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Nr. 16

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Mittwoch, den 25. Februar 1931.

Fußball.

Gießener Zeitung"

Turnen, Sport und und Spiel.

Ergebnisse aus dem Bezirk.

Bezirksliga und Bezirksklassen: Borussia Fulda Verein

Sport Kassel

V. f. B. Gießen Ockershausen

03 Kassel

5656

SpVgg. Göttingen 3: 0

Kirchhain Erdhausen Kirchhain 2.

Langenstein ausgefallen Hartenrod 6: 2

Niederofleiden 1. 6: 2 Roda 4: 4( Ges.-Sp.) Mornshausen ausgefallen

Neustadt 1. abgesagt Buchenau 2. 4: 5( 2: 3) Sintershausen Hartenrod 2. 4: 5 Niederlaasphe 1.­

Biedenkopf 2., B. nicht angetreten. Gau Dill.

Herbornseelbach 1. Manderbach 1. ausgefallen Haiger 1. Nanzenbach 1., N. nicht angetr. Donsbach 1. Ginn 1. ausgefallen Dillenburg 2. Sechshelden 2., G. nicht angetreten Haiger 2. Allendorf 2. 2: 5

Allendorf 1.- Haiger 1. 2: 4( Ges.)

Streife durch den Bezirk.

Gemünden

Günterod

Hermannia Kassel 4: 2

Bezziesdorf 1. Bürgeln 2.

Spiele gew. unent. verl.

Tore Punkte

16 10

3

3

46:24 23: 9

VfB- K. Marburg

16 10

2

4

46:36 22:10

Borussia Fulda

15

10

1

4

39:16 21: 9

Hessen- Hersfeld

16

5

6

24:33 15:17

Spielverein Staffel

15

1

8

44:36 13:17

Hermannia Kassel

15

3

7

37:40 13:17

Germania Fulda

16

6

1

9

19:33 13:19.

15

5

2

8

25:42 12:18

14 2

2

10

19:38 6:22

Kurhessen Kassel 5: 2

FC. Grone

Verein

Spiele gew. unent. verl.

Cen.

SC. 03 Kassel

14

11

2

1

ersucht hatten, die Preis

ndler wurden mit je

Kurhessen- Kassel

14

8

2

4

Tore Punkie 69:24 24: 4 54:28 18:10

Großalmerode

14

7

4

3

24:26 18:10

SC. 03 Göttingen

14

7

2

5

52:23 16:12

m die Preise günstig in

Hessen 09 Kassel

13

6

1

6

32:34 13:13

SV. 05 Einbed

14

4

1

9

ie beschloß, in West: und inerlei Möbelmessen ab

Spvgg. Göttingen

13

3

2

8

FC. Grone

14

1

2

11

23:48 9:19 22:49 8:18 19:65 4:24

Germania Marburg

Verein

Germania Marburg 12 8 Wallau

1

12

5

6

1

1900 Gießen

11

6

0

5

Breidenbach

12

6

1

5

35:33

Sp. V. Wetzlar Wiesenbach Frohnhausen

11

4

1

6

15:23

12

3

2

7

31:27

12 2

1

9

12:31

n infolge hohen Schnees inab, wo es gegen einen dabei sofort getötet, sein

vacht.

-Versammlung berichtete jahr, die es nötig mache, em und Sehl zu sorgen. Ibsturz von mindestens mittelbar neben Cochem. id für die Ausschüttung and in Frage, der von

en werden könne. Eine tändig in der Nähe des

Frau Geheimrat F. A.

, ist heute nachmittag torben.

Stadtverordneten über gegen Oberbürger m Rathause. Aus der Ein Polizeibeamter rtburg. Burgenerneuerers, Bodo zur Erhaltung deutscher

ät Rostod abgehaltenen

ge: Rorporationen 329 529 St., 7 Gite( 328, 3); 9, 2). Die Wahlbeteili

Shabe dringend mit ihm Ommt, bitte ich um tele mir Ihre Papiere zur

ir habe. Die wichtigsten

rief einen Polizisten elfen sollte.

deine verdächtige Neben­Entschuldigung über die nischen Blick zwischen dem nzwischen eingetreten wat quajte und Lippenstift be­mte doch nicht. Leise gab Weisung. Wenige Augen­

1 und meldeten, daß die bitten, mich zu begleiten," mit Gragert noch einmal eingelassen, aber nicht e! Sie Fischer, begleiten

Fräulein Frida sich ohne Als aber das Auto vor wurde auch das Dämájen

Löhnberg Wetter

1900 Gießen 8: 6( 1: 3) Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte 3 37:18 19: 5 33:22 16: 8 33:32 12:10 13:11 9:13 8:16 5:19

Ehringshausen 7: 3

Biedenkopf 11: 5( 4: 5)

Gladenbach Feudingen 4: 2

Herborn Sechshelden, S. nicht angetreten Offdilln Burg ausgefallen Niederscheld

Merkenbach ausgefallen

VFB. Gießen Horas 3: 5( 3: 0)

Großen- Bused

Aẞlar 4: 6.

Gau Gießen- Wetzlar.

Tiefenbach 1.- Oberndorf 1: 3( 0: 2)

Garbenteich 1. Wiesed 1. 6: 3( 3: 0)

Der Verbandsfußballausschuß hat den Beginn der Spiele um die Westdeutsche Fußballmeisterschaft auf den 8. März an­gesetzt. Zunächst spielen die acht Bezirksmeister in zwei Grup­pen nach dem Einrundensystem( also jede Gruppe 6 Spiele) eine Vorrunde; die Hauptrunde wird dann von einer dritten Gruppe bestritten, zu welcher aus jeder der beiden ersten Gruppen die zwei( nach Punkten) besten Vereine herangezogen werden. Die beiden ersten Gruppen sind wieder wie in den vergangenen Jahren zusammengestellt, einerseits: die Bezirke Niederrhein, Ruhr, Südwestfalen und Westfalen, andererseits die Bezirke Berg- Mart, Hessen- Hannover, Mittelrhein und Rhein. Unser Bezirksmeister gehört also zu der letzten Gruppe und wird am 15. März in Kassel den Meister des Bergisch- Märkischen Bezirkes zum Gegner haben. Bis dahin muß unser Meister noch ermit= telt sein. In der Nordrunde hat allerdings schon der Sport­Ilub 03 Kassel mit 24: 4 Punkten und 69:24 Toren unerreichbar den Meistertitel erworben; in der Südgruppe dagegen ist die Lage noch nicht geklärt. Hier steht zurzeit Sport Kassel mit 23: 9 Punkten und 46:24 Toren an der Spitze, gefolgt von Bo­russia Fulda mit 21: 9 Punkten und 39:16 Toren; gewinnt Fulda das letzte Spiel in Odershausen, dies ist vom Bezirks- Fußball­Sachbearbeiter angenoommen worden, und so werden Sport und Borussia am fommenden Sonntag um die Gruppenmeister­schaft spielen, dann muß der Sieger noch mit SC. 03 Kassel um die Bezirksmeisterschaft tämpfen. Uebrigens ist auch der Meister vom Bezirk Berg.- Mark noch nicht festgestellt; am 22. Februar tamen erst die Gruppenmeisterschaften zur Vergebung und zwar an Fortuna Düsseldorf und Schwarz- Weiß Barmen; diese zwei Vereine spielen am 1. und 8. März um die Bezirksmeisterschaft, so daß der dortige Meister auch vor dem 15. März nicht start­bereit ist. Im Zusammenhang hiermit soll erwähnt sein, daß bis jetzt überhaupt erst vier Bezirksmeister ausgespielt sind: im Rheinbezirk: Alemannia Aachen, im Mittelrheinbezirk: FV. Neuendorf, im Niederrheinbezirk: Meidericher SV. und im Südwestfalenbezirk: Spusp. 09 Hüsten; an zweiter Stelle stehen in diesen Bezirken: Rheydter Spielverein, TV. 86 Mayen,

Ettingshausen 1. Wazenborn- Steinberg 1. 3: 4( 2: 2) Spielogg. Sterkrade und Spielogg. 11 Hagen.

abgebrochen

Oberbiel 2. Oberbiel 1. Steindorf 1.

Löhnberg 2. SC. Wetzlar 2.

und Punkte

Nauborn 2. 0: 2

Nauborn 1. 3: 0

Bissenberg 1. 3: 2( 2: 0)

Ehringshausen 2. 4: 1

Butzbach 2., Butzbach verz. auf Spiel

Daubringen 1. Lollar ausgefallen

Biskirchen

Bungsolms 1. 2: 2( 2: 0)

Holzhausen Wetzlar SV. 2. ausgefallen. Villingen Flensungen, in Laubach, 2: 1( 2: 0) für Vil­lingen und damit Villingen Gruppenmeister. 1900 Gießen 1. Jgd. Großen- Bused Jgd. 1900 Gießen 2. Jgd. Hermannstein Schüler VfB. Gießen 2. Jgd.

Lollar Jgd., L. nicht angetreten Lich Jgd. 2: 1

Weilburg 1. Jgd. 0: 5

1900 Gießen Schüler 2: 2( 1: 2) Butzbach 1. Jgd. 1:10

Gau Marburg. Wallau 2. Hesselbach 1. 2: 2( 1: 0) Niederdieten 1. Breidenstein 2. 5: 1 Spedswinkel 1. Buchenau 1. 7: 4( 1: 4) Ertsdorf 1.- Odershausen 2. 8: 0( 4: 0) Erksdorf 2. Allendorf 2. 0: 3 Niederwalgern 2.- 1900 Gießen 4. 3: 2 Niederwalgern 1.- Dreihausen 1. 2: 5 Frechenhausen 1. Gönnern 1. 6: 1( 1: 1) Wetter A.-H. Biedenkopf A.-H. 3: 9( 3: 4)

Wetter 1. Jgd. Biedenkopf 1. Jgd. 0:14( 0: 7) Wetter 2. Mellnau 1. 2: 3( 2: 1) Wehrda 2. Germania Marburg 3. abgebrochen Frankenberg 1. Wehrda 1.( Ges.-Sp.), abgebrochen Sarnau 1. VB.-K. Marburg 2. 2: 1

Leichtsinnige Kinder.

Von P. Ho ch e.

Die Jugend ist mehr als andere Lebensalter die Zeit des Leichtsinns. Kinder sind mehr als Erwachsene Genußwesen; Dans Sinnesleben beherrscht ihre geistigen Regungen; daher las= jem sie sich leicht von der Rücksicht auf sinnliche Genüsse bestim

Die Trägheit, auch eine Wurzel des Leichtsinns, spielt beim Kinde weniger eine Rolle, wenngleich von ihm nicht die gesammelte, andauernde Willensstärke des Erwachsenen erwar= e werden bann. Das gesunde Kind ist eigentlich selten träge. Bei der Jugend tritt vielmehr eine dritte ausschlaggebende Ur­ahe des Leichtsinns hinzu, die mangelnde Einsicht. Dem Ainde geht noch der Ernst des Daseins ab, ihm fehlt der Ein­blick in die Lebensverhältnisse, die Folgen seines Tuns; es han­best häufig leichtsinnig aus Beschränktheit und Hilflosigkeit, aus

n. Doch Fischer ergriffe mwissenheit und Unverstand. Wir haben ein ganzes Heer von

ne Revierpolizist den Buch­der war nicht wenig über­srefleftantin in so aufge Leider war der Buchhalter

feinen Firma. Dody fing

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häft gelegt.

nahr oder weniger schwachsinnigen Kindern; ihnen fehlt das Iriterscheidungsvermögen der Normalen; es leuchtet ein, daß en geistige Schwachsinn auch zum moralischen führen muß.

Es läßt sich zwar erwarten, daß mit den Jahren der kind­ide Leichtsinn verschwindet, ebenso wie ja auch andere kindliche Intuigende immer mehr mit der Zeit abgetan werden. Darauf lein fann man sich aber natürlich nicht verlassen. Wir wissen, a auch im späteren Manne das Kind nie ganz schwindet, daß lie Wurzeln des Leichtsinns daher schon in der Jugend ausge­ottet werden müssen, weil auch gerade der Leichtsinn zu ande= er recht bedenklichen Charakterfehlern zu führen pflegt. Weil das Kind aus mangelnder Einsicht leichtsinnig handelt, bind die Belehrung durchaus am Platze sein. Diese bezieht sich lejunders auf einzelne Fälle, wo das Kind von seinen irrtüm­den Ansichten geheilt und von der Wahrheit überzeugt werden Hierher gehören etwa Unterredungen über das unüber­gte Spiel mit Feuer, Belehrungen, die je nach dem Charakter

b.

Rund um den Marburger Schloßberg.

Germania Marburg

1900 Gießen 8: 6( 1: 3).

Ein recht merkwürdiges Resultat einer Meistermannschaft. Germania hat es nun geschafft. Von Anfang der Serie an über­nahm die Mannschaft die Führung in der Tabelle und gab die­selbe, trotzdem es manchmal auch recht windig aussah, nicht ab Dieses letzte Spiel durfte unter keinen Umständen verloren werden, da man munbelte, daß Wallau noch einen Punkt von Wiesenbach bekommen würde. Ob dies nur ein Gerücht war, oder ob es Tatsache ist, vermochte ich noch nicht festzustellen. Das Spielfeld war trok des Schneefalls in recht guter Verfassung, die Markierung eine ausgezeichnete; nur die Zuschauerzahl hätte eine größere sein dürfen, damit auch finanziell den Germanen ein Erfolg beschieden gewesen wäre. Pünktlich 2.30 Uhr gibt der Bezirks- Schiedsrichter- Referent Wingenfeld- Fulda, der auch eine recht gute Leistung bot, den Ball frei. Gießen erweist sich in den ersten Minuten als die bessere Mannschaft; bei Ger­mania fehlt der nötige Schwung. Schneller als man dachte, wars geschehen und die Gäste führen mit 2: 0. Jetzt wird es jedoch bei den Zebraleuten beweglicher; das Spiel ist ausge­glichen. Ein Freistoß bringt Germania den 1. Erfolg, doch fön­nen es die Plazleute nicht verhindern, daß vor Wechsel Gießen noch zu einem 3. Erfolg kommt. Die Seiten werden gewechselt und sofort gehts weiter. Germania hat in richtiger Erkenntnis der Sachlage umgestellt und den heute in glänzender Form be= findlichen Happ auf seinen Posten als Mittelläufer genommen. Es gibt sofort ein anderes Bild. Die fünf Stürmer lassen es an Schüssen nicht fehlen. 3schoffe brillant. Angriff auf An­griff. Der Ausgleich ist erzielt, ja Germania übernimmt sogar die Führung. Kurz darauf Ausgleich von Gießen. Jetzt wird's

des Kindes sich mehr und mehr zur Ermahnung gestalten mö­gen. Das eindringliche Jnsgewissenreden unter vier Augen in einer ernsten Stunde, wobei die Liebe das Wort führt, wird des Eindrucks selten ganz ermangeln, das um so weniger, als der Leichtsinnige meist gut geartet und leicht gerührt ist.

Nr. 16

zum Schützenfest. Bange Minuten entstehen für die Anhänger beider Mannschaften. Germania läßt nicht nach, 5: 4, 6: 4, 6: 5, 7: 5... jetzt wieder 7: 6!! Gießen schafft unermüdlich und über­nahm das Kommando. Germania macht sich frei, der heraus­laufende Tormann wird umspielt und der Ball landet zum 8. Male im Gießener Heiligtum. Das Spiel ist rum. Die einen jubeln, die anderen machen ein trauriges Gesicht und warum? Es fonnte auch anders stehen. Die Gießener Elf spielte gut; das viele Reklamieren der Schiedsrichterentscheidun gen wirkte jedoch störend. Bei Germania tat ebenfalls jeder seine Pflicht. Der Torwächter bot allerdings eine recht schwache Leistung, man hat ihn schon besser gesehen. Wir beglückwünschen den neugebadenen Meister und wünschen der sympathischen Ger­manenmannschaft auch bei den Aufstiegsspielen einen guten Erfolg.

Germanias 2. Mannschaft war spielfrei. Die 3. Mannschaft spielte in Wehrda gegen die 2. Das Spiel wurde jedoch vom Schiedsrichter abgebrochen, da die Zuschauer sich in recht un­sportlicher Weise gegen denselben benahmen. Aus dem amt= lichen Bericht geht sogar hervor, daß man den Schiedsrichter tätlich angegriffen hat und derselbe sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. Gauvorstand Marburg werde hart! Soeben meldet der Draht, daß die 1. Mannschaft von Wehrda in Fran­fenberg abgebrochen habe, da sie mit den Entscheidungen des Schiedsrichters nicht einverstanden waren. In Frankenberg sol= len in letzter Zeit auch verschiedene Entgleisungen vorgekommen sein, die nicht dazu beitragen, den Sport zu fördern. Der an­gesetzte Schiedsrichter sagte aus zwingenden Gründen in letzter Minute ab, so daß eine Ersatzgestellung nicht mehr möglich war. VFB.- Kurhessen weilte mit der zweiten Garnitur in Sar­nau und unterlag dortselbst 1: 2. Odershausen 2. bekam in Erksdorf eine ganz gewaltig auf den Deckel, indem E. mit 8: 0 triumphierte.

Dreihausen befestigte seinen ersten Tabellenplatz durch einen 5: 2- Sieg gegen Niederwalgern.

Kirchhain Langenstein konnte wegen Spielunfähigkeit des Plates nicht ausgetragen werden. Die zahlreich erschiene­nen Zuschauer machten trübe Gesichter, begrüßten es jedoch, daß der Schiedsrichter die Mannschaften nicht in einen solchen Mo­rast schickte.

In Wetter knallte es fester. Mit 11: 5 Toren wurde die erste Elf des VfL. Biedenkopf abgefertigt.

Am kommenden Mittwoch, nachmittags 2% Uhr, spielen in Marburg( Stadion) Universität Marburg gegen Universität Frankfurt um die Südwestdeutsche Hochschulmeisterschaft. Das Treffen wird von Spedhard- Gießen geleitet.

Aus Niederwalgern.

Niederwalgern 2. 1900 Gießen 4. 3: 2 Dreihausen 1. 2: 5.

Niederwalgern 1.

Die zweite Mannschaft des REV. 26 hatte sich die vierte Mannschaft der Spielvereinigung 1900 zu einem Gesellschafts­spiel verpflichtet und damit einen guten Griff getan. Beide Mannschaften lieferten sich ein faires und schönes Treffen, bei welchem man in der ersten Halbzeit Gießen, in der zweiten Hälfte Niederwalgern im Vorteil sah. Der Schnee stellte große Anforderungen an die Spieler.

Nach diesem Spiel betraten die erster Mannschaften des RSV. und vom Sportklub Dreihausen den Platz, um das fällige Verbandsspiel auszutragen. Hier gab es ein hartes Ringen. Durch einige grobe Schnitzer der Niederwalgener Hintermann­schaft gelang es Dreihausen, klar in Führung zu gehen und fonnte dieser Vorsprung trot Ueberlegenheit in der 2. Halb­zeit von den Platzbesitzern nicht mehr aufgeholt werden. Das Ergebnis von 5: 2 entspricht nicht ganz dem Spielverlauf. Schiedsrichter Ködiz- Marburg hatte einen schweren Stand.

Aus Gießen und Umgegend.

Frid

Leutheuser

VfB. Gießen ,, Horas" 3: 5( 3: 0). Der VB. hatte den Meister der 1. Bezirksklasse des Gaues Fulda. Horas", zu einem Freundschaftsspiel verpflichtet. Die Grün- Weißen traten mit einer start verjüngten Mannschaft an, galt es doch einige Leute auszuprobieren. Die VfB.- Mannschaft: Vökler Bingel Lehrmund Kreß III Mattern Wagner Feldmann Haupt Ritter In der ersten Halbzeit zeigten die Platzbesitzer ein recht an­sprechendes Spiel. Die Ausbeute waren drei Tore bis zur Pause. Die zweite Spielhälfte brachte ein umgekehrtes Bild. Die Playzelf zeigte sich als eine abgefämpfte Mannschaft ohne System. Horas" fonnte innerhalb einer Viertelstunde das End­resultat von 5: 3 zu seinen Gunsten gestalten. Das Spiel war fair und anständig.

Bei den Gästen waren die Außenstürmer die besten Leute. Auch der Mittel- Läufer sei erwähnt, der ein gutes Aufbauspiel zeigte. Bei den VfBern sind zu erwähnen Haupt, Ritter und der linke Flügel. Die Aufstellung der Mannschaft ließ manches zu wünschen übrig.

XCURS DE

Auch die Strafe wird als Mittel gegen den Leichtsinn am Plaze sein, freilich immer mit weiser Sparsamkeit und nur da, wo andere Mittel versagen. Am besten wirken hier wieder die sogenannten natürlichen Strafen. Wie es Rousseau in seinem ,, Emile" empfahl, lasse man den Zögling die natürlichen Folgen seines Leichtsinns tragen; denn auch im späteren Leben schädigt ja der Leichtsinnige meist sich selber am meisten. Hat das Kind eine Arbeit liederlich gemacht, so werde sie nochmals recht sorg­fältig von ihm verlangt. Nicht immer ist es möglich, solche na= türlichen Strafen zu verhängen, und manchmal wird man zu schwereren Strafen schreiten dürfen, aber immer in dem Sinne, daß sie wie jede Strafe weniger als Sühne als Besserungsmittel sei. Häufig werden leichtsinnige Streiche nichts anderes sein, als die Auslösung der überschäumenden jugendlichen Lebens­kräfte, das Bestreben, sich durch Ausnahmen hervorzutun, sich mit der Glorie der Kühnheit, des Heldentums zu umgeben, ein Bestreben, das noch an Reiz gewinnt, wenn so und so viele an­dere Kinderaugen darauf gerichtet werden. Denn der Dämon des Ehrgeizes sitzt auch dem Kinde bereits in der Brust. Das Ungewöhnliche lockt die Jugend immer, und sich in irgend wel= cher Beziehung hervorzutun, den anderen etwas vorzumachen, sich anstaunen zu lassen, das liegt auch in der Kindesnatur. Aber wenn wir uns den Leichtsinn auch so erklären können, darf er doch nicht unbeeinflußt bleiben. Es mag auf das Kind hier wie bei andern Untugenden das Wort angewendet werden kön­nen: ,, Und wenn ich auch aus Schwachheit fehle, herrscht doch

Da der Leichtsinn auch in der Genußsucht seine Wurzeln hat, gilt es auch diese zu bekämpfen, indem man die Entsagung lehrt. Wir brauchen dem Kinde durchaus nicht gänzlich die sinnlichen Freuden zu entziehen, aber eine gewisse Beschränkung ist doch immer am Plazze. Das Kind soll nicht jedes Gelüst und Verlangen befriedigen, sondern muß gewöhnt werden, sich auch einen Genuß zu versagen; es muß auch für den feinen geistigen und seelischen Reiz empfänglich werden, sich selbst zu besiegen, sich mit der Zeit standhaft unters eigene Gebot zu stellen. Das führt zum wichtigsten Mittel gegen den Leichtsinn, zur ernsten Pflichterfüllung. Auch das Kind kann schon für den heiligen, hohen Pflichtgedanken gewonnen werden. Das geschieht zum ersten durch das musterhafte Beispiel des Erziehers, zweitens durch die Gewöhnung an die ordentliche Erfüllung der Aufgaben im findlichen Pflichtenkreise. Hierbei gilt es, das Kind zur Ueberzeugung zu bringen, daß ihm die Pflicht über alles gehen muß und sodann, einen festen Willen zu schaffen. Es kann nicht schaden, das Kind zuweilen in Lebenslagen zu stellen, wobei es sich selbst entscheiden und eine Kraftanstrengung vollbringen muß. Freilich darf die Ueberwachung nicht fehlen. Denn ohne sie bewahrheitet sich das Beispiel aus Herders Legende leicht auch am Kinde: Und die Freiheit ward ein Netz des Jüng- in mir die Sünde nicht"; aber dennoch muß man bei leichtsin­lings." Nur willensstarke Menschen meistern später einmal das Leben. Das mag in unseren Tagen ganz besonders betont werden. Denn es herrscht heute das Bestreben, dem Kinde nur ja zu allen seinen Rechten zu verhelfen, ihm den Lebensweg angenehm zu gestalten. Ganz schön; aber dabei darf es nicht verweichlicht werden und muß lernen, sich unter das eigene Gesetz zu beugen.

nigen Handlungen und erst recht bei deutlicher Veranlagung dazu auf der Hut sein, da hierbei zu leicht der sittliche Charakter und der ganze spätere Lebenserfolg gefährdet ist. Und kann die Erziehung auch den zukünftigen Menschen nicht mit Sicherheit verbürgen, so kann sie ihn doch zum Teil mit vorbestimmen und wenigstens alle möglichen Mittel anwenden, um einen festge­schlossenen ernsten Menschen heranzubilden.