Mittwoch, den 19. August 1931.
11,9 Milliarden Schulden der Landwirtschaft.
Die Deutsche Rentenbank- Kreditanstalt veröffentlicht ihren Jahresbericht über die Kreditlage der Landwirtschaft. Danach bestehen 11,9 milliarden RM. landwirtschaftliche Schulden, und 55 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe des Reiches arbeiten mit Verlust.
Zur Notlage der hessischen Landwirtschaft.
Veranlaßt durch den Preissturz auf der Frankfurter Getreidebörse und die schwierige Geldbeschaffung hat die Hessische Landwirtschaftskammer nachstehendes Telegramm nach Berlin ge
richtet:
,, An den Herrn Reichskanzler, Berlin. In Anlehnung an die von dem Herrn Reichskanzler in seiner Rundfunkrede gemachten Ausführungen bitten wir im Namen der hessischen Landwirtschaft um sofortige Maßnahmen gegen die Zerrüttung des Getreidemarktes, da ausreichende Getreidepreise Voraussetzung für Fortführung der landwirtschaftlichen Betriebe und die Aufrechterhaltung der Zinszahlung für erſtstellige Hypothefen ist. In noch viel größerem Ausmaß als im Vorjahr besteht die Gefahr, daß die Landwirtschaft zur Zeit der Ernte ihr Getreide zu Schleuderpreisen abgeben muß, was den Zusammenbruch vieler landwirtschaftlicher Betriebe bedeutet, ohne auf der anderen Seite für die Allgemeinheit von Nutzen zu sein.
Die Gewährung ausreichender Mittel für die Ernbefinanzierung ist mindestens so wichtig für das deutsche Wirtschaftsleben wie die Bereitstellung von Reichsmitteln für Großbanken, die auch wir für notwendig erachten. Ein Zusammenbruch der Landwirtschaft macht die notwendigen Selbsthilfemaßnahmen Deutschlands unmöglich und gefährdet unser ganzes Staatswesen. Wir bitten deshalb den Herrn Reichskanzler ganz ergebenst, durchgreifende Maßnahmen für unsere Landwirtschaft treffen zu wollen.
Landwirtschaftskammer für Hessen. Hensel, Vorsitzender. Weiterhin hat die Landwirtschaftskammer in einer längeren Eingabe an den Herrn Reichsernährungsminister und die maßgeblichen Stellen in Hessen ausführlich die derzeitigen schwierigen Verhältnisse in der hessischen Landwirtschaft dargelegt und schleunigst Maßnahmen zur Ueberwindung der Notlage gefordert, insbesondere Bereitstellung ausreichender Mittel für die Erntefinanzierung, Erlaß eines Teilmoratoriums, Heraussetzung des Vermahlungszwanges auf 97 Prozent, sowie sofortige Maßnahmen zur Sicherung der Verwertung der übrigen Erzeugnisse der Landwirtschaft, insbesondere auch Obst, Gemüse und Wein.
Ueberschwemmungs- Katastrophe.
Darmstadt, 18. August. Dienstag nachmittag ging über Darmstadt und dem vorderen Odenwald ein schweres Unwetter nieder. Besonders die Täler des vorderen Odenwaldes wurden durch die niedergehenden Wassermassen in fürchterlicher Weise heimgesucht. Bereits gegen 6 Uhr wurden aus dem oberen Modau- Tal Meldungen über bevorstehendes Hochwasser an die unteren Gebiete weitergegeben. Gegen 6 Uhr war die Modau an der ersten Niederungsstufe bei Niederramstadt schon über die Ufer getreten und der Bach zu einem reißenden Fluß angeschwollen. Er führte bereits Fruchigarben, Feldfrüchte, Hausgeräte usw. aus den höhergelegenen Gegenden mit sich. Die Häuser der Salbend standen bald unter Wasser, und die Wohnungen und Ställe wurden geräumt sowie alles Hab und Gut soweit wie möglich in Sicherheit gebracht. In Niederramstadt wurde der Verkehr über die Hauptstraße gesperrt, da die Gefahr eines Einsturzes der Brücke bestand. Auch in Eberstadt hat die Modau, die hier noch durch Zuflüsse aus dem Waschenbachtal verstärkt wurde, größeren Schaden angerichtet. Die Autostraße Darmstadt- Heidel berg ist unpassierbar; der Verkehr mußte umgeleitet werden. Ueberall mußten die Feuerwehr und freiwillige Hilfskräfte eingesetzt werden; auch die Polizei in Darmstadt ist zur Unterstützung angefordert worden. Menschenleben sind nicht zu Schaden gekommen. Auch das Vieh konnte größtenteils gerettet werden, da das Unwetter lange vor Einbruch der Dunkelheit niederging. Der schwere Hagelschlag hat das auf den Feldern noch lagernde Ge= treide völlig vernichtet, das Obst von den Bäumen geschlagen und Aeste und Zweige geknickt. Teilweise wurden die Kartoffeln aus dem Boden gewaschen. Am Abend wurde noch ein weiteres Steigen des Wassers gemeldet.
Bismarck im Felde. 1866!
Am 3. Juli waren es fünfundsechzig Jahre, seitdem bei Königgrät der preußische Major der Landwehr- Kavallerie und Minister- Präsident Graf Otto v. Bismard seinen föniglichen Herrn aus dem Granatfeuer bei Königgräzz geführt hat. Seitdem gibt es die ,, historischen Granaten von Königgrät".
Ueber die persönlichen Erlebnisse in dem Kriege 1870-71 hat er in seinen wundervollen Feldzugsbriefen an seine Gattin berichtet; die Zahl seiner Briefe aus dem Jahre 1866 ist naturgemäß erheblich fleiner, wie es der Kürze des Feldzuges ent= spricht. Wenn wir uns ein richtiges Bild von Bismards Teilnahme machen wollen, müssen wir die Erinnerungen seiner Zeitgenossen und seiner treuen Mitarbeiter Keudell und Abeken heranziehen.
In den Juni- Wochen des Jahres 1866 versammelten sich in den frühen Abendstunden im Auswärtigen Amte häufig die Generale von Roon, Moltke, Gustav von Alvensleben und Trescow, mitunter auch die übrigen Minister. Nie hat so volltommene Harmonie zwischen Bismard und seinen Kollegen, sowie mit den Generalen geherrscht, als in diesen Tagen der Siegeshoffnungen", erzählt Robert v Keudell. Auch seine Beziehun= gen zu dem um fünfzehn Jahre älteren Generalstabschef, dem General v. Moltke, waren die denkbar besten In den„ Gedanken und Erinnerungen" erzählt Bismard uns von der Juni- Nacht, in der er Moltke zu sich bittet, um zu erfahren, ob der Aufbruch des Heeres vierundzwanzig Stunden früher angeordnet werden fönnte. Ergänzend berichtet Keudell, daß er am 14. Juni abends gegen 10 Uhr von Bismard zu Moltke geschickt worden sei. Es war nämlich in Aussicht genommen, den benachbarten mittelstaatlichen Regierungen 48 Stunden Ueberlegungsfrist zu ge= währen und die Truppen erst am 17. Juni einrüden zu lassen. Am 14. Juni nachmittags hatte der furhessische Thronfolger, der in Berlin weilte, Bismard gegenüber geäußert:
,, er glaube, daß die hessische Dynastie" unter dem Schuße von achthunderttausend österreichischen Bajonetten" wohl sicherer geborgen sein werde, als durch Anlehnung an Preußen." Bismard nahm an, daß der hessische Thronfolger diese überraschende Ziffer von dem König Georg V. von Hannover er fahren habe, hatte doch der Stiefbruder des Königs, der öfterreidische General Prinz Carl von Solms- Braunfels wenige
„ Gießener Zeitung"
Lokales.
Kirmesfeste.
Kirmes ist ein Wort, das Dörfler und Städter gleich das Wasser im Munde zusammenlaufen läßt. Es begreift alle irdischen, weltlichen Freuden in reichlichstem Maße genossen in sich, Schmausen, Trinken, Tanzen, Spielen und auch Rauchen. Die Kirmes ist das Hauptfest der ländlichen Bevölkerung, und mag man sie nach den verschiedenen Dialekten Kirchweih, Kirchmeß, Kirmse oder Kermst nennen, der Zweck ist überall gleich, nämlich der, sich zu erfreuen an allen möglichen Genüssen. Sie ist ein unentbehrliches charakteristisches Zeichen des vollen gabenspendenden Herbstes und fällt überall in die Zeit der Ernte. Die schwere Arbeit ist vorbei, nun schmeckt die Freude doppelt gut. Außer dem Essen ist die Kirmes auf dem Lande das Besuchsfest in großem Stile, da sich die Verwandten, die sonst einander das ganze Jahr nicht sehen, einmal versammeln, aber auch alle möglichen Bekannten stellen sich ein, und selbst der vornehme Professor aus der Stadt kann zur Kirmes, ohne seiner Würde Abbruch zu tun, dem primitiven Bauernhof seinen Eßbesuch abstatten, das Kirmesschwein und die Türme von Kuchen auf dem Tisch vertilgen helfen, und selbst der strengste Mathematikus scheut sich nicht, zur Kirmes die ansehnlichsten Größen mit Gaumen und Magen zu messen. Freilich kommen die Städter sehr oft mit allen Tanten, Basen, Muhmen, Nichten, Neffen angerüdt, daß dann beim Abmarsch, ein jeder mit einem Päckchen Kuchen in der Hand, die reine Munitionskolonne fertig ist. Jeder findet auch zur Kirmes sein Spezialvergnügen. Die Jugend tanzt selbst in bigottesten Gegenden, wo selbst der Tanz verpönt ist, aufs Ausgelassenste. In Oberbayern darf die übliche Schlußrauferei und beim wendischen Bauer das unvermeidliche Stätchen nicht fehlen. Dieser geht zur Kirmes aus der Kirche in die Schänke, wo er oft beim Spiel noch am nächsten Morgen anzutreffen ist. Ganz mannigfach sind die Gebräuche, die man in den verschiedenen Gegenden mit diesem Hauptfeste verbunden hat. Jm Hessischen werden an vielen Orten die Mädchen vor der Kirmse öffentlich versteigert und der Ertrag zu einem gemeinsamen Schmause verwendet. Der Käufer muß natürlich sein Mädchen zum Tanze führen. Dieses darf aber vorher mit keinem anderen Burschen sprechen und tanzen. Im Schwarzwald muß der Bauer sein Gesinde bewirten, mancherorts auch samt der Bäuerin bedienen. Oftmals ist mit der Kirchweih ein Jahrmarkt verbunden, wie die Koburger Zwiebelfirmes, auf der hauptsächlich Früchte und Massen von Süßholz feilgehalten werden. In Niederhessen gibts einen feierlichen Um- und Einzug zu Pferde mit allerhand Bekleidung; an anderen Orten geht der Zug mit Musik von Haus zu Haus, und die Beteiligten erhalten allerlei Eßwaren, oder ein feister Hammel wird von der Weide geholt und zum allgemeinen Besten versteigert. Wettkämpfe, Hahnschlagen, Sackhüpfen und andere Kurzweil wird getrieben, aber überall ist die Kapitalfrage das Essen. Ursprünglich ist die Kirchweih ein ernstes firchliches Fest und seine Anfänge gehen bis ins 9. Jahrhundert zurück Wohl wegen der günstigen Zeit hat sich es immer verweltlicht, obgleich alte Volksfeste und Gebräuche mehr verschwinden. Die Kirmes behält ihre ungeschwächte Herrschaft und Schnaderhüpfel hat Recht:
Und ist das Kirchlein noch so klein,
Des Jahres muß einmal Kirmes sein.
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* Ernennung. Der Vortragende Rat Ministerialrat Ferdinand Pennrich zu Darmstadt wurde mit Wirkung vom 1. Dezember 1931 an zum Präsidenten des Oberversicherungsamts Darmstadt ernannt.
* In den Ruhestand tritt: Der Präsident des Oberversicherungsamtes zu Darmstadt Ernst Krug von Nidda auf Grund desselben Gesetzes tritt in den Ruhestand Amtsgerichtsdirektor beim Amtsgericht Butzbach Rudolf Sellheim.
* Der Vermißte als Leiche geländet. Am Montag abend wurde der als vermißt gemeldete Kanzleiassistent Wilhelm Sommerlad in der Nähe der Militärbadeanstalt als Leiche aus der Lahn gezogen.
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Falsche Zehnmarkscheine. In letzter Zeit mehrt sich der Umlauf von falschen Zehnmarkscheinen und zwar handelt es sich um Falschscheine, die eine große Aehnlichkeit mit echten Scheinen aufweisen. Zu erkennen sind die Falschscheine daran, daß sich das Papier etwas glatter als das der echten Scheine anfühlt, der
Tage vorher am Hannoverschen Hoje geweilt, um seinen föniglichen Stiefbruder völlig für Oesterreich zu gewinnen. Bismard hielt demnach eine Sinnesänderung des Königs von Hannover, des Kurfürsten von Hessen- Kassel. des Großherzogs von HessenDarmstadt und des Herzogs von Nassau für unwahrscheinlich. Gegenüber dem vollständig gerüsteten Königreich Sachsen aber erschien die lange Ueberlegungsfrist vollends als eine Verschwendung kostbarer Zeit Infolgedessen wurde Keudell beauftragt, bei Moltte anzufragen, ob es nach der Stellung unserer Truppen möglich wäre, die Einmärsche schon am 16 Juni früh, statt am 17. beginnen zu lassen. Moltke hatte die Gewohnheit, sich früh zur Ruhe zu begeben und war schon halb entkleidet, als Keudell kam Trotzdem empfing er den Sendboten Bismards sofort, bejahte tie gestellte Frage, legte schnell die Uniform an und fuhr mit zu Bismard, um das Nähere zu besprechen. Der Einmarsch erfolgte am 16 Juni früh; der Krieg war do'
Am 14. Juni vormittags hatte Bismard, der das Ergebnis der an diesem Tage beim Bundestage zu Frankfurt a. M. stattfindenden Abstimmung voraussah, schwere Zweifel über den Ausgang des bevorstehenden Kampfes um die Vorherrschaft in Deutschland. Da schlug er die Bibel auf, sein erster Blid fiel auf die Worte des 9. Psalms( Vers 3-51.
„ Ich freue mich und bin fröhlich in Dir und lobe Deinen Namen, Du Allerhöchster daß Du meine Feinde hinter sich getrieben hajt; sie sind gefallen und umgekommen vor Dir. Denn Du führest mein Recht und meine Sache aus, Du sizest auf dem Stuhle, ein rechte Richter."
Das glücklich überstandene Attentat Cohen- Blinds gegen Bismard vom 7. Mai, wo er durch ein wahres Wunder dem Tode entgangen war, und der Bibelspruch am Tage der Kriegserklärung, erzeugten eine gehobene Stimmung Bismards. Mehrmals hatten seine Mitarbeiter den Eindruck. daß er sich jetzt ols Gottes auserwähltes Rüstzeug" fühlte, um seinem Vaterlande Segen zu bringen Ausgesprochen hat er das aber nicht, nur seiner Gattin hat er den aufgeschlagenen Bibelspruch, der ihn und sie tröstete, mitgeteilt.
Am 30. Juni fand die Abreise des Großen Hauptquartiers" aus Berlin statt. Am Abend vorher brachten dichtgedrängte Menschenmassen vor dem königlichen Palais begeisterte Ovationen dar und zu ähnlichen Kundgebungen zog die Menge dann vor das Auswärtige Amt, we Bismard aus dem Fenster eine Ansprache hielt! Vor vier Jahren hatte man ihn köpfen wollen,
Nr. 66.
runde Kontrollstempel auf der Vorderseite schlecht ausgeprägt und die untere rechte Nasenhälfte des Kopfes bedeutend breiter, einem Auswuchs ähnlich ist. Auch ist die Schattierung an der rechten Nasenseite und um das Auge bedeutend stärker gezeichnet.
* Weiterer Erlaß von Rundfunkgebühren. Nach einer neueren Verfügung des Reichspostministers können schon seit dem 1. August die Rundfunkgebühren auf Antrag auch solchen aus der Krisenfürsorge ausgesteuerten kriegsbeschädigten Arbeitslosen jedesmal für den Monat erlassen werden, die zwar keine Wohlfahrts unterstützung erhalten, deren Bedürftigkeit jedoch durch die Gewährung der Zusatzrente anerkannt ist. Erkrankte Krisen- und Wohlfahrtsempfänger, die Krankengeld beziehen, erhalten gleichfalls Vergünstigung. Die Befreiungsanträge müj sen bis zum 25. des vorhergehenden Monats gestellt sein.
* Die Hühnerjagd. Der Hessische Jagdklub Darmstadt teilt uns mit, daß laut Bekanntmachung des Herrn Ministers des Innern vom 14. ds. Mts. der Aufgang der Hühnerjagd für ganz Hessen auf Montag, den 24. August, festgesetzt wurde.
* Ortskrankenkasse Gießen Stadt. Auf Dienstag, den 25. August, abends 8.30 Uhr, ist eine Ausschußsizung angesetzt, deren Tagesordnung Satzungsänderungen und die Dienstordnung behandelt.
* Vogelsberger Höhen- Klub. Für kommenden Samstag und Sonntag ist eine außerplanmäßige 1% tägige Vogelsberg- Wanderung geplant, wozu Anmeldungen bis Donnerstag an Mitglied Faber( Marktplatz) abzugeben sind.
* Verwertet das Fallobst! Das in diesem Jahre sehr reichliche Fallobst muß mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse unter allen Umständen restlos für die menschliche Ernährung Verwen dung finden. Die Verwertungsmöglichkeit des Fallobstes ist be kanntlich eine vielseitige. Besonders wichtig und zweckmäßig ist die Bereitung von Apfelmus, Marmelade und Gelee; gerade die beiden letzteren bilden eine sehr schmackhafte und gesunde Dauerware, die in keinem Haushalt fehlen dürfte, zumal jie hohen Nährwert besitzt.
Ein Adressenwettbewerb der Leipziger Messe. Wer heute gute Ratschläge gibt, wie man Geld verdienen fann, der wird wohl bei allen Leuten Gehör finden. Das Leip ziger Meßamt hat einen interessanten Adressenwettbewerb mit 824 Geldprämien ausgeschrieben, die sich zwischen 10 u. 1500.RM. bewegen und im günstigsten Falle 2250.- RM. erbringen können. Jeder kann sich an ihm beteiligen.
Die gestellte Aufgabe ist denkbar einfach. Man geht in die Waren- und Kaufhäuser, in Basare und in die Spezialgeschäfte, die Haushaltgeräte, Porzellan und Glaswaren, Eisenwaren, Tertilwaren, kunstgewerbliche Erzeugnisse, Schmuckwaren, Uhren, Papier- und Schreibwaren, Verpackungen und Reklame, Möbel, Spielwaren, Sportartikel u. Sportbekleidung, Musikinstrumente, Radio, elektrischen Bedarf, Beleuchtungskörper, Drogen, Parfümerien, Süßwaren verkaufen oder in Baugeschäfte, Installations: geschäfte usw., in alle Großhandlungen und schließlich in gewerb liche Betriebe mit maschinellem Antrieb und fragt, ob die Ge schäftsinhaber oder ihr Einkaufspersonal die Leipziger Herbstmesse 1931, die vom 30. August bis 3. September stattfindet, besuchen, um dort die letzten Neuheiten und besonders preiswerten Artikel einzukaufen. Einfacher kann eine Ausgabe wohl nicht ges stellt werden. Man braucht keine schweren Rätsel zu lösen und im Konversationslexikon nachzuschlagen, um gänzlich unbekannte Flüsse, Berge oder Städte zu suchen, sondern man besucht zuerst diejenigen Geschäfte, in denen man regelmäßig fauft und erfun digt sich, ob der Geschäftsinhaber nach Leipzig fährt. Man kann den Kreis ganz beliebig erweitern und so tagtäglich das Verzeichnis der nach Leipzig fahrenden Geschäftsleute bequem er gänzen. Alle Firmen, die nach Leipzig fahren, schreibt man mit genauer Firmenbezeichnung und Anschrift auf eine Liste, die man kostenfrei bei den durch Plakataushang gekennzeichneten Geschäf ten und bei den Meßabzeichen- Verkaufsstellen des Leipziger Meßamts erhalten kann. Auf diesen Listen sind auch alle Einzelheiten des Adressenwettbewerbes angegeben.
Zur Gesichts- Bräunung
aber auch zur Bräunung des ganzen Körpers bet Sonnen
bädern verwende man die reizmildernde und fühlende Creme Leodor fettfret in roter Badung; fetthaltig in blauer Badung,- Tube 60 Pf. und 1 M Wirlsam unterstützt durch Leodor- Edelseife Stüd 50 Pf. 3u haben in allen Chlorodont- Verlaufsstellen.
por acht Wochen hatte man auf ihn geschossen, heute jubelte ihm das Volk zu! Dankbar forderte er zu einem Hoch auf den König und auf die siegreichen Kämpfer von Turnau und Hühnerwasser ( 26. Juni), Nachod( 27 Juni), Stalik und Münchengrätz( 28. Juni), Schweinschädel und Gitschin( 29. Juni) auf!
Bismard hatte für den Fall einer Mobilmachung des Auss wärtigen Amts" seinen Vetter, den Rittmeister Graf Karl son Bismard- Bohlen mit der Lösung dieser Aufgabe betraut. Dieser beschaffte drei 2spännige offene Wagen, in denen der Minister, Geheimrat Abelen, Herr v. Keudell und Rittmeister Bismard- Boh len, sowie zwei Chiffrier- Beamte Platz finden sollten. Außerdem waren die notwendigen Reitpferde besorgt, denen Bismard felbit sein besonderes Augenmerk zuwandte
Am 30. Juni abends traf der König mit dem Hauptquartier In Reichenberg ein. Die Stadt von 28 00 Einwohnern beher bergte 1800 österreichische Gefangene und war nur von 500 preußischen Trainsoldaten mit alten Karabinern besetzt. Bise mard erzählt:
Mittwoch, den 19.
Ergebni
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VFB. GießenWetzl. SpV Wiesbaden- Do SC. Wehlar- N Niedershausen Bissenberg Löhnberg- H Nauborn
Sotalipiele:
Bo
Hermannitein Schwalbach
Serbandsjpiele:
Garbenteich 1.( Schiri Fli Grünberg 1.Ettingshausen ViB. Gießen 3. Lich 1.- Nied Lollar 2.- D Ulrichstein 1.Gesellschaftsspiele:
Weglar SpV. 2 Geilshausen 1. Lollar Leide Weklar SpV. 3 Weklar Spv. 4 Tiefenbach 1. H
Schwalbach 2. VfB. Gießen A.
Jugend:
1900 Gießen 2.
ViB. Gießen to
1900 Gießen 3.
Garbenteich Gd 1900 Gießen S BfB. Gießen 2 Nidda Buz Nauborn Sch.
Sanball
MTV. Gießen Tusp. Butzbach
TV. Heuchelhein
TV. 1846 Gieße
TV. Wetzlar 2.
TV. Lüzellind
TV. Großen- L Tuip. Butzbach TV. Treis
TV. Niedergirn TV. Wetzlar
MTV. Gießen Tufp. Butzbach
VfB.-K. Marb BB- K. Marb Odershaujen Allendorf 1. Germania M Breidenbach Mornshausen Edelshausen Rüddingshause Edelshaujen 2 VB.-K. Marb Mornshausen Blageinweihung in C Ertsdorf 1. Neustadt 1.Kirchhain 1.Spedswinkel 1.
Offdilln 1.- 2
Dillenburg 2.
Sinn 1.- Lang Ebersbach 1. Ebersbach 2. Allendorf 1.- 2 Nanzenbach Niederscheld
Sinn Jgd. Haiger Jgd.
tem Schlosse des Graf it ein stattliches Schl en Jahren in Gastein Sagdherrn in seinen Sismard und Gehein jarüd, um dienstliche 2 6raj Bismard- Bohlen Sismard der Gattin Die ganze Reise
onnien gestern, wenn atten, den König und Am folgenden Ta Gitjhin, Abeten erzäh heut früh sieben 2 Uhr waren wir hi Sting Friedrich Karl Am Abend dieses öniggrätz- schrieb Auf dem Schlad ferden, Waffen Uni n. Ich habe bisher Foldaten zu sehen bet Dann tommt die leten: ,, Schide mir dur Etüd jedesmal; alle 2 Und in seinem nä rachtigen Truppen: Unsere Leute sin lgiam, gejittet mit Lager, wenig Schlaf, lle, tein Blündern un jien verschimmeltes E 5ottesfurcht im gemein lles nicht jein!" Selten ist in jo tu
,, Einige Meilen von uns lag die sächsische Reiterei Diese fonnte in einer Nacht Reichenberg erreichen und das ganze Hauptquartier mit Seiner Majestät aufheben Daß wir in Reis chenberg Quartier hatten, war telegrafisch publiziert worden. erlaubte mir, den König hierauf aufmerksam zu machen, und in folge dieser Anregung wurde befohlen, daß die Trainsoldaten sich einzeln und unauffällig nach dem Schloß begeben sollten, wo der König Quartier genommen hatte Die Militars waren über diese meine Einmischung empfindlich und, um ihnen zu beweisen, daß ich um meine Sicherheit nicht besorgt sei, verließ ich das Schloß, wohin mich Seine Majestät befohlen hatte. und behielt mein Quartier in der Stadt."
Geheimrat Abeken ergänzt diesen Bericht: Abends um 11.30 Uhr fam Keudell, um mir zu sagen, er gehe noch auf den Bahnhof, um zu sorgen, daß die Pferde ge fattel: blieben, weil der Minister sehr ängstlich sei, daß ein Handstreich vom Feinde versucht werden möchte, um den König aufzuheben. Wenn Alarm geblasen werde, müsse der Kasten mit den wichtigen Aften sofort aufs Schloß gebracht werden." Auch der Generaladjutant des Königs, General von Boyen, berichtet:„ Unsere Stellung hier in der Nacht war recht exponiert. Man jing gestern an, das einzusehen und machte nun allerhand Vorkehrungen"
Am folgenden Tage, dem 1. Juni, ging es von Reichenberg,
lten, herrlichen Armee 870-71 jo hatfiei Felde unibejiegt! Gitschin war das lief in einer Boden Rachis um ein Uhr tr
einer Blend- Laterne a


