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Nr. 68 Mittwoch, den 26.

Mittwoch, den 26. August 1931.

Mieten verbinden. Die Beratungen des Reichskabinetts über die außerordentlich schwere Frage der Beseitigung bezw. Sen­fung der Hauszinssteuer, die bereits vor der Rom- Reise des Reichskanzlers Dr. Brüning und des Reichsaußenministers Dr. Gurtins begonnen haben, haben bis jetzt noch nicht zu einem greifbaren Ergebnis geführt. Es wäre demgemäß verfrüht, zu dem einen oder dem anderen Projekte für den Umbau der Hauszinssteuer, welche in den letzten Wochen in der Deffent­lichkeit lebhaft erörtert wurden, kritisch und abschließend Stel­lung zu nehmen. All die Hauszinssteuerpläne, welche die Ta gespresse wiedergegeben hat, sind nichts Genaues, stellen nichts anderes als Kombinationen dar Der Zentralverband Deut: scher Haus- und Grundbesitzervereine verfolgt die Entwicklung mit größter Genauigkeit und wird im geeigneten Augenblick mit seinen detaillierten Vorschlägen an die Deffentlichkeit treten. Zu einer Beunruhigung des Hausbesiges besteht nach Lage der Dinge kein Grund. Die bewährte Führung der Spizen­organisation wird kein Mittel unversucht lassen, die nunmehr brennend gewordene Liquidierung der wertzerstörenden und existenzvernichtenden Hauszinssteuer in einer für den Hausbesitz erträglichen Form in die Wege zu leiten.

Deutsches Nationalgefühl...

Auf eine Mitteilung in der Fuldaer Zeitung", daß 5000 deutsche Badegäste aus dem belgischen Badeorte Blankenberghe wegen der Geldkrise heimkehren mußten, schreibt ein Mann vom Lande sehr treffend:

-

Gießener Zeitung"

Lokales.

Die Lehre der Zahlungsfrise.

* Hessische Konsularnachricht. Der zum österreichischer Wahl- Generalkonsul in Frankfurt a. M. ernannte Friedric Egger ist endgültig anerkannt und zur Vornahme konsularischer Verrichtungen im Volksstaat Hessen zugelassen worden.

© Gefälschte 100 Reichsmartnoten. Neuerdings werden Reichsbanknoten über 100 Mark aus dem Jahre 1908 ausgege An den schon längst außer Kurs gesetzten Scheinen i das Ausgabedatum 1908 in 1928 in geschickter Weise umgew delt. In einigen Fällen ist der Betrug geglückt.

Allmählich gewinnen wir zu den hinter uns liegenden Juli­wochen genügend Abstand, um in Ruhe die zurückliegenden Er­eignisse einmal kritisch zu betrachten. Dabei drängt sich dem un­befangenen Beobachter sehr bald die Feststellung auf, daß im Grunde genommen vieles von dem hätte vermieden werden können, was sich als empfindliche Störung herausstellte. Letzten Endes hat auch die Bevölkerung selbst, zumindest indirekt, Anlaß zu den Notmaßnahmen gegeben. Auch in den vergangenen Jah­ren durchlebten wir unruhige Zeiten, die Wirtschaftskrise und die politische Krise sind ja leider nicht erst neueren Datums; aber immer konnte der Zahlungsverkehr ohne Schwierigkeiten be­wältigt werden, weil das Publikum nur die notwendigen Ab­hebungen vornahm und laufend die nicht sofort benötigten Be­träge bei den Geldinstituten einzahlte. Eine Stodung trat erst ein, als aus weit übertriebenen Befürchtungen heraus am 13. Juli ein allgemeiner Ansturm auf die Kassen einsetzte. Die Bar­geldbeträge waren naturgemäß bald aufgebraucht und dies um­somehr, als auch der Einlagenverkehr in Stockung geriet. Einen ganzen Monat hindurch mußten wir eine Zwangswirtschaft auf dem Gebiete des Zahlungswesens ertragen, ihre ungünstigen und unerfreulichen Auswirkungen sind bekannt. Darüber hinaus traten auch schädliche Folgen vor allem in der notwendigen Er­höhung des Diskonts und der Zinssätze ein, die für die kredit­nehmende Wirtschaft eine weitere schwere Belastung nach sich 30g. Man mußte daher sobald wie möglich wieder zum freien Zahlungsverkehr übergehen. Allen Befürchtungen zum Trotz gelang dieser Uebergang sehr schnell und fast reibungslos. Nun­mehr funktioniert der Ausgleich zwischen Ein- und Auszahlun­gen, und er wird solange funktionieren, solange zwischen Ein­und Auszahlungen ein gesundes Verhältnis bestehen bleibt. Man kann also tatsächlich sagen, daß von dem Verhalten der Bevölke= rung zum großen Teil die glatte Abwicklung des Zahlungsver­fehrs abhängt. Diese einfache Feststellung sollte sich jeder ein­zelne vor Augen halten und daraus die richtigen Folgerungen ziehen. Man ist heute leicht geneigt, von den Geldinstituten die Unterhaltung einer höheren Liquiditätsquote zu fordern, aber man vergißt dabei, daß die Mittel, die für Liquiditätszwecke zu­rückgestellt werden, nicht mehr als Kredite für die Wirtschaft ver­wandt werden können.

,, Ist es nicht eine Sünde und Schande für einen Deutschen, daß er sein Geld, das die meisten dieser Herren wahrscheinlich vom Staat erhalten haben, nach einem Staate bringt, der von jeher und heute noch einer unserer größten Gegner ist- und das noch zu einer Zeit, wo das Geld bei uns so knapp iſt, und die deutschen Bäder vor dem Zusammenbruch stehen. Wie ich bestimmt weiß, müssen die Hotels ihr Personal entlassen, weil keine Gäste da sind. Haben solche Menschen noch einen Funken von Vaterlandsliebe? Der Name von jedem müßte ver­öffentlicht werden, damit sie gebrandmarkt würden. Wir haben in Deutschland berühmte Heilbäder. Trotzdem wird ins Aus land gezogen, bloß um nachher in Gesellschaften renomieren zu können. Das gehört heute bei uns dummmen Deutschen zum guten Ton, daß einer in einem ausländischen Bad war. Es wäre am besten gewesen, wenn sich kein Konsul um sie gefümmert hätte, wenn sie kein Geld mehr gewechselt bekom­men hätten und zu Fuß nach Hause hätten, gehen müssen. An der deutschen Grenze hätte jeder noch 1000 Mark Strafe zah­len müssen."

Feuerwehrfest und Bolitik.

Eine Blüte belgischer Angst.

Am Sonntag, den 5. Juli, wollte der Rheinische Feuer­wehrverband sein diesjähriges Jahresfest in Eupen feiern, da vie Wehren des abgetrennten Gebietes noch dem Rheinischen Feuer­wehrenverband angehören. Die Veranstaltung sollte von den rheinischen Teilnehmern ohne Helm und Säbel besucht werden, und unter dieser Voraussetzung hatte auch die belgische Regierung ursprünglich für die Teilnahme von etwa 1200 Personen die Genehmigung erteilt. Am Samstag abend stellte sich jedoch heraus, daß das belgische Konsulat in Aachen Anweisung hatte, nur für 300 Teilnehmer das Visum auszustellen. Unter diesen Umständen mußte in letzter Minute das Feuerwehrfest abgesagt werden. Die einzelnen Verbände, die an der Veranstaltung teil­nehmen wollten, mußten telegraphisch zurückgehalten werden.

In Eupen herrschte über diese Maßnahme große Erregung. Plakate und Anschriften an Häusern verhöhnen offen das Verbot des Festes. Man hatte in Eupen mit etwa 1200 Teilnehmern gerechnet, da sich insgesamt 44 Webren angemeldet hatten. Für diese Teilnehmer war die Verpflegung vorgesehen, und deshalb traf auch die Geschäftsleute ein schwerer Schaden.

Gneisenau und Stein.

Schluß.

Wir sehen also, daß die Militär- Reorganisations- Kommission bei ihren Reformen auf militärischem Gebiete zu ähnlichen sitt­lichen Forderungen kommt, wie der Reichsfreiherr vom Stein auf dem bäuerlichen und bürgerlichen.

ben.

* Einkommensteuer. Wenn ein Unternehmen nicht in Lage ist, die vereinbarten Gehälter auszuzahlen und statt de sen nur ,, Gutschrift" erfolgt, so kann dies eine Verschiebung der Fälligkeit" bewirken, wodurch vorläufig feine Lohnsteuer pflicht eintritt.

Wir leben in einem kapitalarmen Land, dessen Kapi­talien nach Abzug der Auslandsgelder finanziell noch weiter vermindert sind. Wenn wir uns selbst weiterhelfen wollen und wir sind auf uns allein angewiesen so bleibt nichts anderes übrig, als die richtige Lehre aus der überwundenen Zahlungskrise zu ziehen, nämlich keine unnötigen Abhebungen vorzunehmen und alle verfügbaren Gelder zur Kasse zu bringen.

Wie Stein in seinem, politischen Testament" vom 24. No­vember 1808 auf die Erziehung und den Unterricht der Jugend den größten Nachdruck und seine ganze Hoffnung gesetzt hat, so finden wir denselben Gedankenweg bei Gneisenau! Aber natür­lich ins Militärische übertragen! Er empfiehlt deswegen, daß in den öffentl. Schulen die Erziehung eine mehr militärische Richtung nehme. Er befand sich hier in völliger Uebereinstimmung mit Scharnhorst, der im Anschluß an Gneisenaus Ausführungen an den Reichsfreiherrn vom Stein noch einen auf die militärische Vorbildung der Jugend gerichteten Entwurf übersandte, worin er der Forderung Ausdruck gab, daß die Stadtschulen zugleich eine militärische Richtung erhielten und gewissermaßen eine Vor­bereitungsschule für die Unteroffiziere und Offiziere der., Miliz" ( Landsturm und Landwehr) würden

Die Verzugszuschläge für Steuerrückstände. Vorläufig keine Aufhebung.

* Ueberschuldung ist Grund für Ermäßigung der Einkom mensteuer. Wir weisen bei der herrschenden Wirtschaftslage darauf hin, daß ein erzielter Gewinn, der zur Verringerung einer starken Ueberschuldung verwandt wurde, Anspruch auf Ermäßigung der Einkommensteuer bewirkt. Wir empfehlen Antrag an das Finanzamt.

Ergebn

Ga

5

Meglar SV­Weylar SV. 1. Bissenberg Löhnberg Nauborn­Burgiolms 1900 Gießen 2. VjB. Gießen Laubach 1.­Lollar 1. Garb

Daubringen Großen- Bused Burgiolms 2 1900 Gießen 3. Allendorf- St Stodgaujen Lidh 1. Steinba Lollar 2.- Bi 1900 Gießen 4. Lohnberg 2. Albshausen 1. Dutenhofen 1 1900 Gießen 2. 1900 Gießen 3. Weglar SpV. 2 Burgjolms Jgd Ettingshaujen 1900 Gießen G Lollar Sah. Burgjolms Sch BR Butzbach VfB. Gießen 2

* Umzugskosten der hessischen Staatsbeamten. Die neu Verordnung des hessischen Gesamtministeriums über die Um zugskosten der Staatsbeamten gewährt die volle Umzugskosten vergütung nur dann, wenn für die Versetzung rein dienstliche Gründe maßgebend waren.

* Bau eines Kinderheimes. Die Provinzialverwalt läßt 3. 3t. in Gießen im Anschluß an ihre Provinzial- Pflege anstalten den Bau eines Kinderheims errichten, der vorläufig für die Aufnahme von etwa 40 bis 50 hilfsbedürftigen Kin dern aus der Provinz Oberhessen eingerichtet werden soll. Dus neue Haus soll voraussichtlich im Frühjahr nächsten Jahrs in Benutzung genommen werden.

Die in der Notverordnung über Zuschläge für Steuerrück­stände vom 20. Juli 1931 festgesetzten Zinssätze und Verzugs­zuschläge waren erforderlich, um wieder pünktliche Steuerzah­lungen zu erreichen. Von verschiedenen Seiten ist mit Rücksicht auf die Herabsetzung des Reichsbankdiskonts angeregt worden, die getroffenen Maßnahmen aufzuheben. Die Aufhebung kommt jedoch im Hinblick auf die Finanzlage des Reichs noch nicht in Betracht. Die Finanzämter sind aber angewiesen wor den, bei Festsetzung der Stundungszinsen auf die wirtschaftliche Lage des Pflichtigen Rücksicht zu nehmen und soweit erforderlich Entgegenkommen zu zeigen. Auch bei Festsetzung der Verzugs= zuschläge für Steuerrückstände von 5 Prozent für den halben Monat sollen die Finanzämter unnötige Härten vermeiden und von der Festsetzung eines Verzugszuschlages dann absehen, wenn die Frist unverschuldet nur um ein geringes überschritten wird.

In den höheren Klassen dieser Schulen sollte der Geist der Disziplin und der militärischen Gejezze erklärt werden. Jede Schule sollte ihren Ererziermeister erhalten; zur Erholung sollten gewisse Leibesübungen, welche auf den Krieg oder die Abhär­tung des Körpers Bezug haben.( Fechien, Schwimmen, Turnen) ausgeführt werden.

Stein, ganz begeistert von diesen Ideen schickte den Entwurf an den Vorsitzenden der Kommission, Scharnhorst, mit dem Be­merken zurück: ,, daß man in allen Stadtschulen Anstalten treffen würde, um Kenntnis des Gebrauches der Waffen und Bewegung größerer Menschenmassen zu bewirken. Wegen Einführung gym­nastischer Uebungen verwies er auf die damals berühmte Salz­mann'sche Erziehungs- Anstalt zu Schnepfenthal bei Gotha und auf die von Gutsmuth in Dessau angebahnten turnerischen Uebungen, die einige Jahre später durch Friedrich Ludwig Jahn zu solcher Blüte gelangen sollten

Mit allergrößtem Eifer vertrat Gneisenau diesen Gedanken und erhob die Forderung,

Nicht eher die Braut zum Altar, ehe nicht die Pflicht gegen das Vaterland erfüllt ist."

,, daß die waffenfähige Mannschaft des Landes durch Zusam­mensein und Zusammenschließen als militärischer Körper ein­gewöhnt, durch Waffenübungen, Lager- und Kriegsfitte zu einem Heerhaufen" gebildet werde Ein plötzliches Aufgebot der Massen sei nicht von großem Werte Die Liebe zu den Waffen müsse erwedt werden durch die Ueberzeugung der Not­wendigkeit durch Gewohnheit und Ehre; die Uebungen müßten zu Volksfesten werden.

Gneisenau erinnert hierbei an die olympischen Spiele. Be­geistert ruft er aus:

Bezüglich des Offizier- Ersatzes schrieb Gneisenau:

TV. Treis Polizei Buzbo TuSpV. Buzb TV. Lich Jgd.

* Weitere Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosigkeit in Obe Handballergebnisse: hessen ist wieder im Ansteigen begriffen. Trotzdem die Ein- kl.: Vi. Weklar bringung der Ernte zu dieser Zeit eine große Rolle spielt zeigte sich die Landwirtschaft nur in geringem Grade auf: nahmefähig. Auch in den übrigen Berufen flaute der Be schäftigungsgrad ab.

* Straßensperre. Die Frankfurterstraße, non Wilhelm straße bis Liebigstraße, wird wegen dringlichen Arbeiten an den Eisenbahnschranken, am Freitag, den 28. August 1931, D0% 5 bis 7 Uhr vormittags und von 2 bis 5 Uhr nachmittags, ji den Verkehr mit Kraftfahrzeugen aller Art gesperrt. Umle tung erfolgt durch Wilhelmsstraße Ludwigstraße und Li bigstraße, bezw. in entgegengesetzter Richtung. Den Anwei sungen der Polizeibeamten ist unbedingt Folge zu leisten.

..Die Zeit braucht mehr als Namen, Titel und Perga­mente; sie braucht frische Tat und Kraft! Welche unendlichen Kräfte schlafen im Schoße einer Nation unentwickelt und un­gewükt. In der Brust von tausend und tausend Menschen wohnt ein großer Genius, dessen aufstrebende Flügel seine tiefen Ver­hältnisse lähmen. Währenddem ein Reich in seiner Schwäche und Schmach verzagt, folgt vielleicht in seinem elenden Dorse ein Caesar dem Pfluge, und ein Epaminondas nährt sich karg von dem Ertrag seiner Hände."

* Straßensperrungsnachrichten, mitgeteilt vom Oberhei schen Automobil- Club E. V.( VvD.) Gießen. Im Zuge der Fernverkehrsstraße Nr. 3, Frankfurt a. M. Gießen Kaj sel, wird am 3. September 1931 von 6,30 Uhr bis 15 Uhr, der Abschnitt von Vilbel bis Kloppenheim gesperrt. Umleitung über Nieder-- Ober- Erlenbach oder Gronau Rendel, füt Fernverkehr von Frankfurt a. M. über Bad Homburg Friedberg.

Die Erhebungen der Spanier, die zur Kapitulation des fran­zösischen Generals Dupont mit zwanzigtausend Mann bei Banlen am 22. Juli 1808 führte, die Rüstungen Oesterreichs, veranlassen die drei Freunde Stein. Scharnhorst und Gneisenau dazu, dem Könio in drei verschiedenen Denkschriften ihre Ansichten über die Entfesselung eines Volfstrieges in Deutschland zu unterbreiten. Gneisenau hatte seine Dentschrift an Stein gesandt; sie trug den Titel: Ueber Volksbewaffnung in Verbindung mit den stehenden Truppen" Stein gab diese Denkschrift an den König weiter, in­dem er sie als den vollständigen Ausdrud seiner eigenen Ueber­zeugung bezeichnete.

VfB- Kurhessen Germania Mar Colbe 1.- We Sieger. Wehrda 1.- G Caldern 1. Langenstein Hartenrod Cappel 1.- V Bottenhorn Breidenstein Banje Laa Frankenberg 1. BB.-K. Marb Frankenberg 2. Roda 1. Melly Roda 2.- Me Edelshausen 1.

1

Edelshausen 2.

Wallau 2.­Herbertshausen

Gladenbach

Runzhausen

Gintershauj

ViB.-K. Mar VB.-K. Mar Frankenberg

* 1255 Rundfunksender. Während Amerika früher die weitaus größte Anzahl von Sendern hatte, hat sich dieses Verlagweihe in Frohnh hältnis bereits verschoben. Amerika verfügt gegenwärtig über 605 Rundfunksender, alle anderen Weltteile zusammen über 650. Hiervon befinden sich in Australien 38, in Afrika 14 Sen Der. Interessant ist, daß Kuba über 70, Kanada über 87, Mexiko über 39 Rundfunkstationen verfügt. Rußland hat 47 Sender in Betrieb, sowie 60 im Bau befindliche.

,, Was Volksbewaffnuna in Verbindung mit stehenden Truppen vermag, wenn beide, Bürger, Bauern und Soldaten, von einem gemeinschaftlichen Geiste beseelt seien. sehe man in Spanien."

3u einer im gleichen Sinne gehaltenen Denkschrift Scharn­horsts schrieb Stein die denkwürdigen Worte, die sein großes, weites, deutsches Herz im hellsten Lichte zeigen:

Der Krieg müsse geführt werden zur Befreiung Deutsch­lands durch Deutsche."

Der König lehnte ab; an einem Kriege gegen Napoleon würde er nur in Gemeinschaft mit dem Kaiser von Rußland teil­nehmen und zwar nicht eher, als bis Desterreich einen entschei= denden Sieg erfochten habe.

Aber die drei waderen Männer ließen in ihren Bemühungen, das Herz des Königs zu stählen, nicht nach. Neue Denkschriften wurden dem König unterbreitet Jm Einvernehmen mit Stein betitelte Gneisenau die seinige: Ueber die Unzulänglichkeit rus­sischer Hülfe und die wahrscheinlichen Folgen eines von Oester­reich allein unternommenen und unglücklich ausfallenden Krieges."

Gegen Wundlaufen Wundfeln durch übermäßige

über

Schweißabsonderung an und anderen Rörperteilen( Wolf), Sonnen- und Gletscherbrand. Sofort schmerzstillend und heilend Leodor Fett Creme( blaue Padung) auch als Rosmetitum für Sände u. Gesicht. Tube 60 P u. 1 Mt. in allen Chlorodont. Verlaufsstellen zu haben.

die Vernichtung von Preußen und wahrscheinlich auch von Rußland selber sein würde

Cappel Jgd.

Dillenburg 1.­Sechshelden 1.

Würgendorf 1. Fleisbach- He Weidelbach Offdilln 1.­Wissenbach Ober- Roßbach Burg 1.- Her

Stein mußte am 24

Stein hat unter diese dem König eingereichte Denkschrift der 16 Dezember erfolgte i

wuchtigen Schlußjazz geschrieben:

Nach Steins Bericht gipfelte die Denkschrift, die er dem König und in einer Abschrift auch der Königin zugehen ließ. in den beiden durch Gneisenau mit Scharfsinn bewiesenen Sägen: ..daß 1. von Rußland feine Hülfe zu erwarten sei und daß 2. die Folge eines für Desterreich unglüdlichen Krieges

Die Zusammenkunft Kaiser Alexanders mit dem Kaiser

Breußen und flüchtete

Alle edlen Herzen

Napoleon trübt die Aussichten nur noch mehr! Was fann aus er Sie geschlossen" schri dem Zusammentreffen eines schwankenden, lenksamen, weichen Gedanten des ganzen

Charakters mit einem felsenfesten, rastlosen und ruchloser

Das dienstliche Zu

Manne entstehen als blindes Hingeben des ersteren in de fenau für Preußens

verruchten Willen des letzteren?"

erdete mit Steins

Napoleon ließ kein Mittel unversucht, um Preußen ganz i els daß beide außerdi Mit einer Treulosigkeit, die kein Sunde zu neuer geme

seine Gewalt zu bekommen

Scham fannte, mit einer Wortbrüchigkeit, die auch den elendster

Als, anno neun"

Verräter erröten gemacht hätte, hatte Napoleon die ursprüngli le ausbradh, da jaj

im Tilsiter Frieden festgesezten Bedingungen verschärft die Summe der Kriegssteuern, die er schon früher willkürlich er höht hatte aufs neue um viele Millionen gesteigert. Er fordert Beitritt Preußens zum Rheinbund". Beschränkung des Heere auf 42 000 Mann, Besetzung der Oder- Fejtungen Eine Milis oder Landwehr" sollte unter feiner Bedingung ausgestellt wer den. Viel zu wenig befannt ist der bezeichnende Befehl, der Napoleon dem französischen General Rapp damals gab: passez dieu aux Prussiens, je ne veux pas, qu'ils lèvent la tête. Preußen sollte nicht einmal mehr den Kopf heben können; es i dasselbe Rezept wie heute schon damals'

hied zu nehmen, u

biden. Er wollte al inem großen Unterne ugenblidlichen Kampf en Zufammenhang m Breußens offenbielt. D in Dienst befindlichen ale im Augenblid der Preußen zurüdtreter mals in Prag leben

I war von dem Pla

Wir sind solche Ansinnen nun gewöhnt! In diejen lommen, doch zerschlug

Jahre haben wir so oft des Reichsfreiherrn vom Stein gedacht daß wir uns auch das eherne Wort ins Gedächtnis zurückrufen wollen, das er im Einvernehmen mit Scharnhorst und Gneisena dem Könige am 14. September 1808 schrieb:

te hijden Kriegsmini

Greifenau fand an Greifenau in geheimer britische Kabinett, die

..Durch Annahme der Verträge Napoleons würde de ie deutsche Küste zu Preußische Staat unrechtmäßige Forderungen als rechtmaß ere zur Stüge dienen

anerkennen und Verbindlichkeiten eingehen, die er nicht er füllen könne. Es sei unmöglich, bei der Erschöpfung des Lan des, bei dem vernichteten Handel, monatlich zwei und einhal Millionen Thaler an das Ausland zu zahlen. Er sei daha der Meinung, die Verträge nicht anzunehmen Nach dem Erfurter Fürstentage( 27. September 1808) au dem Napoleon und der Zar ihre Freundschaft besiegelten, schrieb Gneisenau nach Schlesien an den Grafen Goetzen: ,, Unsere Feinde fangen an zu siegen

Franzosenfreunden am Hoje betrieben

George Canning unter De Wallen von Anim

lijche Armee landete

Balcheten. Der König hatte, u

Braher zu entziehen, of bn dabei aber die Hoff Sinne im Dienste Breu

Die Entlassung diefem Sinne Engla

durchaus nichts

Auch hat Kaiser Alexander hier bei seiner Anwesenheit er

ioten stehend Im Ja

Der franzöfifden Spaber

des Ministers vom Stein wird von den Franzosen und den emem Briefwechsel Schriftliches, noch weniger von dem französischen Kaiser selbiter von der preußijd- f flärt es sei nicht nötig, daß der Minister vom Stein sich ent. in Berlin offen Feinde des Ministers haben sich der jetzigen Umstände sehr gus tam er oft heimli

ferne und Kaiser Napoleon habe es nicht verlangt. Aber die bedient, um ihn loszuwerden

chegelegenen Bartome

DIT Gneisenau dem Nan

Herrn von Sad in