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Mittwoch, den 16. September 1931.

stoppen. Halbzeit 0: 0. Nach Seitenwechsel bekommt Steinberg den Wind als Bundsgenossen; die Angriffe werden gefährlicher. Bei Abwehr eines Torschusses gibts Handelsmeter. Dieser wird sicher zum Führungstor verwandelt. Bald danach fann Stein­berg zum 2. Treffer einsenden. Daubringen fällt ermüdet ab. Kurz vor Schluß erzielt Daubringen durch gut getretenen Edball einen Treffer. Die Spieler, angefeuert durch die Zuschauer, raffen sich zum Endspurt auf und können, was niemand gehofft, 1 Min. vor Schluß einen schlecht abgewehrten Ball zum Aus= gleich einsenden.

Aus Lollar.

Die Sportabteilung Lollar hatte am 13. als Verbandsspiel­gegner die 2. von Buzbach und die 2. von Leihgestern. Beide Spiele verliefen für Lollar siegreich. Die erste Mannschaft ge­wann trot vieler Pechschüsse mit 4: 0 und die 2. trotz 2 Selbst­toren mit 3: 2. Schiri Tränkner- Gießen wie gewohnt: recht gut.

Aus Burgsolms.

Burgjolms trauert um einen seiner Besten, seinen Sports: tameraden Herbert Meyer- Westfeld. Die Fahne flattert auf Halbmast, als die 3. Mannschaft gegen Nauborn 2. zum Spiel antritt. Ein äußerst eifriges, mitunter humoristisches Spiel ent­wickelt sich, bei dem B. als glüdlicher Sieger hervorgeht.

Die 2. Mannschaft, in Trauer, betritt den Play. Nauborn, eifrig und schnell, kann das 1. Tor erzielen. Ein Elfmeter bringt B. den Ausgleich. Die Hintermannschaft von B. ist heute auf ihrem Posten, fann aber nach der Pause die Niederlage nicht mehr verhindern.

Anschließend betraten die beiden Liganeulinge Burgsolms und Steindorf das Feld. Es entwickelte sich sofort ein schnelles Tempo, bei dem B. etwas mehr vom Spiel hatte. Burgsolms drückt und kann eine Flanke zum 1. Tor verwandeln. Stein­dorf kann an dem Resultat bis zur Pause nichts mehr ändern. Nach der Pause zunächst verteiltes Spiel. Steindorf gibt zeit­

,, Gießener Zeitung"

75 kg Sprengstoff gestohlen.

Dortmund, 15. September. Als Steinbrucharbeiter des Ze= mentwerkes Westfalen in Geseke( Westfalen) am Montag mor= gen ihre Arbeit beginnen wollten, bemerkten sie, daß die Tür des Sprengstofflagers gewaltsam geöffnet worden war. Aus dem Lager waren drei Kisten mit insgesamt 75 kg Donarit und 435 Aluminium- Sprengkapseln Nr. 8 entwendet worden.

In den U. S. A. ist über ein Zehntel der Bevölkerung im Ausland geboren.

Aus Newyork wird dem Deutschen Auslands- Institut be richtet:

In den Vereinigten Staaten sind, wie aus der soeben ver­öffentlichten Statistik über die Volkszählung im Jahre 1930 her­vorgeht, fast 11 Prozent der Bevölkerung im Ausland geboren; es gab zur Zeit der Zählung 13 366 407 im Ausland geborene Personen, das sind genau 10,9 Prozent der Gesamteinwohner­schaft. Von den im Ausland Geborenen waren 7 859 193 oder 58,8 Prozent naturalisierte Bürger und weitere 1 246 621 oder 9,3 Prozent hatten nachweislich die Absicht erklärt, das Bürger­recht zu erwerben.

Vier Fünftel der im Ausland Geborenen haben sich in Städten niedergelassen, d. h. in Ortschaften und Plähen mit mehr als 2500 Einwohnern. 10 726 859 Personen, die im Ausland ge­boren waren, sitzen in Städten, während die auf dem Lande lebende Bevölkerung nur 1 084 087 im Ausland geborene Per­sonen umfaßt.

weilig den Ton an, aber ein Erfolg bleibt aus. Zum Schluß Für Instandsetzung von Altwohnungen.

übernimmt B. nochmals die Führung und der Halbrechte tann cine Vorlage eintöpfen. Bei diesem Stand ertönt der Schluß­pfiff. Schiri Voltmar leitete gut.

Von der Oberlahn.

Die größte Sensation des Sonntages war der verdiente 5: 0- Sieg der 2. Mannschaft des VFB. 1930 Merenberg über die 1. Mannschaft des Turnverein Allendorf. Merenbergs Elf war den Gästen in jeder Hinsicht klar überlegen und stand ihr Sieg nie in Frage.

Merenbergs 1. Elf war Gast bei dem Turnverein Hasselbach. Obwohl die Mannschaft mit Ersatz antreten mußte, konnte auch sie einen sicheren 8: 2- Sieg erringen.

Odersbach fertigte die 1. Mannschaft des Turnvereins Obershausen mit 6: 1 Toren ziemlich sicher ab und setzte sich durch diesen Sieg an die Spitze der Tabelle.

Eine weitere Ueberraschung gab es in Waldhausen, wo die 2. Mannschaft des Sportvereins Niedershausen den Platzbesitzern ein Unentschieden abrang und somit einen wertvollen Punkt mit nach Hause nehmen konnte. ,, eh"

Arborn 1.- Beilstein 1. 3: 4( 2: 3).

Am Sonntag weilte Beilstein zum fälligen Verbandsspiel in Arborn. Vom Anpfiff an entwickelte sich ein scharfer Kampf. Arborn konnte gleich einsenden, doch glich Beilstein bald wieder aus. Bis Halbzeit konnte Beilstein 3: 2 in Führung gehen und durch einen weiteren Treffer Sieg und Punkte sicherstellen. Die siegessicheren Arborner fonnten zwar noch einmal einsenden und das Resultat auf 4: 3 erhöhen, aber an dem Sieg der Beilsteiner war nichts mehr zu ändern. Schiedsrichter Lommler- Hörbach leitete das Spiel gut.

Aus Nah und Fern.

Lich. Nachdem erst vor einigen Monaten die Hochzeit der ältesten Tochter des Fürsten und der Fürstin Reinhard zu Solms­Hohensolms- Lich mit dem Fürsten von Bentheim zu Steinfurth stattgefunden hat, wird am 24. September die jüngste Tochter des Fürstenpaares, die Prinzessin Maria- Anna, sich mit dem Burggrafen und Grafen Christoph zu Dohna- Schlobitten ver­mählen.

Schotten. Aus Anlaß seines 50jährigen Bestehens hat sich der hiesige Zweigverein des Vogelsberger Höhen- Clubs ent= schlossen, seinen im Weltkriege gefallenen Wanderbrüdern ein schlichtes Ehrenmal im Schottener Wald zu errichten. Das Mal wird am Sonntag bereits seine Weihe erhalten.

Friedberg. Im 76. Lebensjahre ist der langjährige Lehrer und Kantor der Israelitischen Religionsgemeinde in Friedberg Heinrich Ehrmann, gestorben.

Vilbel. Die hessische Wanderausstellung ,, Gesundheitspflege und soziale Fürsorge" hat ihre Tätigkeit in Oberhessen aufge nommen. Die Ausstellung wurde am Samstag, den 5. Septem­ber, im Volkshaus zu Vilbel eröffnet. Der Besuch der Aus­stellung und der Vorträge ist als voller Erfolg zu verbuchen. Sämtliche Vorträge waren stets bis zum letzten Platz gefül! t Die Ausstellung wird anschließend in Bad Nauheim und Fried­berg gezeigt.

500 000- Mart- Prämie nach Offenbach gefallen. Offenbach a. M. 1000 Mark und die Prämie von 500 000 Mark der 5. Klasse der Preußisch- Süddeutschen Klassenlotterie fielen auf Los Nr. 272 902 in die Staatliche Lotterieeinnahme Kaufmann in Offenbach. Die glücklichen Gewinner sind Leute, die das Geld gebrauchen können. Das Los wird in Offen bach, Bieber, Dietzenbach, Oberrad und Griesheim gespielt.

Der Preußische Minister für Volkswohlfahrt hat sich im Einvernehmen mit dem Preußischen Finanzminister im Interesse der Erhaltung des Altwohnraumbestandes in einem neuen Erlaß vom 28. Juli 1931 unter Aufhebung seines Runderlasses vom 14. April d. J. damit einverstanden erklärt, daß die Gemeinden im Rechnungsjahr 1931 aus dem ihnen zufließenden Anteil an dem zur Förderung der Bautätigkeit bestimmten Hauszinssteuer­aufkommen einen Teilbetrag für die Instandsetzung von Alt­wohnungen verwenden, der aber über 15 Prozent jenes Anteils nicht hinausgehen darf. Falls in einzelnen Gemeinden ein ganz besonders dringendes Bedürfnis nach Erhöhung des Anteils von 15 Prozent bestehen sollte und das verbleibende örtliche Haus zinssteueraufkommen aus Mangel an ersten Hypotheken oder aus anderen Gründen für Neubauzwecke keine volle Verwendung findet, sind dem Minister entsprechende Anträge mit ausführ licher Darlegung der Verhältnisse wie bisher vorzulegen. Dabei, ist das voraussichtliche Hauszinssteueraufkommen, soweit es für die Bautätigkeit bestimmt ist, anzugeben.

Die Bestimmungen bezüglich der Inanspruchnahme eines Anteils bis zu 5 Prozent der den Gemeinden aus dem staatlichen Wohnungsfürsorgefonds zufließenden Beträge für die Instand sehung von Altwohnungen werden durch den vorstehenden Erlaß

nicht berührt.

Bekämpfung der Schwarzarbeit im Handwerk und Kleingewerbe.

Der preußische Minister für Handel und Gewerbe richtete unterm 22. August ds. Is. nachstehenden Erlaß an die Regie­rungspräsidenten:

Nach§35 Abs. 5 der GD. ist der Betrieb des Ge­werbes als Bauunternehmer und Bauleiter sowie einzelner Zweige des Baugewerbes zu untersagen, wenn Tatsachen vorliegen, welche die Unzuverlässigkeit des Gewerbetreibenden dartun. Diese Vorschrift gilt nicht nur für Maurer, Zim­merer und Steinmetze, sondern auch für andere Gewerbe­treibende, deren Mitwirkung bei Herstellung und Instand sezung von Bauten in Frage kommt, insbesondere für In­stallateure, Dachdecker, Maler, Bautischler, Bauschlosser u. dgl. Da darüber geklagt wird, daß sich vielfach unge­eignete Personen mit der Ausführung von Bauarbeiten be­fassen, insbesondere dann, wenn es sich um sogenannte Schwarzarbeit handelt, ersuche ich Sie, die Drtspolizei­behörden anzuweisen, die in Frage kommenden Gewerbetrei benden sorgfältig zu beobachten, neu eröffnete Betriebe und namentlich Schwarzarbeiten aller Art zu überwachen, Kla­gen über Unzuverlässigkeit solcher Unternehmer nachzugehen und gegebenen Falles wegen Untersagung des Gewerbe­betriebes das Erforderliche zu veranlassen. Ich mache dabei auf die Ziffern 10 und 60 der Ausführungsanweisung zur Gewerbeordnung vom 1 Mai 1904( HMBI. S. 123) und die Erlasse vom 26. Februar 1907( HMBI. S. 50) und 16. November 1911( HMBI. S. 423) besonders auf­merksam. Enge Zusammenarbeit der Polizei- und Verwal­tungsbehörden mit den geseglichen Körperschaften des Hand­werks ist gerade auf diesem Gebiete durchaus notwendig.

Dieser Erlaß ist auf eine Eingabe zurückzuführen, die der Reichsverband des deutschen Handwerks an den preußischen Minister für Handel und Gewerbe sandte.

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Steuern.

Ausdehnung der Steueramnestic.

Nr. 74.

Unter Hinweis auf die durch die Beschränkung der Steuer­amnestie auf einzelne Steuerarten sich ergebenden Schwierig­keiten hatte der Reichsverband des deutschen Handwerks den Reichsminister der Finanzen gebeten, die Erbschaftssteuer und Umsatzsteuer gleichfalls in die Amnestie mit einzubeziehen und hierzu eine allgemeine Verfügung an die Finanzämter möglichst lange vor Ablauf der gestellten Frist zu erlassen. Die Aus dehnung der Amnestie auf die gesamten Stenern ist unterdessen erfolgt.

Erleichterungen bei der Erhebung

von Steuerverzugszuschlägen.

die in

Wie das Reichsfinanzministerium mitteilt, waren der Notverordnung vom 20. Juli über Steuerrückstände fest­gesezten Zinssäße und Verzugszuschläge erforderlich, um wie­der pünktliche Steuerzahlungen zu erreichen. Von verschiedenen Seiten ist mit Rücksicht auf die Herabsetzung des Reichsbank­diskonts angeregt worden, die getroffenen Maßnahmen aufzu=

Ericheint Bezugspreis 2,40 oattionsschluß früh 8 Dung nicht verlangte

H. Jahrg.

Politifch

Der Böllerbundstat

heben. Die Aufhebung kommt jedoch im Hinblick auf die Fiammentreten, um übe

nanzlage des Reiches noch nicht in Betracht. Die Finanzämter sind aber angewiesen worden, bei Festsetzung der Stundungs­zinsen auf die wirtschaftliche Lage des Pflichtigen Rücksicht zu nehmen und soweit erforderlich Entgegenkommen zu zeigen. Auch bei Festsetzung der Verzugszuschläge für Steuerrückstände von 5 v. H. für den halben Monat sollen die Finanzämter unnö tige Härten vermeiden und von der Festsetzung eines Verzugs­zuschlages dann absehen, wenn die Frist unverschuldet nur um ein Geringes überschritten wird.

Aus dieser amtlichen Mitteilung ist zu entnehmen, daß den Vorstellungen des Handwerks wenigstens zu einem Teil Rechnung getragen wurde.

Zur Berechnung des steuerfreien Umsatzes. Durch die Notverordnung vom 1. Dezember 1930 sind diejenigen Unternehmen von der Umsatzsteuer befreit worden, deren Gesamtumsatz einschließlich des steuerfreien Umsaßes im Steuerabschnitte den Betrag von 5 000.- R.-M. nicht übersteigt. Die Befreiungsvorschrift gilt erstmalig für solche Umsätze, die nach dem 30. Juni 1931 getätigt werden. den

In

Durchführungsbestimmungen wird diese Bestimmung dahin erläutert, daß bei allen Steuerpflichtigen, bei denen der Steuer­abschnitt nicht mit dem 30. Juni 1931 endet, die vom 1. Juli 1931 ab erfolgenden Umfäße umsatzsteuerfrei sind, wenn sie einen entsprechenden Teilbetrag von 5 000.- R.-Mk. nicht übersteigen, z. B. 2 500.- R.-Mk. bei einem mit dem 31. Dezember 1931 endenden Steuerabschnitt. Maßgebend für eine etwaige Befreiung bleibt somit die Höhe des Umsatzes im zweiten Halbjahr, während nach der Notverordnung vom 1. Dezember 1930 der gesamte Jahresumsatz den Ausschlag geben soll. Diese Durchführungsbestimmungen werden den jenigen Steuerpflichtigen nicht gerecht, die ihren Hauptumfat im zweiten Halbjahr 1931 haben, derart, daß in diesem Zeit raum der Betrag von 2500 жM. überschritten wird, obwohl der Gesamtumsas im Jahre 1931 unter der 5000- RM. Grenze bleibt. Das ist z. B. bei vielen kleinen Landhand­werkern der Fall, da bekanntlich die Landwirtschaft auch für Arbeiten, die im ersten Halbjahre ausgeführt wurden, erst nachy der Ernte zu zahlen pflegt.

Unter Hinweis auf diese vorliegende Härte hat der Reichs­verband des deutschen Handwerks den Reichsfinanzminister ge­beten, alsbald eine entsprechende Aenderung der Durchführungs­bestimmungen zu erlassen.

Neue Bücher.

hades in Oberschlejien andeln.

Der Finanzausichuz veitgehender Sparmagn ee an Defterreich ge elangt einen Kredit i

Der Reichsrat erled mler auch eine Aende e in der legten Not Da Reichstat empfahl d natrie und des Großh Unter den Finanzier i gegenwärtig von de

de fich auch der Blan Bräjident Bartels Landtages auf Dienstag uberufen. Es soll da wirftügten Antrag der

Einberufung des L

In der Donnerstag gewählt der bisherige minifter, der bisherige Beriner zum Kultusmi Beatspräsidenten, Der nationalsoziali Reihstagsmandat nied meister Hans Kummeri Die Reichstagsfra Mittwoch, den 23. Sep hamburg einberufen

Der Reichsparteia einer Sigung am 25 Alle österreichische Juh gejezt worden. Der Heimwehrjäh begeben, sondern befin Frau, auf füdslawisch Der Erste Lord de eflärte während der Borfommnisse bei der Bannschaften, die den

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