1) wie gro wärtig ist?

ß die Bevölkerung in Ihren Gemeinden und zwar in jeder einzelnen Gemeinde gegen

2) wer bisher den Salzhandel in Ihren Gemeinden betrieben hat und zwar

a) mit offenem Laden und p) wer zugleich hausirend?

3) die Namen und den Wohnort derjenigen Salzhändler in anderen Orten,

von welchen Ihre Un⸗

tergebenen bisher das Salz bezogen haben und zwar a) solche, welche das Salz in ihren Läden abgesetzt und b) solche, welche den Salzhandel zugleich hausirend betrieben haben.

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Vekanntmachungen. 47) Fruchtversteigerung bei dem Nentamt Grünberg. Montag den 16. Juni l. J. des Vormittags um 9 Uhr soll in dem Schloßgebäude dahier eine ansehnliche Parthie 18331 herrschaftlicher Früchte

von Waizen, Korn, Gerste, Hafer und Molter⸗

frucht unter den bekannten Bedingungen versteigert werden. Grünberg den 3. Juni 1834. Großherz. Hess. Rentamt das. Bötticher.

496) Zu der am 15. Juli d. J. unwiderruflich vor sich gebenden Ausspielung des schoͤnen, allgemein bekannten, in Wien liegenden großen Br auhauses, sammt Herrschaftswobnung und Garten, gerichtlich ge⸗

schaͤtzt auf eine Millton Gulden, wozu noch 24,000

Gewinne im Gesammtbetrag von 400,000 fl. kommen, als: 1 Gewinn von 25,000 fl., 1 von 15,000 fl., 1 von 10,000 fl., 1 von 5000 fl., 1 von 4000 fl., 1 von 3000 fl., 1 von 2000 fl., 1 von 1600 f. 1 bon 1500 fl., 10 jeder von 1000 fl., 1 von 900 fl., 1 von 700 fl., 1 von 600 fl., 10 jeder von 500 fl., 1 von 400 fl., 25 jeder von 100 fl., 50 jeder von 30 fl., 100 jeder von 25 fl., 200 jeder von 20 fl., 600 jeder von 15 fl. ꝛc. ꝛc., sind Plaͤne unentgeltlich und Loose Ganze zu 4 Rthl. preuß. Cour. 0 Halbe 2 75 Viertel 1 5 zu haben in der Expedition dieses Blattes. Gießen den 25. Mai 1834.

al Miscellen. Beitrag zu der Geschichte des Ackerbaues; zur Berichtigung der Urtheile über das Alter und den Verfall des deutschen Ackerbaues im Mittel⸗ alter und die Ursachen dieses Verfalles.

, Die meisten der im Innern wohnenden Stämme verharrten ruhig in ihren Sitzen, und blieben ihrer Le

bensart als Ackersleute treu. Ja viele Schaaren von Deutschen, die in der Ferne Eroberungen gemacht hat⸗ ten, kehrten freiwillig und ohne alle Noth zu ihrem Lieb⸗ lingsgeschäft dem Ackerbau zurück; im obern Italien, wo sich die Longobarden festsetzten, ist seit der Zeit ihrer Ansiedelung immer mehr Industrie in diesem Gewerbe bemerkbar gewesen als in dem übri gen Italien. Der Geschichtsschreiber Procopius meldet, daß Odoaker die eroberten Landschaften in Italien unter seine deutschen Krieger ausgetheilt habe; nach Cassiodorus verfuhr der Ostgothische König Theodorich eben so, als er den Odoa⸗ ker besiegt hatte, und siedelte seine Ostgothen an. So leicht gingen also diese Deutsche vom Kriege über zum Ackerbau, und Orasius spricht:Die Barbaren haben gleich nach ihren Eroberungen ihre Schwerter verabscheut und den Pflug ergriffen. 4) Die eigentlich germanischen Völker begnüg ten sich jedoch nicht damit, daß sie selbst sich Felder in den eroberten Ländern zur eigenen Bearbeitung vorbehielten, sondern sie waren auch so sehr darauf bedacht, das Land in den besten Flor zu bringen,

daß sie die Besiegten, insofern sie in den Schlach⸗

ten ihr Leben gerettet hatten, und selbst Landbauern waren, auf ihren Gütern wohnen und ihr Gewerb nach ihrer gewohnten Art forttreiben ließen. Wenn auch die Slavischen Stämme die Besiegten wie Sklaven behandelten, so blieb doch diese Härte den Germanen fremd, wenn nicht ein besonders hart näckiger oder mit Hinterlist und Tücke verbundener Widerstand eine Ausnahme von der Regel veran laßte. Die alten Insaßen jener Länder wurden weder vertilgt noch hinabgedrückt zur polnischen Leibeigenschaft, sondern, abgerechnet das Abgeben gewisser Felder an die Sieger, wurden sie bei ih⸗ ren Besitzungen und Rechten geschützt; oft war das Loos der alten Einwohner, besonders in Gallien, weit besser unter den deutschen Herrschern, als vor mals unter den Rötuern, weil die vielen schweren Abgaben wegfielen, die unter den letzten hatten bezahlt werden müssen. l

Die milde Gemüthsart, die den Germanen vorzugsweise eigen und mit ihrem Freiheitssinn eng verbunden war, hatte den wohlthätigsten Einfluß auf den Ackerbau und die gesammte Landwirthschaft,

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