Nr. Samstag, den 17. Oftober 1931.
erung) bejáräntte, batte en Frankreich, Ruglan 29 Millionen Mann s österreichischen Thro Weltkrieges
Bijchen Kriegsministeriu
Lokales.
Sonntagsgedanken.
Reichtum, Schönheit und Ehre. das sind die drei Sterne,
Teitete unter dem neue Da glaubt ein Mann, daß Geld und Gut nur die Sorgen des neue Heeresvorlage Do Lebens bannen fönnen. Aber jeder Tag gibt uns doch tausend werden sollte.- Bei de Beispiele, daß der Gipfel des irdischen Glüdes nicht im Reichtum
bie am Menschenhimmel so vielen verführerisch entgegenleuchten.
5,7 Prozent der Bevöl
iegt. Gold blendet. Wir sehen Diamanten und Perlen, Glanz and Pracht und den Reichtum in schillernden Farben. Und doch
ceres dagegen 9 Brozen ann dahinter Leid und Sorge stehen, die wir nicht sehen und die
Cozent feiner Bevöllen seld erarbeiten, das darf jeder, er soll es. Denn im Alter will
ich nur hinter dem Gefunkel des Reichtums verbergen. Sich
Heer um 2,2 Millioner Eten die Gegner der M man nicht darben, deshalb soll man, wenn die Hände und der
heit von annähernd die Seist sich noch regen hönnen, sparen. Wenn du in Ehrlichkeit ein in Deutschland ühe und Fleiß dir Werte schaffst, sei es durch der Hände Fleiß oder
gen Alter befanden, hatten.
des schaffenden Geistes Plage, dann ist dir auch der Segen gspolitit, wie fie jekt: Gottes gewiß. Aber vergiß nur nie, daß erst zufriedenheit froh = Reichsarchivs vor alle und reich macht und selbst dem größten König gleich.
veis der deutschen Friel Szum Kriege, ist die Kriegsschuldlüge,
ich anichauen,
Neben dem Reichtum ist es die Schönheit, die glücklich machen soll. Aber nur der ist in Wahrheit schön, dessen Seele
Wenn
der giftigsten und niede hell und rein und dessen Herz geadelt ist und wäre sein Leib schichte bildet, Wenn me auch noch so häßlich. In solchem Herzen glitert Gold und, und schlossenes Volt aussieh in den Zügen solcher Menschen spiegelt sich das Bild wahrer lichen Mann friegsmägi Innenschönheit. Da begegnen uns oft Menschen stattlich und Staatsausgaben für mill schön, mit hübschen Gesichtern und feinen Manieren. d dies in Deutschland n wir aber tiefer schauen, hinter die Schönheit der Hülle, dann grinst oft Häßlichkeit aus der verborgenen Seele. Da geht manchmal einer unbeachtet und vielleicht auch verachtet seine Wege, dem die Natur die Schönheit des Körpers versagte. Aber unter dieser Hülle fand man oft schon ein goldenes Herz und eine blendend weiße Seele.
jährige Dienstzeit wiede regel griff, die überhaus onnte und gewissermaße
ellte.
deutschen Rüstungen sin die letzten Tage
Erhaltung des Friede ichen Rüstungen wie a
itete, sondern ihn auch in
1.
Und der dritte Stern ist die Ehre. Nach ihr jagen so viele, weil sie glauben, daß zu ihrem Reichtum und ihrer Schönheit auch Ehre gehört. Manchen aber haben die Menschen schon
icht nur mit allen ihr überschüttet mit irdischen Ehren, auf den dann die Menge zeigte, weil später sein ehrloses Innere, das äußerer Glanz verdeckte, doch noch offenbar wurde.
heuren Schuld am Aus
fischen Staatsmänner de merikanischen Präsidenter az Deutschland duré des Weltkriege belastet wurde ■ sie das Versailler Dific die Deutschland die un nalter hinaus auferleg
e Weltwirtschaft zerstört
um Lohn und Brot ge Tes. llen!
er wie obiger Aufsatz i en. Bitte verlangen Gi Sie bitte die gewünscht 1. Abgabe unentgeltlid im Januar 1914. Reids 5. Samburg 36 Colon Surg. Postscheonto 88
Durch alle irdischen Hüllen, mögen sie glänzen oder unschön fein, schaut das Auge eines Ewigen, und vor diesem wird nur Geltung haben: Reichtum, Schönheit und Ehre der Seele. Der Sonntagsschreiber.
Gehortetes Geld.
Ein unerfreulicher Brauch ist es, zu dem sich augenscheinlich weite Teile unseres Volkes heute bekennen; das Hamstern von Bargeld. Man gewöhnt sich offenbar daran, sowohl im Geschäft wie im Privathaushalt größere Barmittel zu halten, als es die wirtschaftlichen Bedürfnisse erfordern. Verfügbares Geld wird nicht mehr regelmäßig zur Bank oder Sparkasse getragen, es wird vielmehr daheim aufbewahrt, im Schrank oder in der Schublade. Ja, man geht sogar soweit, Ersparnisse abzuheben, Konten aufzulösen, nicht, weil man sein Geld in allen Fällen
bin hier, um mit mer benötigt, nein, weil man es zu Hause sicherer glaubt. Der alte nſten Interesse die Unter Sparstrumpf aus der Zeit unserer Großväter scheint demnach wieder zu Ehren zu kommen. Der Betrag an Zahlungsmitteln, den schon gemerkt haber Ihre Gesellschaft habe." der auf diese Weise dem Verkehr entzogen wird, kann bereits auf D. ,, Das sollen Sie mi mehr als eine Milliarde Reichsmart geschägt werden.
zahlen spredjen," antwor Stimme, es ist nämlia Sierherführt. Jah wünsch
ahlbar an Mik Margert eber zu verlaſſen, bis id gleichgültig," fuhr an ,, hingegen würde ich den nur begrüßen. Sie fehe Seit langer Zeit ledge i Sie fette, häßliche Krou so ruhig und ohne e Umstände gestatten,
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nd Pfund, welcher In und von dessen Verble eing giftig 36 le einzufaffieren!"
Ueber eine Milliarde Reichsmart das bedeutet etwa ein Sechstel des gesamten Geldumlaufs in Deutschland. Der Umauf an Reichsbanknoten, Rentenbankscheinen und Münzen belief fich Ende September 1931 insgesamt auf rund 6,3 Milliarden Reichsmart, ist also etwas geringer als zur gleichen Zeit des
Einst und jetzt im Straßenverkehr.
Der von Pferden gezogene Wagen war die erste Erscheinung im ,, Schnellverkehr" der Straße. Uebertraf die Schnelligkeit des tollenden Wagens auch die Schnelligkeit des zu Fuß gehenden Bürgers, so war ein Warnungszeichen insofern nicht von nöten, als die Hufeisen der Pferde und die Eisenreifen der Wagentäder Lärm genug machten, um den Fußgänger zu warnen. Ein beu Ruf der Wagenführer genügte in besonders gefährlichen
Situationen, um die Gefahr abzuwenden und ein besonderes
Dor und stand nun for Warnungszeichen wäre im Straßenverkehr nicht erforderlich
Mann, den er jo gern m arnt, meine Geduld zu
n Polizei; laffen Sie
i gehe, wenn ich nicht
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gewesen, hätte nicht die auf Schienen laufende Pferdebahn sich von den Stößen des Knüppelpflasters befreit. Die Pferdebahn machte nur durch das Trappeln der Pferde auf ihr Nahen aufmerksam und man mußte einen Ersatz für das Geräusch rollender Räder haben, auf das das Ohr des Fußgängers nun einmal ein
Geldes für ihre eigen gestellt war. Man fand diesen Ausgleich einerseits in einer vom r deshalb persönlich beagenführer zu betätigenden Glode, anderenteils in den bis , weil ich einen Stan dahin nur bei Schlittenpferden üblichen Schellen.
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Brief mit dem beige einer beruhigenden doch der Vorsehung, hatte. Gin Stanbal
liebten Mädchens night i ody mit breitausend Bun hrer Lante, und das m
Mangern wenigftens
olgt.
Ehe ein Ausgleich zwischen den in ihrer Existenz bedrohten Droschkenkutschern und der für billiges Geld fahrenden Pferdebahn geschaffen werden konnte, trat ein neues Verkehrsmittel h die Erscheinung, das Fahrrad. Bei ihm entfiel nicht nur das Geräusch der rollenden Räder, sondern auch das Hufgetrappel und man stand diesem neuen Ding mit Mißtrauen und Verdruß gegenüber. Die Altvorderen waren zu sehr Ohrenmenschen ge= Borden, als daß sie an dieses geisterhaft dahinhuschende Gefährt sich ohne weiteres hätten gewöhnen können und die Radfahrer mußten irgendein Warnungssignal suchen, um Zusammenstöße mit den auf ihr Ohr sich verlassenden Fußgänger zu vermeiden. Zuerst ahmten sie die Eisenbahn nach und begannen zu pfeifen, obald ein Fußgänger ihnen in die Quere kam, alsdann bedienn sie sich der mit der Pferdebahn üblichen Glode. Die Polizei entschied sich schließlich für das Glodengeläute und um ein Getusch reicher ,, strömte" der Verkehr dahin.
Kaum aber hatte man sich an das flinke Fahrrad gewöhnt, ejchien etwas Neues im Straßentilde; der pferdelose Wagen. Mit der Herrschaft des Radfahrers als schnellster Mann der Straße war es vorbei, aber auch mit dem beliebten Mittagsschläfden der Fußgänger auf dem Fahrdamm. Der Radfahrer risferte bei einem Zusammenstoß zuviel, als daß er mutwillig den Fußgänger angefahren haben würde, aber das Automobil war stärker als der gehende Mensch, und um die Gefahr zu bannen,
,, Gießener Zeitung"
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Vorjahres und steht hinter dem Stande von Ende September 1929 um rund 200 Millionen zurüd. Jm ganzen gesehen, fann dieser Zahlungsmittelumlauf das sei allen gesagt, die in völliger Verkennung der wahren Sachlage nur zu leichtfertig von Inflation sprechen-- als verhältnismäßig niedrig angesehen werden. Es sind noch nicht einmal einhundert Reichsmart, die auf den Kopf der Bevölkerung entfallen, im Gegensatz zu an= deren vergleichbaren Ländern, die erheblich höhere Kopfquoten zu verzeichnen haben. Wenn also von diesem Umlaufsbetrag ein Sechstel gehortet wird, so bedeutet das eine spürbare Einengung der der Wirtschaft zur Verfügung stehenden Geldmittel.
Nun ist das Geldhamstern zwar feine typisch deutsche Erscheinung. Auch in anderen Ländern kann man es beobachten, so namentlich in Frankreich. Für unser armes Land st es jedoch besonders nachteilig. Nicht, daß es währungspolitisch bedenklich wäre andere Gründe sind es, die das Geldhamstern als volkswirtschaftlich unzwedmäßig erscheinen lassen. Geld ist der Betriebsstoff der Wirtschaft. Durch die Hortung von Barmitteln werden wertvolle Teile dieses Betriebsstoffes brachgelegt, mit anderen Worten: unfruchtbar gemacht. Würden sie den großen Sammelbecken, den Banken, Sparkassen und Genossenschaften, wieder zugeleitet werden, so könnte das, volkswirtschaftlich und kreditpolitisch gesehen, nur von Nutzen sein.
Banken und Sparkassen lagern das ihnen zuströmende Geld ja nicht in ihre Keller ein, sie stellen es vielmehr soweit sie es im Augenblick nicht selbst dazu benützen würden, die ihnen von der Reichsbank gewährten Kredit ihrerseits abzudecen in der Regel der produktiven Wirtschaft in Form von Krediten zur Verfügung. Je größer die Mittel, über die sie verfügen, desto besser kann auch die Kreditversorgung der Wirtschaft sein. Umgekehrt: werden unnötig Mittel von den Kreditinstituten abgezogen, dann müssen diese Institute früher oder später zu Kreditkündigungen schreiten, um sich liquide zu halten. Kreditfündigungen bedeuten aber gegenwärtig oft nichts anderes als: schwerringenden Betrieben den Todesstoß versehen und die darin Schaffenden brotlos machen. Das sollte jeder bedenken, der heute aus falschem Mißtrauen unnötigerweise Geld von den Kreditinstituten abhebt und verfügbare Barmittel zu Hause behält.
* Landtagswahl. Auf Anordnung der hessischen Staatsregierung hat die Auflegung der Wählerlisten und Wahlkarteien in allen hessischen Städten und Landgemeinden in der Zeit vom 18. d. M. einschließlich bis 25. d. M. zu erfolgen. Während der Auslegungsfrist ist den Stimmberechtigten Gelegenheit zu geben, sich davon zu überzeugen, ob sie in die Liste oder Karteien eingetragen sind. Wer die Frist versäumt und nicht in die Liste eingetragen ist, geht des Stimmrechts für die Landtagswahl verlustig.
* Die Verschuldung des Landes Hessen. Das Land Hessen war nach der neuesten Zusammenstellung mit 54 Millionen RM. verschuldet, was für den Einwohner durchschnittlich eine Verschuldung von 40,33 RM. bedeutet. Die jährlichen Zinsenlasten belaufen sich auf insgesamt 3,9 Millionen RM. oder 2,90 RM. je Einwohner.
* Warnung vor einem Heimarbeitsschwindler mit Totengedentmappen. Der Kaufmann Friedrich Albert Dages, geb. 7. 9. 09 in Karlsruhe, hat in verschiedenen Zeitungen Heimarbeit angeboten und den sich Meldenden die Alleinvertretung für Gedenkmappen angeboten, jedoch mehreren Personen zugleich. Bei seinen Vorsprachen bediente er sich falscher Namen, indem er sich als Friedrich und Waupert vorstellte und angab, Vertreter der Firma Dages zu sein. Beschreibung: Mittelgroß, untersetzt, blonde, glatte ungescheitelte Haare, glattrasiert, volles bleiches Gesicht, schwarzbraune Augen.
* Warnung vor einem Schwindler. Ein Mann, der sich als
erfand man den Trompetenton der Hupe als Warnung.
Man hatte nun drei Arten afustischer Warnungsmittel und zwar den Ruf des Kutschers, den Glodenton von Straßenbahn und Radfahrer und den Trompeton der Kraftwagen, aber bald stellte es sich heraus, daß die Akustik allein nicht mehr zur Sicherheit im Straßenverkehr genügte. Aus den Ohrenmenschen mußten Augenmenschen gemacht werden und in stummer Sprache mußte man den Strom des Verkehrs regeln, um die
Benutzer der Straße zu ſchützen. Es entſtand eine Verkehrs
volapük gewaltigsten Ausmaßes.. Pfeile, Richtungsweiser, Lichtsignale, Verkehrstürme erstanden, und inmitten der Brandung machte der Schutzpolizist seine Freiübungen zum Heile der fahrenden und gehenden Großstadtmenschen.
Zum Akustischen war das Optische gekommen, und mit Ohr und Auge haben die modernen Verkehrskinder im Strudel des Verkehr sich zurechtzufinden. Für den Uneingeweihten hat diese Sprache etwas Verwirrendes, aber dem Eingeweihten ist alles vertraut, und ohne Gefahr bewegt er sich auf der Straße. Er kennt die Richtungsweiser und Pfeile, er kennt die Zeichen für Einbahnstraßen, verbotene Straßen usw., er weiß die Lichtsignale zu deuten und kennt die Bedeutung der Armbewegung des Schumannes.
Zu den Straßenkennzeichen und den Richtungsweisern der Kraftwagen ist ein neues Zeichen getreten. Es ist der bei den Blinden bekannte gelbe Kreis mit den drei Punkten, der behördlicherseits auch für die Gehörlosen und Schwerhörigen als Erfennungszeichen freigegeben worden ist. Diese Abzeichen sind für gehörlose und schwerhörige Radfahrer in Emaille hergestellt worden, um diese Radfahrer vor den Gefahren der Straße zu schützen. Das Schild wird unter dem Sattel, für alle dem gehör losen Radfahrer folgenden Straßenbenutzer sichtbar angebracht und macht mit seinen leuchtenden Farben darauf aufmerksam, daß bei dem mit diesem Schilde gekennzeichneten Radfahrer ein akustisches Signal unwirksam ist.
Ist der taube Radfahrer durch diese Schilder geschützt, so hat er sich inbezug auf andere optische und akustische Warnungszeichen dem Vekehr anzupassen. Der Umstand, daß selbst in einer Weltstadt wie Berlin Radfahrerunfälle verschwindend gering sind, zeigt, wie sich der Radfahrer in den modernen Verkehr eingefügt hat. Bedenkt man, daß es in Deutschland rund 13 bis 14 Millionen Radfahrer und Radfahrerinnen jedes Alters gibt und vergleicht man mit dieser Zahl die Unfallstatistik, dann wird man erkennen, ein wie sicheres Fahrzeug das kleine, flinke Fahr
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Nr. 83
Assistent ,, Dom fe" ausgibt, sucht seit einigen Wochen die in allen Teilen Deutschlands lebenden Rußlanddeutschen auf. Er gibt vor, im Auftrag des Zentralfomitees der Deutschen aus Rußland", auch des„ Fürsorgevereins für Deutsche Rückwanderer" zu handeln. Er verspricht, Beihilfen aus einem Vier- Millionenfonds zu verschaffen und läßt sich für seine Beratungen Beträge von 10 bis 25 RM. zahlen. Die von ihm ausgestellten Quittungen tragen stets eine vollständige Adresse. Domte soll im Besitz einer Liste sein, die Adressen und genaue Personalien der Rußlanddeutschen enthält. Vor Domke wird nachdrücklichst ge=
warnt.
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* Festnahmen. Ein Ausländer wurde hier ohne jegliche Ausweispapiere betroffen und festgenommen. Auf Ersuchen auswärtiger Behörden wurden festgenommen der Korbmacher Jo hann Jäger, geb. in Schillingsfürst, wegen Betrugs und der Koch Gerhard Karl Lorenz, geb. in Delitzsch.
* Bontott gegen den Viehmarkt. Die Viehhändler beschlossen in einer Versammlung, den Gießener Viehmarkt nicht mehr zu befahren, wenn die Stadtverwaltung bis zum nächsten Vieh markt am 27. Oftober fein Entgegenkommen in der Frage des Standgeldes zeigt. Die Viehhändler haben eine Reduzierung um 25 Prozent gefordert. Der Vorstand des Verkehrsvereins hat es übernommen, in dieser Angelegenheit nochmals mit der Stadtverwaltung Fühlung zu nehmen, bevor endgültige Beschlüsse ge= faßt werden.
* Wohlfahrtsbriefmarken 1931. Neben den Geld und Naturalsammlungen wird auch der Vertrieb der diesjährigen Wohlfahrtsbriefmarken, der am 1. November beginnt, einen Teil des großen deutschen Hilfswerkes zur Bekämpfung der Winternot bilden. Hierbei soll nach Möglichkeit die besondere Not der Mütter, der jugendlichen Erwerbslosen und der Kinder berücksichtigt werden. Die Vertriebszeit endigt am 15. Januar 1932; die postalische Gültigkeit der Marken zur Freimachung sämtlicher Postsendungen nach dem In- und Ausland erlischt am 30. Juni 1932.
* Richtig abwiegen! Immer wieder kommt es vor, daß Postsendungen zu schwer sind. Sie müssen zurückgesandt werden, da der Empfänger nicht die Nachgebühr bezahlt. Die Reichspost bittet deshalb ihre Kunden, die Bestimmungen über das Höchstgewicht der Sendungen genau zu beachten.
* Verbilligte Glückwunschtelegramme. Wie wir erfahren, beabsichtigt die Post, ebenso wie in den letzten Jahren auch während des diesjährigen Weihnachts- und Neujahrsfestes verbilligte Glückwunschtelegramme einzuführen. Die Einrichtung wird nach Art und Umfang der vorjährigen gleichen. Im deutschen Verkehr wird man für das Ortstelegramm bis zu 10 Wörtern 50 Rpf. zu zahlen haben und, wenn es auf einem künstlerisch ausgeführten Aufnahmeblatt zugestellt werden soll, 1,50 RM. Jm Fernverkehr kostet ein gleich langes Telegramm 75 Rpf. oder 1,75 RM. Jedes weitere Wort wird mit 5 Rpj. be= rechnet. Im Verkehr mit deutschen Schiffen in See wird die Wortgebühr 40 Rpf. betragen. Im Auslandsverkehr werden die Kosten für die Glückwunschtelegramme besonderer Art wie bis= her halb so hoch sein wie die vollen Säge.
* Reichsschulwoche für alkoholfreie Jugenderziehung. Unter Führung der Reichsarbeitsgemeinschaft für alkoholfreie Jugenderziehung haben die deutschen Lehrervereine der verschiedensten Richtungen zur Veranstaltung einer Reichsschulwoche für alkohol
Gelbe Raucherzähne ad langem Suchen endlich das
Richtige für meine Zähne. Nach dreimaligem Gebrauch blendend weiße Zähne, trotzdem dieselben durch vieles Rauchen braun und unschön wirtten. Ich werde nichts anderes mehr gebrauchen, als Chlorodont." B., Horst Berg. Man verlange nur die echte Chlorodont- Bahnpaste, Tube 54 Pf. und 90 Pf., und weise jeben Ersatz dafür zurüd.
rad ist, wenn der Fahrer dem Verkehrsstrom sich einfügt und alle Zeichen beachtet, die seine Sicherheit und die der anderen hüten und bewahren sollen.
Feuerwehr und Feuerlöschwesen bei den Ameisen.
Die französische Naturforscherin Marguérite Combes war es, die einen ganz erstaunlichen, ja geradezu einen erschütternden Beweis von Ameisenorganisation und Ameisenaufopfe rung beobachtet hat. Die Entdeckung wurde, wie so oft, ganz zufällig gemacht. Der Assistent der Forscherin warf in den Wald von Fontainebleau einen glimmenden Zigarettenstummel auf die Erde, der in einen Ameisenhaufen fiel. Zu seiner höch sten Verwunderung erlosch der Stummel über Erwarten schnell. Der Assistent rief die Forscherin herbei, und das geübte Auge dieser Frau bemerkte, daß es tatsächlich die Ameisen waren, Diefer die das glimmende Feuer zum Erlöschen brachten. Vorfall war so eigenartig, daß Mme. Combes eine Versuchsreihe durchführte, um das Feuerlöschwesen" bei den Ameisen eingehend zu studieren.
Die Versuche wurden bei Tag und bei Nacht angestellt. Es zeigte sich dabei, daß die Ameisen das Feuer durch Sprizen von Ameisensäure erstickten, die von einer Drüse als AbwehrBald wurden die Versuchsbedingungen gift ausgeschieden wird. abgeändert: statt des Streichholzes stellte die Forscherin bei einbrechender Dunkelheit einen brennenden Wachsstock mitten in den Ameisenhaufen. Da formierte sich dann eine regelrechte Feuerwehrbrigade, die zum Angriff überging. Während die Mehrzahl sich in sicherem Abstand hielt, näherten sich einige kühne Vorkämpferinnen der Kerze und richteten wohlgezielte Strahlen der Ameisensäure gegen die Flamme, welche sofort zu knistern begann und verlosch. An die 25 Haus und Hof verteidigenden Ameisen waren unmittelbar an der Löscharbeit beteiligt, und je kleiner die Flamme wurde, desto enger zog sich der Kreis um die Wachskerze zusammen. Dann lief eines der Tierchen vor, und in weniger als einer minute war der Brand niedergekämpft. Nun ging es an die Aufräumungsarbeiten. Einige brennende Halme mußten noch gelöscht werden; der glimmende Docht wurde abgezwickt und in einige Fasern zerrissen, so daß auch er erlosch. Bald war auch der leste Funke verglommen, und die mutigen kleinen Feuerwehrleute begaben sich- soweit zur Ruhe. sie nicht Dpfer ihres Berufes geworden waren-


