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Mittwoch, den 25. Februar 1931.

Garbenteich 1. Wiesed 1, 6: 3( 3: 0). Garbenteich hatte sich Wiesec zu einem Gesellschaftsspiel verpflichtet. Um 3 Uhr stellten sich die Mannschaften dem Schiri Spurt- Butzbach. Garbenteich war von Anfang leicht überlegen und konnte auch bis Halbzeit drei Tore vorlegen. Nach Seitenwechsel ging Wiesed etwas mehr aus sich heraus und fonnte auch drei Tore innerhalb 20 Minuten aufholen. Doch furz vor Schluß fonnte Garbenteich drei weitere Tore für sich buchen und so das Endresultat herstellen. Schiri Spurt war dem Spiel ein gerechter Leiter.

Ettingshausen 1.

Steinberg 1. 3: 4( 2: 2) abgebrochen.

In diesem Gesellschaftsspiele wurde mit einer Härte ge­[ pielt, als wenn es um die wertvollsten Punkte für eine Mei­sterschaft ginge. Von Anstoß weg war Ettingshausen überlegen und ging bald 1: 0, 2: 0 in Führung. Der mit Schnee bedeckte Boden ermüdete sehr, auch hatte Ettingshausen das Pech, nur mit 10 Mann auf dem Platze zu sein. Bis Halbzeit verbuchten auch die Gäste 2 Treffer für ihre Farben. Die guten Ermah­nungen in der Pause, seinen Gegner als Kamerad zu betrachten, schienen nach Wiederbeginn auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. In der 26. Minute der zweiten Halbzeit war jedoch alles wieder vergessen. Die Gäste gaben den Anstoß zu einem Vor­fall und verließen den Platz. weka. Ettingshausen Wagenborn- Steinberg 3: 4( 2: 2) abgebr. 3um fälligen Gesellschaftsrückspiel weilte Wagenborn­Steinbergs Erste am Sonntag in Ettingshausen. Ueber den Spielverlauf ist nichts Erfreuliches zu berichten, da das Spiel beim Stande 4: 3 für Wagenborn- Steinberg ein tragisches Ende nahm und abgebrochen wurde.

Spielerbegnadigung:

Durch Bundesvorstands- Beschluß des D.F.B. ist der dauernde Ausschluß folgender vom Westdeutschen Spielverband bestrafter Spieler in eine befristete Disqualifitation umgewandelt worden: 1. Adolf Heimel, Werdohl, Disqualifikation aufgehoben; 2. Tibulski, Schalke 04, Disqualifikation aufgehoben; 3. Simon, Schalte 04, Disqualifikation aufgehoben; 4. Neumann, Schalte 04, Disqualifikation aufgehoben; 5. Rodner, Schalke 04, Disqualifi= fation aufgehoben; 6. 3ajons, Schalte 04, Disqualifikation bis 31. 3. 31; 7. Valentin, Schalke 04, Disqualifikation bis 31. 3. 31; 8. Rothardt, Schalke 04, Disqualifikation bis 31. 5. 31; 9. Ba= dorreck, Schalke 04, Disqualifikation bis 31. 5. 31; 10. Sobodka, Schalke 04, Disqualifikation bis 31. 5. 31; 11. Böke, Schalke 04, Disqualifikation bis 31. 5. 31; 12. Jazzef, Schalte 04, Disquali­fitation bis 31. 5. 31; 13. Ruzorra, Schalte 04, Disqualifikation bis 31. 5. 31; 14. Czepan, Schalke 04, Disqualifikation bis 31. 5. 31; 15. Kampmann, Schalte 04, Disqualifikation bis 31. 5. 31.

Bestrafung:

Die Spielvereinigung Barmen hat am 1. Februar das erste Spiel in Deutschland gegen Gymnasia Esgrima de la Plata" ausgetragen. Da dies Spiel im Rahmen der Wettspielreise der argentinischen Mannschaft weder angemeldet, noch vom Deutschen Fußball- Bund genehmigt war, wurde die Spielvereinigung Bar­men vom Bundesvorstand mit einer Geldstrafe von 300.- RM. belegt; außerdem wird ihr auf zwei Jahre ein Spielabschluß mit ausländischen Vereinen nicht genehmigt werden.

Länderspiele:

Als Zeitpunkt für das Fußballrückspiel gegen die dänische der Nationalmannschaft ist mit der Dansk Boldspil Union 27. September 1931 vereinbart worden. Ueber den Ort des Län­derspiels ist eine Entscheidung noch nicht getroffen worden.

Außerdem hat der Deutsche Fußball- Bund eine Einladung des Desterreichischen Fußball- Bundes erhalten, aus Anlaß der Einweihung des Wiener Stadions das bereits früher vereinbarte Rückspiel der beiderseitigen Nationalmannschaften auszutragen. Der genaue Zeitpunkt der Stadioneinweihung ist jedoch noch nicht bestimmt.

Pokalendspiel:

Gießener Zeitung"

Der verärgerte Staatskommissar.

Ruhla. Der kommissarische Bürgermeister Dr. Gräter hat an den Landrat des Landkreises Eisenach ein Schreiben gerichtet, in dem er den Landrat bittet, ihn zum 1. März von seinem Amte als fommissarischer Bürgermeister und Beauftragter des Thüringschen Kreisamtes zu entbinden. Dr. Gräter begründet seinen Entschluß damit, daß es ihm infolge der Vorkommnisse

Das Schlußspiel um den Bundespokal findet am 19. April in Dresden auf dem Plate des Dresdner Sport- Clubs statt. Als Gegner stehen sich die repräsentativen Mannschaften des Süd­deutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes und des Verban­des Mitteldeutscher Ballspielvereine gegenüber.

Englands teuerste Spieler.

Jad- Arsenal hält mit 206 400 Mark den Reford seit 1928.

Nr. 16

meinden hier draußen nie aufhören. Die große Freude, unseren deutschen Kindern einen Teil der lieben Heimat ersetzen zu können und sie zu tüchtigen deutschen Menschen erziehen zu helfen, hilft über vieles hinweg.

Die natürlichen Düngemittel

in der Stadtratssitzung vom 13. Februar und der zunehmenden für die Ernährung unserer Kulturpflanzen.

politischen Verhetzung nicht mehr möglich sei, für die Wieder­herstellung geordneter Verhältnisse in der Stadtverwaltung die Verantwortung zu übernehmen. Der Kreisausschuß hat dem Gesuch stattgegeben und den früheren Bürgermeister Lederer zum fommissarischen Bürgermeister von Ruhla ernannt.

Die sportliche Leistungsfähigkeit der englischen und schotti­schen Ligavereine ist hinreichend bekannt. Was diese Vereine sich aber auch die Anstellung erstklassiger Leute kosten lassen, und wie leistungsfähig sie auch auf finanziellem Gebiet sind, dürfte in hinreichendem Maße eine kleine Betrachtung über die bisher in Großbritannien gezahlten Höchstbaufsummen für Spie­ler zeigen.

Lieber Mörder als arbeitslos.

Der Hamburger Polizei stellte sich der 36jährige Melker König aus Charlottenburg. Er gab an, am 20. Januar in Neu­kölln im Mercedes- Palast den Geschäftsführer Schmoll erschossen und beraubt zu haben. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, ist die ganze Geschichte völlig erfunden. Der angebliche Mörder ist ein Mann, der schon lange arbeitslos ist, auch kein Obdach be­sitzt und in seiner Verzweiflung die Selbstbezichtigung ersonnen hat, um für einige Zeit im Gefängnis Obdach und Nahrung zu erhalten.( ,, Köln. Zeitg." vom 27. 1.) Kommentar überflüssig!

Der englische Fußballsport weist zur Zeit nicht weniger als zehn Spieler auf, deren Transfersummen höher als 140 000 Mark waren, das sind insgesamt 7000 Pfig. Sterling. Ueber 5000 Pfd. tamen bisher dreiundzwanzig Leute! Das sind Sum­men, die man begreiflicherweise auf dem Kontinent bei weitem nicht erreicht, die auch schon aus dem Grund hier unmöglich sind, weil die regelmäßigen Spieleinnahmen englischer Pro­fessionalvereine hier bei weitem nicht erzielt werden.

46. Balneologentongreß.

Der 46. Balneologenfongreß wird vom 7.- 11. April 1931 in Bad Ems tagen. Die Haupt- Themata des Kongresses behan­deln die Bekämpfung der asthmatischen Erkrankungen durch die Heilmittel der Kurorte und die Bedeutung der alkalischen Heil­quellen. Mit der Tagung sind Besichtigungen der Kur- und Brunneneinrichtungen von Bad Ems, Fachingen, Schwalbach und Schlangenbad und ein Besuch von Koblenz und Kloster, Eberbach verbunden. Nähere Auskunft über die Tagung er­teilt der Generalsekretär der Balneologischen Gesellschaft, Dr. Max Hirsch, Berlin W. 35, Steglitzerstraße 66.

Wie Amerika

die Schiffahrt subventioniert.

Von Dr. P. Lieb, Landwirtschaftslehrer u. Wirtschaftsberater. Während die künstlichen Düngemittel in der Regel nur einen der Pflanzennährstoffe enthalten, finden wir diese jämt= lich in den natürlichen Düngern, zu denen der Stalldung, die Jauche, der Kompost und der Fäkaldünger zu rechnen sind. Av­gesehen von der Jauche enthalten die natürlichen Düngemittel humusbildende Stoffe und gewisse Bakterienarten, die für das Pflanzenwachstum unerläßlich sind. Die Grundlage jeglicher Düngung sind die natürlichen Dünger, zu denen auch die Grün­düngung zu rechnen ist; für das Acer- und Gartenfeld ist es der | Stalldung, für Wiese und Weide ist es der Kompost.

London. Nach einer Meldung aus Newyork werden im dortigen ,, Journal of Commerce" Enthüllungen über die erstaun­liche Höhe der Subventionen, die die amerikanische Regierung den privaten Schiffahrtsgesellschaften zukommen läßt, gemacht. Es handelt sich dabei um die bekannten Postsubsidien. Eine Ge­sellschaft beispielsweise, die 10 400 RM. auf Grund der normalen Sätze hätte beanspruchen dürfen, erhielt tatsächlich 1 040 000 RM. Eine andere Reederei, die auf Grund von 15 Reisen einen An­spruch auf 54 000 RM. hatte, strich in Wirklichkeit 2 920 000 RM. ein. Besonders krasse Beispiele decken die Tatsache auf, daß einer Gesellschaft anstatt der ihr rechtlich zustehenden 140 RM. volle 940 000 RM. und einer anderen anstatt von 12 RM., die de facto mit Beförderung von Post verdient wurden, 400 000 RM. zugeteilt wurden.

Englands teuerster Spieler ist bisher der Internationale Jad, der 1928 für 10 340 Pfd.= 206 400 Mark von Bolton Wanderers zu Arsenal übersiedelte. Dichtauf folgte mit 200 000 Mark Chelseas berühmter Stürmer Gallagher, der 1930 von New Castle übernommen wurde. Arsenal besitzt in James, der 1929 von Preston North Ende für die Kleinigkeit von 180 000 Mart übernommen wurde, einen weiteren Transfer­Spitzenmann. 160 000 Mark kosteten drei Leute: Hill- New­castle United, der 1928 von Burnley kam, Bradshaw- Liverpool, den man 1930 von Bury holte, und schließlich noch Burnleys früheren Spieler Devine, den sich Newcastle 1930 sicherte. Aston Villa, Englands reichster Verein, verstärkte sich 1927 durch den Schotten Gibson von Partit Thistle gegen eine Kaufsumme von 150 000 Mart und sicherte sich 1930 der Dienste Lewis- Swansea Town für 7000 Pfund. Auf den gleichen Ablösebetrag kam Mandley- Huddersfield, der von Port Vale übernommen wurde.

Union

Amerifas Abwehr gegen das Russendumping. Moskau, 24: Febr. In Amerika wurde in den Maßnahmen gegen den Sowjetimport ein weiterer Schritt getan. Das Re­präsentantenhaus nahm den Gesetzantrag Kendal an, der die bisherigen Vorschriften gegen die Einfuhr von Produkten der Zwangsarbeit verschärft und das Einfuhrverbot auch auf Waren ausdehnt, die durch Zwangsarbeit verfrachtet oder transportiert werden. Gleichzeitig wurde das Inkrafttreten der gegen die Zwangsarbeit gerichteten Einfuhrverbote auf April 1931 vor= verlegt.

Aus einer kleinen deutschen Schule

in der Mandschurei.

Es ist eine in der landwirtschaftlichen Praxis vielerorts eingebürgerte grundverkehrte Ansicht, zu glauben, daß wir uns auf die Dauer von den natürlichen Düngern lossagen können und glauben, Höchsternten nur durch künstliche Düngemittel zu erzielen. Leider stößt man vielerorts immer noch auf die Tat­sache, daß der Pflege und der Behandlung der natürlichen Düngemittel, insbesondere des Stalldüngers, nicht immer die nötige sachgemäße Behandlung zukommt. Die Jauche muß man möglichst von der Außenluft fernhalten, um eine große Ver­dunstung des Stickstoffs in Form von Ammoniak zu vermeiden. Durch porösen Untergrund der Jauchegrube versidern außerdem die Nährstoffe und gehen in der Wirtschaft verloren.

Bezüglich der Behandlung des Stalldüngers sei an ein ebenso altes wie bewährtes Bauernsprichwort erinnert:, Halt ihn feucht und tritt ihn feste, das ist für den Mist das beste".

Die vom Tiere in der Nahrung aufgenommene Phosphor­säure wird neben dem Kalf vorwiegend zum Aufbau des Kno­chengerüstes verwendet. Stalldung und besonders Jauche sind deshalb sehr arm an Phosphorsäure. Dieser Tatsache ist bei der Ernährung unserer Kulturpflanzen unbedingt Rechnung zu tragen, wissen wir doch, daß die Phosphorsäure vorwiegend zur Bildung von Körnern und Samen verwendet wird. Erst durch Beidüngung von Phosphorsäure, am besten durch Superphos phat mit 18 Prozent wasserlöslicher Phosphorsäure, werden obengenannte natürlichen Düngemittel zu Volldinger im wahr= ſten Sinne des Wortes. Superphosphat eignet sich, wie die Erfahrungen von Theorie und Praxis bestätigen, sehr gut zur Konservierung des Stallmistes und der Jauche. Das Verfah­ren ist sehr einfach; man gibt je Tag und Stüd Großvich ein bis zwei Pfund Superphosphat in die Jauchegrube und auf die Düngerstätte. Durch den im Superphosphat enthaltenen Gips wird der sehr leicht flüchtige Ammoniakstidstoff gebunden und somit der Wirtschaft erhalten.

Mukden( China). Ueber die Deutsche Schule wird uns geschrieben: Unsere Schule hat nur 18 Schüler, dafür aber fünf verschiedene Klassen, die wir nach Möglichkeit in Ueber­einstimmung mit den heimischen Klassen führen. Um die Ar­beit zu bewältigen wir sind zwei Lehrkräfte muß man seine ganze Kraft und Zeit einsetzen. Dazu kommt die Haupt­schwierigkeit unserer Arbeit: von unseren 18 Schülern sind nur sechs Kinder rein deutscher Abstammung, sechs entstammen ge= mischten Ehen und sechs sind Ausländer, die die deutsche Sprache teilweise nur sehr mangelhaft beherrschen. Die Ausländer haben 3. T. in den Nachmittagsstunden Nachhilfeunterricht, der auch von uns erteilt wird, da er so der Schule und auch den Schü­lern am meisten nützt. Dabei ist unser Gehalt, das an sich schon ein Gehalt zum Ebenauskommen" war, trotz des Silber­sturzes von mehr als 50 Prozent nur um 20 Prozent erhöht worden.

Man mag in diesen schweren Zeiten zu Hause manchmal den Wunsch hören: wie gern ginge ich ins Ausland! Ich kann niemand dazu raten, denn man muß hier nicht nur ein sehr vielseitiger Lehrer sein, sondern sich auch durch tausend klein­liche Schwierigkeiten durchwinden, die in diesen kleinen Ge­

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Höchsternten im Garten und in der Ackerlandwirtschaft kön­nen nur erreicht werden, wenn für ein für die Pflanze günstiges Nährstoffverhältnis im Aderboden gesorgt wird, wobei aber die natürlichen Dünger die Basis jeglicher Düngung bilden müssen.

Modentelegramme.

Die Mode fennt keine Pausen! Die modeschaffenden Indu= strien arbeiten monatelang ununterbrochen an immer neuen, einander ablösenden, einander steigernden Ideen. Das Resultat: Die neue Mode! Nicht aus Laune geboren, aus wirtschaftlicher Notwendigkeit! Nicht um verwöhnter Frauen Eitelkeit zu be= friedigen um Millionen Brot und Arbeit zu erhalten!

Noch gilt die Forderung, der Anzug der Frau sei einheitlich in seiner Farbe, sei auf nur einen Ton gestimmt aber die Anzeichen sind unverkennbar, daß man zu einer belebenden Mehrfarbigkeit greifen wird. Kleine, reizende, sehr jugendliche Jacken, die selbständig für sich bestehen, in Material und Farbe vom übrigen abweichen, sie machen den Anfang!

Das Material dieser neuen Jaden ist meist Samt! Damit ist genug gesagt, um sie begehrenswert zu machen! Sie werden den Blusenanzug ebenso reizvoll ergänzen, wie das schlichte Straßen- und garnierte Besuchskleid!

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Geld spielt keine Rolle aber haben muß man es, wenn einen das dringende Bedürfnis nach dem höchsten Luxus unseres Erdballs plagen sollte. Wenn wir auch vorläufig feineswegs so mammonbegnadet sind, können wir uns doch schon genau an= Millionäre in Amerikas Lurusbädern ihr sehen, wie z. B. Weekend verbringen. Das neue Heft der Woche" bringt dar­über aufschlußreiche Bildberichte. Aber auch über das beschei= dene Leben unseres Alltags finden wir hier interessante Auf­klärungen.

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