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dem nöthigen Arbeitsvieh, welches in 24 Ochsen und 5 Gespann Pferden besteht.

Die Einnahme aus dem Vieh ist im Durchschnitt mehrere Jahre von den Schafen 2600 Athlr.; von den Kühen, nach Abzug des Wirthschaftsbedarfs 1200 Rthlre, und von den im Durchschnitt jährlich 6 auf⸗ gestellten vierjährigen Pferden 900 Nihlr. Durch Naps⸗ und Kornverkauf wird jährlich im Durchschnitt 4500 RNthlr. eingenommen. Die Pacht ist jetzt auf 4300 Rthlr. erhöht und der Pachter steht sich doch gut dabei.

Vernachlaͤssigung der Wiesen.

Häufig haben die sächsischen Dörfer hinter ihren Häusern und Gärten einen beträchtlichen Wiesengrund, und dennoch solchen auf keine Art wesentlich verbes sert, das schädliche Baum- und Strauchwerk nicht weggeschafft, die vorhandenen Quellen weder zur Entwässerung durch tüchtige Ausräumung der Sumpf⸗ stelle, um sie in einen Teich zu verwandeln, noch zu Bewässerung benutzt, nachdem sie vorher das nöthige Ebnen und Abdachen vornahmen, ungeachtet sie bei ihrer Stallfutterung und zerstreuten Ackerlaͤndereien kein anderes nahes Feld besitzen. Ueberall sieht man Ameisen⸗ und Maulwurfshugel, und sogar oft dem Futter der Thiere schädliche Gewächse. Es. fehlen Dämme mit Schütten, um Zuströmungen nach Be⸗ lieben abzuhalten oder aufzunehmen; das Aufeggen des Nasens und das Abeggen desselben von der Höhe nach den niedrigeren Plätzen, um mit frischer Erde

manchen Grasstock zu versehen und die entstandenen

dose zu vertilgen; die so einträgliche Ueberdüngung mit Teigschlamm, Moder, humusreicher Erde, Stall⸗ dünger, Haus und Hühnerdünger, Kompost und Jauche; die Ueberstreuung mit allerhand Asche aus Fabriken Märgel, Kalk, Bauschutt, gebranntem Thon oder die, die Auflösung eines Torfhumus för⸗ dernden Zusätze, wenn etwa die Wiesen sehr moorig sind; die Aussaat angemessener Futterkräuter, also bald Abwässerung, bald Zuwässerung, bald die we⸗ gen der Nähe so leichte und bequeme Düngung und

Beigabe anderer Erdarten, welche das vorhandene,

Gras verbessern und den Ertrag erhöhen. Ganz ver⸗

sumpfte Strecken besetze man mit Erlen. Alles Unkraut⸗

gesäme gehört nicht aufs Feld, verbessert jedoch sicher die Wiese, aber auf Wiesen ist der Nasenbrand sehr nützlich, wenn man nur nicht die dadurch entstandene Düngung der Wiese durch Anbau irgend einer selbige entkräftende Besamung oder Bepflanzung, ohne nach⸗ herige kräftige Düngung, entzieht. Auch steiniger Untergrund muß verbessert werden und kann es, wenn man vorher dessen Beschaffenheit genau untersucht und darnach die zweckmäßigen Mittel zur höheren Be⸗ nutzung erwählt hat. Pohl's Wiesenverjungung, und des Grafen Sebastian Trautmannsdorf

practische Unterweisung im Nivelliren, 1829, geben hier manchen nützlichen Rath.

Nutzen des Salzes fuͤr die Landwirthschaft.

Daß alle landwirthschaftliche Thiere wenigstens zu gewissen Zeiten ein Bedürfniß haben, Salz zu essen, muß einen Grund in ihrer Organisation haben, welchen wir übrigens nicht deutlich erklären können. Alles Blut, der Speichel, der Magensaft und der Harn der Thiere enthalten salzige Theile, also dient das Salz zur Ersetzung der abgängigen Theile des thierischen Körpers, sowie der Ueberfluß an Salz mit dem Harun abgeht.

Man nimmt mit Recht an, daß der Genuß des Salzes die Absonderung der Milch und den Ansatz des Fleisches und des Fettes bei der Mastung beför⸗ dere, und schreibt dem Salzgenuß das Glatte und Glänzende der Haare oder Wolle der thierischen Haut zu. Sicher ist das Salz in vielen Fällen eine leichte Arznei und eins der chemischen Aufloͤsungsmittel auch fur alle landwirthschaftlichen Thiere. i

Nach der vergleichenden Darstellung des Pro duktionswerths verschiedenartiger Gewächse gegen ein auder, bringt die auffͤsende Kraft des Salzwassers eine so auffallende Wirkung im Strohhäcksel hervor, daß seine Nahrungskraft/ des Heues ohne Körner⸗ häckselfutterung und mit solcher das Hen gänzlich ent⸗ behrlich macht. Alte und junge Pferde, Rindvieh und Schafe gedeihen dadurch vorzüglicher, als durch bloßes Heufutter, und werden dann von manchen Krankheiten verschont, welche fauliges oder verschim⸗ meltes Heu veranlassen. Schweine befinden sich wohl bei Häcksel, das mit Salzwasser angefeuchtet ist, als Beifutter von Körnern, Kartoffeln und Schlämpe.

Hundert Pfund Strohhäcksel bedürfen zur Durch⸗ feuchtung einen Eimer Wasser, worin Pfd. Salz aufgelöst sind, um das Stroh einige Stunden vor der Futterung zu imprägniren. 8

Folglich wird man künftig mit weniger Auf⸗ wand mehr Vieh halten, und weil man das kann, mehr Dünger machen. Man war auf manchen großen Gütern vormals verlegen, wo man mit dem Stroh bleiben sollte, und wird es künftig nicht mehr seyn. Nebenher ernährt diese Neuerung in großen Landwirthschaften mehr Menschen, wenn alles zum Futter bestimmte Stroh zu Häcksel zerschnit ten werden muß, nach der 12jährigen Erfahrung eines in höher Achtüng stehenden Agrondmen.

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Das Bleichen der Waͤsche mit Kohlenpülver.

Daß man auch im Bleichen in den neuern Zeiten manche Versuche gemacht hat, um schneller und vor⸗ theilhafter zum Iwecke zu gelangen, ist bekannt; allein weniger ist es bekannt, daß man auch mit