Noggen bauete, habe ich nach der Märgelung dals 11te Korn erhalten. Verbesserungen auf Wiesen ber⸗ wendet, tragen auch reichliche Zinsen, zwar sind sie

etwas kostbar, jedoch machen sie sich immer bezahlt.

Die erste Verbesserung der Wiesen ist die Trockenle⸗⸗ f um hiermi hilft sich mit noͤthdürftigen Gebäuden, so wird er

hat man diese bewerkstelliget, so oder Sand, was man von beiden hoch darauf, ebne sie gehö

gung derselben; fahre man Erde am nächsten hat, 4 Zoll rig und besame sie mit edeln daun alle zwei Jahr im Herbste; hat mau kurzen Dung, so ist derselbe vorzuziehen, wird jedoch kost⸗ bar, wenn die Wiesen weit entfernt liegen, indem man nicht weit damit reicht und viele Fuhren leisten muß, daher es vortheilhafter ist, die entfernten Wie⸗ sen mit langem Schaf- oder Pferdedünger zu dungen und im Frühjahr das Stroh davon abzuharken. Bevor man jedoch zur Wiesenverbesserung schreitet, bringe man seinen Acker durch Märgelung zur gehörigen Ertrags fähigkeit, um von diesem so viel Dung zu gewinnen, daß mau für die Wiesen welchen erübriget, welches ohne Märgelung schwerlich statt finden wird.

Die erste Verbesserung, welche der Pächter oder Befitzer daher unternehmen muß, ist die Märgelung aller seiner Felder; alsdann kann er erst mit Vortheil

zur Wiesenverbesserung schreiten, wenn ihm sonst nicht andere Hülfsmittel, Dung aus nahe gelegenen Städ⸗ ten zu bekommen, zu Gebote stehen, wo es dann ge⸗ wiß vortheilhafter ist, beide Verbesserungen zugleich zu unternehmen. Hat nun der Pachter nicht das

hierzu gehörige Betriebscapital, um diese ersten Ver⸗ besserungen eines Gutes unternehmen zu können, so geht offenbar die schöͤne Hülfsquelle, ein Gut zum guten Ertrage zu bringen, verloren, und er wird nie einen erträglichen Gewinn bei seiner Pachtung haben, wenn die Pachtung nicht äußerst niedrig gestellt ist, was heut zu Tage immer selten der Fall ist. Doch giebt es noch einige Gutsherrn und Pächter, welche zwar das hinreichende Capital besitzen, es aber nicht zweckmäßig in ihrem Gute anzulegen wissen, und oft scheuen sie die ersten Auslagen, um Verbesserungen zu unternehmen; Andere verwenden ihr Capital zu prachtvollen Gebäuden, welche keine Zinsen tragen, sondern dem Gute, durch ihre unterhaltung, zur Last fallen, und erschöpfen hierdurch ihre Casse. Wie viel besser würden solche nicht thun, wenn sie erst zu zweck⸗ mäßigen Verbesserungen ihr Capital verwendeten, ihren Viehstand veredelten und verbesserten, und dann erst zum Bauen schritten, wenn sich der Segen des Herrn über ihre Fluren verbreitet hat. Sind nun die Kassen durch diese unselige Baumuth erschöpft, so werden die Verbesserungen nie unternommen werden, und der Gutsherr wird seine Einnahme nicht verbes⸗ sern, sondern durch die Baureparaturen noch ver⸗ schlechtern.

Wir wollen anehmen, ein Gutsherr besitze ein Capital von 6000 Athlr., dies wendet er, bevor

er, zu Verbe

Gräsern, und dünge sie

f serungen schreitet, zum Bauen an; wird sich auf diese Art das Capital wohl ohne Verbes serungen verzinsen? Wendet jedoch der Gutsherr nur 4000 Nthlr. zu Perbesserungen an, und ver⸗ bessert zugleich seinen Viehstamm hiermst, und be⸗ nicht nur sein Capital bald wieder zurückkehren sehen, sondern auch ohne Sorgen au die Zukunft blicken, und dann auch nach seinem Belieben bauen können. Je rascher die Verbesserungen mit allen Kräften be⸗ trieben werden, je größer wird auch der Gewinn; kann man in einigen Jahren die Märgelung, Mo⸗ derung und Wiesenverjungung bewerkstelligen,(wenn es auch selbst Aufopferungen kostet, und man keinen Ertrag, sondern noch bedeutende Zuschüsse leisten muß,) so ist es um so besser; denn in den folgenden Jahren darf man nur einnehmen, und hat nicht viel mehr Ausgaben, wie die frühere Wirthschaft gekostet hat; freilich wird man mehr Menschenkräfte bedürfen, und mit diesen hinreichend versehen seyn müssen, aber der Vortheil ist auch bedeutend größer, und überwiegt die Kosten der noch nöthigen Tagelöhner⸗ Familien bedeutend, und kann in gar keinen Betracht kommen.

Vielleicht ist es hier nicht am unrechten Orte und einigen Lesern nicht uninteressant, den Ertrag eines Gutes vor und nach dem Märgeln zu erfahren, weshalb ich ihn in der Kurze hier niederschreiben will.

Das Gut W., mit einem Areal von 1692 Mag⸗ deburger Morgen Acker, bestehend aus% strengem, bergigen Lehm, leichten und/ guten Mit⸗ telboden, und eine Fläche von 189 Morgen Wiesen; ernährte vor der Märgelung, wie es der jetzige Pach⸗ ter bezog, 400 grobe Schafe und 50 Kühe nur sehr mittelmäßig. Der Acker war durch die frühern Päch⸗ ter ausgesogen und ausgehungert, weshalb es von Seiten des jetzigen Pachters vieler Aufopferungen bedurfte, den Acker in möglich kurzer Zeit zur Er⸗ tragsfähigkeit zu bringen, damit er seine Pacht, welche 3000 Nthlr. betrug, entrichten konnte.

Das erste Unternehmen des Pachters war nun, daß er das ganze Areal in zwei Jahren abmäürgelte und auf den Morgen 1100 Kubikfuß Lehmmärgel, brachte, und dann die Wiesen theils mit Erde, und zwar auf den Morgen 10,000 Kubikfuß, über⸗ fuhr, und theils überrieselte. Diese ganze Verbesse rung war in 4 Jahren beendigt, und während dieser Zeit noch der strenge Lehmboden stark mit Moder be fahren, um ihn milder zu machen

Der Ertrag vor der Margelung und Wiesenver⸗ jungung war 300 Fuder Korn und 100 Fuder Wiesen⸗ heu. Der gegenwärtige Ertrag ist z nach dem Durch⸗ schnitt vieler Jahre 900 Fuder Korn, 280 Fuder bestes Wiesenheu und 120 Fuder Kleeheu. Der Viehstand besteht gegenwärtig aus 1000 Schafen sebr feiner und edler Rasse, 90 Haupt des schönsten Rindviehes, 8 Mutterstuten und einem Vollblutbeschäler, außer