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Nr. 16

Mittwoch,

Mittwoch, den 25. Februar 1931.

Lokales.

Lieber Radler, laß dir raten!

Gießener Zeitung"

* Die Gewerbeförderungsstelle Gießen veranstaltet eine Ge­sellschaftsfahrt zum Besuch der Leipziger Messe. Die Hinreise erfolgt am Samstag, dem 7. März, die Rückreise am 11. März. * Eine landwirtschaftliche Lehrlingsprüfung wird im April veranstaltet. Anmeldungen haben bis zum 15. März bei der Landwirtschaftskammer Darmstadt zu erfolgen.

* Die hiesige Handels- und Gewerbebank hielt am Montag ihre 72. ordentliche Generalversammlung ab. Der Geschäftsbe­richt für 1930 wies sich sehr günstig aus. Es könnten 8 Prozent Dividende zur Ausschüttung kommen.

* Hausbesitzer- Verein. Der Verein hält heute abend, Don­nerstag, im Hotel- Restaurant Hindenburg" seine 24. ordentl. Hauptversammlung ab.

* Liebig- Museum. Die hier untergebrachte Thüringen- Aus­stellung( Rennstieg- Hörselberg) ist wegen des allgemeinen Zu­spruches bis zum 1. März einschließlich verlängert.

* Die Kunstgewerbeschule Offenbach wird nun, entgegen allen Abbaugerüchten, doch bestehen bleiben. Der Fortbestand des weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannten Kunstinstituts ist erfreulicherweise gesichert. Erst vor kurzer Zeit wurde in Offen­bach der Lehrkörper um prominente Pädagogen ergänzt.

Gib den dir folgenden Wegebenutzern ein Zeichen, wenn du nach rechts oder links abweichen willst. Hast du keinen Rich­tungsweiser am Rade, strecke den Arm aus. Hänge dich nicht an Fahrzeuge. Benutze die Autos nicht als Schrittmacher­maschine. Betrachte dich als den Tüchtigen, der aus eigener Kraft freie Bahn sich schafft. Fahre nicht mit zu lose eingestell­ten Lagern. Lose Lager, ecken", zerstören Kugeln und Konen und lassen sich nicht mehr fest einstellen. Streue vor Einlegen des Schlauches bei Neumontage oder Reparatur etwas Talkum in die Laufdece. Talkum glättet Schlauch und Innenseite der Dede und verhütet Reibung. Hüte dich vor dem Zuviel, noch mehr Beachtung schenke aber dem Trockenbleiben des einge­streuten Talfums. Feucht gewordenes Talbum bildet nach dem Trocknen feste Teilchen, die den Schlauch zerstören können. Trodne nach einer Fahrt im Regenwetter die Speichen ab. Das an den Speichen herunterlaufende Wasser dringt in die Felgen­löcher ein, läßt Stahlfelgen rosten und Holzfelgen springen. Auch den Gummi bann es zerstören, wenn der Rost der Felge die Unterseite der Laufdecke erreicht. Beachte beim Auflegen eines Gummireifens, daß der Innenschlauch nicht zwischen Felge und Wulstrand oder Drahtring eingeklemmt wird. An den ein­geklemmten Stellen bilden sich Erweiterungen des Luftschlau­ches, die dem Luftdruck auf die Dauer nicht widerstehen können. Achte darauf, daß das Ventil des Luftschlauches gerade im Ven­tilloch steht. Steht es schräg, reißt es aus und wird undicht. Schraube stets die Ventilkapsel aus, sie verhindert das Ein­dringen von Staub. Setzt sich Staub in das Ventil, wird es verstopft. Stößt du mit Gewalt Luft aus der Luftpumpe in ein verstopftes Ventil, plagt entweder der Pumpenschlauch oder der Schlauch im Ventil. Halten beide Schläuche dem Druck Stand, dann geraten die Staubteilchen in den Schlauch und beginnen dort ein Zerstörungswerk. Reibe den Rahmen deines Fahrrades nie mit Petroleum oder gar mit Benzin ab. Er verliert durch diese Flüssigkeiten den Glanz und die durch Ab­ziehbilder auf den Rahmen gezauberten Schriften oder Fabrik­marken. Kaltes Wasser und wollene Lappen sind gute Reini­ger eines schmutzig gewordenen Rahmens. Wer für sein Fahr­rad besondere Liebe im Busen fühlt, schenke sich und ihm einen Lederlappen oder wenn er besonders stolz auf seinen Freund von Stahl ist, spendiere er ihm eines jener Lackpoliermittel, mit denen die Kraftfahrer ihre Karosserien auf neu bügeln. Be­befestige deine Glocke so, daß du sie in Tätigkeit setzen kannst, ohne die Hand vom Lenker zu nehmen. Fahre nie freihändig. Es sieht albern aus, zwingt dich zu einer unnatürlichen Körper­haltung, nimmt dir die Gewalt über das Rad und gefährdet alles, was da rollt und wandelt.

* Renten- Auszahlung für März. Die Auszahlung der Mili­tär- Renten für März findet am 27. Februar, der Unfall- und Invaliden- Renten am 28. Februar statt.

* Die Zahl der Leihhengststationen in Hessen wird in diesem Jahre, sicherem Vernehmen nach, von 12 auf 27 vermehrt.

* Die Städtische Winternothilfe fordert zum regen Besuch eines Gymnastik- und Tanzabends zum Besten der Nothilfe am Sonntag im Studentenheim auf. Ausführende: Das Fröbel­seminar, der Orchesterverein und Maria Rubel und Hans E. Steinbach.

*

Für die bildende Kunst in Hessen.

Im Zusammenhang mit den Bemühungen, das künstlerische Schaffen in Hessen trotz der Ungunst der Zeit zu beleben ein Zweck, dem auch die Veranstaltung ,, Kunst in Not" jüngst im hessischen Staatsministerium diente, steht ein weiterer Schritt

* Stadttheater. Heute abend Molières ,, Misanthrop" in der modernen Bearbeitung von Walter Bäuerle. Freitag: ,, Vol­pone", Komödie von Jonsen. Sonntag: Fremdenvorstellung; zur Aufführung kommt ,, Marius ahoi", Schauspiel von Pagnol.

Aus Rah und Fern.

Rodheim v. d. H. Hier ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Vorsicht!

Bad Nauheim. Bis zum 19. Februar 1931 betrug der Ge­samtbesuch 1117 Gäste, darunter 39 Ausländer. Anwesend am 19. Februar 1931 552 Gäste.

des hessischen Kultusministers. Dr. Adelung macht in einem Schreiben an die hessischen Zentralbehörden darauf aufmerksam, daß durch die Not der bildenden Künstler infolge des Mangels an Aufträgen unserem fulturellen Leben Schädigungen drohen, die nicht unterschätzt werden dürfen. Letzten Endes werde da­durch die kulturelle Entwicklung unserer Zeit stärkstens berührt. Dies gelte besonders für Hessen, wo die bildende Kunst seit vielen Jahren eine besondere Pflegestätte gefunden hat. Der Kultusminister gibt darum die Anregung, ernstlich zu prüfen, welche Maßnahmen noch getroffen werden können, um eine Be­lebung des künstlerischen Schaffens in Hessen herbeizuführen.

* Operngastspiel. Am 5. März gastiert im hiesigen Stadt­theater das Darmstädter Landestheater mit der Mozart- Oper: ,, Die Hochzeit des Figaro".

Ein feines Geschäft.

-

Frau Justizrat Balder?

Ja?

*

Verstärkter Flugverkehr ab 1. März!

Gelnhaar( Kr. Büdingen). Hier ist die Maul- und Klauen­seuche ausgebrochen. Vorsicht!

rettet werden.

Lorch. Beim Hofgut Odershof zerstörte ein Großfeuer die gesamten Dekonomiegebäude. Nur das Wohnhaus konnte ge­Weilburg. Am 9. und 10. Mai wird hier der Bezirks­schmiedetag von Hessen- Nassau und Hessen in Verbindung mit dem 25jährigen Gründungsfest der Schmiedeinnung des Ober­lahnkreises stattfinden.

Bezirksliga

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Sport Raffel

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Heffen- Here fel Spielverein S Bermannia S Germania Fu B. f. B. Gieße Odershausen 03 Rajje FC. Gr Verein EG. 03 Staffel

Frankfurt a. M. Angehörige des Korps Frisia"( Rudol­städter S. C.) hielten am Sonnabend in der Nähe von Darm­stadt mit einem Kartellverband der Technischen Hochschule Darm­stadt eine Mensur ab. Hierbei wurde ein Frankfurter Medizin­student durch einen Schläger so schwer in der Brust verletzt, daß der Tod nach einigen Minuten eintrat.

Am 1. März wird im Bereiche des europäischen Flugstrecken­netzes der Uebergang vom Winter- zum Frühjahrs- Flugdienst vollzogen. Das Liniennetz der Deutschen Luft- Hansa erfährt in­sofern eine wesentliche Erweiterung, als durch Neuaufnahme von sechs wichtigen Strecken die tägliche Flugleistung von zirka 13 000 auf zirka 19 000 Kilometer steigt. Weitere Verkehrsver­besserungen sind für den 1. April in Aussicht genommen, so daß zu diesem Zeitpunkt wieder 24 Inlands- und 20 Auslandshäfen von der Luft- Hansa angeflogen werden.

Skizze von Marie- Elisabeth Gebhardt, Berlin. ,, Hallo! Wer da? Hier Dr. Klauer& Co., Immobilienfirma! Eine Wohnung wollen Sie tauschen? Sind Sie denn schon bei uns eingeschrie­ben? Nein, herkommen ist nicht nötig, wir schicken sofort einen Vertreter zu Ihnen, der das Nötige mit Ihnen verabreden wird. Gut. Wiedersehen!" Sagen wir, in einer Stunde.

*

Frankfurt a. M. Es ist noch nicht gelungen, die Bluttat an der Frau Traut in Oberursel aufzuklären.

Frankfurt a. M. Mehrere Viehhändler wurden mit je 300 RM. bestraft, weil sie im Januar versucht hatten, die Preis­feſtſetzungskommission irre zu führen, um die Preise günstig in die Höhe zu treiben.

Gleichzeitig mit dem Flugplanwechsel läßt die Deutsche Luft­Hansa eine gegenüber den Vorjahren beträchtliche Tarifsenkung eintreten. Sie paßt sich hiermit der veränderten Wirtschaftslage an in der Erwartung, daß durch diese Verkehrsverbilligung neue Benutzerfreise dem Flugzeug gewonnen werden. Die Tarife nähern sich durchweg stark dem 2. Klasse- Fahrpreis der Eisenbahn, wobei die Reisedauer in vielen Fällen erheblich weniger als die Hälfte der Bahn- Fahrzeit beträgt. Ein Flug kostet z. B. von Frankfurt a. M. nach: Berlin 65 RM., Düsseldorf 28 RM., Halle/ Leipzig 43 RM., Hannover 35 RM., Köln 23 RM., Mün­chen 46 RM., Nürnberg Fürth 23 RM., Stuttgart 23 RM.

,, Du, Langer, es gibt wieder ein Geschäft! Fahr nach der Hauptstraße in Schöneberg und sieh dir die Sache an. Du weißt schon. Die Liste mit den Wohnungen hast du doch aus der Wohnungszeitung abgeschrieben? Wenn was zu machen ist, muß Frida als Reflektantin hingehen und ihr Ding drehen... Also los!"

*

Es war ein kleines, fontorartig ausgestattetes Zimmer, in dem das Gespräch stattfand. Von einem der Tische erhob sich ein elegant gekleideter Jüngling und bereitete sich zum Ausgang vor, während das etwas verlebt aussehende Fräulein einen Moment in ihrer Beschäftigung innehielt, den eben benützten Lippenstift in die Schachtel tat und nur kurz als Antwort nickte.

*

Frankfurt a. M. Die Möbelindustrie beschloß, in West- und Südwestdeutschland in diesem Jahr keinerlei Möbelmessen ab­zuhalten.

Jdstein. Ein Frankfurter Auto kam infolge hohen Schnees ins Rutschen und sauste die Böschung hinab, wo es gegen einen Bau prallte. Der Wagenführer wurde dabei sofort getötet, sein Beifahrer schwer verletzt.

Ein Felsen wird bewacht.

Cochem. In der Stadtverordneten- Versammlung berichtete der Bürgermeister über die Bergrutschgefahr, die es nötig mache, für einen Verbindungsweg zwischen Cochem und Sehl zu sorgen. Man rechne in nächster Zeit mit dem Absturz von mindestens 60 000 cbm Felsen von dem Berge unmittelbar neben Cochem. Für den Abtransport der Felsmassen und für die Aufschüttung der Moselstraße komme ein Kostenaufwand in Frage, der von der Stadt Cochem allein nicht getragen werden könne. Eine große Anzahl von Wachmannschaften ist ständig in der Nähe des Felsens anwesend.

Essen, 24. Februar. Ihre Exzellenz, Frau Geheimrat F. A. Krupp, Ehrenbürgerin der Stadt Essen, ist heute nachmittag im Alter von fast 77 Jahren plötzlich gestorben.

In Duisburg

kam es während der Verhandlungen der Stadtverordneten über einen kommunistischen Mißtrauensantrag gegen Oberbürger­meister Jarres zu Demonstrationen vor dem Rathause. Aus der Menge fielen Schüsse gegen die Polizei. Ein Polizeibeamter erhielt einen lebensgefährlichen Bauchschuß.

Dichtertag auf der Wartburg.

Eisenach. Unter Leitung des Burgenerneuerers, Bodo von Ebhardt, tagte die Vereinigung zur Erhaltung deutscher Burgen auf der Wartburg.

Rostock. Bei den an der Universität Rostoc abgehaltenen

Jeder kluge Geschäftsmann tawahlen erzielten Stimmen und Size: Korporationen 329

benutze die überall beliebten Reichssteuer- Kaffebücher von Albin Klein, Gießen

redung kam. Frau Justizrat wollte mit ihrem Mädchen zur Besichtigung hinauskommen; denn allein wagte sie sich nicht so weit fort.

Etwa eine Stunde später erhielt Frau Justizrat Balder den Besuch des Firmenvertreters. Nach Art alter Frauen setzte sie ihm vertrauensvoll und breit auseinander, daß sie nach dem Tode ihres Gatten leider die große Wohnung mit einer kleinen vertauschen müsse. Der Vertreter durchwanderte die Wohnung und hatte bald hier, bald da etwas zu bemerken, zu welchem Zweck er stehen blieb und die Augen überall umherschweifen ließ. Er steckte die zwanzig Mark Einschreibegebühr ein, gab eine Quittung und mehrere Angaben von Tauschwohnungen, ver­sprach auch baldige Zusendung einer Dame, die gerade auf der­artige Wohnungen reflektierte. Zuletzt machte er noch die Stunde dieses Besuches aus.

Zeitungsnotiz: Wieder haben sich Langfinger die Gelegenheit zunuze gemacht, in einer Wohnung, deren Inhaberin zufällig abwesend war, Kehraus zu machen. Die Diebe müssen genau Hausgelegenheit gekannt haben. Der Diebstahl ist am hellen Nachmittag ausgeführt worden, ohne daß das Sicherheitsschloß beschädigt wurde. Gestohlen wurde ziemlich alles, was sich in zwei vorhandenen großen Koffern mit einem Auto fortschaffen ließ. Die Kriminalpolizei ist eifrig bemüht, die Täter zu ermit­teln, da sich die Diebstähle ähnlicher Art letzthin häufen.

Pünktlich erschien die Reflektantin, durchwanderte ebenfalls Raum für Raum, besah selbst die Schlösser, ob sie instand wären, ließ sich das Sicherheitsschloß erklären und dergleichen Dinge mehr. Sie hatte zufällig über eine Wohnung in einem Vororte zu verfügen, der zwar ziemlich weit von der Großstadt lag. Aber dafür war die Wohnung billig, hatte Balkon und Gartenplatz und noch allerlei Vorzüge, so daß es zu einer bestimmten Verab­

, Also Sie waren in Frohnau auf Wohnungssuche, Frau Justizrat?"

Ja, Herr Kriminalassessor. Und die Wohnung sagt mir sehr zu. Die Dame selbst war freilich nicht anwesend, aber ihre Mutter. Ich mußte Kaffee mittrinken, und wir haben auch ein wenig geplaudert. Darüber wurde es später, als ich wollte. Als ich dann heimkam, fand ich das leere Nest. Alle guten Teppiche und Decken, das ganze Silberzeug, Geld und Schmud sind mir gestohlen worden. Ich weiß gar nicht, wovon ich bis zum nächsten Ersten, wo ich meine Witwenpension friege, leben soll."

,, Können Sie mir den Vertreter der Wohnungsvermittlung beschreiben und die Dame, die Ihre Wohnung besichtigte?"

,, Gott ja! Der junge Mann sah aus wie viele aussehen. Ich bin alt, mein Herr, und das Gedächtnis läßt nach. Die Dame ist gewiß nicht am Diebstahl beteiligt; ihre Mutter war so nett."

St., 3 Size( 469, 6); Nationalsozialisten 529 St., 7 Gizze( 328, 3); Nationale Studenten 158 St. 2 Git( 209, 2). Die Wahlbeteili­gung betrug 60 Prozent.

..Würden Sie den jungen Herrn wiedererkennen, wenn Sie ein Bild von ihm sähen?"

..Ich glaube wohl."

dem Polizeibüro Rr. X, 3immer 3. Ich habe dringend mit ihm zu sprechen. Wenn Ihr Chef wiederkommt, bitte ich um tele­phonische Nachricht. Jetzt erbitte ich mir Ihre Papiere zur Durchsicht!"

,, Gut, ich komme morgen wieder! Geben Sie mir doch die Anschrift des Vermittlungsbüros! So. Danke. Auf Wieder­sehen!"

Jm Büro jaß der eine junge Mann und schrieb eifrig, als der Kriminalassessor eintrat. Herr Dr. Klauer zu sprechen?" ,, Bedaure, der Chef ist augenblicklich verreist. Womit kann ich dienen?"

,, Sind Sie der Vertreter?"

,, Sehr gern, soweit ich sie unter mir habe. Die wichtigsten hat der Chef in seinem Tresor."

..Nur der Buchhalter. Der Vertreter ist auf Kommission abwesend."

Der Assessor öffnete die Tür und rief einen Polizisten herein, der ihm bei der Haussuchung helfen sollte.

Es fand sich nichts, was auf irgendeine verdächtige Neben­tätigkeit des Büros schließen ließ.

,, So?- Schiden Sie mir den jungen Mann doch mal nach

Surheffen- Saff Großalmerode EG. 05 Göttin

Geffen 09 Kaff SV. 05 Einbe

Spogg. Göttin

Gerade wollte der Assessor seine Entschuldigung über die Störung aussprechen, als er einen höhnischen Blick zwischen dem Buchhalter und Fräulein Frida, die inzwischen eingetreten war und sich wieder intensiv mit Puderquaste und Lippenstift be= schäftigte, auffing. Aha! Etwas stimmte doch nicht. Leise gab der Beamte seinen Untergebenen eine Weisung. Wenige Augen­blicke darauf erschienen zwei Polizisten und meldeten, daß die gewünschte Droschke bereit sei.

FC. Grone

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Verein Germania M Wallau 1900 Gießen Breidenbach Sp. B. Wetl Wiefenbach Frohnhausen

Ich muß die Herrschaften schon bitten, mich zu begleiten," sagte der Assessor. ,, Reuter, Sie sehen mit Gragert noch einmal alles genau durch. Wer kommt, wird eingelassen, aber nicht wieder raus, bis ich selbst wiederkomme! Sie Fischer, begleiten - Ist's gefällig?"

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Der Buchhalter protestierte, indes Fräulein Frida sich ohne Widerrede zum Mitgehen bequemte. Als aber das Auto vor der Wohnung der Justizrätin hielt, wurde auch das Dämchen unruhig und versuchte sich zu verdünnen. Doch Fischer ergriff sie beim Arm, während der herbeigepfiffene Revierpolizist den Buch­halter begleitete. Frau Justizrat Balder war nicht wenig über­rascht, die liebenswürdige Wohnungsreflektantin in so aufge= zwungener Begleitung zu erblicken. Leider war der Buchhalter nicht identisch mit dem Vertreter der feinen Firma. Doch fing sich der Betreffende in der gestellten Falle im Büro noch am selben Tage.

Zeitungsbericht: Der Umsicht unserer Kriminalpolizei ist es sehr bald gelungen, eine eigenartige Diebesbande auszuheben, die unter dem Dedmantel der Wohnungsvermittlung Diebesge­legenheit ausspürte. Die Opfer wurden zur Wohnungsbesichti­gung in entfernte Gegenden geschickt, wo sie durch Helfershelfer lange aufgehalten wurden, während die Diebe alles Wertvolle in der betreffenden Wohnung stahlen. So wurde auch das letzte Verbrechen bei der Frau Justizrat Balder aufgeklärt und den fin­digen Leuten ihr doppeltes feines Geschäft gelegt.

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