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Samstag, den 30. Mai 1931

Der Zollunionsplan im Haag.

Der Präsident des Ständigen Internationalen Gerichts­hofes, Adatschi- Japan, gibt bekannt, daß er gestern eine Ver­fügung erlassen habe, durch die der Termin für die Beendigung des schriftlichen Vorverfahrens in der Angelegenheit der deutsch­österreichischen Zollvereinbarung, die kürzlich dem Haager Ge­richtshof vom Völkerbundsrat zur gutachtlichen Entscheidung überwiesen wurde, auf den 1. Juli festgesetzt wird. Die öffent= lichen Plädoyers sollen in der ersten Hälfte des Monats Juli stattfinden. Im Hinblick auf die zutage getretene Notwendigkeit einer schnellen Erledigung der Angelegenheit hofft der Präji­dent, daß der Gerichtshof imstande sein werde, noch vor Ende August sein Gutachten zu erstatten.

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Biersteuererhöhungen

Brauindustrie

Landwirtschaft.

Mehrere westdeutsche Berufsvertretungen der Landwirtschaft, Brau- und Malzindustrie und des Gaststätten- und Hotelgewerbes richten an die Oeffentlichkeit eine gemeinschaftliche

Kundgebung

gegen die Uebersteigerung der Biersteuer im letzten Jahre, in der es u. a. heißt: Die verhängnisvollen Auswirkungen dieser ver­fehlten Steuermaßnahme, welche die schlimmsten Befürchtungen übertroffen haben, zwingen zur Umkehr von einem für Staat und Wirtschaft gefährlichen Wege.

Das Bier ist an sich sehr wenig konjunkturempfindlich, wie die außerordentliche Widerstandskraft des Bierverbrauchs gegen die wirtschaftlichen Krisen der Vergangenheit gezeigt hat. Selbst im Winter und Frühjahr 1930 stieg der Bierabsatz an, obschon die Wirtschaftskrise bereits fast alle Gewerbezweige erschüttert hatte. Um so größer ist aber die Preisempfindlichkeit des Bieres. Die durch die 46prozentige Reichsbiersteuererhöhung vom 1. Mai 1930 erzwungene Preiserhöhung hat dem ununterbrochenen An­stieg der Absatzkurve seit der Inflation ein plötzliches Ende be= reitet und eine rückläufige Bewegung eingeleitet, deren Ausmaß und Ende vorerst noch nicht abzusehen sind.

Der Abjatrückgang betrug bis zum Ende des ersten Quartals ds. Js. 24,3 Prozent. In Gemeinden mit erhöhter Gemeinde: biersteuer 30, 40 und mehr Prozent.

Im gleichen Prozentsaz erleidet die Landwirtschaft durch den Ausfall entsprechender Lieferungen an Gerste und Hopfen er­hebliche Verluste.

,, Gießener Zeitung"

lich: sie ist ja die Partei der Dissidenten, die Partei wenigstens, die nächst den Kommunisten die meisten hat. Mit solchen Leuten kann man doch keinem Konfessionskrieg wehren, feinen Konfej­sionskampf führen. Sie haben ja gar kein Empfinden, daß es und wo es um Konfessionelles geht. Darum war der konfessions­lose hessische Staatspräsident sehr überrascht, wie er sagte, als fonfessionelle Bedenken in dem hessischen Pädagogiumsstreit sich meldeten; und ich glaubte ihm gern, daß er von deren Ernst erst etwas anfing zu ahnen, als Kirchenregierung und Evangelischer Bund ihn darauf hinwiesen. Dissidenten fehlt eben das Sen­sorium dafür. Darum gehören sie nicht an die Spitze eines Staatswesens, die von den kulturellen Kampfwogen so umbran­det ist, wie das deutsche.... Darum gehören aber auch nicht zur Leitung der Geschicke eines Landes, in dessen Volksvertretung wie in Hessen( in anderen Ländern ist es ähnlich) bei 34 evangelischen und 18 katholischen, 18 dissidentische Abgeordnete( es müßte nach dem Bekenntnisstand in Hessen 45 evangelische, 22 fatho­lische, 3 dissidentische sein). Protestantische Politik ist ein Gebot der Stunde, und der protestantische Staatsgedanke muß zu seinem Recht kommen, der mit konfessioneller Alleinherrschaft oder Vor­herrschaft nicht das mindeste zu tun hat, vielmehr volle Gerechtig­feit und wahre Parität übt und der Volksgemeinschaft dient.

In weiterer Auswirkung dieser Rückgänge hat das ver­gangene Rechnungsjahr bei der Biersteuer einen Ausfall von 76,8 Millionen gegenüber dem Voranschlag und nur 61,45 Mil­lionen RM.= 14,8 Prozent mehr als das vorangegangene Rechnungsjahr erbracht, trotz der Erhöhung der Steuersätze um 46 Prozent. Im Monat März sank der Mehrertrag sogar auf 6,3 Prozent und im Monat April auf 5,75 Prozent herab.

Wenn mit dem Fehlschlag der Biersteuererhöhung eine der letzten Hoffnungen, aus der überlasteten deutschen Wirtschaft neue Steuern herauspressen zu können, gescheitert ist, so weist diese Erfahrung um so zwingender auf den einzig möglichen Weg einer Sanierung der Finanzen, d. i. der Weg gründlicher Sparsamkeit und Reform.

Die Wahrung der evangelischen Belange in der hessischen Regierung.

Zu dieser Frage schreibt Die Wartburg", Deutsch- Evan­gelische Monatsschrift, Berlin, in ihrem Heft 5 in einem Artikel über die Verlegung des Pädagogischen Institutes von Darmstadt nach Mainz das folgende: Das lonfessionelle Zentrum braucht ja nur das Konfessionelle zu leugnen und die Koalitionsfrage zu stellen, und sein Wille geschieht. Immer wieder aber hält die Sozialdemokratie dem Zentrum den Steigbügel. Ganz natür­

Der Mittelstürmer von Hollywood.

Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 4. Fortsetzung.

Die Bautätigkeit im Jahre 1930.

Im Jahre 1930 wurden dem Wohnungsmarkt der deut­schen Groß- und Mittelstädte 162 000 Neuvohnungen zuge­führt und damit in diesen Städten die bis jetzt höchste Baulei stung erzielt. Das Ergebnis war um 13 v. H. höher als 1929 ( 143 00 000 neu errichtete Wohnungen) und um 27 v. H. höher als 1928( 128 000 Wohnungen). Seit 1919 wurden im ganzen 965 000 Wohnungen in den Städten mit über 50 000 Einwohnern fertiggestellt, denen ein Abgang von 31 000 Woh nungen gegenübersteht. Der Anteil der Neuwohnungen am Ge­samtwohnungsbestand beträgt damit in den Groß- und Mittel­städten am 1. 1. 1931 15,4 v. H. gegenüber 13,2 v. H. An­fang Januar 1930.

,, Das sind also die Jungens, die es schaffen können, was?" wiederholte er ironisch die Worte des Trainers. Dann fügte er mit einer überraschenden Weichheit in der Stimme hinzu: Es ist doch gut, daß es noch Leute gibt in dieser Stadt, die an diese Mannschaft glauben! Aber du glaubst ja alles, Kanonier, du gehörst zu denen, die nicht aussterben!"

Zu seinem Erstaunen merkte Richard, daß der Trainer, statt durch diese Zurechtweisung beleidigt zu sein, die Worte des Ma­nagers als Kompliment auffaßte.

Die Bauvollendungen des 1. Halbjahres 1930 zeigten bereits, daß die Tendenz der letzten Jahre, größere Wohnhäuser zu bauen, angehalten hat. Von 100 Wohnhäusern entfielen auf Mehrfamilienhäuser( mit 2 und mehr Wohnungen) 1930 73, 1929 69, 1928 64 und 1927 61. Jm Durchschnitt ent­hielt in den Groß- und Mittelstädten ein neuerstelltes Wohn­gebände Wohnungen:

Jawohl, Chef," sagte er mit Nachdruck und schlug zur Be­fräftigung die geballte Faust in die andere Handfläche ,,, mit einem Mittelstürmer, der unseren alten Teddy Lyon ersetzen fönnte, das wäre eine Mannschaft! Es sind zwar meistens Ein­heimische, und was sonst da ist, hat unseren Direktoren faum einen Pappenstiel gekostet aber ich sage noch einmal: mit einem Mittelstürmer, der was taugt, wäre das eine Mannschaft, mit der man Ehre einlegen kann! Wartet nur, ob ich nicht recht habe!" Und mit einem Grinsen in seinem ehrlichen Gesicht wie­derholte er: Gebt mir einen Mittelstürmer, und Ihr sollt die Mannschaft haben, von der Jhr träumt!"

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1920 1921

3,5

2,9

1924 1925

1922 2,8

1926

1923 3,0

1927

3,1 3,2 3,6 3,9

1928

4,0

.

4,4 1929 1930 4,9

Das Handwerk zur Arbeitslosenfrage.

Ueberstundenzuschläge für Mehrarbeit.

Nr. 43

Die gemeinsamen Ausschüsse für Gewerberecht und Ge­werbepolitik und für Sozialpolitik beim Deutschen Handwerks und Gewerbekammertag und beim Reichsverband des deutschen Handwerks hatten in ihrer Sitzung vom 27. April ds. Js. auch zu dem Gutachten der von der Reichsregierung eingesetzten Gut­achter- Kommission zur Arbeitslosenfrage Stellung genommen. In der Aussprache war darauf hingewiesen worden, daß die Ueberstundenzuschläge für Mehrarbeit in Höhe von 25 Prozent je nach der Größe des Betriebes einmal in der 41. und dann wieder in der 49. Wochenstunde beginnen würden. Die dadurch bedingte Unmöglichkeit einer einheitlichen Preisgestaltung im Handwerk verbiete auch aus diesen Zusammenhängen heraus die Einführung der beabsichtigten Verkürzung der Wochenarbeits zeit auf 40 Stunden.

Hand in Hand mit dieser Entwicklung ging die Verringe­Der rung der Wohnungsgröße nach der Zahl der Räume. Wohnungsbedarf der zahlungsfähigeren Wohnungssuchenden ist in der Hauptsache befriedigt, aber die Nachfrage nach kleine­ren( und billigen) Wohnungen ist immer noch groß. Die Einengung des verfügbaren Einkommens infolge der Wirtschafts­lage sowie die Verringerung der Familiengröße erschwerte eben­falls die Vermietung der größeren Wohnungen. Der Anteil der Kleinwohnungen nahm in den letzten Jahren ständig zu. Von 100 errichteten Wohnungen entfielen im Jahre 1927 1928 1929 1930

,, Nun, hier hast du deinen Mittelstürmer oder zumindest etwas, was danad) ausschaut," antwortete der Manager und ließ Kichern hören. Dieser junge dabei wieder sein trodenes Bursche", dabei zeigte er auf Marr ,,, ist zu mir gekommen und behauptet, daß er G. O. Smith, Bobby Mac Coll, Andrew Wilson und Harry Hampton in einer Person ist. Beinahe hätte er mich mit seinem Geschwätz eingewidelt. Immerhin, ich habe ihm ver­sprochen, daß er uns zeigen darf, was er kann. Gib einen Kasten, - wir müssen die vielen Kanonier, und was er sonst noch braucht- Internationalen, die in der Person dieses Herrn vereinigt sind, gut behandeln, sonst gehen sie uns weg oder beschweren sich bei den Direktoren."

auf Kleinwohnungen

( 1 bis 3 Wohnräume) 34,2 35,6 43,0 auf Mittelwohnungen

( 4 bis 6 Wohnräume)

62,6 60,4

auf Großwohnungen

3,2

49,4 53,8 48,2

( über 6 Wohnräume) 4,0 3,2 2,4 Mit Unterstützung aus öffentlichen Mitteln wurden 1930 88,2 v. H. sämtlicher erstellten Wohnungen in Wohn­gebäuden errichtet( 1929 86,8 v. H., 1928 86,1 v. H.), von den durch Neubau in Wohngebänden geschaffenen Woh­nungen 91,5 v. H.( 1929 90,3 v. H., 1928 89,8 v. H.).

Gamstag, den 30.2

Bon Mostau aus morfen und Kircher Kunstschäze find toolle Seiligtüme

Europa, du ftehi Reine Konferenz i belfen. Die Bra Sagen über ein Deu gefchleudert wurde Sentichland oder ande Mostau ausgesch Welt. Für sie lend der Völker arbe gteit geben ihnen immer taujendjähr fetilojen ist im Anm Genf noch herum üb nollen nicht sehen, d ren eigenen Toren

Wie uns nunmehr von Ministerialdirektor Schindler aus dem Preußischen Handelsministerium mitgeteilt wird, hat die Gutachter- Kommission zur Arbeitslosenfrage nicht daran ge dacht, die Ueberstundenzuschläge je nach der Größe des Betriebes einmal in der 41. bezw. dann wieder in der 49. Wochenstunde beginnen zu lassen. In der Gutachter- Kommission sei lediglich die Auffassung vertreten worden, daß die Ueberstundenzuschläge nur in der 49. Wochenstunde zu beginnen hätten.

fommen wir auf keinen grünen Zweig. Hier ist dein Schrank; da findest du alles, was du brauchst." Der freundliche Trainer ließ ihn allein, um zu seiner Massage zurückzukehren, und Marr hatte Gelegenheit, während er sich umzog, die Burschen ringsum zu studieren, die seine zukünftigen Gefährten sein würden, wenn er die Probe bestehen sollte.

, Kümmere dich nicht darum, was er sagt!" flüsterte der Trainer vertraulich Richard zu und führte den neuen Refruten durch die neugierig blidenden Spieler zu einem Schrank. ,, Sam gehört zu den besten in diesem Geschäft, wirklich, nur ist er immer schlecht aufgelegt. Er hat schwer mit seiner Verdauung zu tun und behauptet, daß er in seinem Leben noch nie etwas gegessen hat, ohne daß es ihm schlecht bekommen wäre. Ist es da ein Wunder, daß er jedem am liebsten den Kopf abbeißen möchte? Aber wie ich schon gesagt habe, du darfst keine Notiz nehmen von dem, was er sagt. Komisch ist bei Sam Hollister, daß er immer sehr viel redet, wenn ihm etwas besonders gut gefällt. Auch wenn er dabei flucht. Du mußt ihm gut gefallen, sonst würde er nicht so viele Worte verlieren! Run viel Glüd, mein Junge! Wie du gehört hast, brauchen wir einen Mittelstürmer, sonst

3wei Drittel der Wohnungsuchenden fallen aus!

So laut fie es fon bag fie gehört werden: Der überall frecher al Gamilien vergiften u an fein Familienglüc Tag der Gegenwart jo one Baterlandsliebe Kampjet alle, di eftet, um die heilige ndes, haltet Wacht beherrichten Trieb Brandfäulen an der Intenden Flammer often doch endlich briftliche Welt die Jugland im Often ju fraftvoller A menfcharen. Eur

In Uebereinstimmung mit Untersuchungsergebnissen über Wohnungsuchende, die vor einiger Zeit vom Syndikus Dr. Mahler( Berlin) für eine Reihe von Großstädten bekanntge geben wurden, ist nach einem Bericht des Oberbürgermeisters der Stadt Essen gelegentlich der Ausgabe von Mietberechtigungs farten festgestellt worden, daß rund zwei Drittel der in den Listen vorgemerkten 25 000 Familien als Wohnungsuchende aus fallen. Es wurden somit in Essen rund 16 000 Wohnung suchendenfälle unnüt bearbeitet. Die Eintragung der Woh nungsuchenden in die Liſten, deren Bearbeitung, laufende Fort schreibung usw. stellt somit eine erhebliche unproduktioe Be lastung der Wohnungsämter dar und bringt für die Woh nungsuchenden viel unnüze Mühen, Verdruß und Kosten mit sich.

Es war eine seltsame Zusammenstellung von jungen und älteren Leuten. Die Jugend herrschte vor, aber es waren wenig stens zwei Leute in der Gruppe, die nach Marrs Schätzung bei­nahe vierzig Jahre alt sein mußten, also vom Standpunkt des Berufsspielers bereits die Grenze des zulässigen Fußballalters überschritten haben während drei andere ungefähr Mitte der dreißig waren. Unter dem Rest waren sämtliche Altersstufen vertreten. Auf der anderen Seite des Raumes stand der Ma­nager im Gespräch mit dem Trainer und einem kleinen vierschrö­tigen Mann in einer roten Wolljacke. Marr bemerkte, wie der Manager auf ihn hinwies, und der Mann in der roten Woll­jade zustimmend mit dem Kopfe nickte.

Der Verbandspräsident des Ruhrkohlenbezirks hat in Richtlinien zur Wohnungsmangelordnung die Schließung der Wohnungsuchendenlisten, karteien oder dergl. angeordnet, ferner bestimmt, daß in Zukunft im ganzen Verbandsbezirk die Zahl der Wohnungsuchenden wie folgt zu ermitteln ist:

Der lettere, einer der beiden vierzigjährigen Veteranen, trat unter die Gruppe der Spieler und rief fröhlich wie ein Schul­junge: Fertig. Jungens? Dann können wir ja anfangen." Später hörte Marr, daß Ben Warriner, der den Spitznamen der ,, Kurze" führte, obwohl er seit zwanzig Jahren als Berufsspieler tätig war, nebst seiner Familie noch immer fein anderes Interesse im Leben hatte als das Fußballspiel. Er hatte sich in zahlreichen internationalen Gefechten ausgezeichnet, und doch rieb er sich jetzt freudestrahlend die Hände bei der Aussicht eines Trainings­wettspiels mit leeren Sitzen. Aber Warriners Enthusiasmus ebenso wie seine geradezu übernatürliche Energie waren schon lange sprichwörtlich geworden.

Als die beiden Trainingsmannschaften aufgestellt waren, be­merkte Did Marr, der im Zentrum der ,, blauen" Stürmer stand, daß der kleine vierschrötige Spieler, den er bei Nennung seines Namens sofort als einen berühmten alten Internationalen er fannt hatte, gegen ihn als Mittelläufer aufgestellt war. Jetzt verstand er, was das Gespräch zwischen dem Manager und War­riner bedeutet hatte: er sollte einer harten Probe unterworfen werden!

1. Von der Zahl der vorhandenen Haushaltungen ist die Zabl der vorhandenen Wohnungen abzuziehen;

2. Zu der zu 1 ermittelten Zahl( z. B. nach dem Stand vom 31. 12. 1929) ist die Summe der in einem bestimm ten Zeitraum( z. B. in der Zeit vom 1. 1. bis 31. 12. 1930) erfolgten Eheschließungen abzüglich 35 Prozent hin zuzuzählen.

3. Von der zu 2. ermittelten Zahl ist die Summe der in dem bestimten Zeitraum( z. B. in der Zeit vom 1. 1. bis 31. 12. 1930) bezugsfertig gewordenen Neubauwohnungen abzuziehen.

Hierbei stellen nach dem Bericht der Stadt Essen die nac 2 von der Zahl der Eheschließungen abzuziehenden 35 Prozent den Erfahrungssatz für den Ausfall derjenigen Haushaltungs vorstände als Wohnungsuchende dar, die keine selbständige Woh nung beanspruchen, weil sie ausreichend bei den Eltern wohner oder bereits eine Wohnung besitzen( Witwer und Witwen, and die nur die Ehe in Essen schließen, aber auswärts arbeite und auch dort den Hausstand gründen. Der Zugang an fro werdenden Wohnungen durch Todesfall, Wegzug usw. wurd nach dem Bericht von Essen ausgeglichen durch Abbruch vo Gebänden, Ausfall von Wohngebäuden durch Brand, Zuzug von auswärts usw.

Diese Aussicht schreckte ihn nicht, im Gegeneil, sie diente ihm als Ansporn. Marr erinnerte sich später nur ganz ungenau an dieses Versuchsspiel. Das einzige, was ihm nachher noch gewärtig blieb, war bloß, daß er sich vom Anfang bis zum Ende nicht ge­schont hatte. Er wußte, daß er eine Reihe harter, aber fairer 3weifämpfe mit dem kleinen, aber ungemein tüchtigen Trainer hatte, der eine wunderbare Schnelligkeit und Gelenfigkeit mit einer Entschlossenheit verband, die selbst seine eigene, in den Schatten stellte. Manchmal machte Did Fehler, dann erhaschte Warriner den Ball und hatte ihn auch schon seinem Angriff vorgelegt, bevor Did sich besinnen fonnte; doch es gelang ihm auch, seinen zähen Gegner hinter sich zu lassen und sich gegen das Tor zu durchzuarbeiten.

Das Glüd war mit ihm bei solchen Gelegenheiten, versuchte er sich einzureden, sonst wäre er nicht imstande gewesen, über einen Mann zu triumphieren, der, obgleich er nicht zu den Jüngsten zählte, noch immer einer der besten Mittelläufer in Lande war. Der Gedanke an das, was von diesem Versuch wettspiel abhing, hatte Marr bescheiden gemacht.

War es auch ein glücklicher Zufall, daß ihm gegen Ende des Spiels die große Chance winkte, auf die er in seinem Innem gehofft und sehnsüchtig gewartet hatte? Ein weiter Paß seiner eigenen Verteidiger setzte ihn in Bewegung. Jm Nu war er am Ball und stürmte auch schon vor. Warriner, der ihm wie ein Schatten auf den Fersen war, glitt beim Versuch, zu rempel aus, und der blaue Stürmer hatte freie Bahn vor sich. Geschi umspielte Marr einen gegnerischen Verteidiger, und während im rasenden Lauf wuchtig und zielsicher schoß, entging er um Haaresbreite einem Rempelversuch des zweiten Verteidigers.

Das Tor unhaltbar und mit der Präzision einer Gewebt fugel in der Nekede plaziert erschien den Hollywood- Leute wie eine Offenbarung. Es ist eine seltsame und beklagenswerte Tatsache, daß selbst die besten Stürmer heutzutage an einem Mangel an Schußvermögen franken. Dieses Tor, aus einem schwierigen Winkel und im rasenden Lauf geschossen, ließ den Hollywood- Leuten die Augen übergehen. Außer den Spielem gab es noch zwei Männer, denen die Ueberraschung, als sie s Tor sahen, die Fassung genommen hatte. Der eine hieß Sama Hollister, und der andere war ,, Kanonier" Sage, der Trainer ,, Nun, was hältst du davon?" grunzte der Manager. ..Sieht beinahe so aus, als wenn der heilige Nikolaus uns den Mittelstürmer bescheret hätte, auf den wir solange gewarte haben!" antwortete der Kanonier". Aber hier kommt x , Kurze, frag' ihn!"

Warriners Meinung war kurz und bündig. Halt ihn i bevor die anderen ihn schnappen. Biete ihm die halbe Erde die Kronjuwelen als Zugabe, aber lasse ihn nicht mehr fort! Fortsetzung folgt.

Humor.

Das Elektrizitätswerk bringt es an den Tag.

Du bist so niedergeschlagen lieber Freund. Hast du erge gehabt?

Ich habe meiner Frau, die im vorigen Monat verreist m erzählt, daß ich jeden Abend zu Hause gewesen sei. Heute ta die Lichtrechnung: fünfundachtzig Pfennig!"

Tit- Bits

Er hat auch recht. ,, Was für eine Strafe steht auf Bigamie?" 3wei Schwiegermütter!" antwortete der Kandidat.

Wiedersehensfeier

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