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Mittwoch, den 25. November 1931.

Personalabban oder Weiterbeschäftigung, gegen untragbare Steuern und Notverordnungen oder dagegen, daß sie da und dort nicht zur Anwendung kamen. Aber alle diese Lasten und Sorgen treffen den Einzelnen wie die Gesamtheit keineswegs so schwer wie die dargelegten Einflüsse der Deflation auf die Schulden­tilgung und man sollte glauben, daß ihretwegen die Verzweif lungsrufe von Stadt und Land widerhallen würden Nichts läge doch näher als der Ruf etiva nach einem gleitenden Reichs­inder für Tilgung langfristiger Schulden oder nach Wegstene­rung der ungerechtfertigten Mehreinnahmen der Gläubiger, zu­mal andere Steuerquellen versagen. Man hört nichts von alledem.

Die wie Resignation anmutende Passivität hat einen psychologischen Hintergrund. So hat man z. B. noch nicht fest­stellen können, daß die 80 Prozent Besucher eines Pferderennens, die das Rennen finanzieren müssen und teils mit leeren Taschen enttäuscht die Bahn verlassen, laut über das leidige Tippen räsonnieren. Genau so still verhalten sich die hereingefallenen Spekulanten nach schwarzen Börsentogen. Hat man vor Jahren nicht gestaunt über die Ruhe der bestohlenen Safe- Inhaber nach dem Rekordeinbruch in die Berliner Disconto Gesellschaft?

Für alle diese und auch für die von dem Problem der Schuldentilgung allgemein Betroffenen bleibt nur die eine Er­klärung übrig, daß der Ruf der Einzelnen nach helfenden Re­gierungsmaßnahmen das Bekenntnis der eigenen Fehldisposition oder gar Fehlspekulation darstellt. Weil die Gesamtheit dieser Millionen nicht ,, organisiert" ist, ergibt sich der Einzelne in stumpfer Resignation in sein Schicksal. Ein kleiner Teil nur macht eine Ausnahme und ließ im letzten Monat Unkenrufe nach einer Inflation vernehmen, um vielleicht so bequem wie vor sieben Jahren die Schulden wieder abzustoßen. Diese Rufe wer­den aber nimmer gehört und erhört werden. Deutschland kann sich eine zweite Inflation nicht mehr leisten.

Die Regierung sollte aber im Interesse der Reichserhaltung sich derer annehmen, die sich zu einem Klageruf nicht mehr auf­schwingen; sie sollte nicht, wie im Kriege und in der Inflation, jetzt einer dritten Umschichtung der Vermögen tatenlos zusehen, weil bei einem solchen Prozeß eine Unmenge Nationalvermögen verloren geht. Sie könnte verhindern, daß noch mehr Geld, als vertraglich festgelegt, ins Ausland wandert und außerdem heute noch eine ergiebige Steuerquelle erschließen, die weniger als jede andere den Steuerzahler gefährdet. Selbst wenn die Steuer in der vollen Höhe des gestiegenen Geldwertes erhoben würde, bliebe dem Gläubiger außer dem vertraglich zu beanspruchenden Wert noch die heute besonders wertvolle Freiheit der eigenen Disposition. Bleibt dagegen der bisherige Zustand bestehen, so müssen die Zusammenbrüche der Schuldner ins Grauenhafte steigen, weil ja auch die Gläubiger bei der heutigen Wirtschafts­misere nicht mehr die Rücksicht nehmen und nehmen können wie früher.

Lokales.

( Dusta)

Staatsbürgerliche Bildungstagung.

Die Landesabteilung Hessen der Reichszentrale für Heimat­dienst hatte zu diesem Vortragstage am heutigen Mittwoch im Café Leib eingeladen, und als Provinzialdirektor Gräf die Worte der Begrüßung sprach, war der Saal gefüllt von Be­suchern. Der Provinzialdirektor streifte kurz die ernsten Fragen, die in den nachfolgenden Vorträgen behandelt werden. Sodann spricht einige Worte über das Ziel und die Organisation der Reichszentrale für Heimatdienst der Leiter der Landesabteilung, Bollmann, die eine amtliche Aufklärungsstelle der Reichs­regierung ist, deren Richtlinien von der Regierung gegeben sind. Eines der ersten Ziele dieser Stelle sei es, sachliche, praktische Arbeit vom überparteilichen Standpunkt aus zu leisten.

Danach hält Syndikus Elers einen höchst interessanten Vortrag über ,, Die Not der Landwirtschaft,

eine Schicksalsfrage des deutschen Volkes". Er führte u. a. aus: Es handelt sich heute nicht nur um eine Not der deutschen Landwirtschaft, sondern um eine Not des gesamten deutschen Volkes, und nicht allein um die deutsche Volksnot, sondern um eine solche vieler Völker. Die Not hat aber

Der Mittelstürmer von Hollywood.

Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 29. Fortsetzung.

Der ohrenbetäubende Jubel des Kensington- Anhangs hörte auch nicht auf, als das Spiel wieder weiterging. Für sie war ein Tor ein Tor, gleichgültig, wie es erworben war. Was ging sie die seelische Agonie des Mannes an, der totenbleich und zitternd im Hollywood, Tor stand? Nichts! Gar nichts!

So tam die Halbeit mit ausgeglichenem Torergebnis. Trotzdem er mit allen Mitgliedern der Mannschaft innig be­freundet war, fürchtete sich Wallis, seinen Kameraden in die Augen zu schauen.

Er wäre gern zurückgeblieben, wenn die beiden Verteidiger nicht auf ihn gewartet hätten.

er.

Ich möchte mich am liebsten erschießen", Jungens!" stöhnte ,, Sei fein Narr!" sagte Tranfield wütend. Du kannst nichts Unmögliches tun! Der Ball hat sich wie eine Schlange gedreht!" Im Ankleidezimmer spielten sich ähnliche Szenen ab; an= statt ihren Tormann zu tadeln, beklagten sie sein Mißgeschic. Sie hatten alle schon viel zu oft gemeinsam Unglück gehabt, um nicht miteinander zu fühlen.

So scharf und erschöpfend das Tempo auch gewesen war, sehnten sie sich danach, den Kampf wieder aufzunehmen. Der unerwartete Fehlschlag hatte ihren Siegeswillen eher gestärkt, als sie entmutigt.

Und während Kanonier Sage sie massierte, summten tausend Drähte die Nachricht ins ganze Land und hinaus in die Welt, daß in dem gewaltigen Kampfe das Resultat bei Halbzeit für beide Teile gleich stand.

11. Schlußpfiff.

Als die Spieler das Feld verlassen hatten, löste sich die Spannung der Riesenmenge, und bald summten die mächtigen Tribünen von dem Gespräch der Menge wie ein riesiger Bienen­forb.

In dieser aus allen Gegenden des Reiches zusammengeström­ten Menschenmasse war jeder Dialekt vertreten. Aber ob man nun aus dem Norden, dem Süden oder Westen gekommen, oder ob man ein Einwohner der Metropole war, das Tagesgespräch

Gießener Zeitung"

auch schon in früheren Jahren bestanden, und wirkt sich heute in stärkerem Maße aus. Er erinnert an die Vorkriegsjahre, Kriegs­jahre und Inflation. Danach kam die Zeit erhöhter Verschuldung in der deutschen Landwirtschaft, die heute 12 Milliarden Mark überschritten hat, was allein eine jährliche Zinsenlast von über 1 Milliarde Mark erfordert, die natürlich eine große Belastung darstellt. Aber auch in den anderen deutschen Wirtschaftszweigen, wie in der Industrie, dem Handwerk und Gewerbe, hat eine große Verschuldung überhand genommen, deren steuerliche und Soziallasten noch höher liegen, als in der Landwirtschaft.

Eine Besserung der deutschen Landwirtschaft würde z. B. eintreten, wenn es gelänge, die Einfuhr landwirtschaftlicher Pro­dukte vom Ausland, die sich im letzten Jahre auf rund 3 Mil­liarden Mark belief, reduzieren könnte, das sehr gut möglich ist. Damit kommt auch die Frage:

Besteht die Möglichkeit, die Ernährung

in Deutschland sicherzustellen?

Dazu ist ein unbedingter Umschwung in der Landwirtschaft her­beizuführen, ganz besonders im Getreidebau, denn wir führen heute z. B. noch sehr viel Weizen vom Ausland ein, auch Mol­fereiprodukte, Fleisch und Obst. Mit den Maßnahmen der Re­gierung der Zölle allein ist es auch oft nicht getan, die deutsche Landwirtschaft muß konkurrenzfähig werden und eine gleichmäßige Preisgestaltung muß angestrebt werden.

Doch nicht allein der deutschen Landwirtschaft geht es schlecht, fast allen auf der Welt; dem Farmer in Kanada, Brasilien, Argentinien, Australien usw., und an was liegt dies: mangelnde Kaufkraft und unsere Gesamtwirtschaft leidet darunter!

Eine Umstellung der deutschen Landwirtschaft muß erfolgen. So muß sie vor allem ihre Produkte faufgerecht auf den Markt bringen, wie z. B. der Jtaliener das Obst, der Holländer und Däne die Butter. Die kleinbäuerlichen Betriebe müssen mit standardisiert werden. Für diese Uebergangszeit werden wir in den nächsten Jahren große Opfer der Landwirtschaft bringen müssen, obwohl diese schon Milliarden in den letzten Jahren er­halten hat, und es ist eine nationale Pflicht, damit gleichzeitig unserem gesamten deutschen Volk zu helfen. Eine starke Ver­bundenheit alles Deutschen ist hierfür die erste Voraussetzung. Reicher Beifall zeigte das allseitige Interesse. Ueber

,, Stillhalteverlängerung und Reparationsreform" sprach sehr eingehend Dr. Neumark. Das verbindende Glied, so führte er u. a. aus, ist die große Auslandsschuld Deutschlands. Die einzelnen Etappen: Dawesplan, Versailler Vertrag, Ab­fommen 1921 die unter dem Drude der Sanktionen erfüllt werden sollten Ruhrkampf, Youngplan, machten es notwendig, daß wir stets neue Auslandsanleihen aufnehmen mußten, um die Reparationsbeträge bezahlen zu können. Es gelang also durch Pump. Solange dies ging, war es gut. Aber es schwand damit die Kreditwürdigkeit und die kurzfristigen Anleihen brach­ten weiter eine gewisse Unsicherheit. Diese Anleihen belaufen sich gegenwärtig auf 9 Milliarden. Mit dem Feierjahr wurde unsere schlechte finanzielle Lage der Welt offenkundig. Das Stillhalte= Abkommen, das auch noch fam, umfaßt etwa 6 Milliarden RM., 1932 und es wird das nächste Jahr eine derart schlechte Finanzlage eintreten, wie man sie sich nicht schwärzer vorstellen kann, zumal es nicht zu vermeiden sein wird, an einem Etat­Defizit von Staat und Gemeinden in Höhe von einer Milliarde vorbeizukommen, in der Voraussetzung noch, daß wir auch in diesem Jahr keine Reparationen zu zahlen brauchen. diesen Ausführungen folgte reicher Beifall. Einen weiteren Vortrag über

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Auch

,, Frankreich und seine politischen Probleme" hielt Prof. Dr. Bergsträßer, der zeigte, daß die französische Politik im wesentlichen von französischen Bauern ausgeht und nicht in Paris gemacht wird, wie man oft irrtümlich in Deutsch­land annimmt. Und dieser französische Bauer ist fleißig, sparsam, mißtrauisch, politisch radikal- demokratisch, d. h. liberal, fried­liebend, und hat keinen Haß, auch nicht gegen uns.(!) Aber Sicherheiten für seine Ruhe will er! Der Beifall belohnte den Redner für seine Ausführungen.

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Provinzialdirektor Gräf dankte den Vortragenden, und mit dem Dank des Leiters der Landesabteilung der Reichszentrale an alle, die zu dem Vortrag erschienen waren, schloß dieser Bildungstag.

war: Hollywood. Sogar der eingeborene Londoner Cockney ver­gaz seine Parteizugehörigkeit und wechselte mit seinem Nachbar Ansichten über die hervorragenden Qualitäten der nordischen Mannschaft.

Margery Kirkby war schon immer eine begeisterte Fußball­enthusiastin gewesen, jedoch niemals vorher war ihr der unerhörte Zauber, mit welchem dieses große Spiel die Massen im Banne hielt, so bewußt geworden wie jetzt. zu ihrer Ueberraschung vernahm sie, wie die Leute um sie herum aus dem Kopf Alter, Gewicht und Größe jedes einzelnen Mannes der Hollywood­Mannschaft angaben. Sie errötete vor Stolz, als sie hinter ihrem Rüden Dids Namen erwähnen hörte: ,, Ein Fußballwunder; ich habe G. D. Smith zu seiner besten Zeit gesehen, aber er war nicht eine Idee besser als dieser Junge, wenn er überhaupt so gut war!"

Hollywood war nach der Pause zuerst auf dem Felde, und der tiefe Eindruck, den sie auf die Menge gemacht hatten, zeigte sich sofort in dem brausenden Beifall, mit dem sie begrüßt wur­

den.

Dann tam Kensington und der Spielbeginn, und unauf­hörlich wechselte Hoffnung mit bitterer Enttäuschung in den Her­zen der großen Menge.

Jedes Sportereignis ist voll dramatischer Einzelheiten, aber in diesem Pokalwettkampf, dem größten, welchen selbst die älte­sten anwesenden Fußballanhänger gesehen hatten, schien jeder einzelne Stoß die Menge zu elektrisieren. Während der nächsten fünf Minuten nach Wiederaufnahme des Spiels wogte die Menge aufgeregt hin und her, und es war ein Anblid, nicht unähnlich einem gigantischen Weizenfeld, das vom Winde bewegt wird.

Jeder einzelne Mann im Felde leistete sein Bestes, doch waren es die Spieler im roten Jersey, auf die hauptsächlich das Augenmerk der Zuseher gerichtet war. Immer und immer wie­der fegten sie mit unheimlicher Präzision über das Feld.

Der dunkelhaarige feine Junge im Zentrum ähnelte einem Kutscher, der vier feurige Pferde am Zügel hatte, so vollkommen hatte Marr den Hollywood- Sturm in der Hand. Seine Kame­raden folgten dem leisesten 3ug"; sie schienen seine verborgen­sten Gedanken zu kennen. Immer wieder donnerte der Beifall der Menge, so oft er seine Sturmlinie mit einem meisterhaften Paßball, der sein Fußballgenie offenbarte, in Bewegung setzte. Troy allem Geschid, trotz aller List und Entschlossenheit der Hollywood- Mannschaft fam fein weiterer zählbarer Erfolg. Die Querstange erbebte, die Seitenpfosten zitterten, doch durch mehr

Nr. 94.

Mittwoch, den 2

100 Jahre Gießener Universitäts- Forstinstitut. In sehr schlichter Weise fand dieser Tage die Feier des 100jährigen Bestehens des ersten Forstinstituts an einer Univer­sität in Deutschland und der ganzen Welt, des Forstinstituts unserer Universität statt, zu der sich eine Reihe forstwissenschaft­licher Autoritäten und Praktiker und die hessischen Staatsbe hörden eingefunden hatten. Prof. Dr. Vanselow, Direktor des Forstinstituts, wies in seiner Begrüßungsansprache darauf hin, daß das Land Hessen als erstes in Deutschland und damit in der ganzen Welt ein Lehr- und Forschungsinstitut für Forst­wissenschaft geschaffen hat, das zum Ausgangspunkt der wissen= schaftlichen Forstlehre wurde und daß nunmehr die Universität Gießen sich rühmen darf, dieses älteste, 100jährige Institut zu besitzen.

* Telegraphie- Spionage? Nachdem durch das Telegraphen­amt Gießen am Montag, den 16. 11. 31, vormittags, Störungen in verschiedenen nach Butzbach und Friedberg führenden Tele­phonleitungen bemerkt worden waren, wurden sofort Beamte des Telegraphenamtes mit dem Suchen nach der Störungsstelle be= auftragt. Am Dienstag vormittag fand ein Beamter an der Straße Klein- Linden- Großen- Linden, etwa in der Mitte des auf der rechten Straßenseite gelegenen Waldes an einem Mast eine unberechtigt angebrachte Leitung, bestehend aus neun Kupferdrähten. Acht dieser feinen Drähten waren an die Fern­sprechleitung angeschlossen und führten, durch schwarzes Jsolier­band zu einem Kabel vereinigt, an der der Straße abgekehrten Seite des Mastes auf die Erde und von da, etwas eingelegt, nach einem kleinen Unterstand. Das Ende der Drähte war zu Desen zum Anlegen an einen Hörapparat geformt. Der Unter­stand befand sich etwa fünf Meter von dem Mast entfernt am Waldrande und war mit Reklameblechschildern vollständig aus­gelegt und abgedeckt und gerade so groß, daß ein Mann in lie­gender Lage sich darin aufhalten konnte. Die Abdeckungsbleche waren noch mit Erde und Laub überworfen, daß der Unterstand kaum zu sehen war. In dem Unterstand wurde ein fast neuer Pionierspaten mit der Bezeichnung C. K. W. W. E. vorgefunden. Drei der verwendeten Reklamebleche wurden an einem Anwesen in der Frankfurterstraße entwendet. Die Herkunft der übrigen Reflameschilder steht noch nicht fest. Es handelt sich um Schilder Bei dem der Firmen Stod- Continental und Peters- Union. verwendeten Draht handelt es sich um Schwachstrom- oder Spu­lendraht von 0,55 mm Stärke, der mit grüner Seide umsponnen ist und um Ankerdraht von 0,3 mm Stärke mit weißer Baum­wollumwicklung. Alle Personen, die im Interesse der Aufklä­rung sachdienliche Angaben machen können, werden dringend ersucht, der Kriminalabteilung Gießen Nachricht zu geben.

* Diebstähle. In der Nacht num 24. 11. 1931 wurde in der Marburgerstraße in eine Zigarrenfabrik eingebrochen und aus dem Arbeitsraum von den Tischen etwa 2500 frisch angefertigte Weiter wurden gestohlen unverpackte Zigarren entwendet.

eine silberne Uhr mit Bierzipfel gez. G. G. und Widmung: ,, Ernst u. Hugo ihrem lieben Gustav zur Erinnerung an die Pennälerzeit"; aus einem Auto ein Rudsad mit Lebensmitteln, Kinderschuhen und Haushaltungsgegenständen, aus dem Schlacht­aus ein halbes Schwein und auf dem Ludwigsplay und vor dem Volksbad je eine elektrische Boschlaterne. Personen, die sache dienliche Angaben zur Täterermittelung machen können, werden gebeten, die Kriminalpolizei zu verständigen. Wegen Dieb stahls wurde eine Hotelangestellte festgenommen. In ihrem Be sitz fand man eine größere Menge Tafelsilber und Hotelwäsche. * Schweinerotlauf. Der Schweinerotlauf unter dem Bestand des Katholischen Schwesternhauses, Liebigstraße 22-24, und des Heinrich Kipper, Brandgasse 7, ist erloschen. Die angeordneten Sperrmaßnahmen sind aufgehoben.

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* Straßensperre. Die Sperrung des Tiefenwegs ist vom Polizeiamt wegen Bauarbeiten auf die Dauer vom 17. Novem ber 1931 bis 1. Januar 1932 für den Durchgangsverkehr für Fahrzeuge aller Art angeordnet. Umleitung erfolgt durch die Kleine Mühlgasse. Den Anliegern ist die An- und Abfahrt gestattet.

* Südwestdeutscher Rundfunt. Sonntag, den 29. November, ist eine Gedenkstunde für die heilige Elisabeth, zusammen mit der Choralschola der phil.- theol. Hochschule St. Georgen unter Lei tung von Dr. Josef Maria Nielen. Neben seltenen Chören mit Instrumentalbegleitung gelangen zeitgenössische Schilderungen zur Darbietung.

als zehn Minuten lang gelang den Hollywood- Stürmern alles, nur kein Tor. Immer betrog sie das Glüd um den verdienten Enderfolg. Einmal lag sogar der Tormann der ganzen Länge nach auf dem Boden, und ein Kensington- Verteidiger begegnete gleichzeitig mit dem Kopf einer Bombe, die ihn glatt in das Tor hineinwarf. Aber der Ball ging nicht mit; er sprang vom Kopfe des Verteidigers ab und rollte über das Dach!

Die Kensington- Verteidiger arbeiteten wie Besessene. Sie schossen den Ball mit einer Geschwindigkeit weg, als wenn er rotglühend wäre. Der bloße Anblid eines anstürmenden Holly wood- Stürmers genügte ihnen, um den Ball möglichst rasch ins Aus zu schießen.

Als der rechte Verteidiger auf diese Weise zweimal abge wehrt hatte, erhoben die Kohorten mit rotweisen Armbinden ein erschütterndes Triumphgeheul.

Es schien, als ob Hollywood den Gegner in Grund und Boden spielen wollte. Aber es ist nicht immer dasselbe, her vorragend Fußball zu spielen und Tore zu erzielen.

Ein Tor am Fußballfeld ist wie ein Knod aut im Prizering es ist das einzige, was die Menge wirklich befriedigt. Die Zuschauer, welche sich ohne Widerspruch, ja ohne es zu merken, gegenseitig auf den Füßen standen, fremde Hüte schwenkten. schrien nach einem Tor. Da Hollywood jetzt die populäre Elf war, verbanden sich jetzt die Stimmen der Neutralen in der großen Menge mit denen der Männer aus dem Norden in dem wilden Begehren, daß Hollywoods faszinierendes Spiel mit einem Tor belohnt werden möge.

Die Zurufe wirften auf Marr und seine Leute wie Peitschen hiebe auf feurige Rosse. Wieder begann er seinen Angriff: wieder ging das Leder von Mann zu Mann mit erstaunlicher Geschicklichkeit und Präzision. Als schließlich die Flanke von rechts tam, schnappte sie der Mittelstürmer ,, stürmte vorwärts und sandte den Ball an den ausgestreckten Händen des Kenjing ton- Tormannes vorbei ins Net.

Die Menge tobte vor wilder Begeisterung, aber sie dauerte nicht lange. Statt in die Feldmitte zu zeigen, ordnete der Schiedsrichter einen Freistoß an!

,, Du warst abseits, mein Junge, es tut mir leid!" sagte der Mann mit der Pfeife und flopste dem Schützen auf den Rüden, als er an ihm vorbeikam.

Es war eine bittere Enttäuschung, aber tatsächlich war Mart abseits gewesen. In seiner Erregung hatte er nicht darauf ge achtet. Fortsetzung folgt.

Ergeb

Die Vereine ha

lag wie den Totenj Mannschaften betra piele ausgetragen. auf der ganzen Lin wurden uns befann 18, 11, 1931: Biedenkopf Breidenbach

Friedensdorf

Momberg 1.

Momberg Ig 21. 11. 1931: 1900 Gießen 22.11. 1931:

Sportel. 03 9 Seljen 09 Ka Berein Germania Marburg Boruffia Fulda beffen 09 Staffel .6.08 Staffel Germania Fulba SBK- Marburg Surheffen Staffel 8.1. B. Gießen boras Odershaujen Tura Kassel Einbed 05 Göttingen 05 Berein 3C. 05 Göttingen Sport Staffel Spielverein Staffel beffen Hersfeld bermannia Staffel Grone Großalmerode Zura Staffel 88. 05 Einbed Sp. u. Sp. Northei Spogg. Göttingen

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