Samstag, den 25. April 1931.
Ferner muß Vorsorge dagegen getroffen werden, daß die enorme Steuerverschuldung der Geschäftshauseigentümer ausge glichen wird, die mangels genügender Geschäftserträgnisse in den letzten Jahren nicht in der Lage waren, die überaus hohen Condersteuern zu entrichten.
Der endgültigen Beseitigung der Sondergebäudesteuer muß größte Aufmerksamkeit gewidmet werden.
6. Die neue Bewertung des zwangsbewirtschafteten Grundbesiges muß sich möglichst anlehnen an die heutigen Werte. Ob dies allein durch ein Vielfaches der Rohmieten bezw. Friedensmieten möglich ist, ist nicht sichergestellt. Eine Kombination der Rohmiete mit dem früheren Wehrbeitragswert, beide in ein Verhältnis gesetzt zu den tatsächlich in der letzten Zeit erzielten Verkaufspreisen ist im Sinne der Vorschläge der Hausbesitzerorganisation zu erwägen. Die Wertfestsetzung muß durch Sachverständigenkommissionen erfolgen.
Der Einzelhandel protestiert gegen
die hessische Steuerpolitik.
Die Führer des hessischen Einzelhandels und die Vertreter der Ortsvereine sind am Mittwoch, dem 22. April, zu gemeinsamen Beratungen versammelt gewesen. Es galt besonders Stellung zu nehmen gegen die hohen Steuern. Es wurde folgende Entschließung angenommen:
,, Die Reichsregierung hat durch die Reichsnotverordnung vom 1. Dezember vorigen Jahres Richtlinien über eine Senfung der Grundsteuer um 10. Prozent und der Gewerbesteuer um 20 Prozent aufgestellt. Leider muß festgestellt werden, daß diese Absicht der steuerlichen Entlastung der Wirtschaft in Hes= sen, insbesondere auch des Einzelhandels, durch eine Erhöhung der staatlichen Grundsteuer um 200 Prozent und um eine unerhörte Erhöhung der Sondergebäudesteuer, die hauptsächlich die Geschäftsgrundstüde trifft, aufs schwerste beeinträchtigt wird.
,, Gießener Zeitung"
wiegendste hinzu. Trotz aller platonischen Erklärungen, wird es die Folge sein, daß der bewährte Geist der hessischen Simultan= schule ein anderer werden wird. Wir müssen damit rechnen, daß der entscheidende Schritt getan ist, aus dem Schulfrieden zum kulturellen Kampf. Die Verantwortung tragen diejeni gen, die um parteipolitischer Ziele willen das wertvollste Volksgut, den inneren Frieden, geopfert haben.
Während die Regierung ständig vom Einzelhandel einen weiteren Preisabbau fordert, hat sie gleichzeitig die steuerlichen Lasten des Einzelhandels aufs neue erhöht. Der Hessische Einzelhandel legt gegen diesen wiederum verstärkten Steuerdruck schärfste Verwahrung ein und fordert von der hessischen Regierung die Wiederaufhebung dieser gesetzlichen Maßnahmen und weitgehende Milderung der steuerlichen Härten."
Hessischer Landtag.
Entschließung des hessischen Pfarrvereins.
Der Entschließung der evangelischen Landeskirchenregierung und der Proteste der evangelischen und anderen Körperschaften des Landes gegen die Aufhebung des Pädagogischen Institutes zu Darmstadt und dessen Zusammenlegung mit dem Institut in Mainz, schließt sich der Hessische Evangelische Pfarrverein vollauf an. Er fordert überdies, daß die unter dem derzeitigen Zustand besonders benachteiligte. für Schule, Kirche und Gesamtfultur so wichtige Provinz Oberhessen baldigst in Gießen ein Pädagogisches Institut in Verbindung mit der Universität erhält.
Darmstadt. Im hessischen Landtag wurde am Freitag nach zum Teil sehr lebhafter Debatte der gesamte Etat des Ministeriums für Kultus und Bildungswesen verabschiedet. Dabei wurde auch das Kapitel„ Landestheater", das bekanntlich in der Sitzung des Finanzausschusses keine Mehrheit gefunden hatte, mit den Stimmen der Sozialdemokraten, der Demokraten und der Mehrheit des Zentrums angenommen. Am Dienstag der kommenden Woche beginnt die Beratung des Etats des Landtages.
Kulturkampf in Hessen.
Landeskirchentag.
Der hessische Lndeskirchentag tritt am 28. ds. Mts. zu einer Tagung in Darmstadt zusammen. Als Hauptgegenstand der Beratung liegt ein Entwurf der Kirchenregierung vor zu einem neuen Kirchengeset, betreffend„ Die Erhaltung der kirchlichen Ordnung und Sitte". Das neue Gesetz soll namentlich das Verhältnis zu den Ausgetretenen regeln und auch Vorschriften geben für die kirchliche Trauung und Beerdigung solcher.
Generalversammlung des Evangelischen Bundes.
Die Generalversammlung des Evangelischen Bundes findet in diesem Jahre anläßlich der 300jährigen Wiederkehr der Zerstörung in Magdeburg statt. Als Termin ist die Zeit vom 4. bis 7. Juni festgesetzt worden.
Der Hessische Landtag hat mit den Stimmen des Zentrums, der Sozialdemokratie und der Mehrheit der Demokraten be-= schlossen, daß die Hessische Regierung in der Verlegung des Pädagogischen Institutes von Darmstadt nach Mainz freie Hand haben solle. Die Verlegung ist bereits eingeleitet, und es be= steht kein Zweifel, daß sie durchgeführt wird. Demnach ist das Unglaubliche wahr geworden, was aller gesunden Vernunft und allem Gerechtigkeitsgefühl widerspricht. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Verlegung auf Wunsch und Betreiben des Zentrums geschieht. Die katholische Minderheit hat in Hessen erreicht, daß die Lehrerbildung nach ihren Wünschen gestaltet wird. Zu all den mancherlei Zurüdsetzungen, die der evangelische Volksteil vor allem auf dem Gebiete des Schulwesens in den letzten Jahren erfahren hat, kommt diese größte und schwer
Auslese der Begabten.
Eine Million Eltern gegen Gottlosen- Propaganda. Der evangelische Reichselternbund, der über ganz Deutschland verbreitet ist und über 1 Million Mitglieder umfaßt, hielt
Nr. 33
-, wie er in
Der Herr Ritter- ,, ohne Furcht mit Tadel" seinem Kreise ehrenhalber genannt wurde, war ein große: Freund des Alkohols. Das Vertilgen möglichst großer Quanti täten dieses Stoffes war zuletzt seine Hauptbeschäftigung und dabei führte er einen so seltsamen Lebenswandel, daß er selb seinen roten Genossen damit auf die Nerven fiel. Es ist ja aus nicht angenehm, zu hören, daß der rote Landrat wieder eines Morgens am hellen Tage in der Gosse gefunden wurde, oder sic mit Fuhrleuten in der Kneipe geprügelt habe. Aber nebenbei hatte er auch noch sehr luxuriöse Bedürfnisse. Er kaufte sich auf ,, Abzahlung" Möbel für 18 3immer, ferner ein Auto, und lebte überall auf Borg, so daß er es fertig gebracht hat, binnen kurzem eine Schuldenlast von 50 000 RM. anzusammen.
Samstag,
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Herr Ritter war auch ein Verehrer der Venus. Die teuer sten Hotels im Harz beehrte er mit ,, Frau Gemahlin"- während die Mutter seiner Kinder in wirtschaftlicher und seelischer Be drängnis dahinsiechte. Schließlich wurde er seines Postens ent hoben die Geschäftsleute in Nordhausen und der Kreis haben das Nachsehen. Sie erstatteten Anzeige, und die Nachforschungen ergaben, daß Ritter sein altes Leben in Berlin fortsetzte, wo er neue Geldquellen aufgetan hatte. Hier ist Ritter vom Betrugs dezernat des Polizeipräsidiums verhaftet worden.
Der„ Bonze" in Reinkultur, der Prototyp des Bonzen gegen den sich in Preußen der Kampf des Volksbegehrens in erster Linie richtet.
Der Hausbesitz zur Einheitsbewertung.
Der Reichsausschuß des Zentralverbandes Deutscher Haus- und Grundbesitzervereine hat kürzlich einstimmig zur kom menden Einheitsbewertung des Grundvermögens nach dem Stande vom 1. Januar 1931 folgende Entschließung angenom
men:
,, Der deutsche Hausbesig erwartet, daß die Neufeststellung der Einheitswerte den tatsächlichen Wertverhältnissen gerecht
in Bad- Harzburg seine Reichselterntagung ab. Im Mittelpunkt erfolgt unter Beseitigung der im Jahre 1928 geschaffenen fit
der Beratungen stand die Abwehr der Gottlosenpropaganda, die in planvoller, straff organisierter Kleinarbeit dem deutschen Volfe Gottesglaube, Familie, Heimat und auch Vaterland rauben will. Eine Reihe sachlicher Vorträge zeigte die Gefahren auf, die die deutsche Kultur zu vernichten drohen. In einer Entschließung traten die Vertreter der evangelischen Eltern und Volksbünde aus allen Teilen Deutschlands für eine entschiedene Abwehr der Gottlosenpropaganda ein und riefen die gesamte Elternschaft auf, mitzuhelfen, das Gift der Gottlosigkeit abzuwehren.
DRES. Ueber dieses wichtige Thema sprach Professor Dr. H. Mudermann, Leiter der Abteilung für Eugenik im Kaiser- Wilhelm- Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik, in Berlin- Dahlem.
Einleitend führte er aus, daß wir in Deutschland zu viel Menschen seien. Der Nahrungsspielraum ist uns zu fnapp geworden, um alle Menschen zu ernähren. Wir sind gegenwärtig in Deutschland überlastet mit zahlreichen Nachkommen von Alkoholifern, Tuberkulösen und Geschlechtskranken, die den Wohlfahrtsetat des Staates und der Kommunen über Gebühr bean= spruchen.
Durch dieses Vordringen schlechter Rassenelemente wird die Frage nach dem Nachwuchs der Begabten um so bedeutungsvoller.
1
Der amerikanische Arbeitsmarkt.
Nach den neuesten amtlichen Mitteilungen aus den Vereinigten Staaten von Amerika hat sich die Arbeitsmarktlage gebessert. Von einzelnen Großindustrien sind umfangreiche Neueinstellungen vorgenommen worden. Gleich günstig lauten die Nachrichten aus den Kreisen des amerikanischen Gewerkschaftsbundes. Eine Belebung weist vor allem die Schuhindustrie, die Textilindustrie, die Stahl-, Eisen- und Automobilindustrie. auf. Auf der anderen Seite hat natürlich die große Not aller, die arbeitslos sind, in keiner Weise abgenommen.
Um die Jahrhundertwende hatte bereits der Begründer der Eugenik Galton in einer Rede im Jahre 1905 die eugenische Forderung nach der Förderung der Begabten und der Beschränkung des Nachwuchses erblich Belasteter ausgestellt. ,, Endlich müsse man die Eugenik in das nationale Gewissen gleichsam als eine neue Religion einfügen. Dazu sei sie durchaus berechtigt, weil sie sich bemühe, in Harmonie mit dem Wirken der Natur den Aufstieg der Menschheit durch Förderung bester Erbströme zu erreichen."( Galton.)
Der Ritter ohne Furcht mit Tadel".
Aus Berlin wird der„ Ostpreußischen Zeitung" in Königsberg geschrieben:
Ein Typ der Gattung, dem in erster Linie der Kampf gilt, ist der Landrat a. D. Ritter- Jlfeld. Ein vornehmer Zeitgenosse. Wir hörten vor etwa sechs Wochen aus einer schlichten Verlautbarung, daß Landrat Ritter in den Ruhestand versetzt worden sei nachdem er bereits einige Wochen vorher sang- und klanglos aus seinem Wirkungskreis verschwunden war. Sehr bald erfuhr man dann weiteres und zwar folgendes:
Aus vielen Statistiken unserer Zeit wies der Redner nach, daß der Bevölkerungsaufbau unserer Nation ein Uebergewicht der Greise und höheren Altersklassen zeigt, so daß er mit Recht unser Volk als ein sterbendes bezeichnen muß. Der Geburtenüberschuß reicht im allgemeinen nicht mehr dazu aus, einen ausreichenden Bevölkerungsnachwuchs zu garantieren, besonders bei dem herrschenden Zweikindersystem. Schon zur Erhaltung des elterlichen Erbgutes ist wenigstens eine Fruchtbarkeitsziffer von 3,8 Nachkommen in jeder Ehe erforderlich.
gleichsmomente erarbeitete er aus den bescheidenen bodenständigen Verhältnissen eines oberbayerischen und eines mitteldeutschen Dorses, woselbst die Bevölkerung noch nicht den Anschlußz an die Natur verloren hatte.
Mudermann hat nun selbst in sehr eingehenden Arbeiten seines Institutes das Schicksal der Begabten untersucht und sich dabei insbesondere mit der Nachkommenschaft von zirka 6000 Professoren und Hochschullehrern beschäftigt. Weitere Ver
tiven Werte.
Wenn auch die allein restlos befriedigende, individuelle Wertermittlung nach dem Reinertrag zur Zeit noch nicht durch führbar erscheint, da infolge der noch immer aufrecht erhaltenen Räumezwangswirtschaft die natürliche Ertragsgestaltung und Wertentwicklung der Grundstücke unterbunden ist, erwartet der deutsche Hausbesitz die Anwendung eines Beavertungsverfahrens, welches unter Berücksichtigung der bestehenden Schwierigkeiten mit der größtmöglichsten Genauigkeit das tatsächliche Wert niveau ermittelt und Unterbewertungen und den starren Sch matismus des Jahres 1928 ausschließt.
Bei Formulierung des Begriffs Begabter beschränkte er sich nicht nur auf das Vorhandensein von Intelligenz, sondern vielmehr auf das Vorhandensein einer bürgerlichen Tüchtigkeit, welche in allen Ständen und Bevölkerungsgruppen zu finden ist.
Aus diesen Erwägungen stimmt der deutsche Hausbesi dem in der Eingabe vom 13. Februar 1931 niedergelegten Be wertungsverfahren grundsätzlich zu, vorbehaltlich weiterer Stel lungnahme zu den Durchführungsbestimmungen und unter de Voraussetzung,
Aus seinem reichen Zahlenmaterial, das in verschiedener Weise eine Beleuchtung seiner eugenischen Wichtigkeit erfuhr, ergab sich, daß bei den Professoren eine Nachkommenziffer von 2,5 Kindern vorhanden war. Da von diesen noch diejenigen abgerechnet werden müssen, die vorzeitig sterben, nicht zur Eheschließung gelangen, ergibt sich ungefähr eine Zahl von 1,8 Kindern, die also nicht einmal ausreichend ist, um das vorhandene elterliche Erbgut weiterhin zu erhalten.
In den angezogenen ländlichen Verhältnissen ergab sich dagegen eine durchschnittliche Kinderziffer von 6, wobei sich auch erwies, daß sich elterliche Tüchtigkeit und Begabung auch mit der höheren Kinderzahl wohl vereinigen ließ. Dagegen wiesen die erblich Belasteten überall höhere Kinderzahlen auf, die aber für den Staatsfädel weit belastender sind, als es die Intelligenz wäre.
Mudermann erachtete deshalb aufs dringendste notwendig, den Erbstrom menschlicher Qualitäten in seinem Verlaufe aufzuzeigen, um die Zukunft unseres Volkes zu erkennen und mit Bewußtsein eugenisch zu formen.
So fordert er als Ergebnis seiner eingehenden wissenschaftlichen Untersuchungen, daß es notwendig sei, die Erkenntnis der Eugenit auch durch die Schulen zu mehren.
Das erste, wichtigste Ziel sei ,,, die Menschen zu überzeugen, daß die eugenische Forschung hoffnungsreich und äußerst wichtig sei. Dann würden sich ihre Grundsätze in das Herz der Nation hineinarbeiten, und von da aus praktische Gestaltung finden, die man zur Zeit noch nicht voraussehen könne."
Dazu ist auch das Land als Quellgebiet aller Lebensbedürf
1. daß bei ausreichender Hinzuziehung der Drganisatione des Haus- und Grundbesitzes zur Vorbereitung und Dur führung der Einheitsbewertung in ausreichendem Maß den verschiedenen Wertverhältnissen in den einzelne Gebietsteilen Rechnung getragen wird,
2. daß den zuständigen Organisationen des Haus- und Grund besitzes das gesamte Material über die Grundstücksumsät zugänglich gemacht wird, und
3. daß Abwandlungen des Bewertungsverfahrens örtlich ode bezirksweise zugelassen werden."
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Gegen üblen Mundgeruch nicht wo
fäumen, teilung zu made daß ich seit dem Gebrauch Ihrer Zahnpaste ,, Chlorodont" nicht nur reine w Zähne besige, sondern auch den bei mir sonst üblichen Mundgeruch verlore habe. Ich werde 3hr„ Chlorodont" aufs beste empfehlen." gez. E. G., Main Man verlange nur die echte Chlorodont- Bahnpajte, Tube 54 Bf. und 90 und weise jeden Ersatz dafür zurüd.
nisse, auch als Urquell rassischer Quantitäten fraftspendend wei ter zu erhalten.
Gegenüber der immer weiter um sich greifenden soziale Fürsorge ist das Bestreben in den einzelnen Menschen Selbständigkeit zu wecken und zu fördern, und die soziale Für sorge selbst zu differenzieren. Eugenisch Minderwertige sind vo der Fortpflanzung auszuschließen.
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Der Vortragende schloß seine höchst eindrucksvollen Dar legungen mit der Mahnung, die erbbiologischen Qualitäten un serem Volke zu erhalten durch Erzielung eines gesunden un ausreichenden Nachwuchses.
Seine Ausführungen waren ein startes Glaubensbekennin zur Eugenik, voll von Hoffnungen, an die edelsten Gefühle unserer Natur anknüpfend. Friedrich Lorenz, Berlin.
Glaube und Volkstum.
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hod wächst d pflichtet noch jeit. Solange und gewogen Scheunen geja
Wie lebendig die deutsche Muttersprache im Menschen fo wirft, auch wenn sie durch Schulbildung nicht zu besonder Kunstfertigkeit gepflegt wurde, zeigt das nachfolgende Gebi eines deutschen Bauernjungen aus Siebenbürgen. Es ist d Gedicht eines Achtzehnjährigen, der nur eine einklassige Bolts schule, sonst keinerlei Fortbildungsschulen, keine Kurse usw. b sucht hat, der aber neben seiner bäuerlichen Arbeit in der Wi schaft seiner Eltern nicht versäumt, sich selbst weiterzubilden.
Uns Deutschen...
Uns Deutschen gilt der Glaube als das höchste Gut. Aus irdischem Getümmel und Vergänglichkeit sehn wir hinauf zum Himmel und zur Ewigkeit, und das gibt uns zum schweren Kampf ums Dasein Mut. Und unserm Volkstum geben wir den zweiten Rang. Man mag uns auch zermalmen, unser Blut und Mark erstirbt nicht gleich; ja wir erstehen doppelt start. Wir fürchten Gott um Menschen aber wird uns Johann Stier- Wermesch
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