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Mittwoch, den 18. März 1931.

Lokales.

handwerk tut not!

Fördert das Handwerk!

Unvorsichtige Eltern.

Gießener Zeitung"

Nr. 22.

Von besonderer Bedeutung für Oberhessen ist weiter, daß die bisherigen beschleunigt geführten Personenzüge 769-770 Frankfurt Hamburg und zurüd in zuschlagspflichtige Eilzüge E 71-72 umgewandelt werden. Zur Entlastung von E 71-72 dient an Sonn- und Feiertagen ein beschleunigt geführtes Zug­paar 769-770, Frankfurt- 5. ab 8.10, Gießen an 9.36, Gießen ab 21.6, Frankfurt- 5. an 22.35.

nen, diesen Originalnamen zuzulassen, wurde belehrend mit­geteilt, daß Namen wie Bolschewika" oder Stahl­helmine" bereits früher ihre Genehmigung gefunden hätten. Wir wollen hier von der geschmadlichen Seite der Sache ab­sehen, über Geschmäder läßt sich bekanntlich nicht streiten. Wohl aber wird man im Interesse der Kinder Verständnis für die Forderung erwarten dürfen, daß Namen, die ein Leben beglei­ten sollen, nicht von Persönlichkeiten oder Ereignissen angeregt werden sollen, die noch im grellen Licht des Tages stehen und von denen keiner heute sagen kann, ob sie morgen noch leuchten oder bereits ins Dunkel des Bergessens versunken sein werden. Schon einmal stieg Hitlers Stern auf, schon einmal erlosch er jäh. Wenn auch von seinen unentwegten Jüngern mit dem Namen ihres Meisters fritiklos Gözzendienst getrieben wird, so sollte doch niemand vergessen, daß die Geschichte nur unbarm= herzige Wertmaßstäbe kennt. Eine Bewegung aufzuziehen, mit allen Trommeln der Reklame zu wirbeln, gibt noch keine An­wartschaft auf Unsterblichkeit. Angeregt durch schrullige Na­mensgebung, wird man den Uebereifrigen warnend zurufen dürfen: Wartet erst ab, ob von Hitler noch gesprochen werden wird, wenn die stilleren Führer durch die heutige Notzeit noch in dankbarer Erinnerung als ihre Ueberwinder fortleben.

Zu den Jugenderinnerungen, die im Laufe der Lebens­jahrzehnte am wenigsten verblassen, gehören sicher auch die klei­nen Erlebnisse, wo unsere kindliche Empfindlichkeit sich an irgend etwas stieß, was der Erwachsene überhaupt nicht wahr­genommen hätte. Wer denkt dabei nicht an irgend ein schrulliges Geschenk von Onkel oder Tante, das man ehrenhalber tragen mußte und das die spöttischen Fragen der Mitschüler heraus­forderte? Oder vergißt man etwa das Gelächter, das der arme Müller II jedesmal über sich heraufbeschwor, wenn er bekennen mußte, daß ihm bei der Taufe hochtrabende Vornamen, wie Alexander, Cäsar, beschert worden waren? Alexander und

Oberhessen im neuen Fahrplan.

Dem dringenden Wunsch der Anlieger der Strede Gießen­Fulda nach Wiedereinführung eines Eilzugspaares ist leider wiederum nicht entsprochen worden. Der Fahrplan der ober­hessischen Nebenbahnen bleibt im wesentlichen unverändert, ob wohl auch hier auf der einen oder anderen Strede eine Aus­füllung der zum Teil übergroßen Zuglüden wünschenswert wäre.

Achtung! Falsche Zweimarkstüde!

Mittwoch, den

Fran

Der erste Fu von der deutschen mit fieberhafter Stadion von Cold außerfter Spannun Hebertragung) per migen Zeugnis fra Fußballereignis in ade, aber es war m in Paris foldje M denfchaftliche Antei Schon eine St Blak schwarz von Personen fonnten einem vergeblidhen ziehen. Auf der G deutschen Botschaft iden Botschaft, der in seiner Jugend den Präsidenten de fizenden des Fran andere.

Zu Beginn dieses Jahres ging eine große Falschgeldwelle durch Deutschland, die neuerdings etwas im Abebben begriffen es neuerdings nun möglich gewesen, eine ganze Reihe von Münzverbrechern ausfindig zu machen, die Leute zu verhaften und in verschiedenen Fällen auch die Werkstätten zu ermitteln. Es konnten insgesamt nicht weniger als 31 Personen wegen Münzverbrechens und Vertriebs von Falschgeld festgenommen werden. Die festgestellten Falschstücke sind hauptsächlich im Gußverfahren hergestellt worden. Ein Teil der Fälscher ist bereits zu empfindlichen Strafen verurteilt worden. Gegen viele andere Personen schweben bei den verschiedensten Staats­anwaltschaften Westdeutschlands noch die entsprechenden Ver­fahren.

Auch in diesem Jahre sind der Reichsbahndirektion Frank­furt in gemeinsamen Vorstellungen der maßgebenden Stellen einschließlich der Verwaltungsbehörden und der Industrie- und Handelskammern eine Reihe von Fahrplanwünschen für Ober­hessen unterbreitet worden, deren Erfüllung leider noch aussteht. So war der Wunsch geäußert worden, den beschleu­nigt geführten Zug 720, Bad Nauheim ab 6.57, Friedberg ab 7.04, Frankfurt- 5. an 7.51 bereits ab Gießen zu führen, welcher Wunsch leider unerfüllt bleibt; in der umgekehrten Richtung wird ohne Neuleistung durch Fortsetzung des Zuges 781( bis­heriger 721), Frankfurt- H. ab 18.10, Friedberg ab 18.57, Bad Nauheim ab 19.04, statt des nunmehr in Bad Nauheim enden­den Zuges 721( bisheriger 781) Frankfurt- H. ab 17.25 mit Sal­ten auf allen Zwischenstationen die unmittelbare allerdings ab Bad Nauheim sämtliche Stationen bedienende Verbindung mit Gießen hergestellt.

Cäsar waren immerhin verehrungswürdige Unsterbliche, aber wer weiß, was in der Seele des armen kleinen Müller vor sich ging, der besser als seine pathetisch veranlagten Vornamens­geber den peinlichen Gegensatz empfand zwischen den beiden Vorstellungswelten des r- beliebigen Müller und der antiken Imperatoren. Wer weiß, ob diese dauernde Angst, wieder ein­mal dem Gelächier der Schulkameraden preisgegeben zu sein, nicht einen sehr unheilvollen Einfluß auf die seelische Entwick lung des Knaben ausübte und ihm den Weg bis zur Mannes­reife, in der man Nebensächlichkeiten wie Art oder Unart des Vornamens nicht mehr tragisch nimmt, unnötig erschwerte? Wie viel schlimmer aber liegt der Fall noch, wenn Eltern in modischer Ueberschätzung von Zeitgrößen gewaltsame Namens­schöpfungen vornehmen, die ihren Kindern, deren fünftige Ein­stellung zu den in ihren Vornamen symbolisierten tagesgeschicht­Fragen Begriffen pre ja man aynen tonnen, ais biergewiure fur ihr ganzes Leben und vor allem für ihre Jugend anhängen.

In unserer Gegend sind gegenwärtig falsche Zweimarkstüde, die ebenfalls im Gußverfahren hergestellt werden, im Umlauf. ist. Besonders wurden in Westdeutschland erhebliche Mengen von Falschgeldstücken aller Sorten in den Verkehr gebracht, ohne daß es zunächst gelang, auch nur einen Hinweis für die Werk­stätten selbst ausfindig zu machen. Dem einmütigen Zusam menarbeiten der verschiedenen Landeskriminalverwaltungen ist * Evangelische Kirche. Die Rechnung der Evangelischen Gesamtgemeinde für 1929 liegt bis zum 25. März( ausschließt. des 22. März) in der Zeit von 8 bis 12 Uhr im Amtszimmer des Pfarrers Bechtolsheimer zur Einsicht offen.

Von Bedeutung für die Main- Weser- Bahn ist es, daß ein bereits in früheren Jahren erörterter Plan im neuen Fahr­plan zur Durchführung gelangt in Gestalt der Ausdehnung der bisher auf der Strede Kassel- Hannover beschränkten Eil­züge E 69-70 auf die Strede Frankfurt- Oberhessen- Kassel. E 69 wird für die Folge Frankfurt- 5. 15.45 verlassen, um nach Halten in Frankfurt- West( nur zum Zuſteigen) und Vilbel­Nord 16.07, Friedberg 16.24, Bad Nauheim 16.32, Butzbach | 16.44 zu verlassen und über Gießen, an 17.04, ab 17.07, nach) Kassel Hannover weiter zu fahren. Dieser Zug füllt auf der oberhessischen Strede in günstiger Weise eine Lücke zwischen dem beschleunigt geführten Personenzug 375 und D 275 aus; in der umgekehrten Richtung fällt E 70 auf der oberhessischen Strede leider mit der Lage des D 276 eng zusammen. E 70 verläßt, aus Hannover- Kassel kommend, Gießen kurz nach D 276 13.16. um nach Salten in Bukbach 13.37. Bad Nauheim 13.49, Friedberg 13.58, Vilbel 14.14, 14.31, in Frankfurt- H. anzukommen. Neuleistungen stellen die Züge E 69-70 auf der Strede Frankfurt- Oberhessen- Kassel insofern nicht dar, als die in den letzten Sommerabschnitten über die Main- Weser- Bahn gefahrenen vorzüglichen FD- 3üge Frankfurt- Hamburg und Bremen, im neuen Fahrplan ausfallen werden.

Es wurde dieser Tage aus Hilden gemeldet, daß ein natio­nalsozialistischer Vater seiner Tochter den Vornamen Hitle= rife" ins Standesregister eintragen ließ. Und den Zweif­lern, die meinien, der Standesbeamte hätte sich weigern fön­

Ein stiller Held

Schluß.

Aus dem Glückstaumel, in dem er sich befand, riß ihn schon am andern Morgen Marias Ontel. der in aller Frühe zu ihm fam und ihm über sein Betragen die bittersten Vorwürfe machte.

,, Sie haben nichts und Maria hat nichts!" rief er aus, ,, wo soll das also hinaus? Wollen Sie auf einander warten, bis Sie nach vielleicht 20 Jahren im günstigsten Falle Haupt­mann werden? Denn viel früher wird es bei dem miserablen Avancement ja doch nichts werden." An die Zukunft hatte der Leutnant bis jetzt noch gar nicht gedacht, glüdlich im Genuß des Augenblickes; erst die Worte des väterlichen Vorgesetzten mahnten ihn daran. Aber wenn sie ihn auch ernster stimmten, so schüchterten sie ihn doch nicht ein. Sie seien beide jung meinte er, fie tönnten warten, bis sie sich ihr eigenes Nest bauen tönnten. Der Major schüttelte den Kopf zu dieser Hoffnungs­freudigkeit und kündigte ihm an, daß Maria noch am gleichen Tage zu ihren Eltern abreisen müsse, da eine Verlobung ohne deren Willen nicht angängig sei und ein weiteres Zusammentref= sen der beiden, ehe diese erfolgt, vermieden werden müsse Nur durch vieles, inständiges Bitten war er zu bewegen, den Lieben­den noch eine Zusammenfunst in Gegenwart seiner Frau zu ge­ſtatten. Sie schwuren sich unverbrüchliche Treue und tauschten fleine Andenken aus; dann kam der Wagen der Maria fort­führte und ihr Bräutigam, denn als solcher betrachtete er sich, blieb allein zurüd

* Aus dem Stadttheater. Bei gewöhnlichen Preisen wird heute, Mittwoch abend ,,, Feurio", ein Lustspiel von Bernhard Blume, gegeben.

* Deutsche Volksspende für Goethes Geburtsstätte. Am 22. März d. J. der 99. Wiederkehr von Goethes Todestag wird durch den Rundfunk in ganz Deutschland zu einer öffent­lichen Sammlung aufgerufen, die den Namen ,, Deutsche Volls­spende für Goethes Geburtsstätte" trägt. Die Sammlung ist in allen deutschen Ländern zugelassen. Sie untersteht in Sel sen der Aufsicht des Ministeriums für Kultus und Bildungs­wesen. Die Unsicherheit der wirtschaftlichen Verhältnisse bilden ein schweres Hemmnis für die Sammlung, man hofft aber, daß trotz aller Not der Zeit in weiten Schichten der Bevölkerung anerkannt wird, daß es eine Ehrenpflicht des deutschen Volkes ist, übers Jahr des Dichters an seinem hundertsten Todestag in würdiger Weise zu gedenken. Geburtshaus und Sammlungen sollen bis dahin zusammengefakt sein zum Frankfurter Goathe museum als Nationaldenkmal des deutschen Geistes. Der hef sische Minister des Innern hat, damit eine wahre Volksspende zustandekommt, eine allgemeine Haussammlung genehmigt. Mit der Erhebung der Spenden werden in den einzelnen Ge­meinden die Schulen betraut. Die Sammlungen werden nach Beginn des neuen Schuljahres eingeleitet.

über, war sie für ihn stets sanft und freundlich und wie sie ihm auf dem Balle die besten Tänze aufhob wußte sie es so einzu­richten, daß er in Gesellschaften stets ihr Tischnachbar wurde. Wenn er auch anfangs gleichgültig dagegen blieb, so schmeichelte es ihm doch auf die Dauer. Seine älteren Kameraden ließen nicht ab, ihm zuzureden, er solle das Glück, das ihm hier ge= boten werde, ergreifen, und endlich beschloß er, den entscheiden­den Schritt zu tun und um die Hand des Mädchens anzuhalten. Im Hause ihrer Eltern war es die ein kleines Privatkonzert gaben, zu dem die besten Künstler der Stadt erschienen waren. Während alle im Saale versammelt waren, führte er die Toch­ter des Hauses in den Wintergarten, um hier in lauschiger Ein­samkeit sich ihr zu erklären Šie ahnte seine Absicht, befangen blickte sie zu Boden, ihre Wangen röteten sich; seine Augen waren entzüdi von dem lieblichen Bilde das sie in ihrer Ver­wirrung bot und schon öffnete er den Mund zu der Bitte, deren Gewährung ihm gewiß war. Da tlang es aus dem Saal herüber, laut und klar, wie mahnend: Dein ist mein Herz und soll es ewig bleiben!"

Nun begann eine böse Zeit für ihn. Der Major beschied ihn nach einigen Tagen zu sich, um ihm mitzuteilen, daß Marias Eltern außer sich wären und ihre Einwilligung zu der aussichts­losen Verlobung verweigerten. Im gleichen Sinne sprach sich ein Brief seiner Eltern, denen er von den Vorkommnissen sofort Mitteilung gemacht hatte aus und jeder Brief spann dasselbe Thema fort. Er blieb fest, glüdlich, wenn ihm die Majorin, die einzige, die mit dem jungen Paare sympathisierte, hier und da einen Gruß von der Geliebten bestellte Durch sie erfuhr er aud, daß Maria, allen Versuchen, das Band zu lösen fest Widerstand leiste Er selber zog sich vom geselligen Leben so viel als möglich zurüd; fonnte er fröhlich sein, wenn ihm die eine fehlte, der er Treue geschworen

Das zweite Jahr, seit er Maria Lauer fennen gelernt, ging zur Neige; da erhielt der Leutnant einen Brief von ihr. Er wagte es taum, ihn zu erbrechen. Sie habe eingesehen schrieb seine Braut, daß es nur zu seinem Unalüd sei, wenn sie ihn weiter nod beim Wort halten wolle Sie gebe es ihm daher

Er sprang ouf Erstaunt jah das Mädchen zu ihm empor Was ist Ihnen Herr Leutnant?" Mir? Nichts, gnädiges Fräulein, nur das Lied- ,, Das Lied? Die Elsa Wiborg singt, unsere Primadonna. Haben Sie sie vorhin nicht gesehen?"

,, Gewiß ja; ich besinne mich jetzt. Wollen wir uns es nicht aus der Nähe anhören?" Wie Sie wünschen, Herr Leutnant." Verletz stand fie auf, ein herber 3ug umspielte ihren Mund, sie nahm seinen Arm nur bis zur Saaltür und ließ ihn dort jofort los Arndt blieb nur kurze Zeit noch in der Gesellschaft und empfahl sich dann, Kopfschmerzen vorschützend. Er verbrachte eine schlafiose Nacht. Das Lied hatte ihm die Vergangenheit wieder ins Gedächtnis gerufen, er wußte jetzt, daß seine Liebe zu Maria Lauer die gleiche geblieben war.

zurüd; er sei ungebunden und ihr einziger Wunsch, daß er nun das Glück jinden möge, das sie ihm nicht habe bieten tönnen. Arndt traute seinen Augen nicht, er las den Brief wieder und wieder und ein unsäglicher Groll gegen das Mädchen, das er so sehr geliebt, erfüllte seine Bruit. Er ahnte ja nicht wie die Eltern ihr zugesetzt und welche Qualen die Aermste erduldet, bis sie den Brief geschrieben Er stürzte sich in den Strudel der Ver­griigungen und tat es den leichtsinnigsten seiner Kameraden an tollen Streichen zuvor Bald war teine Gesellschaft, kein Ball meh ohne ihn denkbar und die jungen Damen zeichneten den flotten Offizier in jeder Weise aus

Besonders war eine unter ihnen, die Tochter des reichsten Kaufmanns der Stadt. die fich teine Mühe gab, den tiefen Eindrud zu verbellen den er auf fie gemet hatte. Hochfahrend und stolz allen anderen gegen­

Als der englisc Ball freigab, trate Deutschland:

Sein einziger, jüngerer Bruder hatte sich in seiner Ver trauensstellung in einem Bankhause eine Unregelmäßigkeit zu­schulden kommen lassen. Der unglückliche Arndt opferte seine Kaution und verpflichtete sich, den Restbetrag von etwa 20 000 Mark nach und nach von seinem Gehalte abzutragen Weitere zwei Jahre gingen in stiller Entsagung dahin. Da brach der Weltkrieg aus. Arndt rückte als Hauptmann ins Feld. Es war ein schwerer Abschied, den die Verlobten nahmen, als sein Regi­ment an die Grenze geworfen wurde; ahnte man doch überall, daß dieser Kampf furchtbare Opfer fosten würde und mußte doch jeder, der als Streiter mit hinauszog. gewärtig sein, daß er nicht heimkehren würde. Aber an Marias Bräutigam ging der Todesengel vorüber. In einem der ersten Gefechte wurde er leicht am Kopfe verwundet, fonnte aber bald wieder zu seiner Truppe zurüdfehren und mit ihr den ganzen Feldzug durch tämpfen. Er legte sich die größten Entbehrungen auf Gegen Kriegsende war die Schuld aetilgt Arndt fehrte als Major aus dem Felde zurück und kein Hindernis stand mehr ihrer end­lichen Vereinigung im Wege.

Wieder ging ein Jahr dahin, da starb Marias Vater und die Mutter zog mit der Tochter in die Stadt, in der Arndt in Garniso stand. Hatte er seine Neigung bisher schweigend mit sich herumgetragen, nun, da er die Geliebte wieder sah und häufig mit ihr zusammentraj vermochte er's nicht länger. Er schrieb an ihre Mutter und bat um Marias Hand. Die allein­stehende Frau willigte ein, seine Eltern, die vergebens gehofft hatten, er werde sich einer andern zuwenden, machten gute Miene zum bösen Spiel und die Verlobung wurde veröffentlicht. Die Brauileute waren nicht mehr dieselben, die sie vor vier Jahren gewesen waren, der Ernst des Lebens hatte sie berührt ihr Lachen war jeltener geworden. sie blidten nicht mehr so sorgen­frei in die Welt. Und doch waren sie glücklich, Maria nicht minder als ihr Bräutigam denn auch sie hatte nie aufgehört, ihn zu lieben und nur der Zwang, den der Vater auf sie aus­geübt hatte sie vermocht, jenen Brief zu schreiben, der sie fast für immer getrennt hätte.

( Eintracht Münzenberg ( Alemannia Aa Bergmeier Har ( M. 60)( Mi. 60 Langiller

Von der üblichen Kriegstrauung hatten sowohl er als auch seine Braut Abstand genommen. Ihre Meinung war: einem freien und unbelasteten Herzen wollen wir vor Gottes Altar treten".

Lau

Hornus

Ma

Frankreich:

Beiden Manni Beginn an. Die deutschen Tor einig von der deutschen S gerieten dann abw

hüter gute Arbeit.

diger Verjager ben

car, der beste Man

mit hohen Vorlage

des Spieles. ihn aber anjdjein an dem überraschte Tot. Das Spiel Minute. Nun wu Sprunges noch gef Leinberger glatt i Mannschaft zeigten das waren Krep i Hoffmann Bon

jehr gut. Die erste lich gemacht. Har 30. Minute schied

ridte Bergmaler

Bezirksspiele:

Erge

Fortuna Di Borussia Fu

Städteipiel

Sport Rajjo

BiB. Gieße

Alsfeld

Wallqu Buzbach

BV 06 Kai

Seffen Preu Corbach

Großen- Bused

Niedergirmes

Frankenberg

Offdilln

Rodenberg 1 Nauborn Daubringen

VfB Gießen

Gilingshause Tiefenbach 1 Grünberg

Mit

Laubach 2. Geilshausen

Jubelnd empfing ihn Maria, als er nach Erledigung der notwendigsten Geschäfte sie in ihrer Wohnung aufsuchte. War doch nun das Ende der langen Prüfungszeit gekommen wenig Wochen noch und sie war seine Frau Es war ein glüdlicher Tag, den sie zusammen verlebten, da er inzwischen den Posten als Vorsteher eines Versorgungsamtes erhalten hatte. Alle Bitterfeit der langen Jahre war vergessen, das nahe Glück machte sie wieder jung.

Aber, was der Oheim vorausgejagt, traf ein; sie mußten warten lange Jahre warten, denn das Avancement war ein gar langjames. Und immer ernster wurden Marias Augen, ein Ausdruck banger Sehnsucht trat in sie den sie früher nicht ge­fannt und des Bräutigams Haare begannen sich an den Schläfen mi leichten Grau zu färben. Es wurde 1912 Nun schien ihnen endlich das Glück zu lächeln. Durch eine unerwartete Erb­chaft wurde Arndt in die Lage verjekt, die erforderliche Kaution zu stellen Ueberglüdlich ward olles zur Hochzeit vorbereitet. Da traf ibn wie ein Blitz aus heiterem Himmel ein Telegramm feiner Eltern, das ihn nach Hause rief.

., Sing mir noch einmal unser Lied," sagte der Major zu jeiner Braut, als die Mutter endlich zum Abschiednehmen drängte, und sie setzte sich ans Klavier und sang., Dein ist mein Herz!"

Und als er die Treppe hinunter gegangen war und vor der Haustüre noch einmal sich umwandte, da öffnete sie das Fenster und jubelte ihm nach auf die nächtliche Straße: Dein ist mein Herz!" Kind willst du vom Fenster fort," rief die besorgte Mutter. Du bist erhitzt und draußen geht ein böser falter Nordost" Maria lachte, aber sie schauderte doch ein wenig zu sammen, als sie das Fenster schloß, der Wind hette sie mit eisigem Suche angeweht. Am nächsten Morgen fonnte sie ihr Lager nicht verlassen und an dem Tage, an welchem das Aufgebot hätte stattfinden sollen, trug man sie auf den Friedhof

Der alte Mann fährt sich mit der Hand über die Augen, in denen ein paar flare Tropfen stehen Das sind nun 12 Jahre her und 35 Jahre, da er ihre Stimme zum ersten Male hörte, eine lange, lange Zeit; aber er hat seine tote Liebe nicht ver gessen. sein Herz ist ihr treu geblieben, und seit er seinen Abschied genommen, lebt er ganz der Erinnerung an sie

Von der Stadt herüber trägt der Wind den Schall der Gloden zum Friedhof, der weckt den Major aus seiner Versun fenheit Langjam richtet er sich auf, wirst no einen Blid auf das Kreuz und den Hügel und geht dann durch den hellen Sonnenschein auf den Wegen die si jekt mit wie er gekommen, Friedhofsbesuchern füllen, dem Ausgange zu, in die Stadt zurüd. Run find sie auf immer vereint. Er war ein echt deutscher Held. Tren bis in den Tod!

1900 Gießen Hermannstein Schwalbach Ettingshausen Tiefenbad 2.

1900 Gießen

Nidda 1. Jgo

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1900 Gießen

VfB. Gießen

Frankenberg Kirchhain Langenstein Mornshausen

Colbe 1.­

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Cölbe 2. Mellnau­

Erdhausen 2. Garnau 2, Germania Ma

Donsbach

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ein Sieg der Gaite