3) Anlegung der Entwässerungsgräben.
§. 17. Eine gute Anlegung der Gräben ist sowohl wegen Erreichung des Zwecks, als wegen der Kosten, welche deren Unterhaltung für die Folge verursacht, höchst wichtig.)
§. 18. Die Auffangegraͤben brauchen nur ein geringes Gefaͤlle zu haben. Muͤssen sie sehr tief sein, z. B. 5 bis 6 Fuß, um das Wasser gehoͤrig ab⸗ zuschneiden; so thut man, sobald sie nicht große Was⸗ sermassen aufzunehmen haben, meistens besser daran, die Waͤnde senkrecht zu machen und die Graͤben dann mit groben Steinen, oder wenn man diese nicht haben kann, mit Reisigfaschinen so auszufuͤllen, daß das Was⸗ ser darin sich ansammeln und fortziehen kann. Zuletzt wird Reisig und Stroh und darauf noch 1 Fuß hoch Erde und Rasen so aufgelegt, daß die Oberflaͤche dem uͤbrigen Boden wieder gleich ist.
§. 19. Die Abzugsgraͤben werden in der Re— gel nicht verdeckt angelegt. Zu einer richtigen Anle— gung derselben gehoͤrt, daß sie bei nicht ganz losem Boden eine Boͤschung Cabgedachte Waͤnde) in einem Winkel von 45 Grad, gegen die senkrechte Hoͤhe ge⸗ gemessen, haben. In losem Boden muß die Boͤschung noch um ein Bedeutendes flacher sein.
§. 20. Das Gefaͤlle der Abzugsgraͤben muß nicht zu gering und moͤglichst gleichfoͤrmig sein; Biegungen, besonders etwas scharfe, muͤssen so viel als moͤglich ver— mieden werden. Die Seitengraͤben muͤssen, so weit als thunlich, in einem spitzen Winkel in die Hauptgraͤben einfallen.
§. 21. Die Weite und Tiefe muͤssen sich nach der abzufuͤhrenden Wassermenge und nach dem Gefaͤlle richten.
§. 22. Wenn eine Entwaͤsserungsanlage zu Stande gebracht ist, so bleibt nun noch uͤbrig, sie auch in der Folge in gehoͤrigem Stande zu erhalten.
II. Be waͤsse rung.
. 23. Nichts kann den Ertrag der Wiesen mehr erhohen, als eine gute Bewaͤsserung. Da nun diese Er⸗ tragserhoͤhung in den meisten Faͤllen ohne sehr große
Kosten erreicht werden kann, da dazu gar kein Aufwand an Dung erforderlich ist, so sollte jeder Wiesenbesitzer naͤchstdem, daß er zuerst da, wo es noͤthig ist, fuͤr Ent⸗ waͤsserung sorgt, auf's eifrigste bedacht seyn, ob und wie er seine Wiesen bewaͤssern kann.
§. 24. Bei der Bewaͤsserungsanlage hat man die Beschaffenheit und Menge des Wassers, die Be⸗ schaffenheit des Bodens und die Lage der Wiese in Be⸗ tracht zu ziehen. Je nachdem die Lage und Wasser—⸗ menge beschaffen ist, wird die Bewaͤsserung zur Ueber⸗ rieselung oder zur Ueberstauung eingerichtet.
1) Beschaffenheit des Wassers.
§. 25. Je mehr das Wasser schon geflossen ist und bei seinem Fortstroͤmen gute erdige oder sonst duͤn⸗ gende Theile mit sich genommen hat, um so besser ist es. Indessen ist doch auch das meiste Quellwasser zur Bewaͤsserung tauglich, besonders aus den sogenannten warmen Quellen(solche, welche im Winter verhaͤlt⸗ nißmaͤßig warm und im Sommer kuͤhl sind). Ste⸗ hende Gewaͤsser, welche nicht sumpfig sind und eine freie, der Sonne zugaͤngliche Lage haben, liefern ge— woͤhnlich auch brauchbares Wasser.
§. 26. Schlecht oder selbst unbrauchbar ist das aus Torflagern und Suͤmpfen kommende Wasser, stark eisenhaltiges Quellwasser, oder aus unfruchtbaren Heiden, auch aus Eichen- oder sonst lohehaltiges Laub enthaltenden Waͤldern eben hervorkommendes Wasser.
2) Beschaffenheit des Bodens.
§. 27. Je durchlassender der Boden, großer wird der Erfolg der Waͤsserung seyn, je undurch⸗ lassender der Boden, um so mehr ist bei der Bewaͤsse—⸗ rungsanlage darauf zu sehen, daß das Wasser nicht zu traͤge uͤber die Wiese rieseln muß, und daß nach dem Waͤssern wieder voͤllige Trockenlegung stattfinden kann. Mooriger torfiger Boden kann nur dann mit Vortheil bewaͤssert werden, wenn nach der Trockenlegung das Wasser in kurzen Zeitraͤumen rasch daruͤber gefuͤhrt und dann die Wiese schnell wieder trocken gestellt wer⸗ den kann.
(Beschluß folgt.)
PFrucht preise.
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—— Waizen.] Korn. Gerste. Hafer.[Erbsen.]Linsen. Stad et e. Datum...— Malter. Malter. Malter. Malter. Simmer. Simmer. Pfund 1 kr. Pfund fl. kr. Pfund fl. kr. Pfund fl. kr. fl. kr. pf. fl. kr. pf. Gießen?! 8. Februar. 200 6 30 180 4 38 160 3 35]— 3 50—:——-—— Grünberg. 8 5 8 rc Darmstadt 8. Februar.———.—— 2— 3 8301——————— Main ß; 31. Januar.— 6 30— 4 32— 328— 3 151—————. Frankfurt a. M... 10, Februar.— 6—— 4 5— 3 35— 3— e 1— 2—
Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.
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