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Gießener Zeitung
( Gießener Tageblatt)
Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus.
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t bätte, dabei mitzuwirken, Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdfen geltend gemacht. Aber endung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.
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Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21.
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Samstag, den 25. Juli 1931
Kampf der Kapitalflucht.
Der Feldzug des Reiches gegen die Kapitalflucht hat be-| Ausland, nahm dort das erheblich geringere Zinsniveau in
hrts: und Unterstützungsinländischen Kapitalstroms zu verhindern. Er tut doppelt not eigene Verbandszeitschrift gonnen. Er wurde notwendig, um das allmähliche Versichern des un der Hauptvorstand des leidet und alles daran sehen muß, vorhandene Kapitalmittel der Landes gegangen, um dort heimischen Wirtschaft nukbar zu machen. Leicht wird es aller en handwerklichen Mittel bings nicht sein, der Kapitalflucht Herr zu werden. Lange Zeit Kräfte im
mit denen unter der heu dwerk überall zu kämpfen ind in furzer Zeit auf der
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e folgen sollen. Die Er engehörigkeitsgefühls wird
Dolle Uebel sei mit staatlichen Madytmitteln kaum anzukommen; Das anpassungsfähige, elastische, bewegliche Kapital könne durch die Maschen eines Gesetzes, wenn es wolle, hindurchschlüpfen. Die
Zuspigung der Notlage Deutschlands ließ jedoch ernsthaft auf
Mittel sinnen, wie diesem Vorgang, der vom nationalen Standpunkt ebenso beschämend, wie er aus volkswirtschaftlichen Erwäß des Deutschtums und seigungen beklagenswert ist, mit Aussicht auf Erfolg begegnet wet
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, Verlag für angewandt A 16.( Preis 50 Pig.).- asser auf Grund langjähr eutung des Roggenpoblems ch namentlich im Gehalt a überlegen ist und daß hin Roggenbrot vorzuziehen. Inf. Regts, Nr. 176. J Tradition", Wilhelm Kolt, nf.- Regts. 176, bearbeitet der Regimentsatten und
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fte". Monatlich ein Heft prächtigen 3. T. farbigen Deinrich Beenten in Be unst frischt der„, Tür innert an die Notzeit mehr vorhanden war Dossierer Leonhard Bosch i schuf. Alle großen Gestal Luise bis zu Napoleon, vo bis zu Humboldt, find Don en Kleinkunst verewigt wor ild wieder auf, da man für heimerheide bei Düsseldorf tahlkreuz errichtet hat, Arh ,, Türmer" und greift den vergessenen Augenzeugen chlageters auf. Im übrige allgemein interessierender nen die brennenden Fragen
1.
den könne.
Deutschlands Volkswirtschaft steht und fällt mit ihrer Kapitalversorgung. Von zwei Seiten wurde sie durch die allgemeine schwere Vertrauenskrise der letzten Wochen bedroht. Ausländische Geldgeber zogen die unserer Wirtschaft geliehenen kurzfristigen Kredite zurüd. Gleichzeitig führte die Panik im Inlande zu verstärkter Kapitalflucht und zur Devisenhamsterei. Wie würde man wohl noch vor Jahresfrist über einen Geschäftsmann geurteilt haben, der Vermögenswerte aus Geschäft, Betrieb oder sonstigen Anlagen herauszieht, um sie im Ausland gegen wesentlich ge= pingere Verzinsung anzulegen? Was hätte man ferner wohl zu dem Einfall gesagt, vorhandene Geldbeträge in ausländische Zahlungsmittel umzutauschen und sie dann, in Form von Dollars, englischen Pfunden u. a. m., in der Schublade aufzubewahren, unfruchtbar, zinslos? Solch unkluges Verhalten erschien jedoch in den letzten Wochen vielen, leider zu vielen Deutschen, als der Weisheit letzter Schluß. Man übertrug große Kapitalbeträge ins
Politische Rundschau.
Ministerpräsident Laval erklärte, daß es nicht ausgeschlossen fei, daß eine neue Konferenz, vielleicht in Berlin, stattfinden werde.
Der diplomatische Korrespondent des„ Daily Telegraph" meldet, daß Japan sich bereit erklärt habe, sich an jeder englischamerikanischen Maßnahme zu beteiligen, die auf die Wiederherstellung der deutschen Finanzen hinziele.
Dr. Hugenberg erklärte in einem amerikanischen Blatt, daß die Finanzkrise in Deutschland die unvermeidliche Folge der jahrelangen Reparationszahlungen sei.
Newyorker Großbankiers find mit der Verlängerung der turzfristigen Kredite an Deutschland einverstanden, falls die Geldgeber der anderen Nationen eine gleiche Aktion unternehmen würden.
In der Fraktionsfigung der Reichstagsfraktion der Deutschen Modeſtils war der„ grüne nationalen Volkspartei hielt Geheimrat Dr. Hugenberg ein Re
Vom Moderennen im Ben
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Der ,, Woche" unter dem Leit
ferat über die politische Lage.
Die Kommunistische Partei wird nach Ablehnung ihrer For: derungen durch den preußischen Innenminister für den Volks= entscheid auf Auflösung des preußischen Landtags eintreten.
Die polnische Regierung hat die Einfuhr von Stiditoffwaren aus dem Ausland verboten.
Im lettländischen Parlament wurde das Gesez über die Ent
en" eingehend erörtert. Ein eignung der deutschen Domkirche in Riga abgelehnt. Es findet
e Leser begrüßen werden.-
Beiträge von Hermann He
nunmehr ein Boltsentscheid über diese Frage statt.
Amtliche amerikanische Stellen geben zu, daß die französische
es, den Beginn einer Artikel brüstungsnote einen schweren Schlag gegen Hoovers Abriginale" und einen entzüde rüstungspolitik bedeutet.
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Die französische Abrüstungsnote an den Bölterbund verschärft alle franzöfifchen Rüstungs- und Sicherheitsforderungen, die aus ben Berhandlungen der letzten Jahre bekannt sind.
Die Regierungskommission des Saargebiets hat bis auf weiteres alle öffentlichen Veranstaltungen, mit Ausnahme von folchen in geschlossenen Räumen und sportliche Veranstaltungen verboten.
Im Laufe des Donnerstag breiteten sich die Unruhen in Chile immer weiter aus. Bei Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten in Santiago wurden 500 Personen verwundet.
Die bei Schneidemühl notgelandeten polnischen Flieger wurben zu je drei Tagen Haft verurteilt.
Die Desterreichische Nationalbank hat mit Wirkung ab 23. Juli ihren Diskontsag auf 10 Prozent und ihre Lombardsäge auf 10,5 Prozent und 11 Prozent erhöht.
Die Bant von England hat ihren Diskontsatz von 2,5 auf 3,5 Brozent erhöht.
Das Luftschiff„ Graf Zeppelin" ist zu seiner Arktisfahrt gestern gestartet.
Wetterlé, der ehemalige deutsche Reichstagsabgeordnete für Eljaz- Lothringen und spätere Député der französischen Kammer, ist gestern vormittag im Alter von 70 Jahren in Ouchy gestor: ben. Wetterlé war zulegt Mitglied der französischen Gesandtschaft beim Batitan.
Rauf, ja verzichtete sogar auf jegliche Verzinsung. Andere wiederum hamsterten im Inland Devisen und ausländische Zah
lungsmittel, scheuten nicht 3insverlust und die Speſen der Umwechslung. Und das alles geschah aus völlig unbegründeter Angst vor einer Entwertung der Reichsmart, wurde in Szene gesetzt, obwohl man bei ruhiger Ueberlegung hätte einsehen müssen, daß feine sachliche Veranlassung zur Inflationsfurcht vorhanden ist. Die ohnehin fapitalarme deutsche Volkswirtschaft wurde durch diese unnötige Panik weiterhin geschwächt, die Blutarmut unseres Wirtschaftstörpers hat nun beängstigende Formen ange
nommen.
die
Mit einschneidenden Maßnahmen wird nunmehr gegen alle diese Vorgänge durch die Notverordnung vom 18. Juli vorgegangen. Sie erfaßt sowohl die eigentliche Kapitalflucht Uebertragung von Vermögenswerten ins Ausland als die Devisenhamsterei. Um nur einiges wichtige fnapp anzudeuten: Die Steuerpflichtigen müssen ihre ausländischen Zahlungsmittel ( Banknoten, Schecks, Wechsel etc.) und ihre Forderungen in ausländischer Währung grundsätzlich bei der Reichsbant anmelden und ihr auf Verlangen verkaufen und übertragen. Eine besondere Anzeigepflicht ist ferner bei den Steuerbehörden vorgesehen. Zuwiderhandlungen werden mit schweren Freiheits- und Geldstrafen bedroht. Eine Steueramnestie ist in die Notverordnung eingebaut worden; verschärfte Bestimmungen über die Steueraufsicht sind erlassen. Im ganzen gesehen wird durch diese Notverordnung dem umsichgreifenden Uebel der Kapitalflucht Einhalt ge= boten werden können. Darüber hinaus ist die Annahme begründet, daß eine Rückkehr geflüchteter Kapitalwerte und eine Abgabe gehamsteter Devisen zum Wohl des Volksganzen erreichbar sein wird.
Kabinettsrat in Berlin.
Vorbereitungen zur Begegnung mit Macdonald, Henderson und Stimson.
Reichstanzler Dr. Brüning und Reichsaußenminister Dr. Curtius sind am Freitag vormittag 11 Uhr von London abgereist. Sie werden gemeinsam mit den übrigen Mitgliedern der deutschen Delegation am Sonnabend vormittag in Berlin eintreffen. Der amerikanische Staatssekretär Stimson tommt am Sonnabend turz nach 17 Uhr in Berlin an. Am Montag vormittag 8.38 Uhr trifft dann der englische Außenminister Henderson in Berlin ein. Am Montag nachmittag wird mit dem Flugzeug direkt aus London der englische Premierminister Macdonald folgen. Ueber den Zeitpunkt, wann der französische Ministerpräsident Laval nach Berlin kommen wird, sind noch feine endgültigen Dispositionen getroffen.
Sofort nach seiner Rückkehr wird sich der Reichskanzler Dr. Brüning zum Reichspräsidenten von Hindenburg begeben, um diesem Bericht über die Pariser und Londoner Verhandlungen zu erstatten. Im Anschluß daran wird das Reichskabinett ĉu= sammentreten, um sich gleichfalls von Dr. Brüning und Dr. Curtius über den Verlauf und das Ergebnis der Besprechungen informieren zu lassen. Gleichzeitig wird sich im Zusammenhang damit das Reichskabinett auch schlüssig werden über die weiteren Schritte und über die Themen, die in erster Linie mit den nach Berlin kommenden fremden Ministern behandelt werden sollen. In der Hauptsache handelt es sich natürlich darum, die in Paris und London eingeleiteten Verhandlungen fortzusehen.
Im besonderen ist es nicht richtig, daß von französischer Seite etwa schon bestimmte Vorschläge über das Zustandekommen einer internationalen Anleihe für Deutschland gemacht worden seien. Nach wie vor hängt die Gewährung langfristiger Auslandskredite für Deutschland ganz und gar davon ab, ob zwischen Deutschland und Frankreich eine dauerhafte Verständigung herbeigeführt wer den kann.
Wenn auch der Plan aufgegeben worden ist, die Besprechungen zwischen den deutschen und englischen Ministern nach dem Muster von Chequers auf Hubertusstock durchzuführen, so wird sich das übrige Programm vermutlich auf derselben Linie bewe gen, wie das frühere. Es wird u. a. ein Besuch beim Reichspräsidenten stattfinden. Reichsaußenminister Dr. Curtius wird am Montag mittag zu Ehren Hendersons ein Frühstück geben. Am Montag abend wird ein Festessen beim Reichskanzler stattfinden. Am Dienstag werden die englischen Minister voraussichtlich Gäste des preußischen Ministerpräsidenten Braun sein und für Dienstag abend ist vom englischen Botschafter zu Ehren seines Ministerpräsidenten und des amerikanischen Außenministers ein großer Empfang in der Botschaft vorgesehen, zu dem selbstver= ständlich auch die deutschen Regierungsfreise geladen sind.
Zeitungs- und Versammlungsverbot. Die in Nierstein erscheinende„ Niersteiner Warte", eine Nationalsozialistische Zeitung, ist auf die Dauer von vier WoIn der Darmstädter Festhalle sollte chen verboten worden. am Samstag eine nationalsozialistische Mitgliederversammlung stattfinden, in der Oberleutnani Schulz sprechen sollte. Die Oeffentliche Versammlungen Versammlung wurde verboten.
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sind bekanntlich in Hessen bis Anfang August nicht erlaubt.
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Nummer 59
Finanzierungsfragen der Bauwirtschaft.
Von E. Wildermuth,
Vorstandsmitglied der Deutschen Bau- und Bodenbank-.- G.
Während die Neuinvestitionen der deutschen Volkswirtschaft unter Berücksichtigung des Abgangs und insbesondere des Lagerabbanes in den Jahren 1924-1928 in runden Zahlen 8, 7, 3, 11 und 10 Milliarden betragen haben, betrug der Wert der Produktion der gesamten Bauwirtschaft in den Jahren 1925-1928 5,8; 5,8; 7,6; 9 Milliarden RM., um in den Jahren 1929 und 1930 auf 7,1 und 5,6 Milliarden zu sinken.
Gegen diesen Umfang der Bauproduktion sind starke Bedenken geäußert worden. Diese Auffassung hält einer objektiven Nachprüfung jedoch nicht stand, wie sich aus der Notwen digkeit des Wiederaufbaus des in den 10 Jahren Krieg und Inflation zerrütteten Produktions- und Verkehrsapparates der Wohngelegenheiten usw. ergibt.
Für etwaige Fehlinvestierungen darf man auch nicht, wie das so vielfach geschieht, das Baugewerbe verantwortlich machen. Das Baugewerbe führt nur diejenigen Aufträge aus, die es bekommt. Im Vergleich zu dem Wert der Bauproduktion war die Kapitalbildung in Deutschland nicht besonders groß. Doch hat Deutschland in den Jahren 1924-1930 für die Zwecke seiner eigenen Wirtschaft insgesamt rd. 6,7 Milliarden Auslandsanleihen erhalten.
Die
Im gewerblichen Bau sind in den Jahren 1925-1931 insgesamt 16,42 Milliarden RM. angelegt worden. Investitionen der Industrie für die Jahre 1924-1928 betragen 3 663 000 000 RM. von insgesamt rd. 9 Milliarden gewerblicher Investierungen. Für Landarbeiterwohnungen und die Bauten ländlicher Siedlung sind in den Jahren 1924 bis 1928 insgesamt 127,6 Millionen RM. aufgewendet worden.
Stärker hat der Wohnungsbau sich auf den freien Markt stützen können. Es sind an 1. Hypotheken in den Jahren 1927 bis 1930 dem Wohnungsbau 5,110 Milliarden zugeführt worden. Die Gewährung von Hypotheken ist zum großen Teil anhängig von dem Absatz an Pfandbriefen. Dieser Absatz hat in den letzten Jahren einen Umfang angenommen, wie er in der Vorkriegszeit nie erreicht worden ist. Die Baukosten und die Kapitalkosten sind gestiegen.
Die Schwierigkeiten der Finanzierung des Wohnungsbaues lagen in der Hauptsache nicht in der Beschaffung der 1., sondern der 2. Hypothek. Man hat versucht, die Sicherheit der 2. Hypothek zu verstärken. Befriedigend gelöst worden ist auf diese Weise das Problem eigentlich nur in Dänemark. Bei uns begann der Staat selbst auf diesem Gebiete einzugrei fen. Die Bürgschaft des Reichs oder der Länder sollte privatem Kapital zur zweiten Stelle die nötige Sicherheit geben. Grundsätzlich ist man nach der Stabilisierung der Währung einen anderen Weg gegangen. Im Gegensatz zu dem im Ausland vielfach üblichen System von Zinszuschüssen, hat man in Deutschland aus den Mitteln der Hauszinssteuer niedrig verzinsliche Darlehen zur zweiten Stelle gewährt. Auf diese Weise sind dem Wohnungsmarkt zur 2. Stelle in den Jahren 1924-1930 insgesamt 8,636 Milliarden zugeflossen. In den beiden Notverordnungen vom Dezember 1930 und Juni 1931 wird der Versuch gemacht, die Hauszinssteuermittel durch Mittel des privaten Geldmarktes zu ersetzen. Für später sollen die Länder oder Gemeinden den Ertrag der Hauszinssteuer und der neu vorgesehenen Wohnraumsteuer und den Ertrag der ausgeliehenen Hauszinssteuerhypotheken in gemischtwirtschaft: liche nach dem Bedarf der einzelnen Länder und Provinzen ge gründete Anstalten einbringen, ein Verfahren, wie es sich in Württemberg bewährt hat.
Für die Wohnungsbaufinanzierung sind ferner die Bausparkassen von wachsender Bedeutung geworden. Die Verhältnisse englischer und amerikanischer Bausparkassen können jedoch nicht ohne weiteres nach Deutschland übertragen werden, da die angelsächsischen Bausparkassen infolge des Mangels von Hypothekeninstituten und von Sparkassen in diesen Ländern ganz andere Funktionen ausüben.
Der öffentliche Bau hat der Bauwirtschaft in den Jahren 1924-1931 Aufträge im Gesamtbetrage von 14,76 Milliarden gebracht. Die Unterhaltungs-, Ausbau- und Nenbaukosten für Straßen betrugen für die Rechnungsjahre 1928/29 und 1929/30 rd. I 100 Millionen RM. Die Kosten für die zur Zeit erforderlichen Umbauten und Modernisierungen aller Landstraßenverwaltungen werden auf 5 Milliarden Mark veranschlagt.
Bei der Uebernahme von Straßenbauten wie von Tiefbauten aller Art wird häufig vom Unternehmer die ganze oder teilweise Finanzierung dadurch verlangt, daß er mit seinen Mitteln für meherere Jahre in Vorlage treten soll. Die Beanspruchung des Bauunternehmers als Träger bei der knappen Finanzlage der Bauherren, insbesondere aller öffentlichen Bauherren, wird immer stärker. Die Uebernahme solcher Aufträge, die vom Bauunternehmer mit finanziert werden müssen, bringen diesem ein sehr gefährliches Risiko. Unabhängig von den übrigen Konjunkturverhältnissen ist die Bauwirtschaft infolge des Rückganges des Auftragsbestandes nach


