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Krystalle, und der Syrup eine ganz helle gelbe Farbe(eine dunkele Farbe erhält er, wie aller Zucker, durch Hitze, und ein solcher wird nur auf Bestellung geliefert), reinen süßen Geschmack und Klarheit haben. Zwar ist der Stärkezucker und Sy⸗ rup noch nicht ganz in der Süßigkeit, ob ich gleich dieß zu erreichen gründliche Hoffnung habe, wie der Rohrzucker, herzustellen, indessen gleicht dieß sein geringer Preis aus, indem man so viel mehr nimmt. ö
Somit lade ich denn zur Beschaffung des be— nöthigten Capitals der 15000 Thaler, um die Zu⸗ ckerfabrik zu errichten, zur Unterzeichnung auf Actien zu fünf Thaler ein, und bitte diejenigen, welchen das Gute und Nützliche und Deutschlands Wohl- fahrt am Herzen liegt, in allen Orten, wohin dieß gelangt, Unterzeichnungen zu sammeln, und mir dann in portofreien Briefen solche anzuzeigen. So— bald auf die Weise die Unterzeichnungen für die benöthigte Summe erfolgt sind, zeige ich solches den Theilnehmern in diesen Blättern an.
Freienwalde an der Oder.
Voight.
Vorstehenden Aufsatz haben wir aus dem allg. Anzeiger der Deutschen entlehnt und theilen ihn hierdurch unsern Lesern mit; sollten sich viel— leicht unter ihnen Interessenten für diese Sache fin— den, so verweisen wir sie auf die Nedaction dessel— ben in Gotha, welche Aufträge übernimmt.
Die Redaction.
Beitrag zu der Geschichte des Ackerbaues;
zur Berichtigung der Urtheile über das Alter und den Verfall des deutschen Ackerbaues im Mittel- alter und die Ursachen dieses Verfalles.
(Be s ch lunß) 10) So nachtheilig auch die Kreuzzüge auf
die deutsche Landwirthschaft einwirkten, da sich die
Klerisei während jener Auswanderungen immer mehr der deutschen Gauen bemächtigte, und gar keine Einschränkung derselben mehr von Seiten der Laien zu bemerken war, weil man die mächtigsten, mu⸗ thigsten und einsichtsvollsten derselben nach stin a und in eine andere Welt befördert hatte; so schwer ferner auch der Druck der Hierarchie auf dem deutschen Bürger und Landmann lastete, in so fern die fruchtbarsten und besten Grundstücke von den frommen Pilgern und Kreuzfahrern den Klöstern und Bisthümern legirt wurden, alles baare Geld in die Hände der Priester überging, das Betriehs⸗ capital des Bauern demselben auf dem Wege der Bettelei oder der Gebühren, Zinsen und Gefälle, entzogen wurde, die Klöster sich gleichsam zusehends vermehrten, und in dem Verhältniß, als die Klöster zunahmen, die Dörfer, Weiler und Höfe abnahmen, und in dem Verhältniß, als die hohe Geistlichkeit durch Prunk und Reichthum sich aus⸗ zeichnete, der Landmann ärmer wurde; so erhielt sich doch dieser bei seinem Ackerbau in Folge der Noutine, und, wenn auch die alten Einrichtungen der freien Dorfverfassung, die zweckmäßigen Wasser⸗ leitungen und die Terrassirung der Bergäcker u. dgl. nicht mehr eigentlich planmäßig betrieben und erhal⸗ ten wurden; so behauptete sich doch alles dieses als eine Sache des alten guten Herkommens, und in Folge der mündlichen Tradition, der mechanischen Einübung von Jugend an, und hie und da auch einer superstitiösen Anhänglichkeit am Alten, bis die Hülfe und Rettung für die deutschen Landwir⸗ the von einer Seite her kam, wo man es nicht hätte erwarten sollen. Seit der Reformation ging nicht allein für die Landwirthschaft der Deutschen, sondern auch für die von andern Völkern ein neuer Stern auf. An den Deutschen lernte man mündig werden und in der Landessprache über Gewerbe schreiben und sprechen.
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Frutchtpreise. 5
Waizen.] Korn. Gerste.] Hafer.[Erbsen.Linsen. Städte.[Datum.
Malter. Malter. Malter. Malter. Malter. Malter.
Pfund. r. June f. kr. Jpfund fl. kr.[wfund ff. kr.] fl. kr. f. f. r. uf. Gießen 22. März. 200 5 10 180 160%/„„ Grünberg. 19. April.— 5„ 5%%% Darmstadt.. 5. April. JC òͥ v..., ß! ff Mainz 24. Mai.— 5 24— 3 52— 236— 35 4— 21 5 25— Frankfurt a. M.. 20. Mai.— 4 500 8 500 3 17— 2 40 4 200—1———
Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.
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