Kohlenpulver die Wäsche reiner und weißer zu machen versucht hat. Und doch ist es geschehen. Nachdem die Wäsche, wie gewöhnlich, rein gewaschen war, hat man dieselbe schichtweise in eine Wanne gelegt und dazwischen Pulver von gut ausgeglüheten Kohlen gestreuet, dann alles mit Wasser übergossen und einige Tage stehen lassen. Alsdann hat man die Wäsche ausgespühlt und von dem anhängenden Koh⸗ lenstaube gereinigt und gefunden, daß die Wäsche nicht nur-viel weißer geworden ist, sondern auch eine glänzende Weiße erhalten hat. i f
Auf dieselbe Art geben die Wäscherinnen in Port Mahon, auf der Insel Minorka, der Wäsche eine blendende Weiße, wozu freilich der Gebrauch der spauischen Seife auch viel beitragen mag.
Vorschrift zur Bereitung der sogenannten Cordova-Wichse,
welche sich vorzüglich zum Wichsen des Pferdegeschirrs und Lederwerk aller Art eignet, da sie gar keine Schwefelsaure und überhaupt keine dem Leder nach⸗ theilige Säure enthält. Man nehme: Rothen Essig.... 1 ½ Liter, 1
Bein 72 7 Tischlerleiimwm 7 schwarzes Färbeholz.. 2 Unzen, Hausenblase ½ Quart,
1
Judis 5
Alles dieses koche man eine halbe Stunde lang
zusammen, womit die Mischung fertig ist. Das Auf⸗
tragen dieser Wichse geschieht am besten mit einem Stucke Schwamm.
Bestes Mittel, nicht vollstaͤndig und richtig abgegohrene Biere zu klaͤren.
Man wendet dazu mancherlei Substanzen, z. B. Fischleim(Hausenblase), Abkochungen von Kälber⸗
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füßen an, aber keine führt so sicher, so schnell und für die übrige Beschaffenheit des Bieres so wohlthätig zum Ziele, als noch nicht geronnene, abgerahmte Milch. Man gieße in einen sächs. Eimer= 72 Kan⸗ nen, ½— ¼ Kanne solcher Milch, und schüttele sie mit dem Biere im Fasse gut durch einander. In 24 Stunden ist sodann der Niederschlag und die Klärung
erfolgt.
Mittel, Butter wenigstens 14 Tage lang so frisch und wohlschmeckend zu erhalten, als wenn sie eben erst gebuttert waͤre.
um Solches zu bewerkstelligen, soll man die Butter so lange gut auswaschen, bis jede Spur von Milch daraus entfernt ist, und dann in ein irdenes Gefäß so fest eindrücken, daß kein leerer Zwischen⸗ raum, keine Luftblase, und keine Flüssigkeit darin zurückbleiben kann. Hierauf stellt man dieses Gefäß umgekehrt in einen Napf mit frischem Wasser, das man täglich erneuern muß, und bewahrt das Ganze an einem kühlen Orte auf. a
Baumpfaͤhle.
Wenn die ganz ausgetrockneten Baumpfähle zu⸗ gespitzt werden, so wird ihr unteres Ende einige Tage in Kalkwasser gestellt, und hernach werden solche ge trocknet. Dann bestreicht man sie mit verdünnter Vitriolsäure, und läßt sie abermals vor dem Gebrauche austrocknen. Sie sind alsdann gleichsam versteinert und dauerhafter, als die bloß unten angebrannten Pfähle.— Alles Nutzholz und der Luft ausgesetzte
Bauholz sollte billig in Vitriolwasser getränkt oder
wenigstens angestrichen werden mit Beimischung von Theer oder Kohlenstaub. Steinkohlentheer hat keine
Wirkung, die damit angestrichenen Hölzer lange zu
erhalten.
—... Ef—
Fruchtpreise. 5 Waizen.] Korn. Gerste.] Hafer.[Erbsen.]Linsen. Städte Datum.— Malter. Malter. Malter. Malter. Malter. Malter. Pfund 1 4 Pfund fl. kr.[ofund] fl.] kr.[Pfund] fl. r. fl. er. pf. fl. r. pf. G„ 50 1 200 6— 480 4 100 4608 450— 1455— rünberg... 19. April.— 3—1— 13551— 3 20————— . 8. Ar——— 1——- 1— 3 2⁴1— 2 44 5.— 5 3 ain; 12. April.— 5 521— 4 291— 3 15— 3—— 0 Frankfurt a. M. 5. Mai.— 55— 4—— 131151— 2 9 20— 5 5 1 ———ůů 1
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