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Mittwoch, den 19. August 1931.

Turnen.

Ergebnisse aus dem Bezirk.

Gau Gießen- Wetzlar.

VfB. Gießen

Wetzl. SpV.

Frohnhausen 8: 1

Germania Marburg 5: 3

Wiesbaden- Dotzheim 1900 Gießen 4: 1( 1: 1)

SC. Weglar- N.

Bokalspiele:

-

Dillenburg 0: 3( 0: 1)

Niedershausen Weilburg 0: 7( 0: 2) Bissenberg Stodhausen 5: 0( 4: 0) Löhnberg Holzhausen 2: 1( 1: 1) n. Verl. Nauborn Bonbaden 3: 0( 1: 0) Hermannstein Oberndorf 4: 2( 1: 1) Schwalbach Braunfels 5: 2( 3: 1) Verbandsspiele:

Garbenteich 1. Steinbach G. 2: 0( abgebr.) ( Schiri Flick nicht erschienen!) Grünberg 1. Villingen 1. 2: 1( 1: 1) Ettingshausen 1. Quedborn 1. 6: 2( 3: 1) VfB. Gießen 3. Wiesed 1. 7: 2( 6: 0) Lich 1. Nieder- Weisel 1. 0: 1( 0: 0) Lollar 2. Daubringen 2. 7: 4

Ulrichstein 1.- Flensungen 1. 6: 1( 4: 0) Gesellschaftsspiele:

Weylar SpV. 2.

1900 Gießen 2. 8: 5

Geilshausen 1. Großen- Bused 1. 2: 5( 0: 3) Lollar Leidenhofen 8: 2

Wetzlar SpV. 3. 1900 Gießen 3.( Lehrm.) 6: 0( 2: 0) Wetzlar SpV. 4. 1900 Gießen 4. 1: 4( 0: 2) Tiefenbach 1. Holzhausen 2. 9: 1( 3: 1)

Schwalbach 2,-

Braunfels 2. 0: 2

VfB. Gießen A.-H. Wiesed komb. 1: 5 Sa.

Jugend:

1900 Gießen 2. Klein Linden 1. 3: 1( 2: 1) BiB. Gießen fomb. Dutenhofen 2: 2 1900 Gießen 3.­Garbenteich Sch.

Leihgestern 1. 0: 3

VfB. Gießen Sch. 7: 0

1900 Gießen Sch. Klein Linden Sch. 0: 1 VfB. Gießen 2. Sch. Wieseck Sch. 1: 1 Nidda Butzbach 1: 2

Nauborn Sch. Butzbach Sch. 1: 0

Hanball- Ergebnisse vom 16. 8. 1931. 1. Meisterklasse.

MTV. Gießen Tusp. Butzbach TV. Heuchelheim TV. 1846 Gießen

Polizei Butzbach 7: 4( 2: 1) 1900 Gießen 1. 5: 1( 4: 0)

TV. Wetzlar 2. TV. Lüzellinden TV. Großen- Linden Tusp. Butzbach 2.

TV. Großen- Bused 2: 8( 5: 0) TG. Friedberg 1: 8( 1: 4) A.- klasse.

TV. Münchholzhausen 4: 4( 3: 1) TV. Niedermörlen 2: 4( 2: 1) TV. Pohlgöns 4: 7( 1: 3) Polizei Buzzbach 2. 4: 7( 2: 4) TV. Treis- VfL. Wetzlar 2. 3: 4( 0: 4) Jugendklasse.

TV. Niedergirmes

VfL. Wezlar( VfL. nicht angetreten)

TV. Wetzlar TV. Lich 12: 0( 2: 0)

MTV. Gießen

Tusp. Butzbach

TV. Großen- Linden 8: 0( 2: 0) TG. Friedberg 4: 6( 2: 3)

Gau Marburg.

VFB.-K. Marburg

Germania Marburg 1: 1( 1: 1) Mi. VB.-K. Marburg Sport Kassel 1: 3( 0: 1) Odershausen Wallau 2: 3

Allendorf 1.- VfB.-K. Marburg 2. 5: 0 Germania Marburg 2.- Odershausen 2. 9: 4

Breidenbach 2.

Mornshausen Edelshausen 1.

Rüddingshausen

Buchenau 1. 5: 3( 2: 1) Feudingen 2. 3: 4( 2: 1)

Caldern 1. 8: 1( 2: 1)

- Dreihausen 4: 4( 2: 1)

Edelshausen 2. Kombach 1. 6: 1( 3: 1) ViB.-K. Marburg 3.- Cappel 2. 6: 2 Mornshausen Jgd. Feudingen 2. Jgd. 2: 2( 1: 0). Blazeinweihung in Ertsdorf:

Erksdorf 1. Homberg 1. 4: 2 Neustadt 1. Holzhausen 1. 1: 1 Kirchhain 1. Bürgeln 1. 4: 1

-

Spedswinkel 1. Momberg 1. 6: 2

Gau Dill.

Offdilln 1. Wissenbach 1. 3: 5 Dillenburg 2.- Manderbach 1. 4: 2( 2: 0) Sinn 1.- Langenaubach 1. 8: 1 Ebersbach 1.- Rittershausen 1. 0: 0 Ebersbach 2. Rittershausen 2. 6: 2 Allendorf 1. Würgendorf 1. 6: 1

Nanzenbach Niederscheld Sinn Jgd. Haiger Jgd.

Lixfeld 0: 5

Offenbach 1: 2

Dillenburg 1. Jgd. 0: 1( 0: 0) Dillenburg 2. Jgd. 0: 4

dem Schlosse des Grafen Clam- Gallas, weiter nach Sichrow. ,, Es ist ein stattliches Schloß des Fürsten Rohan, den wir in frühe­ren Jahren in Gastein, wo er auch Besizungen hat, als gastlichen Jagdherrn in seinen Gems- Revieren fennen gelernt hatten." Bismard und Geheimrat Abeken legten den Weg im Wagen urück, um dienstliche Angelegenheiten zu besprechen; Keudell und Graf Bismard- Bohlen folgten zu Pferde Am 1. Juli ichreibt Bismard der Gattin

Die ganze Reise war eine gefährliche Die Desterreicher fonnten gestern, wenn sie von Leitmeriz her Kavallerie geschickt hätten, den König und uns alle aufheben Hitze furchtbar."

Am folgenden Tage, den 2 Juli ging der Marsch nach Gitschin. Abeken erzählt

Seut früh sieben Uhr verließen wir Schloß Sichrow, um 12 Uhr waren wir hier Kurz vor dem Orte fam der Sieger Prinz Friedrich Karl uns auf dem Schlachtfelde entgegen." Am Abend dieses 2. Juli, es war der Vorabend von Königgrätz schrieb Bismard nach Hause:

Auf dem Schlachtfelde lag alles noch voll von Leichen, Pferden, Waffen Unsere Siege sind viel größer, als wir glaub ten. Ich habe bisher mehr österreiche. Gefangene als preußische Soldaten zu sehen bekonamen

Dann tommt die Sorge um die Soldaten und die Verwun­deten: ,, Schicke mir durch den Kurier immer Cigarren, zu tausend Stüd jedesmal; alle Verwundeten sprechen mich darum an."

Und in seinem nächsten Brief klingt das hohe Lied unserer prächtigen Truppen:

Unsere Leute sind zum Küssen jeder so todesmutig, ruhig, olgsam, gesittet mit leerem Magen, nassen Kleidern, nassem Lager, wenig Schlaf, abfallende Stiefelsohlen, freundlich gegen alle, kein Plündern und Sengen, bezahlen, was sie können und sen verschimmeltes Brod Es muß doch ein tiefer Fond von Gottesfurcht im gemeinen Mann bei uns fizen, sonst könnte das alles nicht sein!" Selten ist in jo fkurzen treffenden Worten das Lob unserer alten, herrlichen Armee gesungen worden! So hat sie sich 1866, 1870-71' so hat sie sich im Weltkriege bewährt! Im Felde unbesiegt!

Gitschin war das letzte Quartier vor Königgräk! Keudell lief in einer Bodenkammer auf den Dielen des Fußbodens. Nachts um ein Uhr trat der Hofmarschall, Graf Perponcher mit iner Blend- Laterne an Keudell heran und sagte.

,, Gießener Zeitung"

Sport und Spiel.

Aus dem übrigen Bezirk: Kurh. Kassel

Hermannia Kassel 3: 2( 1: 0) Sa. Blau- Weiß Göttingen SC. Weende 2: 3 Sa. Spielverein Kassel- SC. 03 Kassel 5: 4( 2: 1) Hessen 09 Kassel Groß- Almerode 1: 0( 0: 0) BV. 06 Kassel 4: 2( 3: 2) Lura Kassel VIR. Lichtenau Hermannia Kassel 4: 3 05 Göttingen Germania Fulda 1: 4( 1: 3) Borussia Fulda FV. Horas 4: 3( 1: 1) SV. Niederzwehren FV. Melsungen 2: 3( 1: 2) Arolsen Wilhelmshöhe 1: 4( 1: 2)

Glänzende Leichtathletiksiege der SpVgg. 1900 Gießen.

Gerhardt gewinnt den nationalen 25- Km.- Lauf ,, Quer durch Dortmund" in der ausgezeichneten Zeit von 1: 25,40 Std. vor dem Turnermeister Sehr- Dulfen. Die Gelegenheit, seine gute Form unter Beweis zu stellen, nahm Gerhardt am vergangenen Sonntag ausgezeichnet wahr. Unter 46 Teilnehmern wurde er mit fast 3 Minuten Vorsprung Sieger des 25- Km.- Laufs des Dortmunder Athl.- Clubs. Sehr als 3weiter brauchte 1: 28,34 Std. Dann folgten Jädel( Saarbrüden) 1: 31,26 Std., Billing ( Bielefeld) und Berger( Essen).

Weil( 1900) springt in Diez( Lahn) 1,75 Meter hoch und 6,40 Meter weit! Die wenigen zu den Oranien- Rampfspielen des VfB. Diez entsandten Spielvereinigungsleute schlugen sich äußerst tapfer. Erfolgreichster Mann war Weil mit den ange­gebenen Leistungen, die natürlich seinen Sieg nie gefährdeten. Ein weiterer schöner Sieg wurde in der 4 mal 100- Meter- Staffel ( Aufstellung: Dr. Guyot, Weil, Geist, Schickedanz) errungen. Auf äußerst mangelhafter Bahn siegte die Mannschaft in 45,9 Sef. sicher vor Sportcl. Höhr und Borussia Fulda. Die 5000 Meter ließ sich Schaaf( 1900) in 17: 12,8 m nicht entgehen. Jm 200- m Lauf, Klasse 2, wurde Geist knapper 3weiter hinter Schlau, VfB. Diez, während Weil über 100 Meter, Klasse 3, in 11,9 Sef. den dritten Platz belegte. Auch die Frauenabteilung zeigte beachtliche Leistungen. So wurde Frl. Pauline Richtberg mit 1,35 Meter durch Stechen Dritte im Hochsprung; Frl. Nicel sicherte sich im Kugelstoßen, hinter Frl. Wendels, Kölner BC., den zweiten Plaz ( 7,88 Meter). Auch in der 4 mal 100- Meter- Staffel mußten die Gießener dem Kölner BC. den Vortritt lassen. Die Veranstaltung hatte wiederum, insbesondere aus dem Rheingebiet, eine gute Besetzung aufzuweisen.

Aus Gießen und Umgegend.

VfB. Gießen Liga Frohnhausen Liga 8: 1

Die Ligamannschaft des VFB. löste am vergangenen Sonn­tag eine alte Rückspielverpflichtung gegen Frohnhausen ein. Sie bewies wiederum ihre gute Form und schlug die Gäste mit 8: 1 aus dem Felde. Der Sturm der Grün- Weißen zeigte unter Bärenfängers Führung eine Schußfreudigkeit wie nie zuvor. Trotz der klaren technischen und taktischen Ueberlegenheit der VfB.er war das Spiel beileibe nicht einseitig. Die Gäste liefer­ten namentlich in der 2. Spielhälfte einen starken Widerstand und zeigten ein gefälliges Kombinationsspiel, was ihnen das verdiente Ehrentor einbrachte. Die vom VfB.- Sturm erzielten Treffer fielen auf flüssige, mit Wucht und Schnelligkeit vorgetra= gene Kombination des Sturmes, der in seiner Gesamtheit ein Lob verdiente. Eifrig schaffte Kreß I. in der Läuferreihe. Die im Spiel vom VfB. gezeigten Leistungen lassen für die kommen­den Verbandsspiele zwar noch keine Schlüsse ziehen, aber doch sollte man mit Zuversicht den Kämpfen entgegensehen wollen.

BfB. Gießen 3. TV. Wieseck 1. 7: 2.

Die Dritte des VfB. Gießen brachte ihr erstes Verbandsspiel mit einem hohen Sieg unter Dach und Fach. Das Spiel, das ruhig und fair durchgeführt wurde, sah zumeist die VB.er im Vorteil. Bis zur Pause führte VfB, 6: 0. In der zweiten Hälfte machte sich Wiesed frei und erzielte 2 Gegentreffer, denen VfB. nur noch einen entgegensezen konnte. VfB. war technisch über­legen, jedoch ließen sich die Gäste nicht entmutigen und leisteten tapferen Widerstand. Der Schiedsrichter leitete einwandfrei.

Die A.- H.- Mannschaft des VfB. spielte am Samstagabend gegen eine fombinierte Mannschaft von Wieseck und verlor, mit nur 8 Mann spielend, 1: 5.

Aus Lollar.

Lollar weilte am Sonntag in Leidenhofen mit zwei Mann­schaften als Gast. Die Lehrmannschaft spielte gegen die 2. Lei­denhofens und gewann 3: 1.- Dann betraten die beiden ersten Mannschaften den Platz. Beide Mannschaften waren sich zunächst gleichwertig und konnte Lollar bis zur Pause mit 3: 1 in Führung gehen. Nach dem Wechse! liefert Lollar die bessere Partie, und Leidenhofen fiel starf ab, so kam das Endresultat von 8: 2 zu­stande.- Nach diesem Spiel standen sich Lollars 2. und Dau­bringens 2. zum ersten fälligen Verbandsspiel gegenüber, welches Lollar mit 7: 4 gewinnen fonnte.

,, Heute früh soll bei Horsit, etwa zwei Meilen von hier, ein Gefecht sein. Der König fährt mit ganz fleinem Gefolge um 5 Uhr dahin ab, die Pferde gehen um 4 Uhr voraus. Ich über­lasse Ihnen ganz, ob Sie das dem Minister melden wollen oder nicht."

Um 5 Uhr fuhr Bismard in einem Halbverded im Gefolge des Königs los Neben ihm saß sein Vetter Bismard- Bohlen; Keudell hatte auf dem Bod neben dem Kutscher Platz genommen. Beim Dorfe Dub wurden um 8 Uhr die Pferde bestiegen. Nebel lag über dem Bistrikthal, dem Wald und den unteren Höhen; aber durch den Nebel leuchteten Feuerblige einer langen Reihe von Geschützen der Desterreicher Bismard ritt an Moltte heran: , Wissen Sie, wie lang das Handtuch ist, dessen Zipfel wir hier gefaßt haben?"

Nein" sagte Moltke- genau wissen wir es nicht; nur, daß es wenigstens drei Corps sind vielleicht ist es die ganze österreichische Armee."

In dem Augenblic flog eine Granate heran und fiel etwa 25 Schritt vor dem König nieder, ohne zu plazen. Die Heftig­feit des Gefechts, das Gewehr und Geschüßfeuer nahm beständig zu. Der König beobachtete das Wogen der Schlacht, gespannt schauten alle nach Osten, ob die Armee des Kronprinzen sich bemerkbar mache Unweit des Kriegsherrn, welchen Moltke, Roon und Alvensleben umgaben, hielt Kismard auf einem rie­sengroßen Fuchs.

Wie er im grauen Mantel hodharigerichtet dasaß und die großen Augen unter dem Stahlhelm glänzten, gab er ein wun­derbares Bild" erzählt Keudell. das mich an findliche Vor­stellungen von Riesen aus der nordischen Urzeit erinnerte."

Fast genau auf die von ihm angegebene Stunde brachte der herrliche Angriff des Kronprinzen die Entscheidung. Ein un­beschreibliches Gefühl der Befreiung von schwerem Drud machte ich bemerkbar., Gott sei Dant," sagte mancher leise vor sich hin Der König auf seiner prächtigen Trakehner Stute Veranda, die seitdem den Namen ,, Sadowa" führte, setzte sich an die Spige der Kavallerie- Brigade des Herzogs von Medlenburg: ein be­geisternder Anblid. Quer vor dem Walde von Charbusik ritt der König im Trabe durch ein Kleefeld; hier geriet er in schwerstes Granatfeuer. Zehn Kürassiere und fünfzehn Pferde stürzten in unmittelbarer Nähe des Königs zusammen.

Die Granaten umschwirrten den Herrn in unangenehmster Nähe".

Ettingshausen 1. Quedborn 1, 6: 2( 3: 1)

Nr. 66.

Zum ersten Verbandsspiel im neuen Spieljahr trafen obige Mannschaften aufeinander. Man merkte beiden Mannschaften an, daß sie während der Spielsperre viel zu wenig trainiert haben. Die Plazzelf war technisch besser als der Gegner und hatte auch den besseren Sturm zur Stelle, welcher den Hauptanteil am Siege hat. Kurz vor dem Spielende mußte der Schiedsrichter zwei Spieler, von jeder Partei einen, des Feldes verweisen. Schiedsrichter Hohmann, 1900 Gießen, amtierte gut.

Grünberg 1. Villingen 1. 2: 1( 1: 1).

Der Neuling in der 1. Gauklasse, Villingen, weilte zum 1. Verbandsspiel in 1931-32 in Grünberg und lag bald in Füh­rung. Bei dem Platzverein entstand durch das Ausscheiden des verletzten Halblinken eine große Lücke, die aber durch bessere Technik ausgeglichen wurde. Bis Halbzeit errangen sie ein Un­entschieden. In der 2. Hälfte kamen die Schwarz- Weißen noch mehr in Form und lagen, froß der nur 10 Mann, fast dauernd vor Villingens Tor, allein zu Erfolgen kam es nur noch einmal. Geilshausen Großen- Bused 2: 5( 0: 3). Großen- Bused löste bei dem Sp.V. 1928 Geilshausen eine Rüdspielverpflichtung ein und siegte verdient 5: 2( 3: 0). Jm Feldspiel und auch technisch war Großen- Bused überlegen.

Aus Nauborn.

Mit Bonbaden 1. gegen Nauborn 1. hat das erste Spiel um die Meisterschaft begonnen. Die Gäste, Neuling im W.S.V., zeigten ihre Hauptstärke in der Verteidigung. Hervorragend war der Tormann. Bei der übrigen Mannschaft zeigten sich jedoch Mängel technischer Art. Das Spiel fonnte für die Gäste nie gewonnen werden, da Nauborns Elf tattisch und technisch reiser war. Ergebnis 3: 0( 1: 0) für Nauborn.

Bissenberg 1.- Stockhausen 1. 5: 0( 4: 0).

Im ersten Verbands- Pokal- Spiel lieferten sich die beiden Mannschaften einen harten aber fairen Kampf. Das Resulta: ist dem Spielverlauf entsprechend etwas zu hoch ausgefallen, denn der schwache Sth. Sturm konnte die Torchancen, die beson ders in der 2. Halbzeit vorhanden waren, nicht verwerten, sonst mußten zum mindesten zwei Tore für Sth. erzielt werden. Die Bbg. Mannschaft zeigte das technisch, bessere Spiel und ist in ihrer Gesamtheit und Zusammenarbeit harmonischer als Sth. Einen Bissenberger Spieler hervorzuheben, hieße die anderen zurücksetzen. Der Tormann der Sth. Mannschaft war an den Toren schuldlos.

Tiefenbach Holzhausen 2. 9: 1( 3: 1).

Zum Entscheidungsspiel der Gruppe 5 der Hindenburg­Plakettenspiele trafen sich am Sonntag obige Mannschaften. Nach dem vorher niedergegangenen Regen begann um 4.30 Uhr das Spiel unter Leitung des korrekten Schiri Kreiling= Gießen. Die förperlich stärkere Mannschaft von Holzhausen konnte gegen die technisch besseren T. nichts erreichen und so ging das Spiel mit einem hohen 9: 1- Sieg des Platzvereins aus.

Die neuen Fußballregeln in Kraft.

Mit der neuen Fußball- Saison treten auch die von der internationalen Regel- Kommission beschlossenen Aenderungen in Kraft. Regelwidriges Einwerfen bei Ausbällen wird nicht mehr durch Freistoß geahndet, sondern der Einwurf wird der Gegenpartei zugesprochen.

Ferner darf der Torhüter nunmehr den Ball vier statt wie bisher zwei Schritte tragen, ohne daß der Ball den Boden de­rührt haben muß.

DFB.- Vorstand tagt in München.

Die erste Tagung des Vorstandes des Deutschen Fußball­Bundes in der neuen Spielzeit findet am 22. August in Mün­chen statt. In erster Linie wird auf dieser Sigung vorberet= tende Arbeit für den am 10. und 11. Oktober in Bonn ange­setzten Bundestag geleistet werden.

Alpenvereins- Tagung 1931.

Die Leitung des in Baden bei Wien stattfindenden Alpen­vereins- Kongresses( 3.- 6. September) hat infolge der über­ragenden Bedeutung des Deutschen und Oesterreichischen Alpen­vereins für den alpenländischen Verkehr bei der Generaldirek­tion der österreichischen Bundesbahnen ein besonderes Entgegen­fommen gefunden. Auf Grund des Erlasses werden sämtlichen in Baden eintreffenden Festteilnehmern Legitimationen ausgehän­digt, die zur Lösung von halben Fahrkarten auf dem gesamten Liniennetz in jeder Klasse, auf Personen- und D- Zügen, in der Zeit vom 3.- 23. September berechtigen. Die Begünstigung er­streckt sich sowohl auf in- als auch ausländische Festteilnehmer.

Bismard ersuchte Roon und Alpensleben, dem Könige die große Gefahr vorzustellen Beide aber lehnten ab mit den Worten: Der König fann reiten, wo er will." Da galoppierte Bismard schnell heran und sagte:

,, Wenn Eure Majestät hier einen Schuß erhielten, wäre ja die ganze Siegesfreude dahin; bitte inständigst. dieses Feld zu verlassen."

Nach einigem Zögern folgt der König. Er hat die, histori­schen Granaten von Königgräz" in gutem Gedächtnis behalten. Am 20. September 1866 schrieb er dem Landwehr- Kavallerie­Major von Bismard:

..Jch; will, am heutigen Einzugstage besonders dessen ge­Denken, daß Sie mir überall das Herz und den Sinn eines Soldaten gezeigt haben. Ich will, oaß Sie Meiner Armee dauernd angehören sollen und befördere Sie hierdurch zum Generalmajor, wobei ich Sie gleichzeitig damit Sie die bei Königgrätz getragenen Farben nicht ablegen zum Chef des 7. schweren Landwehr- Reiter- Regiments ernenne." Bei dem Ritt über das Schlachtfeld am Abend der Schlacht, sagte Moltke zum König

,, Ew. Majestät haben nicht nur die Schlacht, sondern den Feldzug gewonnen."

Bismard aber fügte hinzu:

., Die Streitfrage ist nun entschieden jetzt gilt es, die alte Freundschaft mit Desterreich wieder zu gewinnen."

Welche Fernsicht! Welche weitgehende Berechnung! Ueber vier Jahre später, an einem fühlen September- Mor­gen, werden, fern im Westen, im Maasthale, dichte Nebel wallen wie hier im Tale der Bistriz. Auf der Höhe von Frénois wird wieder der Nordland- Riese" neben seinem König stehen und auf das gigantische Ringen harren das sich ihrem Blid enthüllen soll. Dort lämpft der Sachsen- Kronprinz Albert, der heute noch mit zäher Tapferkeit auf Oesterreichs Seite ficht, gegen die Armee des dritten Napoleon, dort ringen Bayern, Hessen, Thü­ringer, Nassauer, Alldeutschlands Söhne unter des Kronprinzen Friedrich Wilhelms Führung für des Voterlandes Einheit und Größe gegen Frankreichs schlachtgewohnte Truppen. Am Abend des denkwürdigen Tages sinkt das Kaiserreich der Bonaparte ins Grab; im fernen Kyffhäuser aber wedt der Zwerg den schlafenden Barbarossa, ihm fündend. daß seine Stunde gekom­men ist.