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Samstag, den 22. August 1931.

Ine Deutiche darauf pendet werden. Man offe täujchen. Det eibungen für Sauten Izer oder ausländide Autofahrer fümma her Straßenteer oder Sartgefteine oder aus

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ndet diesmal die Le fie für Deutschlands und Ausland jeh entgegen, und die des Geschäftsganges ng bringen und die

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guten Einlaufs in Deutschland no taufend deutsche G lugujt bis 3. Septem - die nächsten Mon

Lokales.

Sonntagsgedanken.

Komm, setz dich zu mir und sag mir deine Sorgen und deine Söte. Vielleicht kann ich dir helfen und dir raten und helle und arte Gedanken bringen und wieder mehr Licht auf deine Wege. Du flagst über viele Arbeit? Weißt du nicht, daß nur der enen Sonntag ganz hat, der seine sechs Tage auch richtig ge­abeitet hat? Daß nur der fröhlich feiern kann, der mit phem Sinn auch gearbeitet hat? ,, Du sollst dein Tagwerk archsonnen, dann ist es ein föstlich Ding, das beinahe aussieht, ae ein goldener Schlüssel zu hohen Pforten", so spricht der Achter von der Arbeit. Wenn wir unserer Arbeit den hohen Sert für das Leben geben, dann können wir auch von ihr hoch mten, an welchem Plaze wir auch stehen mögen. Nicht allein Lohnes willen sollen wir arbeiten. Heute soll jedes Ein­nen Tagwerk Voltsarbeit sein um des großen Ganzen willen. Tausende und Millionen sehnen sich heute nach Arbeit, deren sinde zum Feiern gezwungen sind. Darum flage nicht, wenn nach dem Sonntag die Pflicht und die Arbeit wieder ruft. Ge­de in diesen schweren Tagen heißt es für uns Deutsche hoch­wertige Arbeit zu leisten. Und wer sie noch mit Liebe und Freude und mit Zuversicht durchsonnen kann, der hat diesen goldenen Schlüssel gefunden, von dem der Dichter sagt, daß er hohen Pforten past.

Mit dem Werte unserer Arbeit wird dann die Freude wachsen. Die Arbeit ist die große Bildnerin zum Menschentum, die große Segenspenderin des Einzelnen und eines ganzen Soltes. Für uns in Deutschland kann sie allein nur auch die

daß in dieje Mon große Erlöserin werden.

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Wenn wir einmal wieder Arbeit schaffen können für alle, daß jeder sein Brot verdienen kann, dann ist der Weg frei zu neuem starkem Leben in unserem Volke und in unserem Vater­

Den. Da muß die Gélande. Dieser Weg führt dann auch zu jenem Sonntag, an dessen onkurrenzkampf eierstunden sich wieder alle freuen können.

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ann. Die Leip ate werden vert Räuferinnen und e n. Auf diese Weise la as faufende Publikum

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Der Sonntagsschreiber.

Wohlfahrtslasten, die an sich vermeidbar wären, dabei nicht einen schidsalhaften Charakter haben, sind vor dem die Fürsorgelasten für Trinker und ihre Familien. Es ist och nicht genug bekannt, wie sehr sie namentlich auch die Ge­meindelasten belasten. Beispielsweise hatte allein für 15 der von der Trinterfürsorge betreuten Fälle das Wohlfahrtsamt der west­

ie deutsche Geschäftsfälischen Mittelstadt B. bis Dezember 1930 an Sachleistungen, Atzt und Arzneikosten, Bauunterstützungen und Anstaltspflege rund 45 660 RM. Aufwendungen. In der norddeutschen Groß­stadt H.( rund 435 000 Einwohner) erwuchsen 1927 an unmittel­beren Ausgaben für Alkoholiker und ihre Familien zu Lasten des Wohlfahrtsamtes rund 242 000 RM.(!)

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dabei also Aufwand von Krankenkassen, Kosten für Behandlung von durch den Trunk mitverursachten oder verschlimmerten Krankheiten, Schäden der Alkohol- Straffälligkeit u. a. noch nicht mitgerechnet. Tenn irgendwo, so gilt es hier, Quellen schwerer wirtschaftlicher meinlasten und Verluste zu verstopfen, abwehrend und vor­ugend Hand anzulegen. Trotz unserer Not ist dieser Ausgabe­posten noch nicht viel fleiner geworden. In dieser Hinsicht ver­dient der Guttemplerorden, der sich auch in Gießen der Trinker­fürsorgearbeit angenommen hat, mehr Beachtung.

*

Verregnete Ernte. Wenn nicht sehr bald ein Witterungs­inschlag zum Besseren eintritt, darn sind die Aussichten für die Sergung der vielen noch draußen stehenden Kornfrüchte in unse­tem Bezirk recht trübe. Der Schnitt ist nur teilweise vollzogen, bs in Haufen stehende Getreide ist naß und droht, da täglich Regen niedergeht, schon auszuwachsen. Schon jetzt ist vielfach der Schaden recht erheblich. Auch die Frühkartoffeln leiden sewer unter der Nässe, sie sind an vielen Stellen schon frank ge= worden. Wie schon gesagt, ist es höchste Zeit, daß der Himmel in freundliches Gesicht zeigt und gutes Erntewetter bescheert. * Von der Landesuniversität. Dr. Friedrich Maurer, außer­panmäßiger außerordentlicher Professor, hat einen Ruf an die

So tam es, daß der König ihn in die am 25. Juli 1807 Wam drei Wochen nach dem Tilsiter Friedensschluß eingesetzte Militär- Reorganisations- Kommission" berief Der Vorsitzende Dijer Kommission war der Generalmajor Scharnhorst, außer Greisenau gehörten ihr noch die später als tüchtige Führer be­ihrten Offiziere: Major von Grolman und von Boyen an Am 4. Oktober 1807 wurde Stein vom König wieder zum Statsminister ernannt und mit der Leitung der Auswärtigen Egelegenheiten betraut Von hervorragender Wichtigkeit war daß der König bestimmte, daß der Reichsfreiherr vom Stein De weiteres zu den Verhandlungen der Militär- Reorganisa­ins- Kommission hinzugezogen werden sollte; waren doch die Lif in das bürgerliche Leben einschneidenden Verhältnisse im Berwesen ebenso sozialer wie militärischer Natur. Wir dürfen allo annehmen, daß die von Gneisenau ausgearbeiteten Dent­iften im Einvernehmen mit dem Reichsfreiherrn vom Stein wen König vorgelegt worden sind

König Friedrich Wilhelm III. hatte ein eigenhändig ge­driebenes, aus 19 Punkten bestehendes Programm ausgear­let, von dem einige Punkte hervorgehoben zu werden verdie c. Als eine unabweisbare Aenderung von grundsätzlicher Be­aatung erscheint ihm die größere Zulassung nichtadeliger Offi­e. Ferner wünsche er eine vollständige Beseitigung des bis­Vor allem tigen Ausländer- Refruten- und Werbe- Systems. indet es der König unerläßlich, mit dem unmoralischen System Erimierung" d. h der Befreiung vom Dienste durch Geld, ubrechen. Die Strafen sollten zwar ebenso streng, aber ,, weni­Reorganisations- Kommission an die Arbeit Der Schaffensorang In der Weitblid ihrer genialen Mitglieder führte aber zu vielen Reierungen und grundlegenden Aenderungen außerhalb des vom ! nig vorgezeichneten Programms

dem polnischen Ela entehrend" sein. Im Verfolg dieser Richtlinien ging die

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Man meint den Reichsfreiherrn vom Stein zu hören, wenn nan die nachstehenden. von Scharnhorst und Gneisenau aufge= elten Sätze lieſt:

Alle Bewohner des preußischen Staates sind geborene Verteidiger desselben.

Für die Erhaltung des Staates, des Eigentums und der Rechte der Bewohner fann nur die freiwillige Aufopferung einer waffenfähigen Londeskinder das zu erstrebende Ziel jein. Kein unabhängiges Volf unterwirft sich dem Joche eines enderen, ohne seine letzten Kräfte auszubieten, wenn es jut regiert und geleitet wird." ( Schluß folgt.)

,, Gießener Zeitung"

ordentliche Professur für deutsche Sprache und Literatur in der Philosophischen Fakultät der Universität Erlangen erhalten.

* Straßensperrungsnachricht, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.,( A. v. D.) Gießen. Die Sperre der Pro­vinzialstraße Alsfeld- Lauterbach( Abtlg. Brauerschwend-- Neu­maar) wird ab 25. August 1931 aufgehoben.

*

Zeppelinpost. Zu allen Zeppelinfahrten innerhalb Eu­ropas, auch den kleineren Fahrten innerhalb Deutschlands kann Post zur Beförderung mit dem Luftschiff beim Postamt Fried­richshafen aufgeliefert werden. Die Portosätze sind 1 RM. jür eine Karte und 2 RM. für einen Brief.

* Umarbeitung von Militärgewehren ist verboten. Дази teilt uns das Polizeiamt mit: Verschiedene Vorkommnisse der letzteren Zeit geben Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß die Umarbeitung eines Militärgewehrs in eine Repetierpürschbüchse oder eine Scheibenbüchse nicht gestattet ist. Bei Verwendung von Teilen ehemaliger Militärwaffen zu Jagd- und Scheibenbüchsen muß von der zuständigen Behörde geprüft werden, ob diese Teile es fann sich nur um verschrottetes Material handeln,- recht­mäßig vom Reich bezw. vom Beauftragten des Reiches erworben sind. Nur wenn der rechtmäßige Besitz nachgewiesen werden kann, ist die Verwendung von Teilen ehemaliger Militärwaffen zu= lässig.

* Ueberspannung öffentlicher Straßen mit Drähten. Die Gemeinde als Straßeneigentümerin fann Einwirkungen nicht verbieten, die in solcher Höhe vorgenommen werden, daß sie an der Ausschließung fein Interesse hat(§ 905 BGB.). Dabei tommt es aber nicht nur auf die augenblicklichen Verhältnisse an, auch die Möglichkeit fünftiger Aenderungen der Verhältnisse ist nicht außer Betracht zu lassen.( Vgl. RG3. 123, 182.) Als öffentliches Gemeinwesen hat die Gemeinde genügend Veranlas sung, Vorsorge für eine weitere Zukunft zu treffen. Es läßt sich überhaupt nicht voraussagen, ab nicht irgendeine andere neue Erfindung oder Weiterentwicklung bestehender Erfindungen durch eine Ueberzahl von Drähten, die über öffentliche Straßen ge= spannt sind, gestört werden kann. Auch ein ästhetisches Interesse der Gemeinde genügt zur Verweigerung der Erlaubnis( LG. Altona, 21. 2. 1930, I. S. 1060/29).

* Warnung vor gesundheitsgefährlichem Feuerwerk. Es ist wiederholt beobachtet worden, daß spanisches Feuerwerk( Radau­plätzchen, Knallplatten, Teufelskracher u. dergl.) in der Zünd­masse gelben Phosphor enthielt. Bei einem zehnjährigen Kna­ben, der zwei Radauplätzchen zum Lutschen in den Mund genom­men und dann verzehrt hatte, traten Uebelfeit, Erbrechen und schließlich der Tod ein. Gelber Phosphor ist ein starkes Gift. Es wird daher dringend davor gewarnt, derartiges Feuerwerk Kindern zugänglich zu machen.

* Ein ungetreuer Angestellter. Die Stadtverwaltung ist vor kurzem Unredlichkeiten eines städtischen Materialverwalters auf die Spur gekommen. Die Untersuchung des Vorfalles wurde so= fort in die Wege geleitet und ist zur Zeit noch im Gange. Der in Betracht kommende Angestellte wurde entlassen, jedoch nimmt das Verfahren gegen ihn seinen Fortgang.

* Schafflers Wettervorhersage für September. Die zu Be­ginn des Monates noch sommerlich warme Witterung dürfte um den 5., 6. September in tühles, stürmisches und regnerisches Wetter übergehen. Bis nach Monatsmitte trübes, veränderliches, wechselndes Wetter mit ziemlich viel Niederschlag. In der zwei­ten Monatshälfte günstigeres Wetter, schon herbstlich fühl, trotz schöner Tage. Ab 24. September ungünstiger, trüb, Temperatur­fall.

Die Arbeitsvermittlung der Inneren Mission in Hessen.

Seit ihrem Bestehen arbeitet die Innere Mission auf dem Gebiet der Arbeitsvermittlung. In der Fürsorgearbeit an Trin­fern, Gefangenen, sittlich Gefährdeten usw. ergab sich die Notwen

Gelbe Raucherzähneadh langem Suchen endlich das

Richtige für meine Zähne. Nach dreimaligem Gebrauch blendend weiße Zähne, troßdem dieselben durch vieles Rauchen braun und unschön wirkten. Ich werde nichts anderes mehr gebrauchen, als Chlorodont." B., Sorst Berg. Man verlange nur die echte Chlorodont- Zahnpaste, Tube 54 Pf. und 90 Pf., und weise jeden Ersaß dafür zurüd.

Der Mittelstürmer von Hollywood.

Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 19. Fortsetzung.

Marr hatte Abstoß. Mit einem leichten Stoß ließ er den Ball zu Finnegan rollen. Schon im nächsten Augenblid demon­strierte Girnsley seine charakteristische Spielweise. Bevor noch Dean, der schlanke, faire Rechtsaußen Hollywoods, den langen Paßball, den ihm sein Partner vorgelegt hatte, erreichen konnte, brachte ihn ein rches Rempeln unsanft zu Boden. Scheinbar hatte Girnsley die Absicht, auf den Mann zu gehen und nicht auf den Ball.

Der Schiedsrichter piiff sofort ab und ordnete einen Freistoß an. Ein tierisches Wutgeheul folgt dieser Entscheidung, so daß er sichtlich blaß vor Angst wurde. Einige Minuten lang fchien die Welt ringsherum irrjinnig geworden zu sein. Marr blickte grimmigen Gesichts auf die tobenden Massen.

Angeeifert durch die fanatischen Zurufe der Anhänger, rollte Girnsleys Angriff wie eine Horde fanatischer Fußballderwische immer und immer wieder gegen das gegnerische Tor. Sie kannten jedes Zollbreit des verväherischen Plazzes, und da sie überdies an die weiche Tonerde gewöhnt waren, so hielten sie sich besser auf den Beinen als ihre Gegner.

Tranfield, von allen Seiten hart bedrängt, hatte das Un­glück, den Ball schlecht zu treten, und der sonst so sichere Fuß des tapferen Hollywood- Verteidigers lenkte das Leder zu einer Ede. Einige Sekunden später hatte Wallis, der Tormann, durch eine Bühne Robinsonade den gut eingehenden Edball in sichere Weite befördert.

Bennett und Tranfield, die eisernen Schildwächter Holly­woods, leisteten, obgleich sie verschiedene Spielmethoden hatten, erstaunliche Zerstörungsarbeit. Der gutmütige, golblodige Ben­nebt warf sich buchstäblich mit Todesverachtung, aber ohne ein einziges Mal den Gegner unfair anzugehen, in das Kampf­getümmel, um dem heranbrausenden Girnsley- Sturm das Leder ficher von den Füßen zu nehmen. Ihm auf den Fersen, wie ein Schutzengel, folgte stets Transfield, sein Freund und Partner. Ein sportlicheres Publikum als die heulenden Wahnsinnigen von Girnsley hätte dieser wunderbaren Verteidigungsarbeit seinen Beifall gespendet. Hier hingegen verlangte die wütende Menge, erbittert durch die energische und geschichte Art, auf die ihre Stürmer jedesmal zurüdgeworfen wurden, daß ihre Lieblinge dem Gegner eins auswischten!

Das erste Tor fiel zehn Minuten nach Spielbeginn. Es war die unerhörteste Fehlentscheidung, die je bei einem wichtigen

Nr. 67.

digkeit, die Schutzbefohlenen in eine geregelte Arbeitstätigkeit hineinzubringen, um nicht das angefangene Werk vernichtet zu sehen. Bei dieser sich im Laufe der Jahrzehnte segensreich aus­wirkenden Vermittlung mußte darauf geachtet werden, daß sich Arbeitgeber fanden, die den besonderen Bedürfnissen Rechnung trugen. Daraus entwidelte sich eine Sonderarbeitsnad/ weistätig keit der Inneren Mission. Sie arbeitet im Rahmen des seit 1922 bestehenden Reichsarbeitsnachweisverbandes der Inneren Mission, einer Zusammenfassung sämtlicher Provinzial- und Lan­desvereine der Inneren Mission. Innerhalb des Hessischen Lan­desvereins besteht ein Landesarbeitsdienst, der neben direkter Stellenvermittlung für persönliche Weiterbildung der in der Ver­mittlungstätigkeit Stehenden sorgt und die Verbindung mit dem Landesarbeitsamt aufrecht erhält.

Vorsicht vor Diebesgut!

Von einem Lastkraftwagen aus Berlin nach Krefeld sind vor einigen Tagen während der Fahrt 21 Pakete geraubt wor den, von denen jedes 4% Kilogramm Aceta- Kunstseide( roh im Strang) enthielt. Das Packpapier trägt in Art eines Wasser­zeichens fortlaufend den Aufdrud ,, Aceta". Bei verdächtigen Angeboten ist Vorsicht geboten. Mitteilungen über etwaige An­gebote nimmt der Niederrheinische Verein für Eigentumschutz in Handel und Industrie", Krefeld, Von- Beckerath- Str. 11, ( Telephon 26852) entgegen, der sofort die erforderlichen Un­terlagen der zuständigen Polizei- Verwaltung zuleiten wird.

Zwei Tage vorher war auf der Strede von Süddeutschland nach Krefeld gleichfalls ein Autotransport mit Kunstseide be­raubt worden. Hierbei fielen den Tätern 20 Pakete à 5 Kilo Rhodiaseta- Kunstseide, gleichfalls roh im Strang, in die Hände. Auch hierzu erbittet der oben erwähnte Verein gegebenenfalls Mitteilung.

Die Gäste der deutschen Jugendherbergen 1930

KR

20%

Volks

RAKA schüler

34%

Höhere

Mittel-,

30%

Hoch­schüler

16%

Sonstige Besucher unter 20 Jahren über 20 Jahren

Davon männlich,

69%

weiblich

31%

D

JH Mater 54

Aus Rah und Fern.

Schotten. Der Versicherungsagent Herbst aus Eichelsdorf bei Schotten hatte die Vertretung verschiedener Gesellschaften, für die er auch die Prämien einzog. Vor einigen Tagen nun ist Herbst unter Mitnahme seiner ganzen Wohnungseinrichtung mit unbekanntem Ziel verschwunden, nachdem er etwa 8000 Mark kassierter Gelder veruntreut hatte. Der Defraudant konnte jedoch in Frankfurt gestellt und verhaftet werden.

Schotten. Im Festsaal der hiesigen Turnhalle wird der Tierschutzverein für Hessen am 9. September seine 50.( Jubi­läums)-Hauptversammlung abhalten.

Friedberg. Der für den 5. und 6. September vorgesehene 13. Delegiertentag des Hessischen Roten Kreuzes ist in Anbetracht der Wirtschaftsnotlage abgejagt worden.

Mainz. Am morgigen Sonntag wird in Mainz ein Denkmal eingeweiht, das der Bund der ehemaligen 88er dem Andenten der Gefallenen dieses Regiments gewidmet hat. Gleichzeitig be­gehen die 88er am Samstag und Sonntag in Mainz eine Wieder­sehensfeier.

Wettspiel vorgekommen war. Obwohl start abseits, durfte der einheimische Rechtsaußen den begonnenen Lauf fortsetzen und den Ball nach der Mitte abspielen.

Was nun folgte, war so recht geeignet, den Hollywood­Spielern die mühsam genug bewahrte Ruhe endgültig zu neh men. Der Mittelstürmer Girnsleys, ein Kerl mit didem rotem Haar, der infolge seiner brutalen und rüdsichtslosen Spielweise der besondere Liebling des Publikums zu sein schien, ging den Hollywood- Tormann an und schleuderte ihn wuchtig über die Torlinie, ehe Wallis überhaupt Zeit gehabt hätte, in die Nähe des Balles zu gelangen.

Selbstverständlich erwarteten die Hollywood- Spieler eine so­fortige Ahndung dieses brutalen Rempelns; aber während die Gäste noch untätig standen und auf die Entscheidung des Schieds­richters warteten, wurde der Ball ins Nez gerollt.

,, Tor!" brauste es frenetisch von allen Seiten. Beschwörend umringten die Hollywood- Leute den Schiedsrichter, der vollkom men verwirrt und zitternd dastand und kaum sprechen fonnte. Er war entschieden nicht der richtige Mann für dieses schwere Spiel Der wahnsinnige Wutausbruch der Menge, als er zu Beginn des Spiels einen Freistoß gegen Girnsley diftierte, hatte ihn scheinbar vollständig aus der Fassung gebracht. Er war nun ein Rohr im Winde, und der Wind war in diesem Fall ein Orfan. Zum Entsetzen der Gäste wollte der Schiedsrichter den Vor­stellungen, die ihm gemacht wurden, kein Gehör schenken. Er hatte Tor gegeben und wollte bei dieser Entscheidung bleiben. An­gesichts des turbulenten Publikums fürchtete er sich, eine andere Entscheidung zu treffen.

Die Situation sah verzweifelt aus. Die wütend gemachten Hollywood- Spieler gerieten ernstlich außer Rand und Band, und Warriner, der immer Bedächtige, hatte Mühe, seine Gefährten zu beruhigen. ,, Weiterspielen, Jungens, und nicht den Kopf ver­lieren!" Bedenkt, daß die Entscheidung des Schiedsrichters end­gültig ist. Wir sind bereit, Sir!"

Es fostete dem Hollywood- Spielführer viele Ueberwindung, diese Worte zu sprechen niemand auf dem Felde wußte, wie­viel; aber er rechtfertigte damit wieder einmal seinen Ruf, der vorbildlichste Berufsspieler zu sein, der je einen Fußballschuh geschnürt,

Sofort nach dem Abstoß fonnte man bemerken, daß Girnsley eine neue Tattit verfolgte. Tetzt, wo sie in der Führung waren, schienen sie entschlossen, den Vorteil zu wahren, und sie strengten sich nicht mehr jo an, Tore zu schießen, sondern sie umlagerten ihr Tor, um es reinzuhalten.

Fortsetzung folgt.