Mittwod), den 26. August 1931.
Der zum öftertei M. ernannte Frie Vornahme fonjular gelassen worden. -Neuerdings we em Jahre 1908 aus 15 gejetten Scheinen ichidter Weise umger ug geglüdt. Enternehmen nicht in uszuzahlen und statt ies eine Verschiebung äufig feine Lohnite Ermäßigung der Einfo
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Eerstraße, non Wilhelm dringlichen Arbeiten a den 28. August 1981, 32 s 5 Uhr nachmittags, i er Art gesperrt. Um Ludwigstraße und Richtung. Den An ngt Folge zu leisten geteilt vom Oberhe Gießen. Im Zuge) M. Gießen- k 0 Uhr bis 15 Uhr, gesperrt. Umleit Sronau Rendel, ber Bad Homburg
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„ Gießener Seitung"
Turnen, Sport und Spiel.
Ergebnisse aus dem Bezirk.
Gau Gießen- Wetzlar.
Weylar SV
1900 Gießen 2: 4( 1: 2) Freitag Weylar SV. 1.- Frohnhausen 1. 4: 1
Bissenberg Löhnberg Nauborn
Burgsolms
Ehringshausen 2: 3( 2: 0) n. Verl., Pokalsp. Weilburg 2: 1( 1: 0) n. Verl., Pokalspiel Hermannstein 5: 0( 1: 0) Pokalspiel
Schwalbad) 6: 1( 3: 1) Potalspiel 1900 Gießen 2. Weylar SV. 2. 3: 1( 2: 1) VfB. Gießen 2. Nieder- Weisel 10: 2( 6: 0) Laubach 1. Ettingshausen 1. 0: 2( 0: 1) Lollar 1. Garbenteich 1. 12: 1
Daubringen Quedborn 4: 2( 2: 2) Großen- Bused
Burgfolms 2.
Leihgestern 8: 1( 3: 1)
SC. Niedergirmes 2. 4: 1
1900 Gießen 3.( Lehrm.) Wetzlar SV. 3. 6: 1( 2: 0)
Allendorf Stodhausen 3: 3( 1: 0)
Stockhausen Holzhausen 3: 3
Lich 1. Steinbach 1: 0( 0: 0)
Lollar 2. Bieber 1. 5: 2
1900 Gießen 4. Wetzlar SV. 4, 3: 0( 2: 0)
Löhnberg 2.- Niedershausen 1. 1: 3( 1: 1)
Albshausen 1. Dutenhofen 1.
Stodhausen 2. 9: 0 Biskirchen 2. 8: 2
Nieder- Weisel 1. Jgd. 10: 1( 5: 0) BfB. Gießen 2. Jgd. 1: 3( 1: 0) Leun 1. Jgd. 3: 1 Büblingshausen Jgd. 0: 1 Lich Jgd. 1: 3( 0: 1) VfB. Gießen Sch. 1: 1( 0: 0) Gießen 2. Sch. 3: 0 Braunfels Sch. 3: 2
1900 Gießen 2. Jgd. 1900 Gießen 3. Jgd. Wetzlar SpV. 2. Jgd. Burgjolms Jgd. Ettingshausen Jgd. 1900 Gießen Sch. Lollar Sch. VB. Burgsolms Sch. VfR Butzbach Sch.
Rotweiß Ostheim Sch. 1: 0 VfB. Gießen 2. Sch.- Wiesed 2. Sch. 0: 1 Handballergebnisse:
A- KI.: VfL Wetzlar 2.-TV. Allendorf 1. 6: 1( 2: 1) TV. Treis TV. Münchholzhausen 2: 5( 1: 2) Polizei Butzbach 2. TV. Pohlgöns 1, 0: 5( 0: 2) TuSpV. Butzbach 2. TV. Niedermörlen 1. 0: 6( 0: 2) TV. Lich Jgd. TV. Niedergirmes Jgd. 2: 0( 1: 0) Gau Marburg.
VfB. Kurhessen Marburg Odershausen 1: 1( 0: 1) Ga. Germania Marburg Hessen 09 Kassel 5: 4( 0: 1) Cölbe 1. Wetter 1. 2: 2( 2: 1) Pokalspiel, C. durch Los Sieger.
Wehrda 1. Caldern 1. Langenstein Hartenrod Cappel 1.
Sarnau 1. 2: 1 n. Verl ,, Pokalspiel
Marbach 1. 2: 4 Pokalspiel Kirchhain 1: 3 Pokalspiel Günterod 6: 0 Pokalspiel
VfB.-K. Marburg 2. VfB.-K. nicht angetr. Bottenhorn Wiesenbach 6: 3
Breidenstein Breidenbach 1: 8( 0: 4) Laasphe 2: 2
Banfe
Frankenberg 1. Gemünden 1. 3: 0 VfB.-K. Marburg 3. Bürgeln 2. 7: 1 Frankenberg 2. Willersdorf 1. 1: 2 Roda 1. Mellnau 1. 6: 1
Roda 2. Mellnau 2 2: 3
--
Edelshausen 1. Hesselbach 1. 4: 1( 2: 1) Edelshausen 2. Hesselbach 2. 5: 6( 4: 1) Wallau 2.- Friedensdorf 1. 3: 3( 2: 3) Herbertshausen 1.— Feudingen 2. 1: 6 Blagweihe in Frohnhausen bei Gladenbach:
Gladenbach 1. Dernbach 1. 4: 4 Runzhausen Mornshausen a. D. 1: 5 Sinkershausen Frohnhausen b. 61. 2: 3
VfB.-K. Marburg 1. Jgd.- Germania Mrbrg. 1. Jgd. 2: 1 VfB.-K. Marburg 2. Jgd.-Lohra 1. Jgd. 3: 2 Frankenberg Jgd. Sarnau Jgd. 7: 3
Cappel Jgd. Holzhausen Jgd. 1: 0( 0: 0)
Dillenburg 1.
Sechshelden 1.
Würgendorf 1.
-
Gau Dill
Hachenburg 1. 4: 3( 3: 0)
Sinn 1. 4: 3( 3: 2) Potalspiel Haiger 1. 0: 4
Fleisbach Herborn 4: 2
Weidelbach
Offdilln 1.
Holzhausen 1: 3
Langenaubach 1: 3
Wissenbach Donsbach 3: 1
Ober- Roßbach Straßebersbach 1: 2 Burg 1. Herbornseelbach 2: 2( abgebr.)
Stein mußte am 24. November 1808 dem Dienst entsagen, am Preußen und flüchtete zunächst nach Desterreich.
ingereichte Dentichrift e 16. Dezember erfolgte seine Aechtung durch Napoleon; er verließ
ganders mit dem Ka och mehr! Was fann enden, lentiamen, weib raftlosen und rule
Alle edlen Herzen sind durch Ihre Verbannung noch fester en Sie geschlossen" schrieb ihm Gneisenau, und er hatte damit die Gedanken des ganzen Volkes ausgesprochen.
eben des ersteren in fenau für Preußens und damit für Deutschlands Erneuerung
ucht, um Preußen gan
er Treulosigkeit, die fe eit, die auch den elend
Das dienstliche Zusammenarbeiten zwischen Stein und Gneiendete mit Steins Rüdtritt, aber es fonnte ja nicht anders sein, als daß beide außerdienstlich im steten Verkehr blieben, bis die Stunde zu neuer gemeinsamer Arbeit geschlagen hatte
Napoleon die ursprüng leon ausbrach, da faßte Gneisenau den Plan, in Preußen den
Bedingungen verscho
Als ,, anno neun" der Krieg zwischen Desterreich und NapoAbschied zu nehmen, um in Desterreich eine preußische Legion zu bilden. Er wollte alle aus Preußen stammenden Kräfte zu einem großen Unternehmen zusammenfassen, das zugleich in dem
Beschränkung des Haugenblicklichen Kampf ein Gewicht in die Wagschale warf und
dhon früher willkürlid en gefteigert. Er forde Fejtungen Eine M Bedingung aufgestellt bezeichnende Befehl Rapp damals gab: pas, qu'ils lèvent la tê Kopf heben tönnen; c
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ngewöhnt! In di
den Zusammenhang mit dem erhofften zukünftigen Beitritt Preußens offenhielt. Diese Legion" sollte aus preußischen, nicht in Dienst befindlichen Offizieren und Soldaten bestehen, die alle im Augenblick der preußischen Kriegserklärung ohne weiteres Preußen zurücktreten dürften. Gneisenau hat diese Idee dem damals in Prag lebenden Reichsfreiherrn vom Stein mitgeteilt; er war von dem Plane ganz entzüdt und forderte ihn auf zu lommen, doch zerschlugen sich die Verhandlungen mit dem öster
iherrn vom Stein gedreichischen Kriegsministerium.
ns Gedächtnis zurüd Scharnhorst und Gnei ſchrieb:
e Napoleons würde rderungen als rechtm eingehen, die er nicht der Erschöpfung des onatlich zwei und ein
zu zahlen. Er fei de
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nzunehmen ( 27. September 1808) en Goetzen:
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7den Franzofen und durchaus ni franzöfifchen Raijer je nijter vom Stein fie nicht verlangt ber jebigen Umitände febr
ei feiner Anwesenheit
Greisenau fand andere Verwendung. Im Juli 1809 ging Greisenau in geheimer Sendung nach London und beschwor das britische Kabinett, die bereits ausgerüstete Landungs- Armee an die deutsche Küste zu werfen, dann werde sie dem preußischen Heere zur Stütze dienen. Aber sein von dem englischen Minister George Canning unterstützter Vorschlag drang nicht durch. Die englische Armee landete in den Niederlanden und verblutete vor den Wällen von Antwerpen oder versank in den Sümpfen von Walcheren.
Der König hatte, um ihn den Argusaugen der französischen Späher zu entziehen, offiziell Gneisenau den Abschied bewilligt, ibm dabei aber die Hoffnung ausgesprochen, daß er im höheren Sinne im Dienste Preußens weiter wirken werde"; er bereiste in diesem Sinne England, Rußland, Schweden. immer in ge= heimem Briefwechsel oft unter Dedadressen mit den Patrioten stehend Im Jahre 1811 fehrte er nach Preußen zurüd Aber von der preußisch- französischen Partei stark verdächtigt, von den französischen Späheraugen scharf beobachtet, getraute er sich nicht, in Berlin offen zu erscheinen. Clausewitz hatte in dem nahegelegenen Partow ein Zimmer für ihn gemietet; von hier aus tam er oft heimlich zu Beratungen nach Berlin Später war Gneisenau dem Namen nach als Staatsrat in der Abteilung des Herrn von Sad im Zivildienst beschäftigt; in Wahrheit
Haiger 1. Rittershausen
Würgendorf 1. 4: 0 Pokalspiel Allendorf 4: 1 Dillenburg 2. Biden 1. 6: 1( 4: 0) Haiger 2. Manderbach 2. 1: 1 Herbornseelbach 2- Erda 1. 4: 1 Weidelbach 2.- Straßebersbach 2. 3: 1 Haiger 3. Dillenburg 3. 6: 1 Dillenburg 1. Jgd. Biden 1. Jgd. 5: 1 Frohnhausen Jgd. Wissenbach Jgd. 13: 0 Dillenburg 2. Jgd. Haiger 1. Jgd. 2: 1 Gau Fulda:
Borussia Fulda VfB Gießen 7: 1( 2: 1) Alsfeld Liga 1900 Gießen 1. 4: 5( 2: 2) Hessen Hersfeld SpVgg. Göttingen 4: 1( 2: 0) Germania Fulda Hermannia Kassel 3: 3( 1: 1) Salzschlirf Altenburg 4: 2 Schlitz 1. Bachrain 1. 1: 1 Leusel 1. Schlitz 2. 3: 0
Langenschwarz Jgd. Schlitz 1. Jgd. 0: 8 Bernshausen Jgd.-- Schlitz 2. Jgd. 1: 3
Aus den übrigen Gaven: Ballspielo. 06 Kassel Hess. Preußen Kassel 3: 3 Sportfreunde Kassel Niederzwehren 4: 2( 2: 1) Großalmerode- 05 Göttingen 1: 2 Grone-- Spielvereinigung Kassel 3: 1( 2: 1) Einbed 05- Sport Kassel 3: 3 Northeim Tura Kassel 1: 0
Aus Gießen und Umgegend.
Borussia Fulda Liga- VfB. Gießen Liga 7: 1( 2: 1) Die Ligamannschaft des VfB. Gießen trug am vergangenen Sonntag ihr erstes Verbandsspiel in Fulda aus und kam mit einer vernichtenden Niederlage nach Hause. Es ist zweifellos Pech, das erste Verbandsspiel gegen einen derartig spielstarten Gegner austragen zu müssen, aber mit einer Niederlage in die ser Höhe hatte man nicht gerechnet. Tatsache ist nun auch, daß dieser Spielverlust in der genannten Höhe hätte vermieden werden können, wenn sich die Mannschaft einig gewesen wäre und man nicht mit mehrfachen Umstellungen während des Spieles operiert hätte Wahrlich ein schlechtes Zeichen für den weiteren Verlauf der Spiele. VfB. hielt sich bis zur Pause ausgezeich net, ja es war zum Teil eine leichte Feldüberlegenheit festzustellen. Einige sajtige Schüsse gingen an die Latte bezw. dem Tormann in die Arme. In der zweiten Spielhälfte fielen gleich zu Beginn zwei unglückliche, vermeidbare Tore. Als dann noch Kreß 1 seinen Mittelläuferposten verließ( Knaus spielte von der 10. Spielminute ab Rechtsaußen) und in die Verteidigung ging, fam insbesondere Leukers, der famose Halblinke Borussias, in ganz kurzer Zeit zu drei Erfolgen und somit das Schicksal der VfBer besiegelnd. Eine ansehnliche Zahl Schlachtenbummier hatten die Mannschaft begleitet. Hoffentlich haben die anwesend gewesenen Verantwortlichen Lehren gezogen.
Alsfeld 1.1900 Gießen 1. 4: 5( 2: 2). Nachdem das Vorspiel am 11. 8. in Gießen von Alsfeld mit 4: 2 für sich entschieden wurde, galt es für die Gäste, die Niederlage wieder auszugleichen, was ihnen auch infolge verschiedener Schnitzer der Alsfelder Verteidigung, gelang. Das Spiel war an und für sich alles, nur kein Freundschaftsspiel, und wirkte das dauernde Kritisieren beider Mannschaften untereinander und an dem Schiri wirklich nicht schön. Daß der Schiri aus Blizenrod nicht den einen oder den anderen zu den Zuschauern schickte, haben die Spieler nur seiner Ruhe zu verdanken.
1900 2. SV. Weglar 2. 3: 1( 2: 1).
1900 geht nach 10 Minuten in Führung und ist auch weiterhin durch gute Aufbauarbeit der Läuferreihe und Halbstürmer überlegen. Es wurde sehr gut fombiniert, aber der direkte Torschuß fehlt. Halbzeit 2: 1 für Gießen. Nach der Pause versucht Weylar mit aller Macht eine Wendung herbeizuführen, doch die Gießener Hintermannschaft läßt nichts durch und der Sturm wird weiter mit guten Vorlagen gefuttert, aber nur eine von sehr pielen wird verwertet. Wenn die Blau- Weißen in dieser Aufstellung und mit diesem Kampfgeist in die Verbandsspiele gehen, fönnen Erfolge nicht ausbleiben.
Nieder- Weisel 1. VfB. Gießen 2. 2:10( 0: 6)
Auf dem Universitäts- Sportplah trugen obige Mannschaf ten ein Gesellschaftsspiel aus, das den technisch weit besseren Gegner überlegen sah. In der ersten Spielhälfte konnten die Gäste kaum zum Spiel fommen, denn die Gießener fombinierten flach und präzis und schossen, daß es eine Lust war. In der zweiten Halbzeit tam Niederweisel etwas mehr auf und konnte zwei verdiente Treffer anbringen
wirfte er bei den grandiosen Plänen mit, die damals für ein Massenerhebung des preußischen Volkes geschmiedet wurden. Gneisenau jubelte:„ Die Welt soll erstaunen über unsere Kräfte." Wer den Hochsherzigen in jenen Tagen sah, vergaß ihn nie mehr: ein Lichtstrom der Begeisterung schien von ihm auszustrahlen. Seine Freunde dachten ihm den Oberbefehl in Schlesien, wo er jeden Busch und jeden Weg kannte, anzuvertrauen und Clausewig begrüßte ihn bereits in prophetischer Ahnung als den Marschall von Schlesien". Alle Glut und allen Adel seiner Seele hatte er in diesen Kriegsplänen niedergelegt, sein ganzes Wesen war in Aufruhr. als er sie dem König übergab mit der poetischen Mahnung:
Trau dem Glücke, trau den Göttern. Steig' trotz Wogendrang und Wettern, Kühn wie Caesar in den Kahn!"
Aber der König lehnte ab: als Poesie gut" bemerkte er am Rande der Denkschrift. Preußen geriet in immer größere Abhängigkeit von Frankreich; am 24 Februar 1812 mußte es den Bündnisvertrag mit Frankreich gegen Rußland schließen Die Urheber der Rüstungen von 1811 fonnten selbstverständlich jetzt nicht mehr in ihren Stellen bleiben Blücher war bereits im Herbst auf Napoleons dringendes Verlangen seines Kommandos enthoben worden, von dem König mit herzlichen Worten getröstet. Jetzt wurde auch Scharnhorst entlassen, behielt aber das Vertrauen des Königs nach wie vor Gneisenau erhielt scheinbar den Abschied und reiste mit geheimen Aufträgen nach Desterreich. Rußland, Schweden und England Seine Mitarbeiter, Bonen und Clausewitz, gingen nach Rußland Der Reichsfreiherr vom Stein weilte seit dem März 1812 in Rußland Ende August 1812 traf auch Ernst Moritz Arndt in Petersburg ein
Nun jagen die Ereignisse bis zum Frühjahr 1813 einander! Der Marsch der großen Armee, der Brand von Moskau, Beresina. die Konvention von Tauroggen
Am 25. Februar 1813 fam auf einem schwedischen Schiffe Gneisenau aus England in Kolberg an. jubelnd begrüßt von feinem Waffengefährten aus der Zeit der Verteidigung der Festung anno 1807, dem alten Nettelbed, und der ganzen Bürgerschaft. Er reiste nach Breslau ins Hauptquartier.
Das Jahr der siegreichen Erhebung wurde die Erntezeit für Stein und Gneisenau! Was sie in freuer Arbeit, mit zäher Energie vorbereitet hatten, bewährte sich Sie sahen den Korjen nach Elba verbannt, sie erlebten seine Rückkehr, seinen Sturz und sein Ende auf dem Felseneiland Sankt Helena!
Beim Friedensschluß haben beide leidenschaftlich, aber vergeblich um die Wiederverbindung Elsaß- Lothringens mit dem Mutterlande gefämpft
Aber was beide Männer- Stein und Gneisenau- sich im Jahre 1806 zum Ziele gejezt, nach nicht zehn Jahren war es erreicht: der Sturz des Korsen.
27. 63
1900 Lehrmannschaft- SV. Weglar 3. 6: 1( 1: 0). Die Gäste waren in der 1. Hälfte noch überlegen, doch fonnten die Blau- Weißen durch Elfmeter, den Kamugie" pla ziert einschoß, führen. Nach der Pause setzte sich das flache planvolle Spiel der Junioren immer mehr durch und es fielen noch 5 Tore. Das Gegentor der Gäste war ein Handelfmeter des Mittelstürmers. Der Mannschaft gebührt ein Gesamtlob.
1900 4.5V. Wezlar 4. 3: 0.
1900 fonnte seinen Vorspielsieg wiederholen. Trotzdem bot die Mannschaft teine besondere Leistung; es müssen noch verschiedene Aenderungen im Mannschaftsgebilde vorgenommen werden, wenn die Mannschaft in den Verbandsspielen gut abschneiden will.
Aus Lollar.
Die Fußballabteilung des TV. Lollar feierte am Sonntag ihr 10jähriges Bestehen. Nach Kianzniederlegung für die verstorbenen Gründer, bewiesen die Mannschaften ihr Können, indem die 2. die 1. von Bieber 5: 2 schlug, die 1. Mannschaft die 1. von Garbenteich mit 12: 1 überfuhr und die Schüler über die 1. Schüler von VB. 3: 0 siegten. Alle Spiele verliefen dank der verständnisvollen Leitung H. Kreilings ruhig und sauber. Abends Ehrung der noch spieltätigen Gründer( J. Frank, A. Schäfer, Wissemann und K. Wolf), bei Reden und Vorträgen. Jm Ganzen: ein schöner, werbekräftiger Tag.
Großen- Bused 1.— Leihgestern 1. 8: 1( 3: 1)
Sehr hoch wurden die Gäste von der einheimischen Elf überrumpelt. Leihgestern, das vergeblich bis zum Schluß auf den elften Mann wartete, fand sich nicht gleich zurecht. Die Verteidigung konnte nur mit großer Mühe die gefährlichen Angriffe der Einheimischen stoppen. Halbzeit 3: 1. Nach der Pause sah man das bis dahin schnelle und schöne Spiel nicht mehr. Der Eifer der Gäste ließ merklich nach; es wurde jetzt manchmal etwas hart gefämpft. Die Einheimischen lagen wieder dauernd im Angriff, und verbesserten denn auch, nachdem die Gäste wieder stark abfielen, das Resultat.
Daubringen 1. Quedborn 1. 4: 2( 2: 2).
Ein fälliges Rüdspiel in Daubringen! Nach schwachem Spielanjang kommt allmählich Tempo ins Spiel. Queckborn geht in Führung, jedoch gleicht Daubringen furz darauf aus. Bei Daubringen macht sich der Erfolg bemerkbar und Queckborn spielt zu uneinheitlich. Vereinzelte Durchbrüche bringen nichts ein. Durch Elfmeter wegen Hände erzielt Daubringen dann das Füh rungstor. Nachdem Quedborn bei einem Gedränge ausgleichen fonnte, fallen in der 2. Halbzeit noch 2 weitere Tore für Daubringen, so daß Daubringen mit 4: 2 als Sieger den Platz_ver= lassen kann. J. Laubach 1. Ettingshausen 1. 0: 2( 0: 1).
Es handelte sich um ein Gesellschaftsrüdspiel. Das Vorspiel gewann Laubach knapp mit 3: 2 Toren. Diesmal drehte Ettings= hausen den Spieß herum und schlug die Playbesitzer 2: 0. Beide Mannschaften traten in fompletter Ausstellung an. In der 28. Minute gab der Schiedsrichter einen Elfmeter für Ettingshausen, wegen Handspiels, welchen der Mittelstürmer direkt verwandelte. Wieder war es derselbe, welcher eine Viertelstunde vor Schluß eine Flanke von Rechtsaußen über den verdutzten Laubacher Torhüter unhaltbar einschoß. Schiri Noll- Gießen hatte keinen leichten Stand; insbesondere wurden seine korrekten Entscheidungen von den Zuschauern andauernd kritisiert. Nach dem Spiel mußte der Schiri sogar den Schutz der Gästemannschaft in Anspruch nehmen.(!)
Weklarer SpV. 1900 Gießen 2: 4( 1: 2).
Am Freitag abend konnte 1900 Gießen mit stark verjüngter Mannschaft gegen Weglar einen beachtlichen Sieg herausholen. Die Mannschaft der Gäste, die sich durch ihre Unbeständigkeit in den letzten Wochen viele Sympathien verscherzte, spielte wie aus einem Guß und gewann verdient auf Grund ihrer schönen Leistung.
Löhnberg Liga- Weilburg Liga 2: 1( 1: 1) n. Berl. Zahlreiche Zuschauer umsäumten den Platz, als die Ligisten von Weilburg und Löhnberg den Plaz betraten. Das Spiel war ziemlich ausgeglichen. Löhnberg tam zum ersten Torerfolg in der 1. Halbzeit. Weilburg erzielte seinen Treffer in der 2. Halbzeit. Das Spiel war spannend von Anfang an und wurde unter einem guten Tempo durchgeführt. Hervorzuheben ist, daß jämt= liche Spieler durchaus fair fämpften. Erst in der Verlängerung fiel das entscheidende Tor. Schiri Spurt leitete großzügig.
Nauborn 1.—-Hermannstein 1. 5: 0( 1: 0).
Zum Pokalspiel am Sonntag traten Hermannstein 1. und Nauborn 1. an: daß der Platzverein sich 3. 3t. in ausgezeichneter Form befindet, beweist wieder sein Sieg über die Gäste mit 5: 0.
Wunderbar das Walten der Vorsehung in der Geschichte auch hier! In der Nacht nach dem 14 Oftober 1806- rüdsichtslos von den Franzojen nach der Katastrophe bei Jena und Auerstädt verfolgt- schrieb Gneisenau:
,, Das waren Greuel, tausendmal lieber sterben als das noch einmal erleben"
Und neun Jahre später nach dem Sieg bei Waterloo am 18. Juni 1815 dachte Greisenau an jene Sdyredensnacht bei der Schlacht bei Jena, an jene Stunden am Webichtsholze, da er die Todesangst eines geschlagenen Heeres die dämonische Wirkung einer nächtlichen Verfolgung mit angesehen! Noch gründlicher als an der Katzbach sollte heute der Sieg ausgebeutet werden. ..Wir haben"- rief er aus- gezeigt wie man siegt, jetzt wollen wir zeigen, wie man verfolgt"
Und Stein! Wie merkwürdig auch hier die Entwidlung! Am 16 Dezember 1808 hatte ihn der Korje in die Acht erklärt! ,, Le nommé Stein" war vogelfrei im Gebiete des Rheinbundes und im französischen Kaiserreich. Sieben Jahre später: am 14. März 1815 fonnte der Reichsfreiherr in sein Tagebuch schreiben:
Seute erschien die Aechtung Napoleons, die ich bereits am 8. März zu erlassen dringend empfohlen hatte. Ein sonderbarer Wechsel der Dinge Er. der mich am 16 Dezember 1808 ächtete, wird gegenwärtig in einem ähnlichen und weit schlimmeren Rechtszustand durch einen Beschluß der großen europäischen Mächte gesetzt"
Wahrlich: beider Männer Lebensweg bestätigt das alte Wort: Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sicher", oder wie der feurige Arndt gesungen
..Es ziehen die Dämonen schwanger mit Blut und Schmach;
Doch die auf Sternen wohnen. senden die Rache nach." Nicht Metternichs ,, finassierende" Diplomatie, sondern Steins unerschütterlicher Mut hat Napoleons Sturz herbeigeführt, nicht Wellingtons eherne, standhafte Tapferkeit. sondern Gneisenaus feuriger, genialer Feldherrngeist!
An Gneisenaus hundertstem Todestage wollen wir an Molttes Wort gedenken:
..Zwischen uns beiden ist ein großer Unterschied. Wir haben nur Siege zu verzeichnen gehabt. Er hat die Armee nach einer Niederlage zum Siege geführt. Diese höchste Probe haben wir noch nicht bestanden."
Unser großer Stratege, der Feldmarschall Alfred Graf von Schlieffen, hat einst das Ergebnis seiner friegsgeschichtlichen Forschungen über Gneisenaus Anteil am Befreiungskrieg in die Worte gekleidet:
In Gneisenau, in feinem anderen, hat Napoleon seinen Ueberwinder gefunden." Dr Ludwig Roth.


