Personen⸗Beschreibung.

Derselbe ist 12 Jahr alt, ungefahr 4 Fuß groß, hat blonde etwas krause Haare, bedeckte Stirn, blonde Augenbraunen, graue Augen, etwas dicke Nase, kurzes Kinn,

ovales Gesicht, blasser Gesichtsfarbe und ist schlanker Statur.

Ein Sack mit Hafer ist gefunden worden.

Polizei-VBureau anzumelden. Desgleichen sind zwei Paar Handschuhe

worden, woselbst der Eigenthümer solche in Empfang nehmen kann.

Der allenfallsige Eigenthümer hat sich auf dem

gefunden und auf das Polizei- Bureau abgeliefert Gießen den 3. December 1834.

Großherzoglich Hessischer Kreisrath. J.

Migcellen.

Ueber die Anwendung des Maͤrgels beim Ackerbau. (Fortsetzung.)

Nachdem wir die verschiedenen Wirkungen des Märgels in unserm vorigen Blatte entwickelt haben, werden wir im Stande seyn, auch auf diejenigen zu schließen, welche er hervorbringen muß, wenn er dem Acker beigemengt wird. In der Mischung seiner Bestandtheile liegt dessen Brauchbarkeit für die eine oder andere Bodengattung des Ackers.

Der Kalkmärgel, worunter wir einen sol⸗ chen verstehen, dessen Kalkgehalt in funfzig Prozent oder mehr besteht, ist daher schädlich, oder wird wenigstens nicht die gehoffte Wirkung hervorbringen, wenn er auf einen schon von Natur warmen, losen, mit vielen Kalttheilen gemischten Boden aufgefah⸗ ren wird. Er wird in diesem Falle den warmen Boden zu einem hitzigen umschaffen, und da der⸗ selbe in der Regel die in ihm enthaltenen Pflanzen⸗ fasern und überhaupt verwesliche Stoffe zersetzt, von diesen keinen Vorrath finden, weshalb auch die Fruchtbarkeit durch deren Zersetzung nicht ver⸗ mehrt werden kann. Der warme Boden enthält auch keinen todten Humus, oder ist, mit andern Worten gesagt, nicht sauer, daher der Kalk die Säure nicht fortschaffen kann, und da selbiger in der Regel auch locker ist, so sehen wir, daß der Kalk, welcher nur chemisch auf den Acker wirkt,

PFruchtpreis e.

V. d. K., Stumpf, Kreissecr.

.

und physisch nur in so weit, als er ihn auflockert, hier nicht die Vortheile gewähren kann, welche von ihm erwartet werden; er wird daher die gewünsch ten Wirkungen nicht hervorbringen, vielmehr selbst nachtheilig einwirken, vorzüglich wenn neben dem Kalk der Sand als Hauptbestandtheil des Märgels hervortritt. War der Boden an sich schon sehr warm, sehr locker, mit weuigen verweslichen Stof fen gemengt, so kann durch die Aufbringung eines solchen Märgels, dessen Fruchtbarkeit ganz verrin gert, auch ganz unterdrückt werden, so daß auf selbigem alle Vegetation aufhört, oder, wie man es auch wohl nennt, Fälle dieser Art sind schon vorgekommen, und die⸗ jenigen, welche dergleichen Erfahrungen gemacht haben, verwerfen nunmehr das Märgeln ganz, wel⸗ ches vorzüglich der Fall ist, wenn sie den Sand⸗ märgel auf Sandfeldern anwendeten.

Dagegen wird ein solcher kalkhaltender Märgel von ganz vorzüglichem Erfolge seyn auf schweren

Thon- oder Lehmboden, indem er hier seine ganze

Kraft äußern kann. Der Boden ist in der Regel fest, zusammenhängend, naß, läßt sich daher schwer ackern, und das einzige Mittel, ihn aufzulockern, ist der Winterfrost und eine sehr starke Düngung mit langem Dünger; überhaupt scheint diesem Bo⸗ den eine starke Düngung von vegetabilischen Sub stanzen angemessener, als der animalische Dünger. Weil diese Bodengattung die Nässe am längsten anhält, so erzeugt sich in ihr auch zuerst und am meisten der saure Humus.(Forts. folgt.)

Waizen.] Korn. Gerste.] Hafer.[Erbsen.] Linsen. 0 Den, 725. h e Malter Malter. Malter. Malter. Malter. Malter. Pfund] fl. kr. Jwfund fl. kr.[opfund fl. kr.[Pfund fl. kr. fl. kr. pf fk, pf. 8 32. n Gießen.. 22. Nov. 200 9 5 r Grünberg. 8. Nov. 5 3 40 3 2 40 5 30 6 Darmstadt... 11. Nov. r Ni 6 17 4 55 44 3 4 1 5 25 Frankfurt a. M.. 15. Sept. 5 50 4 20[16 3 16 5 301 9 2

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Druck und Verlag der G D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.

er kann vermärgelt werden.

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