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Bekanntmachungen.

54) Unterzeichneter macht hiermit ergebenst bekannt, daß er geometrische Arbeit in Privat⸗Ver⸗ messungen übernimmt. Die Taxe der Arbeit betraͤgt, wenn mehrere Grundstücke oder ganze Gewannen nach den Flurbüchern regulirt werden, von einem Stück Land, welches 1 Morgen Flächeninhalt enthält, 24 kr., ohne Theilung 16 kr.; ist eine Fläche grö⸗ ßer als 10 Morgen, welche bloß gemessen wird und keine Theilungen vorkommen, wie bei Viehweiden, Waldungen u. s. w., pr. Morgen 6 kr.; kann diese Taxe nicht angewendet werden, so nehme ich Taggelder, pr. Tag 2 fl. Bedürftige haben sich direct an mich zu wenden. Meine Wohnung ist bei Rothgerber Pugge auf dem Kreuz.

Gießen den 31. Juli 1834.

Der Großherzogl. Geometer des Kreises Gießen Wagner.

Miscellen. Ein paar Worte uͤber die bei dem Ackerbau und der Gaͤrtnerei gebraͤuchlichen Geraͤthschaften. 1 Von wenigen auf den Gewerbsbetrieb Bezug habenden Gegenständen dürfte unsere Kenntniß so gering seyn, wie von der Entstehung, ersten Er⸗ findung, Vervollkommnung und allmäligen Ausbil⸗ dung der gewöhnlichen, schon seit Jahrhunderten, ja seit Jahrtausenden in Gebrauch gekommenen Ackergeräthe. Während gegenwärtig der Name ei⸗ nes Jeden sorgfältig aufbewahrt wird, der auch nur die kleinste, kaum irgend einen Vortheil ge⸗ währende Entdeckung macht, während Patente uber manche zwar mit vielem Pomp angekündigte, das Menschenwohl aber auf keine Weise fördernde Er⸗

findung oder gar nur Verbesserung gelöst, und da⸗ durch die Erfinder oder Verbesserer der Vergessenheit entrissen werden, bedienen wir uns vieler Werk⸗ zeuge, die den wichtigsten Einfluß auf eine glück⸗ liche Ausführung unserer Geschäfte haben, ohne aur daran zu denken, daß dieselben einmal nicht da ge⸗ wesen seyn könnten, auch einmal erfunden werden mußten. Sie sind mit uns gleichsam innig ver⸗ wachsen, bilden einen so fest mit unserm Geschaͤfts⸗ betrieb verbundenen Bestandtheil, daß eine Tren nung davon gar nicht als möglich, gar nicht als jemals nicht da gewesen gedacht werden kann, und so bedient sich die undankbare Nachwelt zu ihrem Vortheile der Producte der Erfindungsgabe ihrer Voreltern, ohne nur einmal zu fragen:wer mag wohl zuerst auf den Einfall gekommen seyn, dieses oder jenes Geräthe so oder so zu gestalten? Man sagt gewöhnlich:die Noth und der Zufall waren die Ursache der meisten und wichtigsten Erfindun⸗ gen, und dies dürfte um so weniger zu bestreiten seyn, da selbst in neuerer Zeit, wo die größere Aus⸗ bildung der mathematischen und Natur- Wissenschaf⸗ ten dem Erfindungsgeiste auf bewunderungswürdige Weise zu Hülfe kommt, immer noch beide wesent⸗ lichen Antheil daran haben, wie uns, um nur ein

paar Beispiele namentlich aufzuführen, die Erfin⸗

dung oder vielmehr Entdeckung der Steuerung der Dampfmaschinen, einer der groͤßten Verbesserungen seit ihrer ersten Erfindung, und die Bedeckung der frei brennenden Gaslampen mit einem sie nach dem Verlöschen wieder anzündenden Spiraldrath deutlich zeigen. muthwilliger Knaben, die lieber mit ihren Kame⸗ raden spielen, als das ihnen übertragene Geschaft bei der Dampfmaschine und der Gaslampe verrich ten wollten.(Fortsetzung folgt.)

AE...

9 Iruchtpreise.

Waizen.] Korn.[ Gerste.] Hafer.[ Erbsen.] Linsen.

adet e.] Datum. f i i.

St a Malter. Malter. Malter. Malter. Malter. Malter. 0 Pfund] fl.] kr. pfund] fl. kr.[ofund] fl. kr.[pfund fl. kr. fl. kr. pf. fl. r. pf. Gießen 22. März. 2005 20 4803 50 160 33- 3-11 Grünberg.. 19. April. 4 40 330 3 2 35 5 30 6- Darmstadt... 26. Juli. 4 1 1382 2 3810. Mainz 24. Mai. 5 2[4-I 2 82 2 53 4 5 25 Frankfurt a. M. 20. Mai. 51 213 90 31 256] 420l

Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch⸗ und Steindruckerei.

Beide sind bekanntlich das Werk zweier