Nr. 75 Samstag, den 19
Samstag, den 19. September 1931.
gehören und im Haushalt des Schuldners gebraucht werden, nicht gepfändet werden, wenn ohne weiteres ersichtlich ist, daß durch deren Verwertung nur ein Erlös erzielt werden würde, der zu dem Wert außer allem Verhältnis sieht."
Diese Vorschrift muß zugunsten der Schuldner ganz wesentlich erweitert werden; hieran ist gerade der gewerbliche Mittelstand in höchstem Maße interessiert. Denn es schadet dem Handwerksmeister in seiner ganzen sozialen Stellung, wenn man ihn fast kahl pfändet!
Auch durch übermäßig hohe Zinsen derf dem Schuldner die Abtragung seiner Rückstände nicht geradezu unmöglich gemacht werden. Wenn der Diskontsaz der Reichsbank sich in solch außerordentlicher Höhe bewegt, wie dies jetzt der Fall ist und in den nächsten Zeiten sein wird, so mag dieser im Auslandsverkehr, für die Beziehungen zwischen Banken und den kapitalistischen Großunternehmungen gelten, er darf aber nicht dem gewöhnlichen Schuldner gegenüber ohne weiteres zur Anwendung kommen. Dies geschah auch in Vorkriegszeiten nicht, in denen nach§ 288 B.G.B. grundsäßlich nur 4% zu zahlen waren, auch wenn der Reichsbankdiskont ein weit höherer war.
In den vorstehenden Ausführungen sind nur wenige, aber wohl die aktuellsten Probleme angeschnitten worden, deren befriedigende Lösung für den Wiederaufbau des gewerblichen Mit telstandes von vitalster Bedeutung ist. So schwer die Gegenwart auch ist der kommende Winter mag vielleicht schwerer sein als alle, die wir seither erlebt haben auch für uns wird das alte Sprichwort gelten: Auf Regen folgt Sonnenschein". Ist dies aber demnächst der Fall dann muß auch das deutsche Handwerk wieder stark dastehen können, um seinen Pflichten gegen das deutsche Volk genügen zu können.
Kinderelend in
-
Deutschland.
Von einem Kinderelend in Rußland weiß alle Welt, und wenn sie deshalb die Sowjetregierung anklagt, so hat sie Recht damit. Aber es würde von verhängnisvoller Blindheit zeugen, wenn man darüber an der Tatsache vorüberginge, daß wir auch in Deutschland ein Kinderelend haben. Besonders in den Großstädten herrschen Zustände, die gebieterisch nach Abhilfe schreien. So haben z. B. 47 Prozent der Berliner Schulkinder kein Belt für sich allein, sondern müssen ihre Schlafstätten mit anderen teilen. Rund 8800 Schulkinder in Berlin sind erwerbstätig, die allermeisten von ihnen 3 Stunden und länger täglich, in Laufstellen, in der Hauswirtschaft, ja, sogar entgegen den gesetzlichen Bestimmungen in Fabriken. Was das bedeutet, geht aus der Feststellung der Schulärzte hervor, daß fast ein Sechſtel aller erwerbstätigen Kinder körperlichen, geistigen und ſittlichen Schaden genommen hat. Weiter: nach ärztlichem Urteil sind 30 Prozent aller Berliner Gemeindeschulkinder unterernährt. Durch Stichproben wurde festgestellt, daß täglich fast 50 000 Kinder nüchtern und ohne Frühstück zur Schule kommen. Eine andere Seite deutschen Kinderelends: in Köln wurden vor einigen Wochen 7 schulpflichtige Mädchen bis zu 13 Jahren entdeckt, die der gewerbsmäßigen Prostitution nachgehen! Von was soll man hier reden? Sittliche Verwahrlosung? Oder Not? Oder Verführung? Jedenfalls, es tut sich hier ein Abgrund auf, vor dem man nicht die Augen schließen darf. Zwar haben wir keine vagabundierenden heimatlosen Kinder wie Rußland, und doch heißt es auch bei uns ,, Kinder in Not"! Und das bedeutet gleichzeitig: ,, Zukunft in Not"!
Was ist der deutsche Hausbesitz wert?
„ Gießener Zeitung"
mühte, seinen Besitz zu halten, schlugen viele Ausländer andere Wege ein. Sie nahmen eine Hypothek nach der anderen auf ihre deutschen Grundstücke, nahmen das Geld zu sich ins Ausland und ließen die Häuser verfallen und verkommen. Und als dann keiner mehr etwas auf die Grundstücke lich, vergaßen sie den Fiskus zu befriedigen und ließen es zur Zwangsverstei gerung komiffen. Ihr Schäfchen hatten sie im Trockenen, betrogen waren die Hypothekengläubiger lose, verkommene und unrentable Haus mochte sich der ,, Kuckuck" scheren.
Als in der Inflationszeit ausländisches Geld lockte, der Hausbesitz keinen Pfifferling einbrachte und unser Währungselend den Grundbesitzer verzweifeln ließ, kamen Ausländer aus aller Herren Länder und klimperten mit ihrem Gold in der Tasche. Viele Hausbesiger ließen sich verleiten und verkauf ten ihre Häuser, die ihnen gelinde ausgedrückt nichts einbrachten, für damals so kostbare Devisen. Die Deflation, die Rentenmark, machte dem ein Ende. Und nun erst merkte der deutsche Hausverkäufer, daß und wie er betrogen war. Der
und um das wert
Selbst wenn dieser unsolide Weg nicht von allen aus:
ländischen Hausbesitzern gegangen wurde, ſo iſt heute jeder
Ausländer bemüht, seinen deutschen Hausbesit so schnell wie möglich abzustoßen, denn der deutsche Hausbesitz ist nichts mehr
wert!
Vor uns liegen die vier Ausgaben des„ Grundeigentum"
Berlin vom 26. Juli, 2., 9. und 16. August 1931. Ans diesen vier Heften seien die amtlichen Berliner Zwangsversteige rungstermine für Grundstücke einmal einer näheren Untersuchung unterzogen.
Von insgesamt in diesem einen Monat veröffentlichten amtlichen 251 Zwangsversteigerungsterminen betreffen folgende 28 Termine ausländische Hausbesizer. Man beachte dabei, daß die Mehrzahl dieser Ausländer aus z. 3t. sehr valutaschwachen Ländern zu Hause ist. Es handelt sich um folgende Ausländer:
Cladowski aus Sosnowice( Polen), Dr. Karvaly aus Wien, Mandl aus Wien, Szumikow& Ruttmann aus Reval ( Estland), Levy u. Livijn aus London, Hassan aus Wie: 1, England aus Petrikan( Polen), Shakatroff aus London, Korngold aus Krakau( Polen), Schakaroff u. Poteliachow aus Konstantinopel, Weidlinger aus Budapest, Bor aus Manchester, Raths aus Simmern( Luxemburg), Busnelli aus Gossen saß( Desterreich), Deutsch aus Budapest, Blatt aus Szczeko cing( Polen), Schimmerling aus Timisoara( Rumänien), Dlbort aus Villach( Desterreich), Fischer aus Oberlangenau ( Tschechoslow.), Bruder aus Andris( Desterreich), Sandberg & Griffel aus Krakau( Polen), Feichtinger aus Wien, nochmals Sandberg& Griffel, Kräuter aus Lemberg( Polen), Schlechter aus Riga, Hirß aus Warschau, zweimal Feldmann aus Wien.
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Das sind der Zahl nach 11 Prozent aller angesetzten Zwangsversteigerungen. Der Nußungswert dieser 28 bon Ausländern im Stich gelassenen Grundstücke beträgt lt. Angaben 400 575 RM.; durchschnittlich für das Grundstück mithin 14 300 RM. im Jahr Man sieht, die schlechtesten Häuser hatten die Herren Ausländer nicht im Besitz und troßdem haben sie ihren Besitz doch nicht behalten wohl der andauernden Zwangswirtschaft und der enorm gestiegenen Steuern
wegen.
Lehrreich ist es auch, an Hand derselben Unterlagen einmal zu prüfen, aus welchen Kreisen die restlichen 223 Zwangs versteigerungen kommen. Es verteilen sich diese. untersuchten Fälle wie folgt:
71 auf Kaufleute, Fabrikanten, Direktoren 51 auf Bau, Boden-, Siedlungsgenossenschaf ten, offene Handelsgesellsch., G. m. b. H. 37 auf Frauen, Witwen usw.
29 auf Handwerker, Gewerbetreibende, Angestellte und Arbeiter
17 auf freie Berufe
11 auf Beamte
7 sind ohne Angabe
223
= 32%
=
23% = 17%
= 13%
-
7%
=
5%
3% 100%
Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Der ganze Widersinn unserer heutigen Zeit wird durch sie erhellt und ohne jeden weiteren Kommentar verständlich.
( Schluß folgt.)
Ihnen Mitteilung machen, daß ich seit dem Gebrauch Ihrer Zahnpaste ,, Chlorodont" nicht nur reine, weiße Zähne besige, sondern auch den bei mir sonst üblichen Mundgeruch verloren habe. Ich werde Ihr Chlorodont aufs beste empfehlen." gez. E. G., Mainz.- Man verlange nur die echte Chlorodont- Bahnpaste. Tube 54 Wf. und 90 Pf., und weise jeden Ersatz dafür zurüd.
Ausländer aber lachte sich ins Fäustchen und freute sich feines Gegen üblen Mundgeruch will nicht verfäumen, billigen Hausbesitzes. Nicht lange allerdings, denn der Steuerund Abgabenfeldzug des halbsozialistischen Staates verschonte auch ihn nicht und überhäufte ihn mit Geld und nochmals Geldanforderungen aller Art. Während aber der solide deutsche Hausbesitzer sich unter Entbehrungen und Sorgen be
Die Darmstädter Herbsttagung der deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft.
des Außenhandels beweise, daß die Ausfuhr nicht genügt, sondern daß der Binnenmarkt gepflegt werden muß. Sei auch eine Lösung von der Weltwirtschaft bei unserem Rohstoffbedarf nicht möglich, so müsse Deutschland doch die Einfuhren auf ein Min dejtmaz beschränken. Direktor Konrad- Berlin behandelte speziell ,, Die Verwertung der diesjährigen deutschen Getreideernte un
Es gibt Mensche
lacht oder ob Sorgen
schaften". Er wies darauf darauf hin, daß der Absatz von Rog: Aber die Zahl diese ter besonderer Berücksichtigung der Mitwirkung der Genossen len fie Milde aus, fi gen und Weizen ohne Schwierigkeiten vor sich gehen sollte, wenn tauh gemacht und h
die bisherige Getreidepolitik beibehalten wird.
Leid oder Betrübnis
Auf der Herbsttagung der Deutschen Landwirtschafts- Gesell. ben am liebsten ihre mit einer Versammlung der Pferdezucht- Abteilung unter dem Nachbar besser geht Vorsitz von Oberlandstallmeister v. Wendstern- Redefin fortge. Leid ihres Nächsten aus fremden setzt. Dr. Dender- Darmstadt sprach über„ Die Pferdezucht in chen aber noch sehr gegenwärtigen Zuchtrichtungen in den verschiedenen weſtdeute Bunge alle, die ihr schen Zuchtgebieten gab. In der von Geheimrat Falke- Leipzig
Wie viel Lieb
Auch wenn wir Worten noch Güte ip
Welt, wenn jeder in
geleiteten Versammlung der Aderbau- Abteilung erörterte Dr. jezt in diejer schwer Roemer Erbesbüdesheim die Möglichkeiten der Verbesse wir jeden Tag und rung der Bodenbearbeitung im bäuerlichen Betrieb". 3wed und anderen Mensch aller acerbaulichen Maßnahmen sei Herstellung und Erhaltung gütiges Wort findet der Bodengare. Ueber„ Stand und Entwicklung des Zucker wir davon doch jed rübenbaues in den mittel- und kleinbäuerlichen Betrieben Süd. Ein gutes Wort wi deutschlands" berichtete Ministerialrat Bae uer- Darmstadt hütte ſchon einen Er wies darauf hin, daß nach der neuen Kontingentierung aufgebracht, wo Unfried einen Rübenbauer im Durchschnitt nur 0,42 Hektar entfallen, also der süddeutsche Rübenbau vorwiegend in Kleinbetrieben erfolge. Besondere Beachtung fand die gemeinsame Versamm lung der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde und der Allgemeinen Tierzucht- Abteilung. Ministerialrat Dr. Niklas- Mün chen behandelte ,, Deutschlands Höhenrinderzucht mit besonderer Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse". Das Zucht ziel der in Mittel- und Süddeutschland gehaltenen Rinder schläge sei davon bestimmt, daß das Rind in erster Linie zu: Bewältigung der Gespannarbeit verwendet werden muß. Dazu müsse aber auch auf genügende Fleischleistung und befriedigende Milchleistung geachtet werden. Daran schloß sich eine Vorfüh rung von Lichtbildern wilder verwandter Arten und fremd ländischer Rassen unserer Haustiere, die von Geheimrat Heb Berlin erläutert wurden. Professor Dr. Ernst- München er örterte dann ,, Tagesfragen aus dem Gebiet der Aufzuchtkrank heiten", die jährlich einen Verlust von einer halben Milliarde herbeiführen.
Bayern, Württemberg, Baden, Hessen und Sachsen für das ganze Reich bei der Deckung des amtlichen und halbamtlichen Textilbedarfs ein Beimischungszwang für deutsche Schafwolle entsprechend einem Beschluß des Reichstags von 1929 gefordert wird.
Die Versammlung der Betriebs- Abteilung beschäftigte sich unter dem Vorsitz von Rittergutsbesitzer Wrede- Lützlow mit der Frage ,, Welche Wirtschaftsänderungen erfordern die derzeitigen Verhältnisse von den süd- und westdeutschen Bauernbetrieben? Professor Dr. Ries- Bornim bezweifelte, ob es unter den heuti gen Verhältnissen möglich ist, dem Bauernbetrieb durch Wirt schaftsänderungen eine genügende Rente zu sichern. Landes oekonomierat Foß- Ludwigsburg hob hervor, daß der süddeutsche Bauernbetrieb ebenso wie die anderen Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland unter den Wirtschaftsverhältnissen leide und der kleinste Landwirt müsse erfolgversprechende Anderungen durch führen. Als letzte der großen Abteilungsversammlungen schio sich die Obst- und Weinbau- Abteilung unter Leitung von Lan desoekonomierat Ehatt- Trier an. Gutsbesitzer Secretan- Hohenau behandelte die ,, Sortenwahl im Obstbau nach betriebswirtschaft lichen Gesichtspunkten". Die richtige Sortenwahl sei die Haupt bedingung für einen gewinnbringenden Obstbau. Vom allge meinen Gesichtspunkt aus muß der Inlandsmarkt das ganze Jahr hindurch reichlich mit Inlandserzeugnissen versehen wer den, um jede Einfuhr auszuschalten.„ Die Umstellung des Weinbaues auf Pfropfreben in Hessen" erörterte Oberstudien direktor Fuhr- Oppenheim.
118. Hauptversammlung.
Am Freitag fand die Darmstädter Herbsttagung ihren A schluß mit der 118. Hauptversammlung. Der Vizepräsident fir den Gau 7 der D. L. G., Kammerherr v. Keudell Wolfs brunnen, eröffnete die Hauptversammlung mit einem Rüdbli
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auf die wohlgelungene diesjährige Wanderausstellung in Han nover. Jetzt handele es sich vorwiegend um die Abſakförderung und bei der derzeitigen Wirtschaftslage gehe es nicht mehr wei ter ohne verständnisvolle Staatshilfe und ohne Mitwirkung den Verbraucher. Es sei unverantwortlich, Auslandsware zu tav fen, wenn gleichwertige einheimische Ware preiswürdig pot handen ist. Würde alles Erforderliche zur Erhaltung der Landwirtschaft getan, so könne sie der Ed- und Grundpfeiler für die fünftige Freiheit des unterdrückten deutschen Volkes werden. Der hessische Wirtschaftsminister Korell erwiderte darauf Er wünsche die Förderung und Sicherung der Landwirtschaft.. Nach Begrüßungsworten des hessischen Kammerpräsidenten Hensel berichtete Dekonomierat Wiese über die Wander ausstellung Hannover. Bei den Ergänzungswahlen zum Pro fidium wurden Rittergutsbesitzer v. Oppen- Dannenwalde un Graf Moy- Bayern zu Vizepräsidenten gewählt. Für die Durc führung der nächsten Wanderausstellungen wurden beschlosser die Ausstellung 1932 entsprechend den bisherigen Vorbereitungen in Mannheim durchzuführen. Die Ausstellung 1933 soll na Berlin gelegt werden. Die Herbsttagung 1932 ist für Danzi in Aussicht genommen worden. Daran schloß sich ein Vortra des Generaldirektors der Landwirtschaftskammer für Hessen. Dekonomierat Dr. Hamann- Darmstadt, über„ Stand un Entwicklung der landwirtschaftlichen Verhältnisse in Hesse: innerhalb der letzten fünfundzwanzig Jahre". Obwohl de landwirtschaftliche Besitz in Hessen vorwiegend in bäuerliche: Händen ist, habe die hessische Landwirtschaft in den letzten fün undzwanzig Jahren die Forschungsergebnisse der Landwir schaftswissenschaft und die Erfahrungen der praktischen Land wirtschaft für ihre Interessen nutzbar gemacht. Nach den Rüd schlägen in der Kriegs- und Nachkriegszeit habe Hessen eine Er tragssteigerung erreicht, die erheblich über dem Reichsdurd schnitt liegt. Besonders gelte das für die Viehzucht. So weit: Besondere Beachtung fand wieder die öffentliche Versamm- die hessische Milchwirtschaft Spitzenleistungen auf. Im Obit lung zur Förderung des landwirtschaftlichen Absazwesens unter und Gemüsebau werde seit Jahren eine planmäßige Sortenaus dem Vorsitz von Rittergutsbesitzer Wrede- Lützow. Regierungs- wahl, Schädlingsbekämpfung, Standartisierung und Absatzförde: präsident z. D. Frhr. v. Braun- Berlin beantwortete die Frage: rung durchgeführt. Das gleiche gelte für den Weinbau. De ,, Wie können die Genossenschaften zur besseren Verwertung der außerordentlichen Entwicklung des Genossenschaftswesens ent landwirtschaftlichen Erzeugnisse beitragen?" Die Schrumpfungspräche ein hochstehendes landwirtschaftliches Bildungswesen.
Die Verhandlungen der Herbsttagung der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft in Darmstadt wurden am Mittwoch mit einer öffentlichen Versammlung„ Zur Förderung der Landarbeit“ unter Professor Seedorf- Göttingen fortgesetzt. Das Thema ,, Arbeitswirtschaftliche Fingerzeige für die süd- und westdeutschen Bauern und Winzer unter besonderer Berücksichtigung der Flurbereinigung" war besonders auf die örtlichen Verhältnisse zugeschnitten. Die Versammlung der Kolonial- Abteilung gestaltete sich unter dem Vorsitz von Geheimrat G. A. Schmidt zu einer wirkungsvollen Kundgebung der Kolonialfreunde. Den Hauptvortrag hielt Dr. Arthur Dir- Berlin über ,, Die Notwendigkeit von Kolonialbesitz für die deutsche Wirtschaft, insbesondere die Landwirtschaft". In der Versammlung der Saat: zucht- Abteilung sprach Professor Dr. Sessous Gießen über ,, Saatguterzeugung und Saatgutwechsel in Hessen". Die Erzeugung sei von der Landwirtschaftskammer mit zahlreichen Saatbaustellen dezentralisiert. Da in Hessen der Anteil der Kleinbetriebe nach Zahl und Fläche überwiegt, spiele der Saatgutwechsel im allgemeinen noch nicht die Rolle, die ihm zukommen müßte. Den ,, Aderfutterbau in Südwestdeutschland" behandelte Dr. Finger Darmstadt. Die Versammlung der Schaafzucht- Abteilung, unter dem Vorsitz von Präsident VogelsangEbersbach, beschäftigte sich an Hand der Berichterstattung von Prof. Dr. Gärtner- Jena mit Richtlinien über Schafleistungsprüfungen in Schafzüchtervereinigungen". Zur wirtschaftlichen Lage faßte die Versammlung einen Beschluß, in dem wegen der zunehmenden Unverkäuflichkeit der deutschen Wolle nach dem Vorbild von Frankreich und nach den erfolgreichen Versuchen in
In der Versammlung der Rinderzucht- Abteilung wurde unter Vorsitz von Geheimrat Vogel- München die Schauordnung und das Preisausschreiben für die nächstjährige Mannheimer Wanderausstellung beschlossen. Dann gab Professor Dr. Kraemer Gießen einen historischen Ueberblick über„ Die Vogelsberger einst und jetzt". Er zeigte die Entwicklung aus dem primitiven alten Landvieh zu der heutigen hochstehenden Kulturrasse und lehnte die oft unbedachten Kreuzungen mit allen möglichen fremden Rassen ab. Die Reinzucht müsse gewahrt bleiben, um zur höheren Wertung der Abstammung und zur Pflege hervorragender Blutlinien zu kommen. Ueber ,, Das Zuchtziel in der deutschen Fleckviehzucht" sprach Tierzuchtdirektor Herold- Passau. Geheimrat Hansen- Berlin leitete die Versammlung der Futter- Abteilung. Prof. Dr. Dünger- Riel sprach über„ Die Bedeutung der Kraftfuttermittel in der Gegenwart". Die Kartoffelverwertung unter besonderer Berücksichtigung der mittel- und kleinbäuerlichen Verhältnisse" behandelte Dr. Kummer- Berlin.
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war zu überlegen.
Sprichwort gall's bewiesen.
Einmal nur
Bult und sagte: Was für einen, S einen."
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er von neuem.
Stunde lang und Nach der Sch Jahren blieb ich i angefchraubten Na Bohlmann war, d „ was aufgab".
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Ich gab ihm ihn unterm Arm mit dem leeren
Shilbe lehe, ift e Blatte, meint bu
ich vollgeschrieben.


