Einzelbild herunterladen

Dr. 5

bei Familienvätern bu fonnten insgesamt 284

und Bilege Ordnung.

hessische Landeskirche. effischen Landestirche vet

s der Landeskirchentag Dieses Jahres beschloffen Sesonderer Bedeutung, fo

eln müssen:

t, von der Tatsache aus, iedern mit dem Evangeli des Glaubens und der Li

die Glieder die Pflicht, a

ng solcher Gemeinschaft

ie Treue zu bewahren:

nd christlich erziehen und d

en.

Samstag, den 18. Juli 1931.

Lokales.

Sonntagsgedanken.

Das Wort Sonhtag", das uns aus dem Strome der Zeit jeden siebenten Tag entgegenrauscht, hat für die Menschen ver­schiedenen Klang. Jener hört Sonntagsgloden, Orgelklang; da sind welche, die den Sonntag nur mit Wirtshauslärm, Gläsergeklirr und Spiel verbinden können und dort wieder ist ein Sonntag Freitag für alles.

Hell und rein klingt noch dem Kinde der Name ,, Sonntag". Besonders jenen, die die ganze Woche verdämmert haben in staubigen Straßenzügen der Stadt, in dumpfen Erdgeschossen und lichtarmen Höfen der starrgrauen Mietsfasernen und denen das Wort Sonntag" ein Sehnsuchtsrufen ist nach Sonne, nach Blumen und Wald, nach Gottes großem Erdengarten. Sie träumen mit dem Sonntag vom blauen Himmel, von Wiese und Wald, vom Singen und Wandern, von einer gütigen Vater oder Mutterhand, die da herumzeigt über alle Pracht in Gottes Garten. Aber die Zeit ist hart und das Leben teuer. Manches Kind in den Hinterhäusern der Städte träumt heute

e Vornahme firchlicher Har umsonst den Traum vom Sonntag. Arm sind viele Väter und

schen Kirche nicht angehöre Dischen Angehörigen der ev christlicher Religionsgemein werden, wenn evangelij Bei Ehen zwischen Angeh Personen, die einer nig meinschaft angehören, ist d n unterliegen der Genehm evangelischer Eltern fann g Erziehung versprochen un stet wird.

grundsätzlich nur Gliede Christen anderen Belen Kirche die kirchliche Beet weil sie ihre Ehe mit en mit evangelischer Kim

e Beerdigung aber auch uf Wunsch der evangelij ne häusliche Feier am

Dern zu gewähren, die gelovit Konfirmandenunterricht be Pflichten als Konfirmander icht evangelischer Eltern find diese erklären, daß sie di en und ihre Erfüllung w

m Landestirchentag wu hier nur um eine ne, die die viel wid zur Voraussetzung

-die Herausgabe einer

die Pflichten gegenüber der heiniges über die Teilnahme foll

ndekommen, weil der Wille Landeskirchentages den Aus

der Zwischenzeit alles ge -rt einen Arzt herbeizub insprigungen von herzbelebe inftlichen Atmung unterstü erfolgreich bekämpfen fam

lfsgesundheit.

et die Eiswaffel, zwanzig Jelches Kinderherz tönnte a uf widerstehen? Zweifellos angenehmes und, wenigites = Genußmittel; allein

ermeiden will, der wird gil htsmaßregeln nicht außer

nd in kleinen Bissen verzeb

in erhitztem Zustande, dan hliche Abkühlung im Körpe

en schmerzhaften Magen o eman besonders den Kinder Dagen eine Waffel holen und hen zu werden oder das G Haft auf offener Straße h Eisvertäufers ift eine gewis peiseeis nur von solchen Hän it herrscht. Diese ist befondes des Eises. Zwar bestehen

en, aber fast in jedem Jahre enen nach Genuß von Spei Typhus und Ruhr auftreter ige einer eigenen Eismaschine

Ites Eis ihre Familie zu e

an stets nur frisches, einwan

ng verwendet. Unter tein m Tage der Herstellung ni fbewahrt werden. Taut na smaffe auf, so tritt leicht, ab Nahrungsmitteln, unter de 3erfetzung durch allerlei Ba efrieren nicht zugrunde gebe ur frisch bereitetes Eis effe

beim Eisgenuß übertrieben

ber ein bißchen Vorfight un

Dr. R

Mütter dort geworden und können ihren Kleinen oft nicht mehr einen Sonntag unter Gottes Blumen, Faltern und Vöglein schenken.

Jetzt, wo der Sommer ins Land zieht, schaut auf die bit­tenden Kinderhändchen, ihr, die ihr fern der rauchenden Schlote der Großstädte wohnt! Schenkt jenen Kinderseelen, die nach der reinen Gottesluft lechzen, ein paar Wochen goldener Ferienzeit, von der nicht nur der siebente, sondern jeder Morgen einen Sonntag bringt. Deffnet Herzen und Hände und höret die Bitte: Wer eines dieser Kleinen aufnimmt, der nimmt mich auf," so sprach einst der, der für solche Taten der beste Lohn­zahler ist. Der Sonntagsschreiber.

*

Krisensteuer.

Die letzte Notverordnung brachte neben anderen Neube­lastungen die sogenannte Krisensteuer.

Die Arbeitgeber müssen darauf achten, daß sie bei allen Lohnzahlungen nach Ende Juni diese Stener neben der Lohn­steuer mit in Abzug bringen. Sie haften dem Reich ebenso wie für die Lohnsteuer auch für die Krisenlohnsteuer. Die Abführung an das Finanzamt durch Lohnstenermarken oder Ueberweisung hat ebenso wie bei der Lohnsteuer zu erfolgen, bei Lohnzahlungen zwischen dem 1. und 15. eines Monats, spätestens am 20. ds. Mts., bei Lohnzahlungen zwischen dem 16. und dem Ende eines Monats, spätestens am 5. des folgenden Monats. Für die Krisenlohnsteuer werden besondere Steuermarken nicht herge­stellt. Bei der Verwendung von Marken erfolgt Abrundung auf den nächsten durch 5 teilbaren Pfennigbetrag. Bei Bar überweisungen an das Finanzamt findet keine Abrundung statt. Arbeitgeber, die die Lohnsteuer durch Barüberweisung an das Finanzamt entrichten, müssen spätestens bis zum 5. des folgen­den Monats eine Anmeldung jeweils abgeben über die ihren Arbeitnehmern insgesamt einbehaltenen Steuern, getrennt nach Lohnsteuer und Krisensteuer.

Erstmalige Einbehaltung der Krisenlohnstener erfolgt für alle Lohnzahlungen bezw. Gehälter oder Vergütungen, die für

Der Mittelstürmer von Hollywood.

Ein Fußball- Roman von Sidney Horler. 15. Fortsetzung.

,, Wenn Sie glauben, daß alles ist, wie es sein soll, dann will ich es Ihnen versprechen. Ich habe bloß so viel Mißtrauen gegen Leute, die gut angezogen sind und einen roten Schnurrbart tragen, seit einmal so einer bei mir einen Monat gewohnt hat und mir dann mit der Miete durchgegangen ist!"

Nun, ich will schon sehen, daß dieser nicht einen Monat dableibt," lachte Marr und betrat sein Zimmer.

Wie Sie sehen, habe ich Sie doch erwischt," sagte eine fröhliche Stimme, und von einem Lehnstuhl erhob sich der Mann, welcher Did am selben Morgen beim Hollywood- Platz angesprochen hatte.

,, Allerdings, das sehe ich," antwortete Marr. Ich will Sie gar nicht erst fragen, wie Sie meine Adresse ausfindig ge­macht haben, Mr. Moorfield; ich vermute, solche fleine Ange­legenheiten gehören zu Ihren Berufspflichten, eh?"

,, Sehr richtig," lachte der berühmte Kaperer, gar nicht ver­legen durch Dids Bemerkung. Aber wie haben Sie meinen Namen erfahren?"

Sind Sie nicht eine nationale Berühmtheit?" fragte Did lächelnd, der sich in diesem Augenblick an die Angst seiner Wirtin erinnerte. Aber Scherz beiseite, was verschafft mir die Ehre Ihres Besuches?" fügte er hinzu, da er das Interview rasch beendet sehen wollte.

Ich denke nicht daran, zu scherzen," war die prompte Ant­wort. Und ich will Ihnen auch gleich verraten, warum ich hierhergekommen bin. Ich will Sie für Hampton Villa', die beste Mannschaft in diesem Lande, engagieren! Bevor Sie mir antworten, hören Sie mich an," fuhr der Bewerber fort und beugte sich in seinem Sessel vor. Der Hollywood- Klub ist ge­storben und begraben, wie Sie wissen. Es tut mir persönlich leid, denn ihr habt eine Anzahl prachtvoller Burschen gehabt. Vom geschäftlichen Standpunkt jedoch und Geschäft ist ja - freue ich schließlich die Hauptsache im Leben, nicht wahr? mich. Ich habe Sie vorigen Sonnabend gegen die Wanderer spielen gesehen und war sofort entschlossen, nichts unversucht zu lassen, um Sie für Hampton Villa zu engagieren. Warum Sie Berufsfußballer geworden sind, geht mich und niemanden etwas an; aber das fann ich schwören, wenn Sie nur einige Wochen bei Hampton Villa gespielt haben werden, sind Sie der popu lärste Mittelstürmer im Lande! Man sagt, daß Joe Moorfield sich noch niemals in einem Fußballer getäuscht hat, und bei Ihnen bin ich sicherer, als ich es bei irgendeinem der Spieler gewesen bin, die ich je engagiert habe.

wir zahlen Aber um weiter vom Geschäft zu sprechen Ihnen die Maximalgage von neun Pfund pro Woche und inner­halb fünf Jahren eine Renumeration, wenn Sie so lange bei uns bleiben. Ich habe die Zustimmung der Direktoren dazu, Ihnen das beste Angebot zu machen, das ein junger Spieler erwarten kann. Hampton Villa hat, wie Sie vielleicht gehört haben, einen besonders guten Ruf betreffend der Art und Weise, wie der Klub seine Spieler behandelt. Dazu kommt noch der Vorteil eines zwar kritischen, aber sehr guten Publikums. Das Spielfeld ist das beste im ganzen Lande, und Ihre Klub= fameraden sind durchweg Gentlemen. Wir engagieren nur Leute, die auf diese Bezeichnung Anspruch erheben können. Ich habe mich inzwischen nach Ihrem, Leumund, wenn ich so, ohne Anstoß zu erregen, sagen darf, erfundigt."

,, und an mir ist nichts auszusetzen?" fragte Marr. Ich versichere Ihnen, Mr. Marr, daß Sie in jeder Be­

.

,, Gießener Zeitung"

die Zeit nach dem 30. Juni gewährt werden. Die Krisenlohn­steuer wird berechnet vom vollen Bruttoarbeitslohn, ohne Abzug der lohnsteuerfreien Beträge. Zum Arbeitslohn gehören auch Entschädigungen, die einem Arbeitnehmer als Ersatz für ent­gehende Einnahmen usw. gewährt werden. Auch einmalige Ein­nahmen gehören hierzu, wofür ein besonderer Tarif maßgebend ist. Wer lohnsteuerfrei ist, ist auch krisenlohnsteuerfrei.

Die Krisenlohnsteuer beträgt 1 v. H. des Bruttoarbeits­lohns( ohne Abzug), wenn letzterer 300 RM. im Monat ( bezo. 140 RM. für 14 Tage, bezw. 70 RM. für die Woche, bezw. 11,60 RM. für den vollen Arbeitstag) nicht übersteigt.

Sie beträgt 1,5 v. H., wenn der Bruttoarbeitslohn 400 RM. im Monat( bezw. 186 RM. für 14 Tage, bezw. 93 RM für die Woche, bezw. 15,40, RM. für den vollen Arbeitstag) nicht übersteigt.

Si: beträgt 2 v. H., wenn der Bruttoarbeitslohn 500 RM. im Monat( bezw. 232 RM. für 14 Tage, bezw. 116 RM. für die Woche bezw. 19,40 RM. für den vollen Ar­beitstag) nicht übersteigt. Bei höheren Bezügen erhöht sich auch der Steuersatz.

Zur Berechnung der Krisenlohnsteuer ist der Brutto­arbeitslohn wie folgt abzurunden:

Bei monatlicher Zahlung auf den nächsten durch 5 teil­baren Reichsmarkbetrag,

bei Zahlung für 2 Wochen auf den nächsten durch zwei teilbaren Reichsmarkbetrag,

bei Wochenlohnzahlung auf den nächsten vollen Reichs­markbetrag,

bei Tagelöhnen auf den nächsten durch 20 teilbaren Pfennig­betrag.

Die Krisensteuer der Gewerbetreibenden selbst und aller veranlagten Steuerpflichtigen erfolgt durch Veranlagung auf der Grundlage des im Jahre 1931 bezogenen Einkommens. Da die Steuer erst am 1. 7. d. Js. wirksam wird, wird nur die Hälfte des im nächsten Frühjahr zu veranlagenden Einkommens berechnet. Am 1. 10. 31 ist erstmals eine Vorauszahlung zu leisten auf der Grundlage eines jeden veranlagten Steuerpflich tigen noch zugehenden Vorauszahlungsbescheides.

*

Schalteröffnung der Danatbank. Die Darmstädter und Nationalbank hat ab Freitag mit der Auszahlung von Löhnen und Gehältern begonnen, arbeitet also zur Zeit wieder auf der gleichen Basis wie die übrigen Banken. Besonderen Beschränkun­gen unterliegt nur der Ueberweisungsverkehr. Die Sichtung der Debitoren kann natürlich nur allmählich durchgeführt werden.

* Reichsbahn nimmt Danaticheds. Wie wir hören, nimmt die Reichsbahn dort, wo es bisher üblich war, z. B. bei der Be­zahlung von Frachten, auch Danatschecs in Zahlung.

* Kraftverkehr. Von Montag, den 20. ab, fährt die Kraft­post von Gießen nach Hochelheim statt bisher um 19.10 Uhr bereits um 17.30 Uhr am Bahnhof in Gießen ab und wird über

Nr. 57.

ist zahlreichen Bewohnern der von der Kraftpost berührten Orte Rechnung getragen. Da der Postkraftwagen von Gießen und Großen- Linden Bahnhof um 18.30 Uhr in Groß- Rechtenbach an tommt und um 18.40 Uhr wieder nach Hochelheim zurüdfährt, ist ein erwünschter Anschluß in Groß- Rechtenbach an die um 18.32 Uhr von Wetzlar und um 18.40 Uhr wieder dahin abfahrende Kraftpost hergestellt.

* Bom Polizeiamt. Zum Polizeidirektor ist der Leiter un= seres Polizeiamts, Regierungsrat Wolf, vom Minister des In­

nern ernannt worden.

* Verunglückt. Mittwoch abend gingen dem 18 Jahre alten Dienstknecht Siegfried Werner, der bei Landwirt Herold beschäf­figt war, beim Heimfahren eines Wagens mit Stroh, die Pferde durch. Dabei stürzte der junge Mensch so unglücklich von dem hochbeladenen Wagen, daß er einen Halswirbelbruch davontrug und kurz darauf verstarb.

* Den Tod gesucht. Am Mittwoch beging hier eine etwa 50 Jahre alte Frau auf furchtbare Weise Selbstmord. Sie schnitt sich die Puls- und Schlagadern durch, außerdem brachte sie sich mit dem Messer noch einen schweren Stich in die Brust in die Herzgegend bei. Der Tod der lebensmüden Frau trat durch Ver­blutung ein. Der Grund zu der Tat dürfte darin zu suchen sein, daß die schon seit längerer Zeit nervenfranke Frau infolge der jüngsten Ereignisse auf dem Geldmarkt um ihre Ersparnisse höchst besorgt war und ferner befürchtete, daß man sie einer Heilanstalt zuführen würde.

* Aus dem Stadttheater. Am kommenden Dienstag, den 21. Juli, ist ein weiteres Gastspiel der Sommerspielzeit mit Berliner Bühnenkünstlern. Zur Aufführung kommt das Lustspiel Helene fann doch nichts dafür" mit der bekannten Tänzerin Katta Sterna in der Hauptrolle.

* Liebig- Museum. Am morgigen Sonntag vormittag findet die Einweihung des Pharmazeutischen Laboratoriums und eine Zusammenkunft der Verwandten von Justus Liebig, verbunden mit einer Mitglieder- Versammlung und Ausstellung und zwei öffentlichen Vorträgen von Geh. Med.- Rat Prof. Dr. Sommer und Prof. Brand, statt.

* Leichtathletische Wettkämpfe. Am morgigen Sonntag fin­den die 10. Nationalen der Spielvereinigung 1900 auf dem Trieb statt, die eine sehr gute Besetzung erhalten haben, so daß recht spannende Kämpfe zu erwarten sind.

* Obst- und Gartenbauverein. Unter Führung von Herra Schultheis von Steinfurth findet am kommenden Sonntag eine Besichtigung der Steinfurther Rosenfelder statt. Abfahrt 6.35 Uhr nach Bad Nauheim.

* 1. Reichskurzschrift- Gesellschaft E. V. Auf der Hardt" ist am Samstag, den 18. Juli ein Vereinsabend zu Ehren der Sie­ger vom Verbandstag.

* Gesangverein Heiterkeit. In der Stadt Weylar" findet heute, Samstag, abend die Generalversammlung statt.

Klein- Linden, Lüzellinden, Großen- Linden Bahnhof, Hörnsheim Gegen üblen Mundgeruch Shnen Mitteilung zu machen,

und Hochelheim bis nach Groß- Rechtenbach durchgeführt, woselbst Anschluß an die von und nach Weklar verkehrende Kraftpost besteht. In Großen- Linden erreicht die Kraftpost Anschluß an die um 17.43 und 18 Uhr von Gießen und Frankfurt a. M. ankommenden Züge. Mit der Früherlegung der Verkehrszeiten

ziehung eine Zierde für Hampton Villa sein werden. Ich habe einen Kontratt in der Tasche."

,, Bemühen Sie sich nicht, Mr. Moorfield. Ich danke Ihnen für alle Artigkeiten, die Sie mir gesagt haben, aber ich werde nicht unterschreiben."

,, Was? Für Hampton Villa nicht," staunte der Werber, als ob er seinen eigenen Ohren nicht trauen tönnte. ,, Warum nicht?" ,, Weil ich bei Hollywood bleibe."

Aber die Mannschaft geht doch auseinander. Wie die Dinge jetzt stehen, existiert sie in einer Woche nicht mehr!"

Das mag sein, Mr. Moorfield, aber ich bleibe bis zum Ende! Ich wäre ein schöner Lump, wenn ich den Klub jetzt, wo er im Unglüd steckt, verlassen wollte. Wenn Hollywood wirklich aufgehört hat zu existieren, dann wird es mich freuen, Ihr An­gebot zu erwägen, aber für jetzt kann ich Ihnen nur, Nein' sagen. Sie werden mich sicher verstehen."

Mr. Moorfield, der Kaperer, dem Sentimentalität fremd war, strich seinen langen Schnurrbart und streckte dann dem jungen Mann die Hand entgegen.

Jch sollte es eigentlich nicht sagen," antwortete er ,,, aber ich bewundere Sie, daß Sie so denken, Mr. Marr. Ich sehe, daß Ihr Entschluß feststeht, und so will ich Sie jetzt nicht mehr drängen. Aber ich bitte um Ihr Versprechen, daß Sie Hampton Villa beitreten, wenn Hollywood aufgelöst wird."

,, Gewiß! Das will ich Ihnen versprechen!"

,, Gut, es bleibt also vorläufig dabei. Hier"- er zog eine Brieftasche heraus ,, ist Name und Adresse unseres Klub­sekretärs. Ich schreibe ihm noch heute ausführlich und mache ihm Mitteilung von unserer Unterredung und Ihrem Ver­sprechen. Wenn Hollywood liquidiert, werden Sie ihm tele­graphieren, ja?"

" Ja, aber ich sage es Ihnen offen, so sehr ich die Ehre zu schätzen weiß, für Hampton Villa zu spielen, ich würde ein sol­ches Telegramm nur mit schwerem Herzen absenden. Es wäre eine Sporttragödie, wenn man meinen Klub untergehen ließe."

,, So, so!" murmelte der Kaperer, dessen Gedanken scheinbar bereits anderwo waren. Ich dachte eben daran, daß mit Ihnen in der Mitte Hampton Villa sich glatt in das Cupfinale durch­arbeiten müßte!"

Der Hollywood- Spieler lächelte.

,, So! Und Hollywood?" fragte er. Ausgeschlossen!" entschied der andere. Nun, Sie haben jedenfalls meine Karte. Ich muß jetzt fort, bin morgen in Glasgow fällig."

,, Wirklich ausgeschlossen," antwortete Marr, als er sich von seinem Gast verabschiedete. Nun, wir werden ja sehen."

Der Kaperer beugte sich zu ihm und flüsterte ihm ins Ohr: ,, Nehmen Sie meinen Tip. Wenn Sie heuer noch eine Cup­medaille tragen wollen, dann kommen Sie so rasch als möglich zu Hampton Villa. Es ist in diesem Jahre die beste Pokal­mannschaft im Lande.

,, Sie vergessen Hollywood!" lachte Marr und schloß die Tür hinter seinem Besucher.

9

Eine stürmische Versammlung und ihr Ergebnis. Den Nachmittag verbrachte Did auf den Hügeln, welche die Stadt in weitem Bogen umranden, und kam zwar ermüdet, aber geistig erfrischt wieder nach Hollywood zurück. Ungeduld ver­zehrte ihn; er fühlte, er würde kaum imstande sein, bis zum nächsten Morgen auf das Ergebnis der Versammlung zu warten, die über das Schicksal seines Klubs entscheiden sollte. Sobald er Margery nach dem Kino nach Hause gebracht haben würde, wollte er sich bei Ben aufhalten und sich nach Neuigkeiten er­fundigen.

Ich will nicht verfäumen, daß ich seit dem Gebrauch

Ihrer Zahnpaste, Chlorodont" nicht nur reine, weiße Zähne befige, sondern auch den bei mir sonst üblichen Mundgeruch verloren habe. Ich werde Ihr Chlorodont aufs befte empfehlen." gez. E. G., Mainz.- Man verlange nur die echte Chloro­dont- Bahnpaste, Tube 54 Pf. und 90 Pf., und weise jeden Ersatz dafür zurüd.

Das Schicksal des Hollywood- Klubs!" gellte die schrille Stimme eines Zeitungsjungen an sein Ohr, gerade als er vor seiner Tür stand.

,, Hier, Junge, gib her!"

,, Eine Schande, diese Hollywood- Geschichte! Was, Herr? Und so erstklassige Leute, wie da sind!"

,, Du hast recht, es ist eine Schande," antwortete Marr und öffnete das Blatt.

Sofort fiel sein Auge auf die Spalte Letzte Nachrichten", und er las:

,, Es sind Anzeichen dafür vorhanden, daß die Versammlung, welche heute abend im Rathaus stattfindet, um über das Schick­sal unseres hervorragenden, aber vom Mißgeschid verfolgten Fußballklubs zu entscheiden, sich sehr aufregend gestalten wird. Gewisse Informationen, die wir knapp nach Redaktionsschluß erhalten haben, zwingen uns zu der Annahme, daß eine rach­süchtige Gruppe in dieser Stadt existiert, die entschlossen ist, den Klub, welcher der Stadt so viel Ruhm gebracht hat, mit allen erdenklichen Mitteln umzubringen. Es ist daher Pflicht eines jeden Sportsmannes, heute abend anwesend zu sein, um diesem verbrecherischen Einfluß zu steuern. Wir haben die Ueberzeugung, daß unser Appell nicht ungehört verhallen wird."

Marr zerdrückte das Blatt in der Faust und schritt rasch weiter. Er fühlte, sein Platz war heute abend im Rathaussaal bei seinen Kameraden. Er konnte unmöglich statt dessen im Kino sitzen und die lächerlichen Vorgänge auf der Leinwand bestaunen.

Plötzlich wurde er aus seinen Gedanken aufgescheucht, denn Margery Kirkby stand vor ihm, und das entzückende Gesichtchen lächelte ihm aus der Pelzumrahmung entgegen.

Mr. Marr, Sie müssen mir heute einen sehr, sehr großen Gefallen erweisen," bat das Mädchen, nachdem sie sich begrüßt hatten.

,, Die größte Freude, die ich im Leben haben kann, finde ich darin, Ihren Befehlen gehorchen zu dürfen, Miß Kirkby," ant­wortete ihr Kavalier.

,, Sie sind ja schon genau so wie die schrecklichen Männer, über die man in den Sonntagszeitungen liest!" schalt Margery. Aber ernstlich, Mr...."

,, Did," fiel Marr ein.

Did, ich wünsche, daß Sie mich heute abend irgendwohin führen und dort auf mich aufpassen!"

,, Natürlich! Sie haben doch nicht vergessen," sagte der Fuß­baller etwas überrascht, ohne es sich merken zu lassen, daß wir verabredet haben, heute ins Kino zu gehen? Dort will ich schon mein Bestes tun, um Sie gegen die wilden Cowboys zu ver­teidigen."

Did" das Mädchen sprach den Vornamen diesmal ohne Zögern Sie sind aber dumm! Natürlich habe ich nicht ver­gessen! Aber wer wird denn an einem solchen Abend ins Kino gehen wollen?"

,, Dann darf ich mir wohl die höfliche Frage gestatten, wohin Sie gehen wollen, Margery?"

Das Mädchen quittierte die Kühnheit mit einem schelmischen Lächeln und antwortete dann: Zur Versammlung, natür­lich! Glauben Sie, daß ich dort fehlen will? Da, sehen Sie einmal."

Sie hielt ihm ein Flugblatt hin, auf dem in dicken Lettern stand:

Sportsleute! Erscheint heute abend um acht Uhr vollzählig im Rathaus! Eure Anwesenheit ist notwendig! Fortsetzung folgt.