorzüglicher Lehrsätze, Bibelstellen und Liederverse. 5
Die meisten Schüler haben religiöse Begriffe
gewonnen und scheinen für Glaube und Pflicht er⸗
wärmt. a 2) Bibl. Ge⸗ Nach Hebel von der Schöpfungsgeschichte bis schichte. zur Theilung des Königthums: theils erzählend oder
vorlesend, theils nacherzählend oder nachlesend, durch die Schüler. Diese haben mit großem Interesse an die⸗ sem Unterrichte Theil genommen und denselben gefaßt.
Alls Lesebuch ist hauptsächlich der Katechismus und Hebel's biblische Gesch. gebraucht worden. Jedoch wurde wöchentlich auch 1 mal in der Bibel nach Dinter's Auswahl ꝛc. gelesen und es dahin gebracht, daß die meisten Schüler der 1sten Abthei—⸗ lung fließend und mit Ausdruck, die der Aten we— nigstens mit richtiger Aussprache und Berücksichtigung der Interpunctionszeichen lesen.
4) Rechtschrei? Durch Dictiren, Zusammenstellung gleich und bung. ähnlich lautender Wörter, Selbstberichtigung aufge—
stellter fehlerhaften Schemate ꝛe. ist es bewirkt, daß ein Zehntel der Schüler ziemlich fehlerfrei, selbst in Rücksicht der Interpunction, schreiben kann.— Den Beweis davon liefern die anliegenden uncorri⸗ girten Dictirproben.
Die 1ste Abtheilung ist so weit, daß sie Exem⸗ pel aus der Regel de u tri mit Brüchen oder Deci— malbruüchen selbst anzusetzen und richtig zu lösen vermag. Die 2te Abtheilung ist bis zum Dividiren mit benannten Zahlen gekommen; jedoch ohne andre als Decimalbrüchen. Uncorrigirte Rechenproben lie⸗ gen bei.
Nach Ziffern ein- und mehrstimmig. Die Schü⸗ ler singen rein Arien- und Kirchenmelodien.
Haupt-, Eigenschafts⸗, Zeit- und Umstands⸗
3) Lesen.
5) Zabhlenlehre.
60 Geßeng.
7) Kenntniß
der Nedetheile. wörter sind erklärt und ist wenigstens die 1ste Ab—
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Pruͤfungsprotocoll.
ausgegangener Einladung der Ael⸗ tern und Angehörigen der Kinder und sonstiger Schulfreunde, in Folge des Art. 40 des Schuledicts, eine feierliche Schulprüfung in Ge⸗ genwart der unterzeichneten Mit⸗ glieder des Schulvorstandes auf heute veranstaltet und, nach geeig⸗ neter Anrede, theils durch den Leh⸗ rer und theils durch den Geistlichen des Ortes vorgenommen.
Das Ergebniß dieser Prüfung ist auf den folgenden Seiten be⸗ merkt.
Die Bestimmtheit und Vollstän⸗ digkeit, womit die Schüler vorge⸗ legte Fragen über religibse Wahr⸗ heiten, über Gott ꝛc. beantworte⸗ ten, beweisen den Fleiß und die Gewandtheit des Lehrers, so wie den Eifer der Schüler.
Die Geschichte Joseph's, der Ruth und einzelne Scenen aus David's Leben erzählten die aufge⸗ forderten Schüler mit Lust und in schoͤner Darstellung.
Im Allgemeinen ist das im N. Berichte Gesagte durch die Prü⸗ fung bestätigt. Doch setzen wir den auffallenden Pathos im Lesen aus.
Es wurde die 40ste Erzählung aus den neutestamentl. Geschichten von Hebel dictirt. Zehn Kinder blieben fehlerfrei, 2 hatten 2 Feh⸗ ler, die Uebrigen nach Verhältniß.
Die Schnelligkeit u. Fertigkeit im Aufloͤsen schwerer Negeldetri⸗ Exempel war auffallen. Jedoch scheint bei diesem Lehrgegenstande mehr mechanisch als elementarisch verfahren worden zu sein.
Beide Abtheilungen sangen ein u. mehrstimmig eben so rein als herzerhebend.
Dieser Gegenstand ist mehr mecha⸗ nisch eingeübt und auswendig gelernt.
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