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Mittwoch, den 27. Mai 1931.

20 Millionen Minder- Ertrag aus der Mineralwasser­

steuer!

Entgegen dem Voranschlag von 35 Millionen RM. hat mit Abschluß des Rechnungsjahres 1930-31 die Mineralwassersteuer nur 15 037 218,85 RM. erbracht. Dieses Ergebnis deckt sich mit dem seit der Geltungszeit dieser Sonderbelastung eingetre­tenen 60prozentigen Absatzvüdgang in natürlichen und künstlichen Mineralwässern. Die Kosten für die dadurch erhöhte Arbeits­losigkeit, die Ausfälle auf anderen Steuergebieten in der Mi­neralwasser- Industrie und vieles andere übertreffen bei wei­tem das erzielte Steueraufkommen.

Diese traurige Tatsache dürfte dem Steuerausschuß des Reichstages Veranlassung geben sich bei nächster Gelegenheit mit den vorliegen 8 Aufhebungsanträgen zu beschäftigen. AM.

Hessischer Sparkassen- und Giroverband.

Die diesjährige Hauptversammlung des Hessischen Spar­kassen- und Giroverbandes fand, vor einigen Tagen in Alzey statt. Zu der Hauptversammlung waren von seiten des Deut­schen Sparkassen- und Giroverbandes die Herren Präsident Dr. Kleiner und Direktor Cremer erschienen. Ferner waren die Nach barverbände durch die Herren Präsidenten Neuffer- Stuttgart, Di­reftor Walter- Mannheim, Direktor Stähler- Kaiserslautern, Di­reftor Hartmann- Wiesbaden vertreten. Für die Kommunale Landesbank waren die Herren Oberbürgermeister Granzin- Offen­bach, Direktor Loy- Darmstadt, für den Hessischen Landgemeinde­tag Herr Bürgermeister Alexander- Gonsenheim anwesend. Herr Justizrat Dr. Reh nahm vor Eintritt in die Tagesordnung noch­mals Veranlassung, der Stadt und der Kreissparkasse Alzen zu danken und in erster Linie die anwesenden Regierungsvertreter Herrn Oberregierungsrat Kuhn vom Ministerium des Innern, Darmstadt, und Herrn Kreisdirektor Draudt- Alzen sowie ferner die Gäste zu begrüßen. Namens des Herrn Hessischen Minister des Innern überbrachte Herr Oberregierungsrat Kuhn Grüße und wünschte den Verhandlungen einen gedeihlichen Verlauf. Für die Gäste sprach Worte des Dantes Herr Präsident Dr. Kleiner- Berlin.

Auf der Tagesordnung stand in erster Linie der Geschäfts­bericht des Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes, den der Verbandsvorsitzende erstattet. Die Verbandsrechnung für 1930 wurde debattelos genehmigt. Den Bericht über das Geschäfts­ergebnis der Gemeinschaftsbank( Landeskommunalbank- Girozen trale für Hessen) erstattet in einem ausführlichen Referat Herr Direktor Henkel, Alsdann hielt Herr Präsident Dr. Kleiner einen interessanten Vortrag über ,, Die Geschichte und Entwicke­lung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes", dem sich ein ergänzender Vortrag des Herrn Justizrat Dr. Reh über ,, Die Geschichte und Entwickelung des Hessischen Sparkassen- und Giro­verbandes" anschloß.

Aus dem Bericht des Herrn Verbandsvorsitzenden waren vor allem die Mitteilungen über die Entwicklung der Spareinlagen bei den hessischen Sparkassen im abgelaufenen Jahr von Inter= esse. Die Spareinlagen haben sich danach in 1930 um 34,8 Mil­lionen RM. auf 238,6 Millionen RM, erhöht. Einschließlich der Giro- und Depositengelder verwalteten die hessischen Sparkassen Ende vorigen Jahres insgesamt 271 Millionen RM., womit 57,63 Prozent des Vorkriegstandes erreicht sind.

Lokales.

Der Voranschlag der Provinz Oberhessen. Der Provinziallandtag wird in seiner diesjährigen ordent­lichen Sigung am 6. Juni in Gießen den Voranschlag für die Provinz Oberhessen für 1931 zu beraten haben. Der Voran­schlag für 1931 schließt in Einnahmen und Ausgaben mit je 4 639 800 Mr., gegen 4074 810 Mt. im Vorjahre ab. Davon entfallen auf die Betriebsrechnung insgesamt 4 306 500 Mt. ( 3 773 716 Mt. im Vorj)., auf die Vermögensrechnung 333 300 Mt.( im Vorjahre 301 094 Mr.).

Erinnerungen an die Besatzungszeit.

Auf die Erklärung des französischen Generals Guilleau­mat im Journal betreffs des liebenswürdigen Entgegen­tommens der Mainzer Bevölkerung, bringe ich nachstehen­des Erlebnis, das auch gleichzeitig die guten Erinnerungen widerspiegelt, die die französische Besatzung bei uns hinterließ.

,, Gießener Zeitung"

* Stadttheater. Heute abend als letzte Vorstellung im Mitt­woch- Abonnement die beiden Werke ,, Die schöne Galathée" und ,, Brüderlein fein". Wir weisen unsere Leser zeitig auf die am Samstag abend stattfindende Benefizvorstellung hin. Zur Aufführung gelangt unter der Spielleitung von Heinrich Hub der Schwank ,, Lumpenparadies". Der Reinertrag ist für das Solo- Ensemble.

* Verlust eines Dienstausweises. Der Dienstausweis Nr. 42 des Polizeihauptwachtmeisters Kail Böcher ist in der Nacht vom 15. auf 16. ds. Mts. in hiesiger Stadt verloren gegangen. Dieser Personalausweis berechtigte gleichzeitig zum Führen von Schußwaffen und war von dem Polizeiamt Gießen ausgestellt. Er wird hiermit für ungültig erklärt. Böcher ist ein neuer Dienstausweis, der die Nr. 91 trägt, ausgestellt.

Es war am Anfang der separatistischen Bewegung. Die ver­schiedenen Drudereien, die sich mit der Herstellung von Notgeld befaßten, mußten am Morgen feststellen, daß das zur Ablieferung bereit lagernde Geld, in der Nacht geraubt war Der Verdacht fiel auf die Separatisten und man war gezwungen, da man sich auf die Unterstützung der Franzosen wenig oder garnicht ver lassen konnte, einen Selbstschutz zu organisieren. Der Schutz er= streckte sich nur auf die Bewachung des Geldes und war seitens der deutschen Behörde, der Gewerkschaften und der Mainzer Ge­schäftswelt finanziert. Die Verteilung der Wache in der betref= fenden Nacht erstreckte sich auf die Druckereien des Mainzer An­zeigers und der Mainzer Tageszeitung, und die jeweilige Stärke betrug circa 50 Mann. Da Belagerungszustand herrschte, und nach 9 Uhr fein Mensch mehr auf die Straße durfte, stellten wir uns rechtzeitig auf unserem angewiesenen Posten ein. Man einigte sich auf eine vierköpfige Wache, die stundenweise abgelöst wurde und Posten an dem großen Eingangstor bezog. Die übri­gen machten es sich in den anschließenden Räumen gemütlich, spiel­ten Karten oder lasen, und warteten auf die kommenden Dinge, die sich abspielen sollten. Schon in der ersten Stunde meldete uns der Posten, daß sich dem Eingangstor gegenüber zwei Gestalten bemerkbar machten, die in ihrem Aeußeren den französischen Ge­heimpolizisten verrieten. Nachdem die Spitzel genügend ausge fundschaftet, verschwanden dieselben. Man war noch mehr auf dem Damm, um gegen alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Eine halbe Stunde war verflossen, als man auf der Straße den Anmarsch französischen Militärs hörte. Ein turzes Kommando und die Truppen verteilten sich längs der Häuserfront und stell­ten das Hauptfontingent vor das Drudereigebäude. Gewehr­folben donnerten gegen das Tor und der Ruf ,, Aufmachen, die französische Polizei ist da" erscholl. Da wir uns über die Ver­haltungsmaßnahmen erst unterhielten und Waffen, wie große Schraubenschlüssel und Eisenstangen verschwinden lassen mußten, dauerte es eine geraume Weile, bis wir der französischen Auf­forderung näher treten konnten. Als wir beim zweiten und drit: ten Ruf noch nicht öffneten, übernahmen die Franzosen diese Arbeit und schlugen das Tor ein. Drangen in das Gebäude, voran die Geheimpolizisten mit vorgehaltenem Revolver, an­schließend die Soldatesta mit aufgepflanztem Seitengewehr. Mit dem Ruf Hände hoch, oder wir schießen" durchsuchten sie das Gebäude und jagten jeden Antreffenden auf die Straße. Vom Hof zur Straße hatte man eine Durchlaufstraße postiert und jeder

Schöffengericht. Wegen Veruntreuung in mehreren Fällen wurde ein auswärtiger Landmann zu 4 Monaten Gefängnis bei 5jähriger Bewährungsfrist verurteilt.- Wegen fahrlässiger Tötung hatte sich ein Lastkraftwagenführer zu verantworten. Die Schuldfrage wurde bejaht und der Angeklagte mit 2 Monaten Gefängnis bestraft.

*

Flugübungsstelle. Auf dem Flughafen ist von dem Gieße­ner Verein für Luftfahrt eine, Flugübungsstelle" errichtet wor den, in der die Schulung von Flugschülern erfolgt. Zur Aus­bildung stehen ein Klemm- Flugzeug und ein Schwalbe- Doppel­decker Raab- Kazensteinscher Konstruktion zur Verfügung.

* Die hessischen Gemeindebeamten tagen. Der diesjährige Vertretertag der Gewerkschaft hessischer Gemeindebeamten findet am 31. Mai in Alzey in Rheinhessen statt. Von einer offiziellen Veranstaltung ist Abstand genommen worden. Auf der Tages= ordnung stehen neben der Abnahme des Geschäfts- und Kassen­berichts, Referate über die Einführung einer Stellenlosenunter­stützung für kommunale Angestellte. Besonderes Interesse wird die Behandlung des Versicherungsgesetzes für gemeindliche Be­amte finden. Zur Zeit liegt dem Gesetzgebungsausschuß des Hessischen Landtags ein Antrag auf Abänderung dieses Ge­setzes vor.

* Kündigung der verheirateten Beamtinnen. Wie der ,, Schulbote für Hessen", das Organ der Hessischen Landeslehrer­vereine, mitteilt, werde sich nach einer Erklärung des Vorsitzen­den der Elferkommission des Reichstags, des früheren Reichs­arbeitsministers Braun, die Reichsregierung wahrscheinlich die Vorschläge der Kommissionsminderheit zu eigen machen. In dem Gutachten über die Doppelverdiener habe ein Teil der Mitglie­der der Kommission die Forderung aufgestellt, den verheirateten Beamtinnen durch Bereitstellung von Abfindungen den Anreiz zum freiwilligen Ausscheiden zu geben. Die von der Reichs­regierung gutgeheißene und zur Durchführung geplante Forde­rung der Minderheit geht dahin, sämtliche verheirateten Beam­tinnen und Lehrerinnen im Wege der Notverordnung unter Ge­währung einer Abfindung sofort zu entlassen. Die Reichsregie­rung beabsichtige jedes Mittel zur Anwendung zu bringen, das geeignet ist, Arbeitsplätze frei zu machen. Man müsse sich also mit dem Gedanken vertraut machen, daß die verheirateten Beam­tinnen und Lehrerinnen noch im Laufe dieses Jahres ihre Stellung verlieren werden. Dabei handle es sich nicht nur um Beamtinnen der Reichsbehörden. Auch diejenigen der Länder und Gemeinden sowie der Reichspost und der Reichsbahn werden sich auf Kündigung gefaßt machen müssen. Wie verlautet, sollen auch die Gewerkschaften den Plan der Reichsregierung, betref= fend Kündigung der verheirateten weiblichen Angestellten in Privatbetrieben, unterstützen, besonders insoweit es sich um ver­heiratete weibliche Angestellte handelt, die als Doppelverdiener in Betracht kommen.

* Rotkreuztag 1931. Am Sonntag, dem 14. Juni, findet wie alljährlich in ganz Deutschland der Rotkreuztag statt, bei dem eine Straßen- und Haussammlung( letztere Anfang Juni beginnend) veranstaltet wird.

* Vertreterversammlung des Hessischen Landgemeindetages. Die 11. Vertreterversammlung des Hessischen Landgemeindetages

Nr. 42

findet am 1. Juni in Dieburg im Gasthaus ,, Mainzer Hof" statt. Die Tagesordnung sieht neben den geschäftlichen Angelegenheiten ein Referat von D. Dr. Gerefe, M. d. R., Präsident des Deut­schen Landgemeindetages über ,, Wünsche und Sorgen der Land­gemeinden" vor.

* Schafflers Wettervorhersage für Juni 1931. Die ersten Junitage werden voraussichtlich meist fühles, veränderliches Wetter bringen. Dann rasch heiter, warm, gewitterig. Ende der ersten Woche starkes Sinken der Nachttemperaturen, tags­über trüb, regnerisch. Darauf durch Zustrom von warmer Luft und erhöhte Sonneneinstrahlung rasches und kräftiges Ansteigen der Temperatur, Gewitter. Um den 18. Juni ungünstig, Regen, Gewitter, stellenweise Hagelgewitter. Sommerbeginn schön, sehr warm, troden, Hagelgefahr. Wetterlage anhaltend is Ende des Monats.

Einschränkung der Lehrbücher.

Nicht in Hessen, sondern in Preußen soll die Zahl der Lehr­bücher eingeschränkt werden durch ciren Erlaß an die dortigen Provinzialschulkollegien. Die in Betracht lommenden Eltern werden sich sicher über diese Enilastung, die in der jetzigen Not­zeit sehr nötig ist, sehr freuen.

Herauslaufende mußte durch diese Ausstellung Spießruten laufen. Daß es hierbei nicht zart abging, sondern der Durchlaufende mit einem Kolbenstoß, Schlag auf den Kopf oder Tritt ins Gesäß trattiert wurde, gehört zu den Liebenswürdigkeiten, die bei uns in so angenehmer Erinnerung stehen. Nicht vergessen möchte ich, daß das Herauslaufen auf die Straße mit Hände hoch" geschah, und in der gleichen Verfassung wurde man dort in Reihe und Glied sortiert. Ein Chargierter empfing mich mit dem Rus: ,, Haben Sie Waffen", ich verneinte und wurde sofort einer ein­gehenden Leibesvisitation unterzogen. Als man nichts Belasten­des bei mir vorfand, war man so gnädig, mein in der Tasche befindliches Frühstücsbrot in die benachbarte Grünanlage zu schleudern und meinen Tabatsbeutel an den Boden zu entleeren. Immer noch mit Hände hoch" standen wir da, bis sich mittler­weile von den 50 Mann 39 eingefunden hatten. Die übrigen waren so gut versteckt, daß die Franzosen vorerst das Suchen ein­stellten. Unterdessen mochten wir circa 1 Stunde mit Hände hoch" auf der Straße gestanden haben. Armmüdigkeiten stellten sich erwartungsgemäß ein, aber wehe, wenn Einer nur versuchte die Arme trumm zu machen, oder gar herab fallen ließ, ein Kolbenstoß oder Schlag mit einem Gummifnüppel belehrte ihn, daß das Hände- gegen- Himmel- streden immer noch vorzuziehen war. Endlich machte man Anstalten zum Abtransport. Eine größere Wache wurde zurückgelassen, die übrigen Truppen_ver= teilten sich links und rechts flantierend, außerdem an der Spize und dem Schluß der Abteilung. Der chargierte Dolmetscher über­nahm das Kommando, und mit Hände hoch" ertlang das Kom­mando( auf deutsch) ,, Marsch". Wir marschierten zu der 5 Minu­ten entfernten Prinz- Karl- Kaserne. Auf dem Wege dorthin spielte sich der Dolmetscher wie ein Berserker auf, brüllte, Pa­rademarsch", und wehe, wenn die Beine nicht bis zur Nasenspitze flogen, ein Kolbenschlag oder Tritt ins Gesäß quittierte dankend. Ausrufe wie ,, deutsches Schwein"," Boches" und Hättet ihr die Hände 1914 schon in die Luft gestredt, wäre euch das Alles er­spart geblieben", zeugte von dem guten Einvernehmen, das zwi­schen Besatzung und Bevölkerung herrschte. In der Kaserne ange­tommen, unterzog man uns auf dem Hof einer nochmaligen Leibesvisitation, besonders scharf nahm man die Personalaus weise unter die Lupe, da man französischerseits befürchtete, daß sich Leute aus dem unbesetzten Gebiete darunter befanden. 3wi­schen der Visitation hatte man nochmals das Drudereigebäude durchsuchen lassen und überbrachte die ursprünglich nicht auf­findbaren 11 Mann. Nachdem man auch diese Leute eingehend verhört und untersucht, war unser Bleiben in der Prinz- Karl­Kaserne nicht länger. Ganze Abteilung fehrt", und im Gleich Schritt, immer noch mit Hände hoch, marschierten wir durch die Münsterstraße, um das Bahnhofsrondell über die Kaiserstraße, Richtung Christuskirche. Es war schon Mitternacht geworden, die Straßen waren dadurch. daß nach 9 Uhr abends niemand mehr die Straße passieren durfte, wie ausgestorben. Nur eine Pa­trouille Spahis auf Pferden begegnete unserem Zuge. Der die

Aus Nah und Fern.

Sch.

Holzheim. Der Beigeordnete Grieb hat sein Amt nieder­gelegt. Da bekanntlich die Bürgermeisterwahl für ungültig er­klärt wurde, ist mit der Wahrnehmung der Bürgermeistereige­schäfte das Gemeinderatsmitglied Karl Zeiß beauftragt worden. Langd. Bei der hiesigen Bürgermeisterwahl wurde der seit­herige Bürgermeister Rudolf Fritz wiedergewählt.

Schotten. Der Kreisausschuß des Kreises Schotten hat in seiner am 21. Mai stattgefundenen Sitzung beschlossen, dem Ge­samtverein des Vogelsberger Höhenclubs aus Anlaß seines 50­jährigen Bestehens eine Jubiläumsgabe im Betrage von Zwei­tausend Mark zum Zwecke der Förderung der Heimatpflege und Jugendbewegung zu überreichen.

Lauterbach. Hier wurde in eine Wohnung, deren Inhaber sich in dem hinter dem Haus befindlichen Garten aufhielten, ein Einbruch verübt, wobei dem Spizbuben Schmucksachen im Wert von etwa 1000 Mark in die Hände fielen.

Wölfersheim. Wie die Verwaltung der Hefrag uns mit­teilt, ist der Beschluß, die Wölfersheimer Betriebe am 1. Juli stillzulegen, rückgängig gemacht worden. Der Gesamtbetrieb soll vorerst weitergeführt werden.

Weilburg. Mit Unterstützung der Stadtverwaltung hat der Museumsverein unter Leitung des Bürgermeisters a. D. Kart­haus das Heimatmuseum neu eingerichtet und wesentlich er­weitert.

Hessische Missionskonferez.

Mittwoch, den 27

Trok glühender ajdem Sportplatz Bauer eingefunden,

erpotal des Leibdr angsjeft in diesen T jante Kampfe. Ge adh feine Mannschaf idgezogen hatte. 2 inttionierte die Org en Zuschauern herge arzen Pausen waren angenialzaer Drago peimal 10 Minuten

Am 3. und 4. Juni gedenkt die Hessische Missionskonferenz ihre Hauptversammlung in Auerbach a. d. B. zu halten. Diese Freie Vereinigung von Missionsarbeiten und freuden der Hei­mat hat sich die Erforschung der Missionsgeschichte und die wis­senschaftliche Behandlung der brennenden allgemeinen weiffton fragen unserer Zeit zur Aufgabe gesetzt. Die Vorträge der dies­maligen Tagung dürften von ganz besonders starker Anziehungs­kraft sein.

Pfingsttagung des Weinheimer SC.

Der Weinheimer SC., welcher die Corps an den Technischen Hochschulen und Bergakademien Deutschlands umfaßt, hielt in diesen Tagen auf der ihm gehörenden Wachenburg bei Wein­heim a. d. B. seine Tagung ab. Vorträge von A. E. Günther. und Dipl.- Ing. Gerloff Saxonia- Berlin über die volksgeschicht­lichen Grundlagen des Corpsgedankens und die Mitarbeit an der Erneuerung Deutschlands fanden starken Widerhall, der sich in grundlegenden Beschlüssen der Tagung bedeutungsvoll aus­wirkte.

BiR, Buz Die Butzbacher li or dem Tor reichlich Führung und hielt Schlug, in der der Spielaufbau die Bef en 1900 tamen fie

Abteilung führende Dolmetscher brachte jedoch Abwechselung in die Stille. Er schien eine besondere Vorliebe für den Parade­marsch zu haben, denn immer wieder ertönte das Kommando: ., Parademarsch". Höher die Beine, bis an den Kragen, und wuchtig dröhnten die Stiefel der 50 auf das Pflaster. Ein in den 50er Jahren stehender, ergrauter Mann, der den Drill nicht so exatt mitmachen konnte, hatte unter der Schikane des Ab­teilungsführers besonders zu leiden. Du alter Hund, warum bleibst du nicht zu Hause in deinem Bett, ich gebe dir Kaiser und König", und flatsch sauste der Knüppel dem Manne über den Kopf. Durch die Ruhestörung wurden die Anwohner der Kaijer­straße aus dem Schlaf geschüttelt, Fenster flogen auf und Lichter gingen an. Schließen Sie schleunigst die Fenster, oder wir schießen!" rief der Dolmetscher, und beseitigte so unliebsame Zeus gen. Ein anderer Mann, der auf die Dauer auch nicht die Hände hoch halten konnte, verspürte französische Liebenswürdigkeiten in der Form, daß man ihm mit einem Kolbenschlag die eine Gesichts­hälfte entstellte. Unter diesen Eindrüden waren wir inzwischen am französischen Militärgefängnis angekommen. ,, Ganze Ab­teilung halt, links um". Wir standen mit dem Gesicht zum Ein­gangstor. Eine kurze Unterhaltung in Französisch, und mit furzem Abstand, jeweils 4 Mann, mußten wir den Eingang paj= fieren. Ein angenehmer Empfang wurde uns drinnen zuteil, cine Corona Soldaten verschiedener Truppengattungen lehrte uns französische Kultur, indem sie uns mit Schlägen ins Gesicht, in den Leib und mit Fußtritten behandelte. Wir flüchteten in die bereits offenstehenden Zellen, Widerstand leisten, wäre Wahn sinn gewesen. Als hinter uns die Zelle zugeworfen wurde, stellte ich fest, daß wir mit 9 Männer einen Raum benutzten, der für einen Gefangenen geschaffen war. Die allseits in den Zellen einsetzende Unterhaltung wurde durch den Ruf ,, Ruhe jetzt" bald unterbun den. Man versuchte, soweit wie es die Möglichkeit erlaubte, zu schlafen. Für auf den Boden zu legen genügte der Platz für 9 Mann nicht. Mit dem Rücken gegen die Wand sitzend, die Anie angezogen, saßen wir im Halbschlummer gegenüber. Plöz­lich erwachte ich aus meinem Dösen. Aus der gegenüberliegen den Zelle hörte ich Schreien und das Einschlagen eines Gegen standes auf einen Menschen. Verzweifelt rief eine Stimme: Jah protestiere gegen diese Behandlung, ich bin deutscher Polizei­beamter!" Weiter wurde auf den Erbarmungswürdigen geschla gen und höhnend klang dazwischen: ein deutsches Schwein bist du". An Ruhen war jetzt nicht mehr zu denken, die ganze Ge sellschaft war sichtlich erregt. Durch den am Abend genossenen Kaffee machte sich bei Verschiedenen ein Bedürfnis bemerkbar, aber wohin, nirgends bot sich in der Zelle die Gelegenheit, diese Notdurft zu verrichten. Guter Rat war teuer. In der Not halfen wir uns dadurch, daß wir uns von einem Mitgefangenen einen Reitstiefel liehen, diesen als Potchambre benutzten und jeweils den Inhalt durch das offen stehende Oberlicht gossen.

( Fortsetzung folgt.)

FV. Oders

3wei völlig gleid hartnädigen Kampf ein. Dann drüdte D gleich. Als in der Weglar zum 2. Tor

FB. Odersh Odershaujen hat machte ich diese auc fannschaft sonst ge Minute fiel das erst

Der Fußball- Li ging vor 45 000 3uj Im Meisterschaf Berlin jiegte Müch Die Deutschland er Länderwertung b

L. Feiertag:

Frohnhausen Dillenburg Herbornjeelbad

Sechshelden Altenkirchen Langenhahn Burg- Bider

Straßebersbad

Dillenburg 3.

Feiertag:

Burg- Bar

Allendorf Herbornseelba Wifenbach

Offenbach

Haiger 2.

Εδεττούσας

Dillenburg

Dillenburg

Sechshelder

Dillenburg

Wiffenbach

Herborn Ja

1. Feiertag:

Alsfeld 06­Lauterbach­Schlitz- Gel Salzschlirf Leujel A1 Hopfgarten J Feiertag: Hersfeld- D Landenhausen Salzschlirf Alsfeld 1. Jg

Salzichlirf 3g

1 Feiertag:

6

Weilburg Laubach 1. Ehringshausen

Ehringshausen

Steinberg 1.

Wiejed 1.­

Grünberg 1. Laubach 2. Wiejed 2.

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MERC

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VERKAUFS