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Mittwoch, den 16. September 1931.

Fußball.

,, Gießener Zeitung"

Turnen, Sport

Ergebnisse aus dem Bezirk.

FC. Odershausen Kurhessen Kassel 3: 4( 2: 2)

VfB. Gießen 6: 0( 2: 0)

Kurhessen Marburg 3: 1( 2: 1)

Spiele gew. Lunent. verl. Tore Punkte

Sport und und Spiel.

VfB. Gießen 2. VfB.-K. Marburg 2. 1: 0( 0: 0) Wetzi. SpV. 1. 1900 Gießen 1. 3: 4( 1: 2) Weyl. Sp.V. 2.- 1900 Gießen 2. 1: 1( 1: 1) Buzzbach 2.- Friedberg 2. 0: 2

Wehl. SpV. 1. Sch. 1900 Gießen 1. Sch. 1: 1( 1: 1) Weyl. SpV. 2. Sch.- 1900 Gießen 2. Schüler 0: 0 Burgjolms Sch. Nauborn Sch. 1: 0

Hartenrod 1.

Marbach 1.

-

-

Gau Marburg.

Cölbe 1. 4: 3( P.) Kirchhain 1. 1: 3( P.)

Wommelshausen 2: 3 Wetter 3: 1( 1: 0)

Frankenberg 2: 2

Spedswinkel 1. 3: 1

Edelshausen 1. Buchenau 1. 3: 1( 3: 0)

Caldern 1.

Friedensdorf 1. 2: 1( 2: 0) Cappel 1. Niederwalgern 1. 4: 1( 3: 1) v. N. abgebr. Germania 2. Odershausen 2. 1: 5

Hessen Kassel

Borussia Fulda

- FV. Horas 6: 1( 3: 0)

SC. 03 Kassel

Verein

Borussia Fulda

B

3

0

0

22: 3 6: 0

Germania Marburg

3

3

0

0

16: 6 6: 0

Breidenstein Dreihausen Sarnau

S. E. 03 Kassel Hessen 09 Kassel

3

2

0

1

12: 3

4: 2

Gemünden 1.

3

2

0

1

13: 5 4: 2

Sturhessen Kassel

2

1

0

1

4: 8 2: 2

BfBK.- Marburg

3

1

0

2

4:12 2: 4

V. f. B. Gießen

3

1

0

2

4:14 2: 4

Germania Fulda

1

0

0

1

1: 3 0: 2

Steinperf 1.

Odershausen

2

0

0

2

3:12 0: 4

Feudingen 2.

Horas

3 0

0

3

2:11 0: 6

Hesselbach 1.

Laasphe 1.

Dautphe 1.

Friedensdorf 2.

Kombach 1. Cölbe 2.­Michelbach 1.

Bürgeln 2.

FC. Großalmerode

Spielv. Kassel 3: 2( 1: 0)

Lura Kassel Sport Kassel 1: 2( 1: 1) Spielv. Göttingen Hermannia Kassel

FC. 05 Einbed 4: 2( 1: 1) Sp. Sp. Northeim 4: 3( 4: 1)

1900 Gießen Dillenburg 2: 0( 1: 0) Frohnhausen Bottenhorn 2: 1( 1: 1) Butzbach Breidenbach 2: 2( 0: 1) SC. Wetzlar FV. Wallau 2: 3( 2: 2) Burgjolms Steindorf 2: 0( 1: 0) Aplar Löhnberg L. n. angetr. Weilburg Bissenberg 4: 1( 1: 1)

Arborn 1.

Beilstein 1. 3: 4( 2: 3) Gau Fulda

Alsfeld Neuhof 2: 0

Alsfeld 2.

Hopfgarten 1. 2: 2

Lauterbach 1. Schlüchtern 1. 1: 1

Landenhausen 1. 5: 1( 0: 0) Bernshausen 1. 2: 7( 1: 3) Schlitz 1. 6: 3

Salzschlirf Rothenkirchen 4: 2 Blizenrod Jgd. 2: 1

Lauterbach 2.

Lauterbach 3.

Blitzenrod 1.

Alsfeld Jgd.

Salzschlirf Jgd.

Stodhausen

Biskirchen

Braunfels

Lauterbach Jgd. 4: 0 Gau Gießen- Wezlar.

Burgsolms 2.

1900 Gießen 2.­

Hirschhausen 1: 2( 1: 2) Niedershausen 1: 0( 0: 0) Holzhausen 2: 3( 1: 3) Nauborn 1: 4( 1: 3) Oberbiel 0: 1( 0: 1) SpV. Wetzlar 2. Aẞlar 2. 6: 0( 3: 0) Lollar- Butzbach 2. 4: 0( 2: 0) Daubringen Steinberg 2: 2( 0: 0) Garbenteich Leihgestern 4: 3( 3: 0) Grünberg Großen- Bused 2: 5( 1: 1)( 6.) Laubach Quedborn 7: 3( 2: 1) Hasselbach Merenberg 2: 3( 2: 5) Merenberg 2.

Obershausen

Allendorf 5: 0( 2: 0)

Odersbach 1: 6( 0: 3)

Waldhausen Niedershausen 2. 0: 0 Laubuseschbach Weinbach 6: 1( 2: 1) Wirbelau Hirschhausen 2. 3: 3( 1: 1)

Braunfels 2. Biskirchen 2. Niederbiel Niederbiel Oberbiel 2. Wetzlar 4. Schwalbach

Burgsolms 3. Wetzlar 3.

Holzhausen 2. 3: 1( 2: 1) Tiefenbach 5: 1( 3: 0) Stodhausen 2. 1: 2( 1: 1) Stodhausen 2. 1: 2( 1: 1) Bonbaden 1: 1( 0: 1) Oberndorf 1: 3( 0: 2) Albshausen 2: 4( 1: 2)

Nauborn 2. 5: 4( 3: 2) Schwalbach 2. 6: 0( 3: 0)

Werdorf Waldgirmes 4: 0( 1: 0) Bieber Dutenhofen 3: 2( 2: 2)

1900 Gießen 3.

-

Heuchelheim H. n. angetr

Lich Wiesed 0: 1( 0: 1)

1900 Gießen 4. Großen- Bused 2. 7: 0( 1: 0). Lollar 2. Leihgestern 2. 3: 2( 1: 2)

Daubringen 2.

Grünberg 2.

Laubach 2.

Steinberg 2. 3: 2( 0: 2)

Ruppertsburg 0: 2( 0: 2)

Wetterfeld 4: 2( 3: 1)

Flenjungen Bobenhausen ausgefallen Ehringshausen 2. SC. Wetzlar 2. W. n. angetr. Ettingshausen 4: 3( 0: 2)

Villingen

VfB. Gießen 2. VfB. Gießen 3.

Jugend:

VfB. Gießen 1.

Hermannstein 1. 3: 1( 3: 0)( 6.) Hermannstein 2. 4: 0( 2: 0)( G.)

VFB.-K. Marburg 4: 0( 1: 0)

Seemannstreue.

Stizze von Hanns Kappler, Görlitz.

Der Proviant geht zur Neige, Jungens", sagte Kapitän Römer mit heiserer Stimme. Wir kommen auch nur langsam

vorwärts

Erschöpft und entmutigt ließen die Matrosen die Ruder sinken und schauten einander ratlos in die bangblickenden Augen. Seit zwei Tagen waren sie nun in dem großen Ret­tungsboot unterwegs nach der Küste, und dieses Boot, das wuß­ten sie alle, war überfüllt. In einer Sturmnacht war der Segler ,, Falte" gefentert und so rasch gesunken, daß die Mann­schaft nur dieses eine Boot zu Wasser lassen konnte. Der Pro­piant, den man noch in letzter Minute in das Boot hatte wer­fen fönnen, war sehr gering gewesen, so daß man für drei oder fünf Tage, die noch vergehen konnten, ehe das rettende Land erreicht wurde, das Schlimmste befürchten mußte.

Jens, der Steuermann, flopfte seine Tabalspfeife am Rande des Bootes aus.

3wei sind zu viel im Boot, Käpt'n-!"

Jens war der erste, der diese furchtbare Wahrheit offen aussprach. Seine Kameraden zudten zusammen, ihre Gesichter wurden hart, und in die Augen tam ein seltsam starrer Ausdruck. Kapitän Römer starrte bleichen Gesichts auf die zu seinen Füßen liegenden Rettungsanzüge.

Ich bin der eine, Jungens," sprach er mit dumpfer Stimme, ,, wer will der zweite sein?"

Jens hob abwehrend die Hand.

" Sie müssen bei Ihrer Mannschaft bleiben, Kapt'n! Mein Bruder Hage und ich sind die einzigen, auf die niemand in der Heimat wartet."

Hage, der stets wenig Worte zu machen pflegte und dafür lieber seinen Bruder sprechen ließ. hantierte bereits mit den Rettungsanzügen.

" Ihr habt wirklich niemand daheim, der euch nahesteht?" fragte, noch ein wenig ungläubig. Kapitän Römer.

Jens warf einen forschenden Blid zu Hage hinüber, dann schüttelte er den blondhaarigen Kopf und lachte sogar, als er zur Antwort gab: ,, Nich' mal' ne Braut, Käpt'n!"

,, Es wäre ungerecht, begann Römer von neuem ,,, euch beide für uns alle aufgeben zu wollen. Ist nicht noch ein anderer unter uns, der teine Angehörigen besitzt?" Keiner meldete sich, sie alle erwarten zu Haus Weib und

Obereisenhausen

Germania 3.

1. Breidenbach 2. 1: 1 Lirfeld 1. 9: 2( 3: 1)

Banje 1. 1: 2

Wallau 2 5: 1 Niederlaasphe 0: 6 Hommertshausen 1. 2: 4

Holzhausen 1. 3: 2 Mornshausen a. D. 1. 1: 8 Schönstadt 1. 0: 5

Sterzhausen 1. 1: 9 Cappel 2. 2: 1

VB.-K. 3. 3: 2

Holzhausen b Kirchh. 1. Dreihausen 2. 1: 3 Leidenhofen 1. Bortshausen 1. 4: 2

Wiejenbach 2. Wallau 3. 6: 0

Frohnhausen( Gladb.) 1. Holzhausen 4: 1( 4: 0) Steinperf 2.

Günterod 1. 3: 2( 2: 1)

Schweinsberg 1. Niederofleiden 1. 7: 2

Oberrosphe 1. Münchhausen 1. 2: 3

Willersdorf 1. Frankenberg 2. 0: 3 Gladenbach Sintershausen 2: 3( 1: 1)

Germ. Marburg 2. Jgd. Cappel 1. Jgd. 0: 1( 0: 0)

1900 Gießen- Dillenburg 2: 0( 1: 0). Unter der viel zu lagen Leitung des Schiri Grünewald­Alsfeld nahm das so fair begonnene Spiel nach und nach Formen an, die man unter immerhin befreundeten Mannschaften nicht erwartet hatte. Je ein Spieler von jeder Partei mußte das Feld verlassen. Im übrigen merite man, daß die Plazmann­schaft die größere Routine und das bessere Feldspiel aufwies und bei etwas besserem rechten Sturmflügel mehr Tore erzielen mußte. Sonst konnte man mit der Mannschaft zufrieden sein. Bei den Gästen, die ganz famose Außenstürmer aufweisen, fehlt es eigentlich nur an einem flachen Kombinationsspiel. So lange ihnen dieses fehlt, werden sie stets im Nachteil bleiben.

Zum Spiel selbst: Die erste Halbzeit gehörte ganz den Gie­henern. Das einzige Tor stammte von Wilhelmi, der einen von Heilmann zugeschobenen Ball unhaltbar einsandte. Nach der Pause wurde wenigstens auf dem ganzen Spielfelde gekämpft, die Ueberlegenheit der Platzmannschaft hielt aber an. Eine Flanke von Best wurde wiederum von Wilhelmi zum 2. und letzten Tor dieses Spieles eingelenkt.

Aus dem Hinterland.

Sp.V. Breidenstein Wommelshausen 2: 3.

Nach ausgeglichenem Spiel fonnten die Gäste als die Glück­licheren die beiden Punkte mit nach Hause nehmen. Die Brei­densteiner lieferten ihrem Gegner ein vollständig ebenbürtiges Spiel, waren nur vor dem Tor zu unentschlossen. Bis zum Schlußpfiff stand der Sieg der Gäste noch auf wadeligen Beinen, jeden Augenblic schien der Ausgleich zu kommen, doch die Hin­termannschaft von Wommelshausen war sehr auf dem Posten. Unsere Bezirksklassen- Vertreter Breidenbach und Wallau weilten auswärts.

Breidenbach holte sich nach mäßigem Spiel in Buzzbach den ersten Punkt. 2: 2 endete das Treffen, das wenig Reize hatte.

Wallau setzte seinen Siegeszug fort und holte sich in Weylar­Niedergirmes einen verdienten 3: 2- Sieg. Die Leistungen der Wallauer Mannschaft waren diesmal allerdings nicht besonders, was zum großen Teil wohl auch auf den ungewohnten fleinen Platz zurückzuführen ist. Nur Schwarz 1., Bonader 1. und Bonader 2. zeigten Meisterleistungen und haben diese 3 auch den größten Anteil an dem Erfolg. Wallau vermasselte einen Elfmeter und vor dem leeren Tor stehend, verstand es der Links­außen, nicht einzuschieben. Bei Wallau machte sich das Fehlen des Zenters und Mittelläufers, die beide an Verletzungen labo­,, oh" rieren, stark bemerkbar.

Günterod 1. 3: 2( 2: 1)

Steinperf 1.- Lirfeld 1. 9: 2( 3: 1). Steinperf 2. Das Spiel der ersten Mannschaften war in der Halbzeit schon entschieden. In dem Steinperfer Getriebe gab es feine

Kind, die sie ein halbes Jahr nicht mehr gesehen hatten. We­nige Tage noch, dann waren sie wieder unter ihren Lieben. Sollten sie also jetzt, kurz vor dem langersehnten Ziel, das Boot verlassen? Dann gab es, das wußten alle, feine Hoffnung mehr! Inzwischen waren Jens und Hage in die Rettungsanzüge geschlüpft.

Alles in Ordnung, Kapt'n!" meldete Jens, und seine Stimme flang nicht anders als sonst. Römer umarmte schweren Herzens die beiden Opfermutigen und schämte sich nicht der Tränen, die über sein Gesicht rannen. Händedrüden mit den Kameraden, aufmunternde, auch wißige Zurufe, die unter her­vorbrechendem Schluchzen den beiden ein letztes Mal zugerufen wurden, dann standen Jens und Hage auf dem Bootsrand. Ein lettes Winken nach rüdwärts, und kurz darauf schlugen die Wellen des Ozeans über ihnen zusammen

Ohne das Kommando ihres Kapitäns abzuwarten, griffen die Matrosen zu den Riemen und das Boot schoß nun erleichtert vorwärts. Keiner unter der Mannschaft getraute sich, seinen Nebenmann anzuschauen, jeder der wetterharten Seeleute be­mühte sich, den Schmerz, der das Wasser in die Augen treiben wollte, zu verbergen und zu unterdrücken. Nach einer halben Stunde, als längst nichts mehr von den Zurüdgebliebenen zu sehen war, ließen die Matrosen wieder das Boot treiben; sie zogen mit scheuen Gesten ihre Mühen ab und hielten sie, den Kopf in stillem Gebet gesenkt, in den schwieligen Händen. Und wenn es auch bei dem einen oder anderen fein Bitten zu Gott sein mochte, da war es doch ein aus tiefstem Herzen kommender Wunsch für Jens und Hage, der Wunsch, daß ein Wunder ein­treten möge

Nach einigen Minuten ging es dann wieder mit ungeſtü­mer Kraft der Küste zu; den die Herzen drängten der Heimat entgegen, wenn auch die Gedanken noch immer bei den zwei opferbereiten Männern, die ihr Leben für das der Kameraden eingesetzt hatten, waren.

Drei Tage später erreichte die Mannschaft den Hafen. Ju­belnd wurden sie von ihren Angehörigen, die sich um sie ge­bangt hatten, empfangen

Als sich die Menge am Kai verlaufen hatte, stand einsam ein altes Mütterchen noch lange und starrte verlorenen Blides in das leere Rettungsboot, das dort unten, mit einer Kette an der Kaimauer befestigt, leicht auf den Wellen schaufelte. - und meine Jungens?" murmelten die Lippen des Mütterchens. Mein Jens und mein Hage? Wo blieben diese beiden

Nr. 74.

Hemmungen, so daß der Lirfelder Angriff an der Steinperfer Läuferreihe zerschellte. So war es möglich, daß ein schöner Tor­segen geerntet wurde. Der Torhüter von Lixdorf war an der Niederlage schuldlos.

Dreihausen 1.- Wetter 1. 3: 1( 1: 0)

Das Spiel wurde mit gutem Tempo begonnen, doch dauerte es einige Zeit, bis sich beide Mannschaften in der Kombination gefunden hatten. In der 32. Minute verwandelte Dreihausen die 2. Ecke durch Kopfball zum ersten Treffer für seine Farben. Die Gästemannschaft suchte den Ausgleich bis Halbzeit noch her­beizuführen, doch vergebens. Nach Wechsel zeigten sich die Be­wegungsspieler aus Wetter leicht überlegen, doch fehlten die Torschützen. In der 29. Minute erzielte Dreihausen durch scharfen Schuß den 2. Treffer. Das Spiel war gleichwertig. In der 35. Minute gab es einen Handelfmeter für Wetter, den der Drei­häuser Torhüter hielt. Drei Minuten später sandte der LA. nach schönem Durchbruch das Leder zum 3. Tor in das Gäste­heiligtum. Die 40. Minute brachte den Gästen durch Kopfball den Ehrentreffer, und mit dem Ergebnis 3: 1 endete das Spiel. Schiri Eidam- Cappel war dem Spiel ein guter und gerechter Leiter.

Aus Friedensdorf.

Friedensdorf 1. Mannschaft weilte zum Verbandsspiel in Caldern( siehe an anderer Stelle). Friedensdorf 2. Mannschaft fonnte auf eigenem Plazze die 2. Garnitur von Holzhausen bei Gladb. mit 3: 2 Toren besiegen und damit die ersten Punkte er­ringen.

Am kommenden Sonntag, den 20. September, finden in Friedensdorf Pokalspiele statt, gespielt wird in drei Klassen: A, B und C- Klasse. Um rege Beteiligung der Vereine wird 5. 5. gebeten. Caldern 1. Friedensdorf 1.

Ein Spiel zwei gleichwertiger Mannschaften, die ihr Mög­lichstes taten, das Spiel für ihren Verein zu gewinnen. Das tnappe Resultat 2: 1 für Caldern zeigt auch die Gleiwertigkeit der Gegner. Caldern wählte zunächst den Wind zum Bundes­genossen und führte bei Halbzeit 2: 0 durch seinen Halblinken und Mittelstürmer. Fiedensdorf hatte wohl Torchancen genug, der Tormann von Caldern hielt aber alles. In der zweiten Halbzeit kam Friedensdorf durch einen placiert geschossenen Elf­meter zum verdienten Ehrentreffer. Der Schiri Heuser leitete in anerkannt einwandfreier Weise.

Edelshausen 1.- Buchenau 1. 3: 1( 3: 0).

Die erste Mannschaft von Buchenau weilte in Eckelshausen, um das fällige Verbandsspiel auszutragen, und mußte Sieg und Punkte in Edelshausen lassen. Ueber den Spielverlauf ist nicht viel zu sagen. Beide Mannschaften führten fein überzeugendes Spiel vor. Trotzdem Edelshausen während des Spieles teilweise leicht überlegen spielte, blieb es doch weit unter den in den letzten Sonntagen gezeigten Leistungen zurück.

Frohnhausen 1. Holzhausen 1. 4: 1( 4: 0).

Grünberg 2.

Am Sonntag empfing der Neuling Wacker" die 1. Mann­schaft von Holzhausen zum fälligen Verbandsspiel. Das Spiel war von beiden Mannschaften sehr schnell unruhig und brachte in den ersten 20 Minuten feine Entscheidung. In der 24. Min. ging F. durch R. in Führung. Schon in den nächsten 15 Min. konnte F. durch seinen Halblinken noch drei weitere Tore erzielen. Grünberg 1. Großen- Bused 1. 2: 5( 1: 1)( 6.) Ruppertsburg 1. 0: 2( 0: 2)( B.). Endlich war das schon vor zwei Jahren vom G.-V. be= stimmte Spiel zustande gekommen. Gr.- Bused spielte etwas zerfahren, so daß fast in der ganzen ersten Halbzeit Grünberg leicht überlegen war. In der 11. Minute fam Grünberg zur 1: 0- Führung mußte sich aber schon 2 Minuten später den Aus­gleich gefallen lassen. Bis Halbzeit sah man ein schönes, faires Spiel, aber Erfolge gab es auf beiden Seiten nicht mehr. In der 59. Minute gingen wiederum die Schwarz- Weißen in Füh­rung( 2: 1). Hierauf folgte ein Elfmeter, der Grünberg aus der Führung brachte( 2: 2). Der weitere Verlauf fonnte nicht mehr überzeugen, Entgleisungen in Punkto Sportlichkeit gab es auf beiden Seiten. Bei Grünberg wollte nichts mehr flappen und so schossen die Gäste das 3., 4. und 5. Tor für ihre Farben. Nicht unerwähnt soll außerdem bleiben, daß Grünberg reichlich Ersatz in seinen Reihen hatte.

Vorher trug die 2. Mannschaft das Verbandsspiel gegen Ruppertsburg aus und mußte sich 0: 2 geschlagen bekennen. Steinberg 1. 2: 2( 0: 0). Am Sonntag weilte Steinberg mit 2 Mannschaften und vielen Anhängern in Daubringen.

Daubringen 1.

Nach Beendigung des Treffens der 2. Mannschaften, welches Daubringen mit 3: 2 für sich entscheiden konnte, betraten die 1. Mannschaften den Plaz. Daubringen geht, begünstigt durch Rüdenwind, zum Angriff über und kann leicht drüden. Der Gästetorwart bekommt Arbeit und entledigt sich derselben sehr sicher. Allmählich macht Steinberg sich frei. Das Spiel wird offen. Süben und drüben müssen die Torhüter die Angriffe

Niemand war, der Antwort geben fonnte. Aber das leere Boot dort unten war ein stummer Künder von Opfermut, Hel­dentum und Seemannstreue

Etwas mehr Höflichkeit!

Uns wird geschrieben:

,, Niemals ist dieser Mahnruf besser angebracht als zu einer Zeit schwerer wirtschaftlicher Krisen, wie es die jetzige ist. Ge­rade weil es in dieser Zeit so schwer ist, höflich zu sein! Auf den Eisen- und Straßenbahnen fann man oft beobachten, wie Invaliden, alten und gebrechlichen Leuten nicht sofort ein Sitz angeboten wird; ja, es gibt sogar Eltern, die noch ihr Kind vom Aufstehen mit den Worten: Bleib' nur sizzen; für dich ist ja auch bezahlt!" zurückhalten, wie es Schreiber dieser Zeilen einmal erlebte. Bei starkem Verkehr auf der Straße kann es leicht mal vorkommen, daß einer den andern, ohne es zu wollen, anrempelt; in einem solchen Falle ist ein: Verzeihen Sie" durchaus angebracht. Gern gibt ein höflicher Mensch über irgend eine Dertlichkeit Auskunft, findet es aber recht ungeschliffen, wenn darauf der Fragende, ohne ein Dankeswort für nötig zu halten, einfach davonrennt. Wie sehr die Mahnung, höflich zu sein und etwas Humor zu haben, angebracht ist, sieht man, wenn man die gegenseitigen Beschimpfungen von zwei Radfah­rern hört, die aufeinanderplatten und doch gewöhnlich beide schuld find! Vor allem Kinder sollen zur Höflichkeit( auch gegenüber mißliebigen Hausbewohnern!) erzogen werden und zwar ebenso nachdrücklich in der Schule wie im Elternhause. Ein liebes, frohes Guten Morgen, Vater!"- ,, Gute Nacht, Mutter!" ist nicht überall zu hören; ein Morgen- und Abend­gruß fällt oft bei Ehegatten und Geschwistern ganz weg oder geht in ein unverständliches Murmeln über. Auch häßliche Ge­wohnheiten, wie Rülpsen, offenes Gähnen, Spuden und dergl. sind keinesfalls Zeichen der Rücksichtnahme, Bildung, Höflich­feit." Wir können diesen Ausführungen nur beipflichten.