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Donnerstag, den 24. Dezember 1931.

Dann kam die Nachkriegszeit mit ihren fortwährenden Tarif steigerungen. Immer mehr Menschen wandten sich den Fabrik­schuhen zu, weil sie die Kosten der Maßschuhe nicht mehr auf­bringen konnten. Heute ist Maßschuhwerk ein ausgesprochener Lurusgegenstand und die Leute sind zu suchen, die es sich leisten können. Das Schuhmacherhandwerk aber ist verkümmert und in der Hauptsache nur noch mit Sohlen und Flicken beschäftigt.

,, Gießener Zeitung"

Das Tarifwesen hat hier eine ,, Rationalisierung" erzwungen, die Tausenden von jungen Leuten Beschäftigung und Zukunfts­aussichten geraubt hat. To ward Wohltat Plage! Zu so un­sinnigen Folgen mußte die gewerkschaftliche Lohnpolitik führen, weil sie glaubte, sich über die Abhängigkeit der Lohnhöhe von der Kapitalseite hinwegsetzen zu können Fortsetzung folgt.

Weihnachtsgruß an Hessens Jugend!

Liebe Freunde!

Oft haben wir uns gefragt, ob wir ein Recht haben in dieser Zeit auf Feste und Feiern, ob wir sie noch begehen können mit gutem und unbefangenem Gewissen. Es gibt nur wenige Tage, in denen wir so nicht zu fragen haben, und nur wenige feſt= liche Stunden, deren Feier nicht gerechtfertigt zu werden braucht, sondern, da wir selber gerechtfertigt werden, durch das rechte Er­leben des Festes. Weihnacht spricht uns nicht vom Recht, son= dern von der Pflicht zum freudigen Begehen.

Jahr für Jahr haben wir nun unsere Wünsche und Ge­danken ausgetauscht für die stille Zeit vom Weihnachtsabend bis zum Beginn des neuen Jahres. Weihnacht 1931 wollen wir nicht ablassen von unserem Brauch. Wir empfinden das Fest der Freude und des Friedens nicht als Gegensatz zu unserer Zeit der Lasten und des Unfriedens, weil wir wissen, daß ohne den rechten Weihnachtsgeist weder unser Volk noch der Einzelne hin­durchkommen kann.

Indem wir diesen Glauben voranstellen

den Glauben

an das Heil, das erschienen ist sind unsere Sinne nicht blind gegenüber den Zuständen des Unheils. Wir verschließen uns nicht den zweifelnden Fragen, die von außen her das innerste be= stürmen. Wir streichen viel ab von dem, was landläufig sich mit dem Begriff Weihnacht verbunden hat: alles vor allem was Betriebsamkeit, Industriealisierung, Sattheit und Ungeist dem Feste angeheftet haben, um vorstoßen zu können, zu seinem inne­ren Wesen. Wenn es durch die Not unserer Zeitläufte wieder weiterhin offenbar würde, daß das Heil, von dem Weihnacht spricht, nicht in eine Welt des Ueberflusses, sondern der Ent­behrung und des Hungers erschienen ist, dann müßte viel weg­fallen von Festfremden in Gesinnung und äußerer Festesform. Jugend, die nach der Wahrhaftigkeit strebt, wird durch persön liches Beispiel, wird in Familie und Bund mithelsen, daß Weihnacht wieder Weihnacht werde und alle Zweifel und alle Zweifler überwinden, die aus der Unwahrhaftigkeit ihre Kritik nur allzu oft mit Recht beziehen.

Weihnachtsreichtum in der Welt der Armut, diesen Gegen­satz empfinden wir diesesmal bewußter als je, empfinden ihn nicht als Widerspruch, sondern als Geschenk der göttlichen Gnade,

deren wir uns würdig zu erweisen haben. Aus der inneren Wahrheit, die aus solchem Gegensatz spricht, wollen wir stärker noch als sonst die Folgerungen ziehen, in denen wir unsere Weihnachtsaufgabe zu sehen haben. Auch diesesmal werden wir in diesem Sinne auch dem Weihnachtsfest gegenüber uns die Frage stellen nach dem guten Gewissen bei dem Festeseiern und werden uns Antwort dahin zu geben haben, daß wir es inner­lich nicht ertragen können, das Fest losgelöst zu feiern von der Notwirklichkeit. Wir denken an die Mütter, die Tränen in den Augen haben, im Gedanken an ihr Kind, das sich in seiner Dürf­tigkeit verstoßen fühlt, an die freudlosen Freunde, an die vielen unverschuldet in Not und Arbeitslosigkeit Geratenen. Wir wollen mit unserer ganzen Liebe dabei sein, wenn es irgendwie zu hel­fen gibt.

Und der zweite Gegensatz, der sich in diesem Jahr uns so überstark aufdrängt: Weihnachtsfrieden in der Welt des Un­friedens und des Hasses. Auch hier sehen wir die Wirklichkeit und wollen uns nicht mit flüchtigen Feststimmungen darüber hinwegtäuschen. Jugend, erlebt den Gegensatz nicht nur im Blick auf das Tagesgeschehen der politischen und sonstigen Welt. In ihren eigenen Reihen hat sich der Geist der Gesinnungshärte und der Herzenskälte, die den anderen nicht neben sich dulden fann, breit zu machen versucht. Es ist der Geist, der den Un­frieden will. Wir können das Fest des Friedens und der Liebe nicht ruhigen Gewissens begehen, wenn wir nicht guten Willens sind, zum Miteinander. Wir wollen den Weihnachtsfrieden nicht beschränkt wissen auf einige Kalendertage des Jahres. Wir wollen Weihnachtsgeist wirksam wissen, als dauerndes Gut für unser Volk. Wir wollen Brüden schlagen, wollen uns ent­| gegenstemmen allen Versuchen, niederzureißen, wo Aufbau und Versöhnung das Gebot unserer Stunde heißt.

Das ist der Geist, den Weihnacht 1931 von uns fordert, und den wir hineintragen wollen in das kommende Jahr:

Jhr alle aus den Bünden und Verbänden der hessischen Jugend gemeinsam mit Euerem Freund und Brückenbauer Heinrich Hassinger.

Geschäftsministerium und Verfassung.

Kann der Landtag die Abberufung eines geschäftsführenden Ministers verlangen?

Die Abstimmungen über das Mißtrauensvotum gegen die geschäftsführende Regierung Hessens und die Annahme des Ab­berufungsantrages gegen ein Mitglied dieser Regierung haben eine Reihe von verfassungsrechtlichen Fragen aufgeworfen, über die in der Oeffentlichkeit vielfach unklare Vorstellungen bestehen. Deswegen sei über die rechtliche Seite der Angelegenheit auf Grund der Verfassungsbestimmungen folgendes mitgeteilt:

Die Frage, ob es rechtlich zulässig ist, daß der Landtag gegen eine Geschäftsregierung ein Mißtrauensvotum beschließt, ist zu entgegensteht. bejahen, da ihm keine Verfassungsbestimmung und um eine Einer zurüdgetretenen Regierung gegenüber solche handelt es sich nach der Erklärung des hessischen Staats­kann ein solcher Beschluß aber nicht präsidenten im Landtag die Wirkung haben, die er gemäß Artikel 38, Abs. 1, Satz 2, bei einer vom Landtag gestützten Regierung hat. Dieser Satz besagt, daß das Gesamtministerium zurücktritt, wenn der Land­tag ihm durch einen ausdrücklichen Beschluß das Vertrauen ver­sagt, aber nach Art. 38, Abs. 2

muß trotz des Mißtrauensvotums die gestürzte Regierung die Geschäfte solange fortführen, bis der Landtag den Staatspräsidenten neu gewählt und die von ihm berufenen Mitglieder des Gesamtministeriums bestätigt hat.

Für eine freiwillig zurüdgetretene Regierung kann nichts an­

Der Glöckner von Kanjanjew.

Von Hans Arno, Leipzig. Fremde aus der großen Stadt waren ins Dorf gekommen. Bewaffnete Männer mit brutalen Gesichtern. Viel Poltern, Großspreden mit ihnen. Es gibt keinen Gott mehr! Aus ist's damit, ihr Leute von Kajanjew! Habt euch sowieso lang genug von Popen an der Naje herumführen lassen! Was Eut für ihn, daß er geflohen ist, ehe wir ihn fingen!" ,, Das wird sich) bald finden! soll aus der Kirche werden?". st sowieso ein Versammlungsus, und ihr seid gewöhnt, hin­einzugehen. Drin soll nun mal ein gescheites Wort gesprochen werden, nichts mehr von eurem bisherigen Gott, sondern von der Zukunft, vom Auferstehen des alten Mütterchen Rußlands. Ein großer Redner kommt aus der Stadt, und ihr alle müßt in die -Er wird euch Wunderdinge Versammlung gehen, Genossen! sagen von der neuen Zeit, von dem großen Gottlosenjahrhundert, von der modernen Technik und Industrie. Denn das sind die wahren Geister des neuen Weltalls."

deres gelten, denn die eben erwähnte Vorschrift macht bezüglich des Grundes des Rüdtritts feinen Unterschied.

Nr. 99.

widersprechen, wonach ein geschäftsführendes Gesamtmini­sterium vorhanden sein muß.

Wenn der Landtag nach der Verfassung jederzeit die Ab­berufung einzelner Mitglieder des Gesamtministeriums ver­langen kann, so gilt dasu nur für eine Regierung, die zu ihrer Amtsführung des Vertrauens des Landtags be= darf. Dafür spricht auch die Begründung des Verfassungsent­wurfs( Landtagsdrucsache Nr. 237 1919, Seite 12 rechts oben). Dort ist die Vorschrift des Art. 38 wie folgt erläutert: ,, Nach Art. 17 Abs. 1 der Reichsverfassung bedarf das Ministerium des Vertrauens der Volksvertretung. Verliert es dieses Vertrauen, so muß es zurüdtreten. Damit nicht das Gesamtministerium jedesmal zurüczutreten gezwungen ist, wenn nur das eine oder andere seiner Mitglieder das Vertrauen verloren hat, ist zu­zulassen, daß die Volkskammer auch die Abberufung einzelner Mitglieder des Ministeriums verlangen kann." Hier ist also die Abberufung nur in Beziehung gesetzt zu einer Regierung, die das Vertrauen des Landtages besitzt und nicht zu einem Geschäftsministerium.

Solange die Regierung das Vertrauen des Landtags ge­nießt, kann und muß der Staatspräsident statt eines abberufe­nen Ministers einen anderen berufen und ihn dem Landtag zur Bestätigung präsentieren. Nachdem die Regierung aber zurück­getreten ist, kann der Staatspräsident feinen neuen Minister be­rufen. Das würde dem interimistischen Charakter einer Ge= schäftsregierung widersprechen. Der Staatspräsident müßte nach der Verfassung die Bestätigung des neuen( Geschäfts!) Ministers durch den Landtag einholen. Auch dies widerspricht dem Sinn und Zweck einer Geschäftsregierung. Zu unhaltbaren Verhältnissen müßte jedoch die Tatsache führen, daß dieses Mit­glied etwa das Vertrauen des Landtages erhalten hätte, wäh­rend der Staatspräsident und die anderen Minister als Ge­schäftsregierung ohne das Vertrauen des Landtags amtieren können und müssen.

Verdutzt standen die Männer von Kansanjew beisammen. Einige Jungen gröhlten. Sie hatten ohnehin nicht verstan den, was die Fremden aus der Stadt gesagt hatten, also Grund Die Aelteren schüttelten die Köpfe, genug, Lärm zu machen. aber schließlich waren sie froh, daß nichts Schlimmeres von den Bewaffneten geschah. Man hatte genug davon erzählen hören. Einer aber schlich still und leise aus dem Kreis. Das war Wjatka, der alte Glödner. Wie viele Jahre hatte er da oben vom Glockenturm herab die Glode geläutet, seine liebe, alte Auf seine bange Frage, Wie schon einst sein Vater! Glode! was mit den Gloden geschehen würde, hatte es geheißen? Wer Und du, du bekommst das ven eingeschmolzen, Väterchen! Cnadenbrot!"

Die müden Hände des Greises, deren rechte sich schwer auf den Krüdstock stüßte, zitterten mehr als bisher. Was hatten die Fremden gesagt? Vom Auferstehen des neuen Rußland hatten jie gesprochen? Wie dachten sie sich denn das, ein Auferstehen - Und er geht zur Kirche und ohne seine Glode! ohne Gott! hin. Die aus der Stadt, das waren noch junge, rustige Män­Werdet ihr erst mal ner! Die hatten gut leichthin reden!

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Weiter ergibt sich aus den Akten des Innenministeriums, daß der erste Entwurf des Referenten( Min.- Dir. Lorbacher) nur die beiden ersten Absätze des Art. 38 enthält Abs. 3( ,, Der Landtag kann jederzeit die Abberujung einzelner Mitglieder des Gesamtministeriums verlangen") wurde nachträglich an gefügt. Bezeichnenderweise enthält dieser Abs. 3 im ersten Ent­wurf des Referenten noch die Vorschrift, daß der abberufene Minister nach Art. 37( Berufung durch den Staatspräsidenten und Bestätigung durch den Landtag) zu ersetzen sei. Auch hier­aus ergibt sich, daß die Abberufung einzelner Minister durch den Landtag nur für den Fall möglich ist, daß es sich nicht um ein zurückgetretenes Ministerium handelt.

Die Auffassung, daß auch die Abberufung eines Mitgliedes eines Geschäftsministeriums vom Landtag verlangt werden tann, führt in ihrer Konsequenz dazu, daß nacheinander die Abberufung sämtlicher Geschäftsminister möglich ist, so daß schließlich überhaupt keine Mitglieder des Gesamtministe­

Lokales.

Die heilige Nacht.

,, Es kam die gradenvolle Nacht, die uns das Heil der Welt gebracht."

Es ist die stille, die heilige Nacht, da uns der Himmel den Heiland auf die Welt sandte. Ringsum liegt tiefes Schweigen über der Flur; nur hie und da raunt es in den Wipfeln der Tannen und Fichten, als erzählten sie sich, daß es heute Christ­nacht sei, die stille, heilige Nacht. Ein tiefer Friede breitet sich über die Erde. Baum und Strauch und die Wiesen tragen heute zum Feste der Liebe das Kleid der Unschuld.

Weihnachtszauber in Feld und Wald.

Eine tiefblaue, mit vielen Sternlein besäte Hammelsglode wölbt sich über dieser schönen Erde, die heute unter ihr liegt, als fenne sie nur den Frieden. Vom Turm der Dorfkirche schlägt es die Stunde der Mitternacht. Zaghaft und weich beginnen die Gloden zu läuten, um die Menschen aus den ver streuten Häusern und Hütten zur Christmette zu rufen. Und im langen Zuge schreiten die frommen Beter zur Kirche. Hinter den hellerleuchteten Fenstern versammeln sie sich um die Krippe und singen das Lied von der gnadenwollen Nacht. Ueber Weih nacht.

Aber auch über dem Häusermeer der Großstadt liegt heute der Zauber der Weihnacht. Die Straßen sind leer, die Fenster hell. Ueberall leuchtet der Weihnachtsbaum. Dumpf und schwer und in feierlichem Choral läuten die Gloden von den Türmen der Stadt, um auch dort die Christenheit zur Krippe zu rufen. Seite an Seite stehen dort die Menschen in den Domen und Kirchen, fingen von der gnadenbringenden Weihnachtszeit und von dem Frieden, den die Menschen auf Erden sich erflehen. Heute sind sie alle einig, sind versöhnt, können nicht hassen, son dern möchten nur haben, daß Friede sei. Und alle haben die selbe Hoffnung, daß die Hand Gottes das Schicksal unseres Vaterlandes zum Guten lenken möge, damit wir einig und wieder ein gesundes Volk werden.

Weihnachtsglocken läuten über die Erde. Mögen auch die anderen Völker heute am Feste der Liebe und Versöhnung nicht vorbeigehen ohne einen Friedensgedanken und einen wah ren Friedenswillen. Jm Kreislauf der Welt, im Wandel von gut und schlecht, von schönen und trüben Tagen, muß auch wieder einmal eine bessere Zeit kommen, die uns den wahren Völker

riums mehr vorhanden sind. Das würde der Verfassung Berlangt beim Einkauf nur deutsche Waren!

alt!" Und da ist er auch schon an der Kirche, geht die Stiegen Heute wurden ihm die hinauf zur Glocke, zu seiner Glode! Stiegen besonders schwer. Was wissen die schon von Gott, vom Leben, von seinen Gloden! Keiner fannte sie so wie er. Immer wenn er, der Wjatka, sie geläutet hatte, da waren mäch­tige, flangvolle Lieder über ihn hingerauscht, waren hinabgestie­gen zu aller Welt. Und Stimmen waren in den Glodenliedern gewesen, herrliche schöne Stimmen! Oh, er tannte sie.

Da

war erst die Stimme Gottes selbst, die klang tief und voll wie das Rauschen des Wolgastromes, fang und tlang von Zuversicht und Glaubenskraft, von Wahrhaftigkeit und kluger Einsicht, dann schwoll eine andere Stimme hinein, das war die seines Vaters. Die sprach zu ihm von Redlichkeit und treuer Pflicht­erfüllung. Und dann sang es dazwischen hell und froh. Da hörte er seine Mutter von den Kinderjahren erzählen, vom Heiland, von der schönen tiefstillen Liebe zum Nächsten, von fröh­licher Welthoffnung und vom Vertrauen zu dem gütigen, gnä digen Gott. Und wenn dann so allmählich die Gloden ver flangen, wenn ihr Singen und Tönen leiser und leiser wurde, Da lang es von Wie­da sang zu ihm sein liebes, totes Weib. dersinden und von Auferstehen, von owigem Glüd und von un sterblicher Liebe.

Und als der alte Wjatka oben angelangt ist bei den Glocken­strängen, da sieht er drüben am Horizont die Sonne hinabgehen. Es ist um die Abendstunde, und er muß den Gottestag einläuten, den Sonntag. Das heißt, er darf ihn noch einmal einläuten. Heute Denn morgen da gibt es ja keinen Gott mehr, wie die Fremden sagen, da gibt es keinen Sonntag, feine Glode, feine Glodenlieder mehr!

Und zitternde Greisenhände fassen in den Glodenſtrang hin­Dann kommt das Gnadenbrot! Dann ein. 3um letztenmal! Dort drüben geht die tommt das Jahrhundert der Gottlosen! Sonne unter. Aber sie, die Sonne, scheint ja nun anderen, das

Das

spricht zu ihm und mahnt ihn, bereit zu sein. Mächtig flingt und singt, jauchzt und jubelt die Glode von Kajanjem über alles Leben da unten dahin. Unten im Dorf stehen die Männer und hören über sich des alten Watka Abendläuten. letzte Läuten ist's! Auch für den alten Wjatka! Wie start flin gen die Gloden heut!"

Aber

meine Schwester ebe Mark bekommt. D jahlt werden." Jch

Eine ältere Bud Brandscheine. Ich h tatlos, und jeder Ta und meinem Mante und mußte mir das doch bitte! Ich bin hun, wo ich 21 Jah techt schnell! Jeder

Dem alten Wjatka erscheinen vor Augen die ersten Sterne. Die Nacht zieht im Osten herauf. Wächst auf ihn zu! die Glode klingt mit all ihren Liedern und Stimmen! Mit aller, mit letzter Kraft zieht der Alte an den Strängen, immer und immer wieder. Und in all dem Sang um ihn, in ihm zieht leuch tend sein ganzes Leben an ihm vorbei. Unendlicher Friede, un­endliches Glück, unendlicher Jubel ist jetzt in seiner Brust, dent er hört den mächtigen Glodenchoral über sich in alle Welt drin= - Es lebt ein Gott! gen: Es gibt einen Gott! ,, Laß ihm sein letztes Gestammel!" meinten die aus der Stadt. Die andern aber staunen. ,, Was ist mit dem alten Wjatka?" Was läutet er heut so lange?"- ,, Wahrscheinlic weil es zum letzten Male ist!" Wo hat er nur die Kräfte her?" ,, Wahrhaftig, Brüderchen, er hat sich den Gnadentohn redlich verdient!"

Als aber die Glode dann mit einemmal verklang, der Glöd ner aber schließlich nicht herabkam, stieg man hinauf und und fand ihn tot bei den Strängen unter seinen Gloden liegen. Der Herzschlag hat den alten Wjatka bei seinem letzten Läuten getroffen!" Man sah in ein gütiges, glücklich- friedliches Greisenantlig. ,, Dieses Lächeln", meinte einer insgeheim sinnend zu den anderen, sagt uns mehr von den Geheimnissen hinter dieja Welt, als wir uns hineindenten und als wir hineinbefehlen sollen. Glücklich derjenige, der sie erraten darf!"

weiß er, und morgen, morgen kommt ihr lichtvoller Gruß wieder Gustavs Adolfs Zug an den Rhein 1631.

zu ihm, zu den Leuten in Kajanjew, zu allen Menschen. Und da erklingen die Glocken über ihm. Alles wird gut Er hört Gott, er hört und glücklich. Alle Stimmen hört er. ihn raunen von den Irrtümern dieser Erde. Die Mutter spricht von dem lieben Gott, von dem Glüd seine Kindheit. Der Vater

Von Dr. Kraft, Darmstadt.

Am 23. Dezember n. St. 1631 fapitulierte Oberst Wallraf von Wittenhorst und übergab nach mehrtägigem Belagerungs

Eine Mutter jd als Mutter tue was meinem Kinde zu meiner Tochter mei

daß fie jede Stellung es mir nicht helfen i

Tochter angewiesen,

59 RM. zur Verfü hlen muß. Jch w on, wenn mir nid Erschütternde

gen verpflichteter 2 lofer Familienväter

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hat die Feierabend Neujahrstag allgem jeitgesetzt.

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ju geben und um Schwierigkeiten bei Reichsbahn die

für die Rückfahrt bi dehnt. Wer also mi oder Neujahr verrei

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als Befreier einzog. Rheinstadt, die das

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